Mein Leben als Berufdieb

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Diebstahl Zwang Maßlosigkeit Habgier

Mein Leben als Berufdieb
Ich beichte, dass ich Berufsdieb und Kleptomane bin und mit meinen 32 Jahren aufgehört habe, gegen das, was ich bin, anzukämpfen. Aber der Reihe nach. Alles hat mit 13 Jahren angefangen, als ich mein Austauschjahr in den USA verbrachte und mit meinem Gastvater meinen Mentor traf. Ich weiß nicht, was ihn überhaupt bewog, sich mir gegenüber zu offenbaren, aber er muss es damals wohl irgendwie schon gespürt haben. In diesem Jahr lernte ich fast alles von ihm - sowohl was das handliche als auch technische Wissen anging. Wieder in Deutschland begann ich, zunächst aus reinem Nervenkitzel, zu klauen. Quasi ab dem Tag an, an dem ich von zu Hause auszog, damit ich mir jeden materiellen Wunsch erfüllen konnte, den ich hatte. Inzwischen habe ich Wertgegenstände und Bares im Wert von über 600.000 Euro entwendet. Meinen bürgerlichen Beruf übe ich nur zur Tarnung aus. Jedoch hatte ich von Anfang an schreckliche Gewissensbisse. Was ich mache ist falsch, vor der Gesellschaft und dem Gesetz.

Ich habe mich wegen dieser Gedanken selbst gehasst und mir immer wieder Hilfe gesucht, weil ich der Überzeugung war, dass das eine Krankheit ist, von der ich geheilt werden kann. Heute habe ich fünf Therapien hinter mir. Ich habe jede Einzelne mit voller Überzeugung und Einsatzbereitschaft bestritten und trotzdem nie länger als ein paar Wochen durchgehalten. Ich kann und will nicht länger gegen das ankämpfen, was ich bin. Jeder Beruf ist anstrengend, aber es gibt nur einen, der mich glücklich macht, mich fordert, mein Leben erfüllt. Zwinge ich mich, es zu lassen, fühle ich mich wie die wandelnde Hülle in einem leeren Körper. Und aus diesem Grund schäme ich mich auch nicht mehr dafür. Ich bin so, wie ich bin, auch wenn es eben falsch ist. Ich erwarte weder Absolution noch Verständnis oder Mitleid von euch, aber vielleicht könnt ihr das zumindest irgendwie nachvollziehen. Es gibt nur noch eines, das mich hin und wieder betrübt. Nämlich, dass es nie einen kleinen Sohn geben wird, der mich anlächelt und zu seinem Papa aufschaut. Aber im Gegensatz zu meinem Mentor werde ich ganz sicher kein Kind in die Welt setzen, das sich dann mit seiner Mutter allein durchschlagen darf, weil sein Papa im Knast sitzt. In einem hat er nämlich unrecht. Auch als Dieb kann man nicht alles im Leben haben.

Beichthaus.com Beichte #00033176 vom 30.04.2014 um 23:25:26 Uhr (8 Kommentare).

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Pinkel-Experiment auf dem Fahrrad

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Dummheit Schamlosigkeit Faulheit Ekel

In meiner Jugend hatte ich (m) auf dem Rückweg mit meinem Fahrrad von einer feuchtfröhlichen Party ein dringendes Bedürfnis und musste strullern. Um Zeit zu sparen, hatte ich die Idee, dass man es auch während des Fahrradfahrens probieren könnte. Da ich gerade durch einen Wald gefahren bin, habe ich meine Idee direkt in die Tat umgesetzt. Fazit: Es geht nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Zwar konnte ich mit hoher Konzentration während der Fahrt pinkeln, aber den Wald habe ich mit meinem Strahl nicht getroffen. Es ist eigentlich alles auf meiner Hose gelandet. Für diese Idee schäme ich mich noch bis heute. Zum Glück habe ich es noch nie jemand anderem erzählt.

Beichthaus.com Beichte #00033170 vom 30.04.2014 um 13:37:51 Uhr (7 Kommentare).

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Ohne Vater aufgewachsen

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Verzweiflung Zorn Familie Osterholz-Scharmbeck

Ich möchte beichten, dass ich meinen leiblichen Vater seit zehn Jahren nicht gesehen habe und immer sage, ich könne ihn nicht leiden, während ich ihn eigentlich vermisse. Fast jeden Tag frage ich mich, ob ich als Kind die richtige Entscheidung getroffen habe. Er wollte uns nicht, gab uns nichts zu essen und rief nach der Trennung der Eltern nie wieder an. Trotzdem, ich frage mich, ob das Fehlen eines Vaters mich zu dem gemacht hat, der ich bin: ein schlechter Mensch mit Minderwertigkeitskomplexen. Für meine Probleme mache ich ihn nicht verantwortlich und trotzdem habe ich mir schon gewünscht, er würde mir zufällig begegnen, damit ich ihn wenigstens eine knallen kann, weil er nie da war. Ich bin Mitte 20 und wünsche mir nichts mehr, als einen Papa und schäme mich dafür. Alle paar Tage suche ich nach Bildern von ihm im Internet, in der Hoffnung, einmal zu sehen, wie er heute aussieht. Ich habe nie jemandem erzählt, wie sehr mich der Verlust schmerzt und bitte um Vergebung, weil ich als erwachsener Mensch immer noch nicht in der Lage bin, damit abzuschließen. Er ist kein guter Mensch und trotzdem hätte ich lieber ihn als Vater gehabt, als keinen Vater zu haben, und das ist mir peinlich.

Beichthaus.com Beichte #00033159 vom 29.04.2014 um 14:08:18 Uhr in 27111 Osterholz-Scharmbeck (11 Kommentare).

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Die furchtbaren Hängebrüste

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Feigheit Verzweiflung Begehrlichkeit Oer-Erkenschwick

Ich beichte, dass ich (lesbisch/22) zu feige und schüchtern bin, um andere Frauen anzusprechen. Selbst wenn ich weiß, dass die andere Person mehr will und mich wirklich mag, traue ich mich niemals ihre Hand oder gar sie in den Arm zu nehmen. Und das, obwohl ich sonst immer die größte Klappe habe. So habe ich schon einige nette Frauen vergrault. Außerdem werde ich mich nie trauen, mit einer Frau ins Bett zu gehen, weil ich mich für meine Hängebrust so sehr schäme. Ich werde also für immer allein bleiben und alle Freunde vollheulen, dass ich niemanden finde, obwohl der wahre Grund bei mir allein liegt. Irgendwann werde ich mir heimlich eine Bruststraffung gönnen, obwohl ich gegen Schönheitsoperationen bin und es mir bei allen anderen Leuten auch absolut egal ist, wie deren Körper aussehen.

Beichthaus.com Beichte #00033158 vom 29.04.2014 um 14:03:42 Uhr in Oer-Erkenschwick (16 Kommentare).

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Die Tampons der Handtaschen-Tussis

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Aggression Hass Arbeit Shopping

Ich bin Student und in meinem letzten Mastersemester. Als Nebenjob arbeite ich seit Beginn meines Studiums in einer bekannten Supermarktkette und der Job macht mir wirklich Spaß. Hin und wieder angenehm mit jemandem plaudern und ja, es ist auch eine Möglichkeit nette […]
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Beichthaus.com Beichte #00033156 vom 28.04.2014 um 21:17:11 Uhr (8 Kommentare).

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