Deutsche sind zu mürrisch!

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Zorn Hass Misstrauen Gesellschaft

Ich beichte, dass mich die Unfreundlichkeit meiner Mitmenschen gelegentlich dazu bringt, innerlich vor Wut zu kochen. Kann auch sein, dass es ein bisschen an meinem kulturellen Hintergrund liegt, aber ich finde, viele Menschen in diesem Land sind sehr schroff, geizig und hart im Umgang miteinander. Man fragt mit einem Lächeln: "Hey, wie geht es dir?" und es kommt nur eine einsilbige Antwort, häufig nur ein "Muss". Oder man fragt, ob man den Leuten bei irgendwas helfen kann, ohne dass die sich das etwa merken und genauso rücksichtsvoll mit dir umgehen. Dann fangen sie an, irgendwas an dir zu kritisieren, weil sie dir die Freundlichkeit als Schwäche auslegen. Das geht quer durch alle Altersgruppen und ist bei beiden Geschlechtern vorhanden - auf der Arbeit, der stinkige Nachbar, in der Uni. Einfach überall! Und wenn du nicht selbst so wirst, artet es in Mobbing aus, aber der Preis ist, dass man selbst zu so einem stinkigen Miesepeter wird.


So ein fast schon darwinistischer Kampf um Dominanz auf allen Ebenen, bei dem jeder den maximalen eigenen Vorteil sucht. Das Gleiche beim Geld. Ich lade meine Mitmenschen ein und die nehmen das nicht etwa zum Anlass, mich zurück einzuladen. Soll ich sie über den Tisch ziehen, bevor sie mich über den Tisch ziehen? Soll ich jetzt jeden Cent drei Mal umdrehen oder was? Bei jungen, attraktiven Frauen ist es manchmal ein Spezialfall. Da gibt es welche, die unter massiver Selbstüberschätzung leiden. Ey Mädels! Ich bin nicht nett zu euch, weil ihr eine Vagina habt, ich helfe auch alten Opis, wenn sie die Tür nicht aufkriegen. Leider bin ich aufgrund meiner Gutmütigkeit meist der Verlierer in diesen Bereichen.


In Amerika sind die Leute viel netter. "Hey how you're doing?" und es entwickelt sich ein Gespräch mit völlig wildfremden Leuten. Ich war mal im H.E.B. (Supermarkt) und mir fehlten ein paar Dollar. Der schwarze Eintüter hat direkt angeboten, mir den Rest zu bezahlen, obwohl der selbst wahrscheinlich kaum über die Runden kommt. Ich habe aber dankend abgelehnt. Oder im Fitnessstudio, die ältere nette Lady am Empfang: "Hey Sweetie, nice to meet you." Okay, es klingt zwar komisch, aber man fühlt sich direkt besser. So etwas sieht man hier kaum.

Beichthaus.com Beichte #00037266 vom 21.12.2015 um 17:42:56 Uhr (28 Kommentare).

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Zwölf Orgasmen

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Masturbation Begehrlichkeit Falschheit Partnerschaft

Mein Verlobter ist vor ein paar Stunden nach Frankreich geflogen, weil seine Eltern dort leben und er sie in der Weihnachtszeit sehen wollte. Seit er weg ist, hätte ich zwölf super Orgasmen mit meinem Klitorisvibrator. Wir haben fast täglich guten Sex, und ich werde das unter keinen Umständen jemandem erzählen, denn ich habe mir sogar Pornos angeschaut. Ich beichte, weil es mir ein schlechtes Gewissen macht, Teile meiner Sexualität vor meinem Liebsten zu vertuschen. Das tut mir leid, aber ich schäme mich auch etwas.

Beichthaus.com Beichte #00037249 vom 18.12.2015 um 22:56:39 Uhr (17 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Das geschieht ihm recht!

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Neid Falschheit Ungerechtigkeit Geld

Ich (m) musste mir schon immer alles selbst erarbeiten. Meine zwei Geschwister und ich bekamen als Kinder je 10 Euro Taschengeld monatlich von Oma, zusätzlich zum Geld von den Eltern (einen Euro wöchentlich). Und schon damals musste ich alles selbst bezahlen. Wenn ich zum Beispiel eine neue Winterjacke brauchte, musste ich entweder die 10 Euro monatlich dafür sparen, oder warten, bis es an Weihnachten, Ostern oder am Geburtstag Extrageld von Oma gab. Und das, obwohl meine Eltern beide arbeiten gingen. Ich ging auch Zeitungen austragen, was mir sicher nicht geschadet hat, aber dann ist mir auch immer von meinem Vater gesagt worden: "Warum willst du Geld von mir, du hast doch selbst welches. Kaufe dir das mal schön selbst, du musst nicht denken, dass ich das alles bezahle und du dein Geld verprassen kannst." Und kaum fing ich die Ausbildung an, musste ich zu Hause Geld abdrücken, und das nicht zu knappp.


