Wir sind alle Egoisten!

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Selbstsucht Falschheit Lügen

Man liest oder hört ja öfters von Studien, die besagen, dass jeder Mensch mehrmals am Tag, zumeist unbewusst, lügt. Ich beichte, dass ich völlig bewusst und absichtlich jeden Tag die gleiche Lüge erzähle: "Mir geht es super, alles läuft toll." Dabei kann es einem nicht jeden Tag super gehen und immer alles toll laufen. Das ist nicht möglich. Ich lüge die Menschen jedoch bewusst an. Warum? Weil sie es nicht anders wollen. Seien wir mal ehrlich, niemand hört sich gerne die Probleme anderer Leute an. Wenn einer fragt "Wie geht es dir?" wollen nur die wenigsten Menschen die Wahrheit hören. Stattdessen kreist jeder irgendwie um sich. Ständig höre ich mir das Gejammer anderer an. Dabei geht es häufig um solche Lappalien, dass ich ein Schmunzeln nur mühsam unterdrücken kann. Ich mache dann auf verständnisvoll, höre zu, tröste, gebe Ratschläge, bemitleide. Je nachdem, was gerade passt. Ich selber lasse meine schlechte Laune nicht an anderen aus. Es ist mir einfach zu albern, mich über Dinge wie das Wetter, ein Zwicken im Rücken oder einen Pickel im Gesicht künstlich aufzuregen. Für so etwas will ich keine Aufmerksamkeit.


Mittlerweile habe ich das Spiel jedoch so weit getrieben, dass ich nicht einmal Dinge erzähle, die mich tatsächlich belasten. Zum Beispiel, dass meine Eltern mich stets kaltherzig behandelt haben und sich auch heute kaum für mein Leben interessieren. Dass meine engste Bezugsperson gestorben ist, als ich gerade zehn Jahre alt war. Dass meine Familie komplett zerrissen ist und ich den Großteil meiner Verwandtschaft noch nie oder seit vielen Jahren nicht gesehen habe. Dass ich fünf Jahre lang unter Bulimie litt. Dass ich in der Schule so gemobbt wurde, dass ich nicht mehr gesprochen habe. Dass ich niemanden wirklich nah an mich heranlasse und nur oberflächliche Freundschaften führe. All das bemerkt niemand, weil ich mich inzwischen zu einer richtig guten Schauspielerin entwickelt habe. Abitur, sehr guter Uniabschluss, Doktorandin, augenscheinlich ein guter Freundeskreis, angeblich ein gutes Aussehen, Charisma und Humor. Meine Errungenschaften, die auch gleichzeitig zur Tarnung dienen.


Natürlich wäre es besser, die Wahrheit einmal auszusprechen und die Dinge beim Namen zu nennen. Vielleicht würde ich mich befreit fühlen. Vielleicht würde es Menschen, die ständig mit ihrem Leben unzufrieden sind, aufrütteln. Aber leider muss ich gestehen, dass ich daran nicht wirklich glaube. Auch die nettesten, warmherzigsten Leute, die ich bisher kennengelernt habe, sind in ihrem tiefsten Inneren Egoisten. So wie ich auch. So wie wir alle. Wahrscheinlich ist das nur natürlich, ein angeborener Überlebensinstinkt. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, das Spiel weiter zu spielen. Ich denke, wir spielen es alle, auf unterschiedlichen Leveln. Ich beichte also, dass ich weiterhin Lügen erzählen werde und meine wahren Gedanken für mich behalte. Und ich bitte um Vergebung dafür, dass ich nicht glaube, dass ein Mensch wirklich aufhören kann, sich um sich selbst zu drehen.

Beichthaus.com Beichte #00034163 vom 22.10.2014 um 23:36:31 Uhr (9 Kommentare).

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Bier zum Grillabend

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Diebstahl Trunksucht Morallosigkeit Last Night

Ich war mit Freunden am Abend gemütlich im Garten grillen und wir waren auch etwas angetrunken - aber noch im Rahmen. Uns ging irgendwann das Bier aus, da wir aber in der Nähe eines Supermarktes gegrillt haben, war das ja kein Problem und es war noch vor zehn. Uns hat die Idee gereizt, den Kasten nicht zu zahlen und ihn stattdessen einfach mitzunehmen. Ich habe ihn geholt, meine Freunde haben mir die Eingangstüren von außen geöffnet und sind dann laut lachend davongerannt. Die Kassiererin hat das Ganze gesehen, ist aber nicht aufgestanden und hat nichts gemacht. Wir hatten dann noch etwas Spaß mit unserer Beute und eine tolle Geschichte zum Lachen. Nur bin ich deshalb seit knapp einem Jahr nicht mehr dort zum Einkaufen gegangen. Auch wenn die mich dort ziemlich sicher nicht mehr kennen, lustig war es jedoch allemal.

Beichthaus.com Beichte #00034134 vom 19.10.2014 um 07:52:52 Uhr (8 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Überraschungen auf dem Minigolfplatz

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Ekel Unreinlichkeit Morallosigkeit Schamlosigkeit Westensee

Ich (m) muss Folgendes beichten: Vor einiger Zeit kam ich mitten in der Nacht auf die Idee, einem Minigolfplatz einen kleinen Streich zu spielen, also machte ich mich mit meinem Fahrrad auf den Weg zu dem knapp 10 Kilometer entfernten Platz. Dort angekommen, achtete ich darauf, dass mich niemand bemerkte, kletterte über den Zaun und kackte in acht der insgesamt 15 Löcher einen ganz kleinen Haufen, dies war für mich kein Problem, da ich eine hervorragende Verdauung besitze. Dabei ging ich akribisch vor, und versuchte, in jedem Loch etwa dieselbe Menge zu versenken. Ich befürchtete schon, dass es beginnen würde zu regnen, doch es blieb glücklicherweise trocken. In dieser Nacht konnte ich vor lauter Vorfreude kaum einschlafen, so kam es dann auch, dass ich schon morgens um fünf aufstand. Ich zog mich an und radelte munter drauf los. Am Platz angekommen, stellte ich zu meiner Befriedigung fest, dass die Haufen noch an den gewünschten Orten lagen, dies zauberte mir ein Lächeln ins Gesicht. Als der Minigolfplatz dann öffnete und schon die ersten Familien freudestrahlend darauf warteten, endlich loszulegen, konnte ich mich kaum mehr halten. Irgendwie schaffte ich es aber. Ich hatte Glück, denn der Angestellte überprüfte den Platz vorher nicht. Die erste Familie begann zu spielen und wurde dann auch schnell fündig. Ihr hättet die Gesichter von den Leuten und dem Platzwart sehen müssen, als sie bemerkten, dass sich nicht nur in einem von den Löchern eine Überraschung befand. Nun war es vorbei, ich konnte nicht mehr vor Lachen. Ich schwang mich auf mein Fahrrad und fuhr laut lachend die 10 Kilometer zurück nach Hause. Ich beichte, dass ich weiß, dass das nicht normal ist, aber ich habe noch nie so gelacht.

Beichthaus.com Beichte #00034133 vom 18.10.2014 um 15:43:09 Uhr in Westensee (15 Kommentare).

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Begehrenswerte Nacktbilder

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Begehrlichkeit Falschheit Selbstsucht Morallosigkeit

Ich (m) möchte Folgendes beichten: Es muss ungefähr zehn Jahre her sein, dass mein damaliger bester Kumpel mit der schärfsten Tussi aus unserem Heimatort zusammengekommen ist. Sie hatte für dieses Alter unglaublich große Brüste und den geilsten Arsch, den ich bis dato gesehen hatte. Wie das Schicksal so spielt, veranstalteten die beiden knapp zwei Jahre später eine kleine Party bei sich zu Hause, zu der ich auch eingeladen war. Es wurde viel getrunken, nett geredet und viel gelacht. Mir fiel schon den ganzen Abend auf, dass der Desktophintergrund, von dem Computer auf dem die Musik gespielt wurde, ein Negativbild von dem besagten Mädchen war. Der Abend lief so weiter, und mein Kumpel kam dann auf die Idee, uns alte Bilder, die sich im Standardordner von Windows befanden, zu zeigen.
Und dann kam das Negativbild. Er klickte zwar schnell weiter, doch ich habe gesehen, dass sie auf diesem Bild splitterfasernackt war. Was man auf dem Desktophintergrund nicht erkennen konnte, da es ausgeschnitten war. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich es nicht mehr abwarten, dass die anderen alle verschwinden oder ins Bett gehen würden.


Also achtete ich auf meinen Alkoholkonsum und wartete. Als die Party dann dem Ende zuging, und sich alle schlafen legten, fuhr ich natürlich in aller Heimlichkeit den Rechner wieder hoch, um das Bild mit Paint wieder zu normalisieren. Ich konnte mich nicht mehr zurückhalten und begann sofort, in meinem jugendlichen Rausch endlos oft, mir die Palme zu wedeln. Nun war es schon knapp 3.30 Uhr, ich war immer noch am Wedeln, doch plötzlich ging ohne Vorwarnung die Tür auf. Der "Schwager" meines Kumpels stand in der Tür und ich schaffte es gerade so, das Bild zu schließen und mein Glied unter meinem T-Shirt zu verstecken. Ich dachte mir allerdings, dass das so nicht die ganze Nacht weitergehen kann. Also wartete ich noch knapp eine Stunde, um sicherzugehen, dass wirklich alle schlafen, und schlich mich durch die Hintertür nach draußen. Der Schlüssel steckte von innen und ich lief dann vier Kilometer zu mir nach Hause, besorgte mir einen Rohling und ging wieder zurück. Es dämmerte schon, aber ich verschaffte mir wieder unbemerkt Zutritt und brannte mir das Bild auf CD. Dann verwischte ich meine Spuren und ging gegen sieben Uhr auch ins Bett.


Knapp ein Jahr später hatte ich es dann wesentlich einfacher. Er hatte nämlich eindeutige Bilder von ihr auf seinem Handy, die ich dann vor versammelter Mannschaft per Bluetooth auf mein Handy schickte. Keiner hat etwas mitbekommen. Später bot sich mir eine weitere Gelegenheit, die ich nicht verstreichen ließ: Zu einer Party in ihrer Wohnung hatte ich schon einen USB-Stick mitgenommen, da ich hoffte, auf neue Bilder zu stoßen - unter einem Vorwand ging ich dann an den PC und wurde tatsächlich fündig! Ich möchte deshalb beichten, dass ich drei Nacktbilder von der Freundin meines damaligen Kumpels hatte und mir darauf regelmäßig einen runtergeholt habe. Natürlich hatte ich zwischendurch auch die eine oder andere Freundin, aber trotzdem lief das immer so weiter. Der Trieb war einfach übermächtig. Da ich es inzwischen aber sehr bereue, habe ich die Bilder gelöscht und die CD zerbrochen. Die beiden sind nach sechs Jahren Beziehung übrigens auseinandergegangen und ich hatte mir fest vorgenommen, meinem Kumpel davon zu erzählen, aber ich habe mich nie getraut. Jetzt bin ich 26 Jahre alt und habe nie wieder eine vergleichbare Dummheit begangen und werde es auch nicht tun. Es tut mir leid!

Beichthaus.com Beichte #00034130 vom 17.10.2014 um 19:18:25 Uhr (14 Kommentare).

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Verletzte Künstlerseele

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Geiz Zorn Peinlichkeit Geld Internet Haiterbach

Ich möchte hiermit beichten, dass ich einer Künstlerseele (Autorin) heute auf den Schlips getreten bin. Besagte Autorin ist bei einem großen Internetversandhändler sehr erfolgreich mit ihren E-Books. Sie veröffentlicht dort unter einem Pseudonym in Eigenverlag ihre Geschichten. Laut ihrer Autoreninfo ist sie, im realen Leben eine bekannte deutsche Autorin. Im folgenden Fall geht es um eine Buch-Reihe, die auf acht einzelne E-Books verteilt ist. Sie schreibt wirklich gut und ich bin ein großer Fan von ihr und besagter Buch-Reihe. Dementsprechend habe ich damals auch ihre anderen Seiten geliked, um schnellstmöglich informiert zu werden, wenn es etwas Neues gibt. Jetzt hat sie ihren ersten Sammelband, also die ersten vier Teile ihres Buches als Printversion für knapp elf Euro auf den Markt gebracht. Was sie der Welt ganz stolz über ihre Seite präsentierte. Daraufhin hinterließ ich ihr folgenden Kommentar: "Für den stolzen Preis warte ich lieber auf das gesamte Band." Der Sammelband hat übrigens knapp 250 Seiten, aber das nur am Rande. Keine fünf Minuten später war der Kommentar von ihr gelöscht worden.


Versteht mich bitte nicht falsch, ich unterstütze gern den Büchermarkt und würde mir, trotz E-Books, auch die Printausgabe besorgen wollen, um damit das Bücherregal zu schmücken. Aber für den Preis überlege ich es mir drei Mal, zumal sie den E-Book-Sammelband für einen Apfel und ein Ei verhökert. Ich bin auch gerne bereit, für den gesamten Band, also alle acht Teile, mehr zu bezahlen, als nur die üblichen 8,99 Taschenbuch-Preis. Ich weiß ebenso, dass Papier und der Druck etwas kosten und auch die besagte Plattform ihre Hand aufhält, aber für knapp 250 Seiten 11 Euro zu verlangen, finde ich einfach überzogen! Zumal ich dann ja auch den zweiten Sammelband mit den restlichen vier Teilen haben möchte, womit wir bei einem Gesamtpreis von knapp 22 Euro wären! Ich bitte hiermit um Vergebung, knauserig zu sein und dadurch der armen Künstlerseele auf den Schlips getreten zu sein. Ich nahm unverschämterweise an, dass eine "bekannte deutsche Autorin" mit Kritik umgehen könne.

Beichthaus.com Beichte #00034128 vom 17.10.2014 um 17:04:55 Uhr in Haiterbach (9 Kommentare).

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