Gehäkelte Topflappen

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Lügen Falschheit Faulheit

Ich habe meinem Freund im Vollsuff versprochen, ihm mit viel Liebe Topflappen zu häkeln. Leider bin ich handwerklich völlig unbegabt. Da ich das allerdings nicht zugeben wollte, habe ich welche über eine bekannte Handarbeits-Webseite gekauft und werde diese Topflappen als mein Werk ausgeben. Ich bitte um Absolution dafür, dass ich mich mit fremden Federn schmücken werde.

Beichthaus.com Beichte #00037195 vom 09.12.2015 um 21:09:10 Uhr (11 Kommentare).

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Knecht Ruprecht und der Nikolaus

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Trunksucht Peinlichkeit Selbstsucht Weihnachten

Ich habe einige Tage gebraucht, um meine Schandtat hier zu gestehen. Letzte Woche bat mich mein Bruder, für seine Kinder 4, 6 und 11 Jahre, den Nikolaus zu machen. Einen Knecht Ruprecht sollte ich selbst besorgen. Okay, als guter Onkel macht man das natürlich, insbesondere deshalb, weil ich meine Nichten und Neffen nicht häufig sehe. Beide Kostüme hat mir mein Bruder besorgt. Damit sich diese Mühe wenigstens lohnt, haben wir noch weitere Termine bei einigen Freunden vereinbart, die sich ebenfalls für ihre kleinen Kinder einen Nikolaus gewünscht haben. Selbstverständlich gratis. Alle Texte und Geschenke wurden vereinbarungsgemäß am Vormittag an mich übergeben.


Mein Kamerad, den ich als Knecht Ruprecht engagiert habe, und ich haben uns dann noch einen Spaß davor gemacht und sind in unserer Stammkneipe vorbei und haben den Stammtisch etwas aufgemischt. Das war ein großer Spaß, insbesondere weil es im Anschluss für uns beide Freibier und Schnaps gab. Wir haben uns dann in der Garage meines Bruders versteckt, bis ein Zeichen auf per Handy kommen sollte. Das hat aber sehr lange gedauert, deshalb haben wir uns über seine Weinvorräte hergemacht, um die Zeit zu überbrücken. Als dann das vereinbarte Zeichen kam, waren tatsächlich 45 Minuten vergangen. Leider ist zwischen Garage und Haus eine kleine Baustelle, bei der wir unsere Schuhe verschmutzten. Meine Schwägerin war entsetzt, als wir bis ins Wohnzimmer und dort auch noch auf dem Teppich, eine Dreckspur hinterließen.


Aber die Kinder freuten sich. Leider war es dann doch schon etwas viel Alkohol, sodass ich Probleme hatte, aus dem goldenen Buch sauber vorzutragen. Ich bin dann noch mit den Texten für die Kinder etwas durcheinandergeraten. Zu allem Elend hat meine kleine Nichte auch noch das Weinen angefangen. Beim Ausgeben der Geschenke kam es zu kleinen Verwechslungen mit den Geschenken für die nächste Familie. Aber ich konnte alles gekonnt, wenn auch etwas wackelig, korrigieren.


Nach dem Verlassen der Feier kam mein Bruder in die Garage und sagte, dass so etwas überhaupt nicht gehe und er tief enttäuscht sei. Seine Frau spricht seit Sonntag kein Wort mehr mit mir. Wir haben dann noch unsere Weinflaschen ausgetrunken und fassten den Entschluss, die anderen Feiern sicherheitshalber nicht mehr zu besuchen. Wir haben die Geschenke dann nur noch vor deren Türen gelegt und geklingelt. Eigentlich war es ganz witzig, wie die Kinder staunten, als der Nikolaus und der Ruprecht unter großem Gelächter schnell in der Dunkelheit verschwanden. Wir hatten dann noch in unserer Kneipe viel Spaß beim Erzählen der erlebten Story und pöbelten, immer noch kostümiert, auf dem Heimweg noch ein paar Leute an. Jetzt plagt mich aber das Gewissen, weil sich bestimmt einige Kinder auf den Nikolaus gefreut hatten.

Beichthaus.com Beichte #00037194 vom 09.12.2015 um 16:26:35 Uhr (23 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Händewaschen ist überflüssig

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Unreinlichkeit Ekel Faulheit Erlangen

Ich wasche mir die Hände nach dem Toilettengang nicht, bzw. nur sehr selten. Wenn ich öffentliche Toiletten (Restaurant, Kino, Arbeit) benutze, lasse ich oft nur das Wasser laufen und knülle Papierhandtücher zusammen, damit es so klingt, als ob. Natürlich weiß ich, dass Händewaschen eine gesellschaftliche Regel ist, aber ich sehe die Notwendigkeit dessen nicht wirklich ein. Ich pinkle mir nicht auf die Finger und Urinreste werden mit Toilettenpapier entfernt. Wenn ich meine Periode oder Diarrhö habe, wasche ich mir die Hände und verwende Desinfektionsmittel.


Außerdem pinkele ich gerne in die Dusche und sehe darin auch kein Problem. Ich kann meinem Intimbereich dort gleich mit fließendem Wasser waschen und der Urin wird sofort in den Abfluss gespült. Das mache ich auch im Schwimmbad oder im Hotel. Ich finde, dass heutzutage deswegen viel zu häufig Theater gemacht wird. Meinen Freunden oder meiner Familie will ich das nicht erzählen, aber ich wollte mich einfach mal als "Ferkel" outen. Bin ich wirklich die Einzige, die das Händewaschen nach dem WC weglässt?

Beichthaus.com Beichte #00037193 vom 09.12.2015 um 11:35:23 Uhr in 91054 Erlangen (28 Kommentare).

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Ach, ich kann mich ja noch umbringen...

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Selbstsucht Verzweiflung

Ich beichte, dass ich eine ziemlich seltsame Form der Stressbewältigung betreibe. Immer, wenn mir eine Situation über den Kopf wächst und ich das Gefühl habe, die Kontrolle darüber zu verlieren, habe ich den Gedanken "Ist ja nicht schlimm, wenn alles den Bach runtergeht, kannst du dich immer noch selbst umbringen." Angefangen hat das schon in der Schule.


Ich weiß gar nicht genau, warum das so ist. Ich habe keine traumatischen Erfahrungen in meiner Kindheit erlebt, ich war zwar immer schon melancholisch, aber nicht klinisch depressiv oder Ähnliches. Ich habe auch nicht ernsthaft vor, mich umzubringen, was wohl für viele widersprüchlich klingt. Ich stelle es mir nur gerne vor, weil es mich beruhigt. In den meisten dieser Fantasien hänge ich mich an einem Treppengeländer auf, was sogar mir seltsam spezifisch vorkommt.


Dabei ist Selbstmord nicht Plan B, wenn Plan A nicht klappt. Im Gegenteil, es ist eher so etwas wie Plan Z 2.0. Manchmal glaube ich, ich bin einfach so ein Kontrollfreak, dass es mir einfach ein gutes Gefühl gibt, mir vor Augen zu halten, dass ich am Ende, wenn jede Unterstützung mich verlassen hat, immer noch eine eigene Entscheidung treffen kann. Ich möchte das beichten, weil ich mich damit wirklich für nicht normal halte. Es tut mir leid - meinem Mann und unserem Kind gegenüber, dass ich solche Gedanken immer gehabt habe und scheinbar niemals los werde, auch wenn ich niemals vorhabe, es in die Realität umzusetzen. Ich beichte, dass ich keine Lust habe, darüber mit einem Therapeuten zu sprechen. Ich habe mein Leben an und für sich im Griff, es ist nur so etwas wie eine gedankliche Stütze für mich. Ich bin mir sicher, es gibt hunderttausende Menschen, die die Zeit eines Therapeuten mehr benötigen, als ich.

Beichthaus.com Beichte #00037192 vom 09.12.2015 um 11:09:33 Uhr (17 Kommentare).

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“Beichte

Hausfrau und Mutter? Nein, danke!

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Aggression Faulheit Vorurteile

Ich (w/29) gehe Vollzeit arbeiten, genau wie mein Mann auch. Wir haben eine 6-jährige Tochter, einen kleinen aber feinen Freundeskreis, genau wie unser Kind. So weit ist alles gut in unserer kleinen Welt. Was mich leider immer wieder zum Überkochen bringt, sind viele andere Mütter. Nicht alle, aber viele. Das ging im Kindergarten schon los. Bei Sommerfesten, Weihnachtsfeiern oder Ähnlichem hätte ich mir am Liebsten die Kante gegeben, um das ganze sinnbefreite Geschwätz ertragen zu können. Haben Frauen denn nur noch eine beschränkte Themenauswahl, sobald sie sich vermehrt haben? Man hört immer nur noch, welches Kind denn schon was besser kann als die anderen, welches Waschmittel benutzt wird, um die ach so dreckige Kleidung der Kleinen wieder sauber zu kriegen, welcher Kuchen letztes Wochenende gebacken wurde und so weiter.


Haben die alle denn kein eigenes Leben mehr? Versteht mich nicht falsch, ich liebe meine Familie, und ja, auch ich backe mit der Kleinen, und auch ich habe verschiedenste Mittelchen in der Waschküche stehen, um ihre Sachen sauber zu kriegen. Aber ich gehe damit nicht hausieren. Und warum nicht? Weil es keinen interessiert! Seit sie diesen Sommer eingeschult wurde, ist es noch schlimmer. Ein besonders penetrantes Exemplar der Gattung Muffin-backende-Vollzeit-Mutti hat zu wirklich jedem Thema was zu sagen und tut dies auch ungefragt. Ich hasse diese Frau. Und dann immer das Gejammer, dass Mutter zu sein der schwerste Fulltime-Job der Welt ist. Ja natürlich. Vor allem in der Zeit von acht bis vier, wenn die Kinder in der Schule sind. Muss schwer sein, die ganze Freizeit rumzukriegen. Kann mir doch keiner erzählen, dass er jeden Tag zu Hause acht Stunden putzt. Und dann muss man sich noch anhören, dass es sich für eine Mutter ja wohl gehören würde, zu Hause zu bleiben.


Was soll ich zu Hause rumhocken, wenn mein Mann arbeitet und das Kind in der Schule ist? Den Haushalt schmeißen wir gemeinsam und ich gehe verdammt noch einmal gerne arbeiten. Meine Beichte? Ich kann diese Weiber nicht ertragen. Und nur zum Wohle meiner Tochter, damit sie nicht von Geburtstagen ausgeschlossen wird, halte ich mit meiner Meinung hinterm Berg. Aber ich befürchte, dass mir irgendwann ganz gewaltig der Arsch platzt!

Beichthaus.com Beichte #00037191 vom 09.12.2015 um 09:54:41 Uhr (39 Kommentare).

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