Mein bester Freund aber bekam alles bezahlt, Markenklamotten, Hobbys, Führerschein, Auto, und er brauchte nie etwas daheim abzugeben. Seine Eltern sparten von Geburt an das Kindergeld und noch zusätzlich etwas für ihn, auch noch, als er daheim auszog. Ich war oft richtig neidisch. Als mein Freund früh heiratete, konnte er sich von dem Geld eine schöne große Eigentumswohnung leisten. Die Ehe ging allerdings in die Brüche und die Wohnung war weg. Ich habe mich irgendwie darüber gefreut und dachte, es geschieht ihm recht. Gesagt habe ich das nie, ich habe ihn stattdessen auf ein Bierchen eingeladen und ihm gesagt, wie leid mir das alles tut. Weil er trotz meiner Schadenfreude noch mein bester Freund ist.

Beichthaus.com Beichte #00037248 vom 18.12.2015 um 20:20:21 Uhr (16 Kommentare).

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Auszeit von meiner Freundin

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Verzweiflung Lügen Falschheit Games

Ich (m/26/Ingenieur) beichte, dass ich meine Freundin seit einigen Monaten regelmäßig belüge. Ich bin leidenschaftlicher Gamer und Tabletopspieler, das was viele einen Nerd nennen. Trotzdem bin ich relativ normal, habe eine bildhübsche Freundin und einen gut bezahlten Job. Ich bin vor knapp einem Jahr mit meiner Freundin zusammengezogen, damals war ich noch im Studium, hatte also tagsüber oft viel Zeit für meine Videospiele und Tabletop treffen mit Freunden. Man muss jetzt dazu sagen, dass meine Freundin sehr besitzergreifend ist und von Freiräumen nicht viel hält. Sie hat keinerlei Freundeskreis, weshalb sie am Wochenende z.B. nie einen Mädelsabend oder so etwas macht und wenn ich dann mal mit Kumpels unterwegs bin, gibt es oft ein riesiges Gezeter, wieso ich "schon wieder" weg bin und wieso ich gar keine Zeit mit ihr verbringen will. Die 26 Tage und Abende, die ich im Monat daheim bin, zählen bei ihr wohl nicht.


Vor sechs Uhr beendete ich dann mein Studium und stieg ins Berufsleben ein. Seitdem sieht mein Tagesablauf in etwa so aus: Um 7:30 Uhr aufstehen, um 8:30 Uhr auf der Arbeit sein. Dann bin ich, je nachdem, wie viel es zutun gibt, um 17:30 Uhr daheim. Jetzt kann ich mit etwas Glück noch eine Serienfolge oder so etwas schauen, bis meine Freundin dann um 18:15 Uhr daheim ist. Dann gibt es keinen Freiraum mehr für mich, und wenn ich dann mal eine Runde zocken will, gibt es direkt riesigen Krach, weil ich ja "gar nichts mehr" mit ihr machen will. Genau das gleiche Spiel am Wochenende. Vorher war das ok, da war ich drei Tage pro Woche den ganzen Tag daheim und konnte Zocken, bis mir der Arm abfällt. Seit ich jetzt arbeite, erzähle ich meiner Freundin alle 5-6 Wochen, dass ich von Donnerstag bis Montag mal wieder auf einen Lehrgang oder ein Seminar muss, weil ich als Berufseinsteiger ja noch einiges lernen muss.


In Wahrheit habe ich in der Zeit ein Hotelzimmer mit Internet und Schreibtisch ein paar Orte weiter, schnappe mir meinen Gaminglaptop und verbringe dort ein paar Tage in Ruhe und zocke, bis der Arzt kommt, oder treffe mich mit Freunden für ein Tabletop Game. Versteht mich nicht falsch, ich verbringe gerne Zeit mit meiner Freundin, ich liebe sie ja auch, aber ich brauche auch einfach mal Zeit für mich und meine Hobbys. Es ist natürlich schade, dass sie so etwas nicht versteht und ich daher lügen muss, aber das ist mir lieber als die Beziehung zu beenden, denn nach so einem Zockerwochenende bin ich auch immer wieder froh, Zeit mit ihr zu verbringen.

Beichthaus.com Beichte #00037236 vom 16.12.2015 um 15:10:58 Uhr (25 Kommentare).

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Ich verschwinde einfach

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Selbstsucht Schamlosigkeit Feigheit Ex Partnerschaft

Ich habe soeben die zweite etwas längere Beziehung in meinem Leben gecancelt. Dabei bin ich (m) erst 28. Während des Studiums hatte ich mir mit meiner, sagen wir mal Freundin, das Zimmer geteilt. Dabei habe ich für das Mädchen nie etwas empfunden. Mir hat es gereicht, dass ich mit ihr das Bett teilen durfte, die Miete und auch die sonstigen Kosten. Sie hat mir immer vorgeschwärmt, wie es nach dem Studium sei, was wir uns alles Tolles aufbauen könnten. Dabei habe ich ihr eigentlich nie zugehört, nicht ein einziges Mal. Ich kann das sehr gut, nach außen hin Aufmerksamkeit ausstrahlen, aber nach innen ganz anderen Dingen nachgehen. Von Liebe oder auch nur Zuneigung keine Spur, denn diese Sachen kann ich nicht fühlen. Natürlich habe ich ihr gesagt, wie toll sie ist und wie schön ein weiteres Leben mit ihr wäre. Das alles aber vollkommen ohne ernsten Hintergrund, ich habe wirklich alles ziemlich pragmatisch gesehen.


Nach dem Studium habe ich sie praktisch kommentarlos von einem Tag auf den anderen in einer halb ausgeräumten Wohnung sitzen lassen. Innerhalb von zwei Stunden war ich mit all meinem Hab und Gut verschwunden, sie saß da noch in einer Vorlesung. Ich habe meinen Eltern gesagt, dass sie nichts sagen dürfen, sonst hätten sie mich zum letzten Mal gesehen. Währenddessen habe ich meine neue Wohnung in einem anderen Bundesland eingerichtet und meinen neuen, sehr guten und anspruchsvollen Job angenommen. Alle alten Kontakte sind nach der Änderung der Handynummer für mich erledigt gewesen, ich sehe keine Veranlassung, jemandem hinterher zu trauern. Trauern ist eh nicht mein Fall.


Es ist an meinem neuen Wohnort überhaupt kein Problem gewesen, eine Frau zu finden, ob für ein Wochenende oder für länger. Ich habe sie immer dann rausgeschmissen, wenn sie mich belabert haben und private Dinge von mir wissen wollten. Nach dem Konkurs meines Arbeitgebers habe ich sofort einen neuen Job gefunden, der allerdings erst in sechs Monaten startete. Ich habe ja weiterhin gutes Geld mittels einer Auffanggesellschaft erhalten. Aber tagsüber war es mir schnell zu langweilig. Das war sozusagen der richtige Zeitpunkt für eine neue Beziehung. Gesagt, getan, in meinem Fitnessclub bin ich schnell fündig geworden. Ein Mädchen mit starker Sehschwäche hatte wohl Probleme Männer kennenzulernen, ich habe es ihr leicht gemacht. An zwei Wochenenden bin ich mit ihr Essen gegangen, ein paar Mal zu einem Konzert und ins Theater - dann noch etwas mehr Vertrauen vorgeheuchelt und schnell bin ich ihre große Liebe geworden.


Sie zog auch tatsächlich nach zwei Monaten von ihren Eltern zu mir, was mir egal war. Auch sie ist so eine Gefühlstante und mit 23 Jahren so etwas von romantisch, da wird mir fast schlecht. Selbst die Vorstellung bei ihren Eltern und Geschwistern habe ich lächelnd über mich ergehen lassen. Gestern stand wieder der Möbelwagen vor dem Haus. Den Mietvertrag hatte ich auf Ende des Monats gekündigt. Ich muss mir rechtzeitig vor Weihnachten ja schließlich noch mein neues Domizil einrichten, wieder etwas weiter von hier weg. Ich habe ihr immerhin noch einen Zettel hinterlassen, dass sie bis Ende des Monats in der Wohnung bleiben kann, es ist schließlich bis dorthin bezahlt. Selbstverständlich habe ich auch, wie beim letzten Mal, die Handynummer entsorgt, das hat dort schon vorzüglich geklappt.


Ich denke, es verstehen mich viele, dass ich kein Freund von Emotionen, geschweige denn von Tränen und Abschiedsworten bin. Ich kann das einfach nicht und werde das nie können. Wenn jemand glücklich und zufrieden mit vorgetäuschten Gefühlen ist, dann habe ich doch nichts Schlechtes getan, oder? Ich habe mich sogar mit meinem Vermieter geeinigt, dass keine Renovierungsarbeiten durchgeführt werden müssen, damit habe ich dem Mädchen ja noch einen großen Gefallen getan. Meine Eltern meinen, auch wenn ich damit Probleme habe, sollte ich mit dem Mädchen sprechen. Ich schaffe das aber nicht, deshalb die Beichte.

Beichthaus.com Beichte #00037233 vom 16.12.2015 um 09:22:42 Uhr (33 Kommentare).

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