Bin ich der perfekte Mann?

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Fremdgehen Begehrlichkeit

Ich habe ein ganz ganz kompliziertes Problem, aus welchem es keinen ersichtlichen Ausweg gibt. Ich bin mit einer ganz tollen Frau zusammen. Aus bestimmten Umständen haben wir uns ein bisschen über ein halbes Jahr nicht gesehen, sagen uns aber, dass wir füreinander gemacht sind, und da glaube ich auch dran. Leider glaube ich aber auch, dass ich für so manch eine Frau wie gemacht bin. So habe ich schon öfters die Erfahrung gemacht, dass ich einen One-Night-Stand hatte und dieser dann total am Rad dreht, nicht nach Hause gehen will und solche Sachen wie "Du bist der Mann, auf den ich ewig schon warte" sagt. Da ich ja keinen verletzen möchte (bzw. einfach ein Weichei bin, welches sich nicht traut Klartext zu sprechen, dennoch seine eigenen Bedürfnisse, vor allem körperlicher Art, befriedigen möchte) mache ich den Frauen auch oft ein bisschen Hoffnung, so lasse ich sie manchmal spüren, dass sie durchaus eine Chance hätten mit mir zusammen zu kommen, dass ich bereit wäre meine Freundin für sie zu verlassen usw. So viel zu meinem Ego, der theoretische Part. Jetzt kommt das Praktische:

Ich habe wie gesagt diese Freundin, die ich auch bald wiedersehen werde. Wir sehen uns nicht, weil ich nicht in ihrer Nähe bin. Ach Sc***ße, ich habe Angst, dass jemand das hier liest und mich erkennt! Naja, muss raus. Also, ich habe der Nächstbesten hier Hoffnungen gemacht, sie geküsst und gerade noch verhindern können, dass man im Bett landet, die Frau denkt jetzt aber, dass ich meine Freundin für sie verlassen habe, bzw. dass ich schon vorher nicht mehr mit ihr zusammen war, und erschließt jetzt, dass sie meine neue Flamme ist, erzählt rum, dass wir was hatten (ich definiere Küssen nicht als was haben, sie anscheinend schon - Frauen...) und sie gerne mit mir zusammen kommen und bleiben würde. Das ist ja schon ganz kompliziert, aber es kommt noch besser:

Die, die sich als "Flamme" definiert, hat eine Freundin, die zurückhaltender Natur ist. Anfangs habe ich dieser, ich nenne sie mal X, die ich seit etwa vier Monaten richtig kenne und mindestens zwei Mal die Woche sehe bei sozialen Events, schon Zuneigung gezeigt, habe aber immer Körperkontakt vermieden, weil sie ihn auch nicht gesucht hat meiner Meinung nach. X ist sehr attraktiv, allerdings die Schwester eines guten Freundes und eine Freundin meiner Schwester. Auauauau. Das ist ja zum Heulen. Es läuft alles darauf hinaus, dass ich mich in X verliebt habe, fast jeden Tag den ganzen Tag an sie denke, ihre Stimme höre, wenn ich Texte lesen (z. B. diese Beichten hier) und meine Freundin vernachlässige.

Die Zukunft sieht trüb aus: Wenn meine Freundin mich verlässt, weil sie rausbekommt, dass ich und diese eine uns geküsst haben, was nicht gerade unwahrscheinlich ist, da ihre Freundeskreise sich überschneiden, womit Kommunikation ermöglicht ist, die auch stattfinden wird, weil das liebe Mädchen allen erzählt, wie gerne sie mit mir zusammen waere, dann habe ich ein Dilemma. Wahrscheinlich komme ich mit der geküssten Erzählerin zusammen. Das wäre objektiv betrachtet nicht schlecht, allerdings will ich ja eigentlich mit X zusammen sein. X werde ich aber bald auf ein Jahr mindestens nicht mehr sehen, dafür meine Freundin wieder. Idealerweise bleiben meine Freundin und ich noch 1,5 Jahre zusammen, dann verlässt man sich und ich kann versuchen mit X mich zu liieren, aber das sind alles verfrühte Überlegungen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass, würde das kommunikative Fräulein nicht so viel erzählen, X und ich schon seit ein oder zwei Wochen was haben würden, und ich rede nicht von Küssen. Aber X respektiert die andere. X ist die Beste.

Wenn es sich nochmal in meinem Leben ergibt und die Voraussetzungen leichter sind, schnappe ich sie mir, heirate sie und zeige all den Frauen in meinem Leben die kalte Schulter. Dann gibt es keine anderen mehr. Es tut mir wirklich aufrichtig leid, aber wenn ich mich bei ihr entschuldige, würde sie mich, befürchte ich, verlassen. Es ist leichter zu schauen was kommt. Es wird besser werden. Ach was soll's, ich werde einfach weitermachen wie ich es so mache. Gibt eh die nächsten drei Wochen keine Lösung. Mach's gut Beichthaus, gut, dass es dich gibt.

Beichthaus.com Beichte #00007825 vom 13.04.2006 um 13:03:08 Uhr (5 Kommentare).

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Koffeinüberempfindlichkeit

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Unreinlichkeit Ekel Arbeit Gesundheit

Ich habe eine ganz ganz üble Koffeinüberempfindlichkeit, die sich in Zittern, Herzrasen, extremer Unruhe und Übelkeit äußert. Das wäre jetzt ja an sich gesehen nicht so problematisch, da ich koffeinhaltige Getränke vermeiden könnte, aber ich trinke für mein Leben gern Arabicakaffe und grünen Tee, am liebsten unverdünnt und ohne Milch. Das geht eigentlich nie gut und dadurch ist auch meine beichtenswerte Tat entstanden. Ich bin Psychiater und teile mir meine Praxis mit zwei Psychologinnen. Am Freitag war ich so frei mir nach dem Mittag im Beisein meines "Lieblingspatienten" (labil, agressiv, suizidal, unklare Borderlinesymptomatik) zur Entspannung einen Espresso zu gönnen, der ordentlich stark war. Ziemlich bald bemerkt ich eine Hitzewelle und konnte mich nicht mehr so recht darauf konzentrieren, was mir der Patient an Therapiefortschritten mitteilte. Es gluckerte auch etwas im Bäuchlein. Das zu ignorieren war mein erster Fehler. Der zweite Fehler war einer der ganz üblen Sorte: Der Patient war gerade am gehen, und meine Reaktion auf den Espresso lies etwas nach, als ich in dem mir inne wohnenden männlichen Unverwundbarkeitswahn dachte "Ach was soll's denn, zur Feier des Tages gönnste dir noch einen grünen Tee." Dazu muss ich sagen dass normalerweise schon eine Tasse von dem Zeugs für ein zünftiges russisches Roulette in meinen Eingeweiden reicht, auch ohne mir vorneweg einen starken Espresso in den Rachen zu kippen.
Die nächste und letzte Patientin dieses Tages nimmt Antidepressiva. Sie kam rein und setzte sich, während sich ein spürbarer Aufruhr in meinem Schnitzelgrab manifestierte. Mir stand der kalte Schweiß auf der Stirn und ich zitterte die ganze Zeit der Sitzung wie ein Junkie auf Entzug. Die Patientin guckte etwas komisch, aber ich hielt tapfer durch, zumindest eine Weile, schließlich wurde mir jedoch echt übel. Ich rannte auf die Praxistoilette und übergab den Tee samt restlichen Mageninhalts der Kloschüssel. Wegen des Zitterns war ich allerdings nicht ganz so treffsicher, daher geriet eine ganze Menge daneben. Ich wollte die Bescherung wegmachen, aber das ging nicht wegen des Geruchs, der rief nämlich immer neue Würgereize hervor. Ich schickte die Patientin nach Hause und legte mich erstmal in meinen Therapiesessel. Plötzlich hörte ich einen angeekelten Schrei aus der Toilette. Eine meiner Kolleginnen hatte die Bescherung wohl mitbekommen und kommandierte die Schwester zum Aufputzen. Zum endgültigen Feierabend fragten mich die anderen, ob ich wüsste wer die Sauerei auf der Toilette veranstaltet hätte. Ich sagte ich wüsste es nicht, aber meine letzte Patientin wäre auf Antidepressiva und vertrüge diese nicht so gut, vermutlich wäre das der Grund für die unappetitliche Szenerie. Die anderen glaubten mir das unbesehen. Hoffentlich sprechen sie meine Patientin nächsten Freitag nicht auf den Vorfall an.

Beichthaus.com Beichte #00007707 vom 11.04.2006 um 05:50:33 Uhr (2 Kommentare).

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“Beichte

Den Hund angepinkelt

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Rache Ekel

Mein Nachbar hat einen Hund - ein ganz liebes Tier, klein, schwarz und wuschelig. Er kommt immer gerne zu uns rüber und holt sich Streicheleinheiten ab. Einmal allerdings, ich traute meinen Augen kaum, hob er sein Bein an den 18-Zoll-Felgen meines Zafiras. Ich liebe mein Auto und wasche es gründlicher und öfter als meinen Penis. Als der Köter also nun fertig war, rief ich ihn herbei, streichelte ihn liebevoll und holte dabei meinen Lurch raus. Ich habe den Köter von hinten bis vorne komplett vollgenässt, hoffentlich lernt er daraus!

Beichthaus.com Beichte #00007602 vom 09.04.2006 um 05:19:10 Uhr (20 Kommentare).

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Die gesperrte Brücke

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Morallosigkeit Schamlosigkeit Schule

Letztes Jahr, vor dem Abitur, habe ich gemeinsam mit zwei Freunden die Brücke zum Neubaugebäude unserer Schule abgesperrt. Dazu trafen wir uns eine halbe Stunde vor Schulbeginn mit Absperrband und zwei Schildern, die im Namen der Schulleitung auf Wartungsarbeiten hinwiesen - von denen auf der schmalen, kurzen Brücke allerdings nichts zu erkennen war. Bis um die Mittagszeit herum haben sämtliche Schüler und Lehrer den ordentlichen Umweg durch das Treppenhaus in Kauf genommen. Ein Lehrer, der sich der Autorität widersetzte und unter der Absperrung hindurchkletterte, wurde demonstrativ von seinem Kollegen gerügt. Ich beichte, dass ich erschüttert war, über das Unvermögen unserer Gesellschaft, unsinnige Anweisungen von Autoritäten zu hinterfragen.

Beichthaus.com Beichte #00007584 vom 08.04.2006 um 13:53:27 Uhr (1 Kommentare).

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“35.000

“Beichte

Unkontrollierte Ausbrüche

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Trunksucht Engherzigkeit Zorn

Wenn ich betrunken bin, werde ich immer sehr aggressiv, rede dummes Zeug, verhalte mich unangemessen Frauen gegenüber und mag es Leute auf die primitivste Art und Weise zu provozieren. Nur meine Freunde verhindern immer Schlimmeres, was ich ihnen an dem Abend übel nehme, am nächsten Morgen allerdings heilfroh bin, wohlauf zu sein. An dieser Stelle möchte ich mich bei all denen entschuldigen, die Opfer meiner unkontrollierten Ausbrüche geworden sind, ich kenne eure Gesichter nicht mehr, aufgrund der Filmrisse die ich häufig erlitten habe, sonst würde ich es persönlich tun.

Beichthaus.com Beichte #00007579 vom 08.04.2006 um 10:12:12 Uhr (1 Kommentare).

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