Brotlose Kunst

14

anhören

Falschheit Feigheit Lügen Arbeit

Ich arbeite in einem Atelier und bin den ganzen lieben langen Tag damit beschäftigt, Kunst jeglicher Art zu machen. Ich verdiene auch was, klar, aber das ist wirklich ein Witz. Und ich meine das nicht arrogant, von wegen, ich wäre so ein großer Künstler und man gibt mir nur 10.000 Euro pro Objekt - sondern wirklich sehr wenig, quasi unter dem Hartz-IV-Satz. Naja, wenn ich alkoholisiert bin und neue Leute kennenlerne, knallt in meinem Gehirn irgendwie eine Sicherung durch und ich erzähle dann, was ich für eine große Nummer bin. Ich übertreibe dabei jetzt nicht maßlos, aber schon genug, um es als komplette Lüge zu bezeichnen. Wie hart es mit der Kunst ist, dass es gute und schlechte Monate gibt, dass ich manchmal Sachen für Tausende Euro verkaufe und dann wieder nicht. Ich hasse mich auch jedes Mal danach wieder, dass ich so einen Stuss erzähle. Aber neulich habe ich jemanden kennengelernt, von dem ich nicht denke: Den sehe ich eh nie wieder. Wir haben Nummern getauscht und schreiben uns und ich weiß einfach nicht, wie ich sagen soll, dass ich eigentlich ein verdammt armseliger Mensch bin und versuche, mich mit diesen Lügen zu profilieren. Ich will es definitiv richtigstellen, ich habe nur Angst vor der Reaktion. Entweder ich werde dann gehasst und verbannt oder mir wird verziehen, aber ich kann das einfach nicht einschätzen. Es tut mir echt leid und ich schäme mich so dermaßen dafür.

Beichthaus.com Beichte #00033146 vom 27.04.2014 um 12:03:15 Uhr (14 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die Flasche Wein mit Gisela

14

anhören

Fremdgehen Dummheit Trunksucht Schamlosigkeit 50+ Berlin

Ich verstehe mich seit geraumer Zeit sehr gut mit der Oma meiner Freundin. Wir lachen oft gemeinsam und haben uns das eine oder andere Mal einen gebaut. Sie ist jung geblieben und hat ihr gutes Aussehen von früher weitestgehend behalten. Seit ihr Mann gestorben ist, fühlt sie sich oft einsam und kann einem echt leidtun. Deshalb verbringen meine Freundin und ich oftmals unsere gemeinsamen Abende mit ihr. Vor drei Tagen geschah das Unvorhersehbare - wofür ich mich sehr schäme. Meine Freundin konnte an diesem Abend nicht dabei sein, aufgrund ihrer kurzfristigen Spätschicht. Dies war, wie gesagt, kurzfristig und ich wurde von meiner Freundin gedrängt, nicht abzusagen. Und ich wollte Gisela nicht enttäuschen. Also gingen wir gemeinsam zu unserem Lieblingsitaliener. Zuerst genossen wir das Dinner sehr. Die Minuten und Stunden des Abends vergingen und wir bemerkten gar nicht, dass wir schon zwei Flaschen Rotwein getrunken hatten. Und so entwickelte sich der Abend zu einem absoluten Desaster. Wir waren schon so in Stimmung, dass wir uns mal wieder dazu verleiteten, einen durchzuziehen. Wir verloren jegliche Beherrschung über Körper und Geist und traten den Rückweg an. Aufgrund von Giselas und meinem Zustandes sollte sie die Nacht bei uns verbringen. Zu Hause angekommen holte ich noch eine Flasche Wein aus dem Keller und wir tranken diese. Und dann geschah es: Meine Schwiegeroma und ich flirteten immer mehr, bis sich daraus ein leidenschaftlicher Kuss entwickelte. Allerdings verloren wir irgendwie die Beherrschung und hatten etwas in dem Bett, in dem ich mit meiner Freundin schlafe. Als ich mit einem höllischen Kater aufwachte, war sie schon weg. Wir schworen uns, nie wieder ein Wort darüber zu verlieren.

Beichthaus.com Beichte #00033144 vom 27.04.2014 um 00:10:51 Uhr in 10178 Berlin (Rathausstraße) (14 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Kobold im Kaninchenstall

6

anhören

Boshaftigkeit Lügen Morallosigkeit Kinder

Als Kinder haben wir meinem kleinen Bruder mal etwas Gemeines angetan. Er war damals erst vier Jahre und meine Mutter hatte ihn die Geschichte von Nils Holgersson vorgelesen, wie viele sicher wissen, wird die Figur in der Geschichte von einem Kobold geschrumpft, weil er diesen verärgert hat. Mein kleiner Bruder hatte durch dieses sehr harmlose Märchen jedoch unglaubliche Angst vor Kobolden bekommen, die wir schamlos ausnutzen. Wir verkleideten eine Puppe und sperrten sie in einen Kaninchenstall, ein Freund von mir versteckte sich auf der Rückseite und stellte eine piepsige Stimme nach. Schließlich führten wir meinen kleinen Bruder zum Kaninchenstall und zeigten ihm, wie wir mit einem Stock den vermeintlichen Kobold ärgerten - der Anblick des fluchenden Kobolds reichte bereits, damit er anfing zu heulen und wegrannte. Ich habe hinterher einen unglaublichen Ärger von meinen Eltern bekommen, die verkleidete Puppe reichte aber nicht aus, um meinen noch sehr jungen Bruder davon zu überzeugen, dass alles nur ein Spiel war. Er pinkelte sich daraufhin noch Wochen später nachts ins Bett und machte allgemein einen verstörten Eindruck. Heute ist er natürlich ganz normal und wir haben vor Kurzem wieder über die Sache gelacht, irgendwie ist es ja schon lustig.

Beichthaus.com Beichte #00033143 vom 26.04.2014 um 23:39:42 Uhr (6 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Bezahlte Liebe mit der Traumfrau

32

anhören

Begehrlichkeit Prostitution Selbstsucht Morallosigkeit

Ich bin heute 28 Jahre alt und es ist mittlerweile gut vier Jahre her, dass ich ein Praktikum im Rahmen meines Studiums bei einem kaufmännischen Unternehmen absolviert habe. Dort habe ich eine Frau in meinem Alter kennengelernt, in die ich mich relativ schnell unsterblich verliebt habe, wie in sonst keine andere Frau in meinem Leben. Wir haben uns auch wirklich auf Anhieb gut verstanden, wir waren definitiv auf einer Wellenlänge, mochten dieselbe Musik, hatten einen ähnlichen Humor und so weiter. Sie hat mich auch direkt nach einer Kontaktmöglichkeit gefragt. Ich war damals und auch heute Single, sie allerdings hatte damals schon einen Freund, mit dem sie auch heute noch zusammen ist (heute insgesamt schon knapp sieben Jahre, sie sind mittlerweile schon zusammengezogen). Sie hat ihn immer sehr geliebt, sodass keine Chance für mich bestand, dass sie fremdging. Seitdem plagte mich schlimmer Liebeskummer, ich bin nie, auch heute nicht, über sie weggekommen. Ich bin besessen von ihr und nach wie vor an keinen anderen Frauen interessiert. Ich will nicht zu weit ausschweifen, deswegen komme ich zum Hauptthema: Meine Verzweiflung und meine Einsamkeit haben mich in einer dieser einsamen Nächte zu dem Entschluss gebracht, dass ich, wenn sie mich schon niemals lieben wird, ich sie wenigstens dazu bringen könnte, zumindest einmal Sex mit mir zu haben. Es wäre mir lieber, wenn sie mich lieben würde, aber unabhängig davon finde ich sie hochattraktiv und es war mein mittlerweile einziger Traum, mit ihr zusammen zu sein oder zumindest einmal Liebe mit ihr zu machen. Und ich meine es wirklich ernst mit "Liebe machen". Nicht nur stumpfes Rein-Raus, sondern zärtlichen Sex mit Vorspiel und vielen Küssen und allem Drum und Dran, wie man es in einer guten Partnerschaft macht.


