Mein Opa war ein Nazi!

118

Hass Ignoranz Engherzigkeit Familie

Mein Opa, den ich über alles geliebt und verehrt habe, ist Mitte August im Krankenhaus nach schwerem Todeskampf gestorben. Ich habe meiner Mutter danach geholfen, ihm ein sauberes Hemd anzuziehen, damit sich die Verwandtschaft von ihm verabschieden kann. Als wir seine Arme hochhoben, sahen wir voller Entsetzen seine Blutgruppentättowierung nahe der Achselhöhle. Das heißt, er war ein SS-Mann, er war ein glühender, überzeugter Nazi. Wir waren total überrascht. Davon hatte keiner etwas gewusst. Seine Treffen mit alten Kameraden haben wir immer als Altersschrulligkeit abgetan. Meine Mutter war so geschockt, dass sie einen Kreislaufkollaps erlitt und ich fing zum ersten Mal in meinem Leben an zu hassen. Wir haben uns das Zeichen dann bestätigen lassen und uns dazu entschlossen, es allen zu sagen. Wir waren weder auf der Beerdigung noch auf der Trauerfeier, wo auch nur ganz wenige Menschen waren. Entfernte Verwandte haben sich um die Abwicklung gekümmert, der Rest der Familie hat ihn, wie wir, verstoßen und gedanklich und emotional aus unseren Herzen verbannt.

Beichthaus.com Beichte #00024624 vom 29.08.2008 um 18:41:15 Uhr (118 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Ein Schluck aus dem Kanal

24

Dummheit Ekel Neugier

Nun ja, in meinen jungen Jahren war ich einmal in einem Kanalsystem. Dort schwamm halt alles, was die Menschen so in die Toilette spülten. In meiner jugendlichen Dummheit habe ich mal ein Schluck dieser Flüssigkeit probiert, was mit einem Brechanfall und kurzem Aufenthalt im Krankenhaus endete.

Beichthaus.com Beichte #00024602 vom 27.08.2008 um 16:45:15 Uhr (24 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Ich war ein schlechter Zivi

28

Gewalt Hass Morallosigkeit Ekel Zivi & Bund

Ich beichte etwas, das ich vor über 20 Jahren getan habe. Ich leistete meinen Zivildienst im Krankenhaus ab, auf einer Station, wo alte Leute nur noch stinkenderweise vor sich hinvegetieren und den Tod herbeiwünschen. Ich musste 18 Monate als Zivi arbeiten und merkte, wie ich psychisch mehr und mehr an meine Grenzen kam. Ich habe mich wirklich reingekniet und es als meine Pflicht angesehen, den sterbenden Menschen und den Kollegen zu helfen. Ich war beliebt und bei Patienten, deren Angehörige, den Ärzten und bei meinen Kollegen respektiert und hoch angesehen. Aber die letzten Monate waren die Hölle, ich konnte einfach dieses Leid und diese Stimmung nicht mehr ertragen. Sterben, dahinsiechen, leiden, stinken, verfaulen, bei vollem Bewusstsein jeden Tag ein Stückchen mehr körperlich verfallen.

Da ich ein sehr guter, zuverlässiger Zivi war, hatte ich eigene Zimmer, die ich komplett alleine betreute. Jetzt zu meiner Beichte: in den letzten Wochen bin ich sehr brutal mit den Patienten umgegangen: Ich habe sie angebrüllt, übelst beschimpft und laut ins Zimmer reingefragt, wer denn von den Insassen als Nächsten abkratzen würde. Ich habe sie beim Waschen sehr hart angefasst und die entscheidenden Stellen nicht gewaschen. Beim Verbandswechsel habe ich jegliche hygienische Sorgfalt missen lassen. Einmal fiel mir ein steriler Verband auf den Fußboden. Mit dem Schuh schob ich ihn über den Boden schleifend wieder zu mir ran und verwendete ihn wieder. Ja, ich habe sie gehasst. Ich habe dieses Krankenhaus gehasst, ich habe meinen Zivildienst gehasst, ich habe mich gehasst, ich habe alles gehasst. Ich war platt und fertig. Ich schäme mich dafür und weiß, dass wenn ich alt und pflegebedürftig bin, auch auf einen Pfleger/Zivi wie mich treffen werde, der es mir doppelt und dreifach heimzahlt.

Beichthaus.com Beichte #00024547 vom 20.08.2008 um 21:42:02 Uhr (28 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Kostenlose Zeitungen für zwei Euro - mit Trinkgeld

5

Betrug Morallosigkeit Zivi & Bund

Ich habe als Zivildienstleistender im Krankenhaus gearbeitet. Eine meiner Aufgaben war es, früh die Lokalpresse (vom Haus bezahlt) an Privatpatienten zu verteilen. Doch anstatt dies zu tun, habe ich den alten Leuten erzählt, es gäbe heute keine Zeitungen, worauf sie mir zwei Euro gaben und ich ihnen eine vom Kiosk holen sollte. Natürlich hatte ich ihre kostenlosen Zeitungen vom Haus und habe ihnen dann erklärt, es wäre die letzte am Kiosk gewesen und ich habe mich total beeilen müssen, damit ich sie noch bekomme, worauf sie mir dann noch Trinkgeld gaben.

Insgesamt habe ich somit ca 200 Euro gutgemacht und habe mir mit dem anderen Trinkgeld davon einen Rechner gekauft, mit dem ich jetzt geile Egoshooter zocken kann. Tut mir leid, aber wahrscheinlich gibt es euch eh nimmer.

Beichthaus.com Beichte #00024545 vom 20.08.2008 um 21:02:30 Uhr (5 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Meine Unfallopfer: Katze und Frau

36

Gewalt Engherzigkeit Ignoranz

Ich (w/22) habe sowohl eine Katze, als auch eine Frau, im zeitlichen Abstand von ein paar Monaten angefahren und beides mit ordentlich Schmackes. Jedenfalls ist die gute Dame auf meiner Windschutzscheibe gelandet und die Katze irgendwo am Kühlergrill. Beides bereue ich sehr, nur mit dem Unterschied, dass ich bei dem Unfall mit der Katze mich fast vergessen hätte, vor Flennen, und bei der Frau zwar geschockt war, aber dennoch mit meiner Beifahrerin fünf Minuten nach dem Zusammenstoß vor Lachen nicht mehr einbekommen habe. Ich habe auch in der Zeit danach, beim Besuch der Verletzten im Krankenhaus oder beim Abgeben des Führerscheins und der saftigen Geldstrafe, keine Träne verdrückt. Im Übrigen ist die Katze qualvoll gestorben, da ich es nicht fertiggebracht habe, ihr das Genick umzudrehen. So viel dazu, aber ich werde sicherlich nicht die Einzige sein, der es so geht, dass sie, wenn leidende Tiere im TV zusehen sind, man von diesen Bildern eher im Herz getroffen wird und auf Teufel komm raus heulen muss. Aber wenn man leidende und verletzte Kinder in Kriegsgebieten sieht, man einfach zur nächsten Unterhaltungsshow schaltet.

Beichthaus.com Beichte #00024495 vom 03.08.2008 um 19:58:36 Uhr (36 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht