Frauen mit Haarausfall

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Ungerechtigkeit Eitelkeit Engherzigkeit

Mir (m/26) sind schon in den frühen Jahren die Haare ausgefallen. Für viele mag das jetzt wieder eine Lappalie sein, aber mir hat das so zugesetzt, dass ich depressiv wurde. Bis heute bin ich nicht glücklich. Ja, ich weiß: Es gibt Schlimmeres. Aber jeder hat andere Prioritäten. Könnte ich einen Arm gegen Haarwuchs tauschen, ich würde es tun. Meine Beichte ist jedenfalls Folgendes: Seit ein paar Jahren werden die Betroffenen von Haarausfall immer jünger.
Auch trifft es mittlerweile sogar recht viele junge Frauen. Ich erzähle keinen Scheiß, seht euch einfach mal um, wenn ihr unterwegs seid. Mittlerweile sind ja in jedem Werbeblock mehrere Produkte zu sehen, die angeblich helfen. Kauft den Scheiß bloß nicht! Ich will auch keinen auf Verschwörungstheoretiker machen, aber das passt mir alles etwas zu gut zusammen. Vor 20 Jahren war das Problem auf keinen Fall so immens und weit verbreitet. Was ich genau beichte, ist allerdings, dass ich mich schon fast etwas freue, wenn ich auf der Straße wieder eine junge Frau sehe, die das typische Haarausfall-Muster hat. Männer sollen ja damit klarkommen, aber bei Frauen zeigen alle Verständnis. Transsexualität ist okay, Geschlechtsumwandlungen von Mann zu Frau ebenfalls akzeptiert - aber wenn jemand einfach nur seine verdammten Haare behalten will, ist man ein Witz für alle. Es tut mir jedenfalls leid, dass ich mich über meine neu gewonnenen Leidensgenossen freue.

Beichthaus.com Beichte #00036662 vom 18.09.2015 um 13:53:38 Uhr (16 Kommentare).

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Verrückte Liebe auf den ersten Blick

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Begehrlichkeit Fremdgehen Verzweiflung

Ich bin seit fünf Jahren in einer Beziehung mit meinem unglaublich, perfekten, liebevollen und gut aussehenden Freund. Ich kann mir weder vorstellen, ohne ihn zu leben, noch ohne ihn aufzuwachen, weil ich glücklich bin, wenn er morgens wie ein warmer Ofen neben mir schlummert und leise grunzt. Allerdings muss ich zugeben, dass wir komplett unterschiedlich aufgewachsen sind, und so unsere Differenzen haben. Seit geraumer Zeit gibt es einen anderen Mann, der mir furchtbar den Kopf verdreht. Ich habe sozusagen die unfassbare Liebe auf den ersten Blick erlebt, und kann an nichts anderes mehr denken. Er hat mich sogar todesmutig nach meiner Telefonnummer gefragt, und ich habe sie rausgegeben und verschwiegen, wie fest ich eigentlich schon gebunden bin.


Nun möchte die verrückte Liebe auf den ersten Blick mit mir essen gehen und ich habe sogar schon die Angewohnheit mein Handy mit ins Bad zu nehmen, damit mein Freund keine Nachrichten sieht, die ihn nicht unbedingt freuen würden. Ich komme mir furchtbar schlecht vor, ihn so zu hintergehen, aber ich werde mich mit dieser Einschlag-Blick-Liebe auf einen Kaffee treffen. Es tut mir jetzt schon leid. Ich hoffe, er ist ein Analphabet ohne Tischmanieren, wirklich.

Beichthaus.com Beichte #00036661 vom 18.09.2015 um 12:28:16 Uhr (20 Kommentare).

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“Folge

Beznesser oder wahre Liebe?

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Misstrauen Selbstsucht Vorurteile Dummheit

Ich war drei Jahre lang mit einem Kameruner zusammen und habe mich von ihm getrennt, nachdem ich ihn durch ausgiebiges Mitlesen und Recherchieren auf einer Anti-Bezness-Internetseite als Beznesser identifiziert hatte. Ich war schon zu Beginn der Beziehung auf diese Internetseite gestoßen, weil ich auf der Suche nach Erfahrungsaustausch zu afrodeutschen Beziehungen war. Ich habe auf besagter Internetseite von vielen Frauen gelesen, bei denen die Situation 1:1 meiner zu entsprechen schien, es gab etliche Parallelen. Er war Asylbewerber, hatte gar nichts und verliebte sich scheinbar auf den ersten Blick unsterblich in mich. Ich hatte zwar als Bachelor-Studentin keinen Job und somit kein richtiges Einkommen, aber immerhin die deutsche Staatsbürgerschaft. Ich habe mich letztendlich im Forum besagter Internetseite von Frauen beraten lassen, die ihrer Aussage nach völlig abgeklärt und erfahren in diesem Gebiet sind. Sie rieten mir dringend dazu, den Kontakt zu meinem Freund abzubrechen, denn er sei ein berechnender Betrüger mit all den typischen Bezness-Anzeichen und ich solle mich bloß nicht von meiner rosaroten Brille täuschen lassen, wie so viele andere Frauen.


Die Tatsache, dass ich weder alt, noch hässlich noch finanziell abgesichert bin, hielt mich lange davon ab, mich als Bezness-Opfer zu sehen, aber letztendlich siegte das Misstrauen. Die Trennung war sehr schwer für mich, denn ich liebte ihn wirklich und hatte ewig lange an seine Unschuld und aufrichtige Liebe zu mir geglaubt, wie eben viele Bezness-Opfer. Ich glaubte zu spüren, dass er mich wirklich liebt, aber das sagen ja auch die meisten Bezness-Opfer. Er schien enorm unter der Trennung zu leiden, aber das scheinen ja viele sehr gut vorspielen zu können. Er hat lange Zeit versucht, mich umzustimmen, bis ich dann umgezogen bin und ihn in sozialen Netzwerken etc. blockiert habe. Nun ja, jetzt, einige Jahre und viel Liebeskummer und Trennungsschmerz später, steht er plötzlich vor mir, hat fließend Deutsch sprechen gelernt und hat eine sehr gut bezahlte, gute Position in einem großen Unternehmen (er hat in Kamerun einen guten Studienabschluss gemacht) und eine gesicherte Bleibeberechtigung. Dass er sehr ehrgeizig ist und es unbedingt zu etwas bringen will, hat er mir schon damals erzählt, aber ich hatte es für leeres Gerede gehalten. Ich habe das mit dem Job und der Bleibeberechtigung alles überprüft, es stimmt eindeutig.


Er erzählt mir, dass er all die Jahre versucht hat, Kontakt mit mir aufzunehmen und dass der Gedanke an mich eine riesige Motivation für seine Karriere war. Er sagt, ich bin die Liebe seines Lebens und er möchte für mich sorgen bis an sein Lebensende. Jetzt bin ich diejenige, die finanziell schlecht dasteht und er ist bereit, finanziell komplett für mich aufzukommen. Ich bekomme immer noch weiche Knie und Schmetterlinge im Bauch, wenn er vor mir steht. Ich liebe diesen Mann so sehr, es fühlt sich alles so richtig an mit ihm. Ich beichte, dass ich nur aufgrund einer von frustrierten Frauen betriebenen Hetz-Internetseite einem Menschen misstraut und wehgetan habe, der es nicht verdient hat. Ich beichte, dass ich zugelassen habe, dass diese Frauen mich zu einem misstrauischen Kontrollfreak machen.

Beichthaus.com Beichte #00036660 vom 18.09.2015 um 11:22:04 Uhr (28 Kommentare).

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Wenn man eine Frau beim Kacken stört

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Zorn Manie Peinlichkeit Arbeit

Ich (w) möchte beichten, dass ich ein Toiletten-Nazi bin. Nein, ich male nicht alles braun, sondern ich habe besondere Bedürfnisse beim Stuhlgang, besonders auf der Arbeit. Zu allererst: Wenn ich die Toilette betrete, desinfiziere ich erst einmal den gesamten Sitz. Wenn ein Stück Toilettenpapier angerissen ist, wandert es sofort in den Müll. Ich zähle meine Klopapierstreifen ab (genau 6), um die perfekte Dicke zum Abwischen zu haben. Betritt noch jemand anderes die Toilette, setze ich alles daran, vor ihr das Klo zu verlassen, damit sie mich nicht erkennt. Wenn jemand reinkommt, während ich am Kacken bin, bleibt bei mir alles stecken und ich kann einfach nicht weitermachen.
Beichtenswert daran ist eigentlich nur der Hass, den ich mittlerweile auf meine Kolleginnen habe, da sie immer reinkommen, wenn ich gerade kacken muss. Am Schlimmsten sind die, die dann eine angeregte Klo-Unterhaltung führen wollen. Ich hasse das. Ich hasse es so sehr, dass ich manchmal gerne einfach nicht spülen würde, nur um deren angeekeltes Gesicht zu sehen. Allgemein würde ich aus Rache gerne alles mit meiner Scheiße einschmieren. Da das dann aber die nette Putzfrau wegmachen müsste, habe ich diesen Plan noch nicht umgesetzt. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00036659 vom 18.09.2015 um 07:40:38 Uhr (13 Kommentare).

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“Beichte

Hässliche Backwaren für unfreundliche Leute

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Rache Ignoranz Gesellschaft Arbeit Wernau

Ich arbeite derzeit in einer Bäckerei, bevor ich im Oktober mein Studium beginne. An sich ist der Job nicht so übel, wenn man bedenkt, dass man nicht besonders viel Hirn braucht, um Brötchen zu verkaufen. Es gibt jede Menge Kunden, die einem wirklich den Tag versüßen können, weil sie einfach so freundlich sind. Allerdings gibt es da auch eine dicke Kehrseite: Die Menschen, die wohl ein einsames, trauriges Dasein fristen und meinen, ihren Frust an der armen Bäckereiverkäuferin auslassen zu müssen. Ich beichte, dass ich zu diesen Menschen auf meine eigene Art und Weise fies bin. Ich darf keine pampige Antwort zurückgeben, schließlich bin ich ein Strahlemännchen, das jedem einen wunderschönen Tag wünscht und außerdem würde das sicher Beschwerden zufolge haben, die ich nicht unbedingt verschulden will. Aber ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, Menschen, die nur rumnölen und nicht mal ein Guten Morgen rausbringen, die hässlichsten Backwaren zu geben.

Kein Bitte oder Danke? Du kriegst das Plunderstück, auf dem ich eben noch eine Wespe habe sitzen sehen. Mich dabei verbessern, wie ich meine Arbeit mache, obwohl du ein Ekel in Schlips bist, der vermutlich noch nie selber einen Finger gerührt hat? Das kleinste Croissant ist gerade noch gut genug für dich. Und in diesem Ton schon gar nicht, mein lieber Herr. Du schnauzt mich an, dir gefälligst das größere Stück Kuchen einzupacken? Da habe ich wohl beim Einpacken ausversehen den ganzen Kuchen eingedrückt. Ein Jammer. Manchmal fühle ich mich wirklich schlecht deswegen, vor allem wenn die Person beim Gehen plötzlich nett wird und mir noch einen tollen Tag wünscht. Aber andererseits bin ich Karmas kleine Helferin. Dafür bekommen dann die Menschen, die mit einem strahlenden Lächeln den Laden betreten, die dicksten Brötchen die ich dahabe. Ich stelle mir oft vor, wie die Miesepeter ihre Backwaren auspacken und sich aufregen, weil sie alle hässlich und klein sind. Und selbst wenn nicht, einen Moment der Genugtuung hat es mir doch verschafft. Und an alle von euch: Legt euch nicht mit Menschen an, die euer Essen anfassen!

Beichthaus.com Beichte #00036658 vom 17.09.2015 um 21:13:53 Uhr in 73249 Wernau (Kirchheimerstraße) (19 Kommentare).

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