Ich habe lange gehadert, lange darüber nachgedacht und ihr dann wirklich dieses Angebot unterbreitet. Ich habe ihr letztendlich genau 10.000 Euro in bar bezahlt, damit ich eine Liebesnacht mit ihr verbringen darf. Ich will nicht zu groß auf Details eingehen, aber es lief wirklich so ab wie oben beschrieben und "ihr zuliebe" habe ich auf bestimmte Sachen verzichtet - sie musste mich nicht oral befriedigen und sie kam nicht mit Körperflüssigkeiten meinerseits in Kontakt. Um Unstimmigkeiten zu vermeiden, habe ich ihr vorher ganz klar definiert, was ich möchte und sie hat eingewilligt. Das "Angebot" habe ich ihr übrigens über das Internet unterbreitet - mit einem "Beweisfoto", auf dem man die Geldscheine und einen Zettel mit meinem Namen sehen konnte, damit sie mir glaubt und mich nicht direkt blockiert. Ich hatte letztlich bestimmt eine Dreiviertelstunde lang Sex mit ihr. In zig Stellungen, ich habe alles mit ihr gemacht, wovon ich immer geträumt habe. Als wir dabei waren, war es der schönste Moment in meinem Leben. Als ich sie zum ersten Mal nackt gesehen habe, als ich zum ersten Mal in ihr war - es war wunderschön und wie in meinen schönsten Träumen. Aber trotzdem bereue ich es und ich schäme mich maßlos. Ausgerechnet ich, der in seinem Leben noch nie in einem Bordell war und es auch niemals vorhatte, hat eine glücklich vergebene Frau prostituiert - ich denke, so klar muss man es ausdrücken. Und das nur, weil ich diese Kränkung, diese Ablehnung ihrerseits, aber auch die Eifersucht auf ihren Partner nicht ertragen konnte und nicht mehr aushielt.


Ausgerechnet ich, der Prostitution moralisch verwerflich findet und ablehnt. Ich hätte vermutlich für 50 Euro Sex mit Frauen haben können, die aus neutralen Gesichtspunkten betrachtet wesentlich attraktiver sind, als meine Angebetete, aber stattdessen habe ich ihr ein Angebot gemacht, das so "gut" war, dass sie dieses fast schon nicht ablehnen konnte. Ich habe keine Ahnung, was das aus ihrer Beziehung zu ihrem Partner gemacht hat, ob die beiden überhaupt noch ein Paar sind, wie sie sich damit arrangieren, wie sie damit umgehen. Er weiß mit Sicherheit davon, 10.000 Euro kann sie nicht einfach so verstecken. In eine intakte und langjährige Beziehung habe ich auf unterste Art und Weise reingepfuscht, nur damit ich egoistisch meine Gelüste befriedigen konnte. Ich schäme mich wirklich in Grund und Boden und kann nicht mehr in den Spiegel gucken. Mein einziger Traum ist weg, ich habe die Achtung vor mir verloren und habe meinen inneren Moralkodex auf brachialste Weise missachtet. Fast pleite bin ich übrigens auch noch. Ich bin in ein Loch gefallen und weiß einfach nicht, wie ich mit diesem Fehlschritt umgehen soll.

Beichthaus.com Beichte #00033139 vom 25.04.2014 um 22:22:58 Uhr (32 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Nach dem Lottogewinn abserviert

15

anhören

Rache Verzweiflung Selbstsucht Ex

Das Ganze fing ungefähr 13 Jahre, bevor der Euro eingeführt wurde, an. Beruflich ging es leider bergab, nachdem ich (m/52) einen Arbeitsunfall erlitt. Somit habe ich nur noch kleinere Jobs bekommen und der Verdienst war auch nicht so toll. Bis zum Arbeitsunfall war ich vier Jahre mit meiner Freundin zusammen, nach 2,5 Jahren sind wir zusammengezogen. Sie hat beruflich selbst keinerlei Lust gehabt, aktiv zu werden. Da ich nicht so schlecht verdient habe, habe ich sie aus Dummheit - damals dachte ich noch, es wäre Liebe - durchgefüttert. Sie hat zwar immer wieder mal Aushilfsjobs gehabt, aber wenn sie keine Lust mehr hatte, hat sie entweder krankgefeiert oder gekündigt. Für sie war es natürlich kein Problem, da ich ja da war. Wir hatten auch zu dem Zeitpunkt keine sehr große Wohnung, daher auch eine niedrige Miete. Das Geld, das sie verdient hat, ging zu 95 Prozent für ihre Bedürfnisse drauf. Mietbeteiligung zahlte sie nie. Strom musste auch ich zahlen, da ich ja diesen auch benötige. Ich musste kochen, putzen, Wäsche waschen. Aber kommen wir nun zu der Zeit mit dem Arbeitsunfall. Ich lag ziemlich lange im Krankenhaus, danach war ich noch in der Reha. Eigentlich sollte man sich dabei schonen und Gesund werden. Meine Freundin kam mich nur dann besuchen, wenn es etwas Wichtiges gab. Sie brauchte Geld, wenn Rechnungen kamen, und all so etwas - sie hielt es aber nicht für wichtig, diese sofort zu mir zu bringen. Da es zu der Zeit noch nicht so üblich war, alles über das Internet zu erledigen, bat ich zwei Freunde, mich dabei zu unterstützen. Dank ihnen konnte auch alles geregelt werden.


Nachdem ich dann halbwegs lebensfähig aus der Reha kam, erhoffte ich mir, dass meine Freundin mich in der ersten Zeit unterstützt, was aber kaum der Fall war. Es gab dann natürlich auch Geldprobleme, ohnehin hat meine Freundin kurz vor meiner Entlassung mein Konto ins Minus getrieben, sie sagte dann lediglich, ich müsse aufpassen, da ich ja noch Hilfe brauchen würde. Und wenn ich mich beklagen wollte, würde sie einfach gehen. Nun gut, da wurde ich dann das erste Mal misstrauisch. Vor meinen Freunden hatte ich das aber nie erwähnt. Ich versuchte, uns so gut es ging über Wasser zu halten und verzichtete auf nahezu alles - außer meine regelmäßigen Lottospiele. Monate vergingen, es waren Qualen. Als Mann schämte man sich ja dann doch, wenn man von seiner Freundin so behandelt wird, also habe ich meinen Freunden nie etwas davon erzählt. Dann kam der Tag, an dem sich alles veränderte. Meine Freundin hatte mal wieder ihren Traumjob gefunden und musste dazu in so eine Art Ausbildung. Da sie dann erst einmal für fünf Wochen weg war, war die Zeit sehr entspannend. Und in dieser Zeit hatte ich unglaubliches Glück bei der Ziehung der Lottozahlen - es war eine schöne Summe, von der man sich etwas Größeres anschaffen konnte. In dieser Zeit entschloss ich mich dazu, alles zu ändern. Obwohl meine Freundin nicht da war, erfuhr sie von meinem Glück und rief mich total überschwänglich an, erzählte mir, wie sehr sie mich doch lieben würde und das ganze Gesülze. Davon ließ ich mich allerdings nicht mehr ablenken, sondern suchte nach einer schönen Wohnung, die ich mir von dem Geld kaufen wollte. Da das allerdings eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen würde, ich aber keinesfalls noch in unserer Wohnung sein wollte, wenn meine Freundin wieder zurückkam, kam ich bei Freunden unter. Es war gleichzeitig auch das erste Mal, dass ich mich offenbarte. Total geschockt boten sie ihre Hilfe an, und da ich ohnehin kaum Gegenstände in der alten Wohnung hatte, gab es auch nicht viel zum Unterstellen.


Die Wohnung kündigte ich, da sie nur auf meinen Namen lief, und hinterließ nur die Sachen meiner Ex und einen kurzen Brief. Dann zog ich in meine neue Wohnung und hatte sogar noch etwas Restgeld für den Notfall. Meine Glückssträhne war noch nicht zu Ende, denn ich fand noch einen wunderbaren Job, von dem ich hervorragend leben kann. Über ein paar Ecken habe ich später erfahren, dass meine Freundin große Probleme hatte - sie kam in die Wohnung und natürlich war ich nicht mehr da, lediglich ihre Sachen fand sie vor. Gott sei Dank gab es zu dieser Zeit keine Smartphones oder Handys. Jedenfalls hatte ich nur ein Festnetzanschluss in der alten Wohnung. Ich hatte damals mit dem Vermieter ausgehandelt, dass die Wohnung noch einen Monat bestehen bleibt, dafür hatte ich die Miete noch bezahlt. Meine Ex konnte sich die Wohnung natürlich nicht leisten, und zog deshalb zu einer Freundin. Mit der ruinierte sie es sich jedoch nach einiger Zeit. Irgendwie hat sie es allerdings geschafft, sich wieder einen Kerl anzulachen, der es sich leisten kann, ihren Lebensstil zu finanzieren. Mir ist das egal - ich habe meine Ruhe, wunderbare Freunde und keine Geldprobleme mehr. Sie hat sich allerdings kein Stück verändert, auf den Fotos, die man im Internet finden kann, trägt sie immer die neuste Mode. Was ich jetzt beichten wollte? Dass ich ihr nie ins Gesicht gesagt habe, was ich von ihr halte. Die Aktion war bestimmt nicht die Beste - aber ich würde es wieder genau so machen.

Beichthaus.com Beichte #00033119 vom 23.04.2014 um 14:13:51 Uhr (15 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000