Fehlende Freundschaften

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Verzweiflung

Ich bin ein seltsamer Mensch und finde auch nur selten andere Menschen, die mit mir klarkommen. Jedoch schaffe ich es jedes Mal, diese Menschen wieder zu verlieren, obwohl sie mir extrem am Herzen liegen. Ich kann mir selbst nicht erklären, warum ich solche Dinge tue. Es ist wirklich anstrengend, ohne Freunde zu leben. Theoretisch müsste ich mich einfach vergraben und nicht mehr herauskommen, dann würde niemand Schäden davontragen und niemand würde mich hassen. Ich beichte hiermit, dass ich es immer wieder versuchen werde, jemanden für mich zu gewinnen, weil ich es nicht aushalte, alleine zu sein.

Beichthaus.com Beichte #00033045 vom 13.04.2014 um 02:12:31 Uhr (12 Kommentare).

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Mein Auto mit Wasserwerfer

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Boshaftigkeit Dummheit Aggression

Mein Auto mit Wasserwerfer
Ich (m/35) lebe in Bayern in einem kleinen Ort im ländlichen Gebiet und möchte beichten, dass ich mein damaliges Auto zu einem Sprengwagen umgebaut und damit jede Menge Unfug getrieben habe. Angefangen hat es damals, als ich circa 19 Jahre alt war und wir mit der Clique eines schönen Sommertages einen Ausflug nach Tschechien gemacht haben. Auf einem dieser Vietnamesenmärkte haben wir uns für kleines Geld so riesige Wasserpistolen mit großem Tank und ordentlicher Reichweite gekauft. Da wir uns eigentlich täglich abends im Nachbarort auf dem Parkplatz einer Tankstelle in einem Industriegebiet getroffen haben, kam es da dann regelmäßig zu richtigen Wasserschlachten. Irgendwann bin ich dann auf die Idee gekommen, von meinem Auto (alter VW Polo) die vorderen Scheibenwaschdüsen umzudrehen, sodass sie nach vorne spritzen. Das funktionierte auch recht einfach, da die Düsen nur eingeklinkt waren und man sie ohne Probleme mit einem kleinen Schraubendreher rausmachen und jeder beliebigen 90-Grad-Stellung, also normal nach hinten, nach vorne oder rechts/links wieder einklinken konnte. Das war dann eigentlich ziemlich lustig, als ich das erste Mal damit vorgefahren bin und alle mit Wasser nass gespritzt habe.

Nach dem ersten Mal war dann natürlich der Überraschungseffekt vorbei und die Leute sind weiter auf den Grünstreifen zurückgewichen, wo ich sie mit meiner fahrenden Wasserpistole nicht mehr erreichen konnte. Das führte dann dazu, dass ich am nächsten Wochenende eine stärkere Pumpe in mein Auto eingebaut habe, welche die Reichweite wohl verdoppelt hat und so konnte ich die Leute wieder nass machen! Irgendwann hat sich die Sache mit den Wasserschlachten wieder erledigt.
Aus reiner Langeweile habe ich dann meine Wasserspitzvorrichtung immer weiter verbessert, nochmals andere Pumpe mit mehr Druck, größerer Wassertank (8 Liter vom VW Golf II mit Scheinwerferreinigungsanlage), dickere Schläuche, andere verstellbare und leicht auswechselbare Düsen. Vom Scheibenwischer habe ich die Sicherung raus, damit er sich beim Betätigen der Reinigungsanlage nicht mehr einschaltet. Des Weiteren habe ich noch einen Kippschalter eingebaut, um auch den Strom zur Pumpe zu unterbrechen. Das Ding spritzte innerhalb weniger Sekunden Unmengen an Wasser raus, mein Sprengwagen war geboren. Die nächsten Wochen, gar Monate fiel mir nichts Besseres ein, als alle möglichen Sachen nass zu spritzen. Irgendwann kam ich dann in meiner jugendlichen Dummheit darauf, nicht nur mehr Wasser zu verspritzen, sondern auch andere Sachen wie z.B. synthetischen Schweiß (wie er von Jägern oder Landwirten zur Wildtierfernhaltung verwendet wird) zu verwenden. Wer es kennt, weiß, wie schlimm das riecht und wie die Fliegen darauf gehen, besonders im Sommer bei über 30 Grad und Sonnenschein, wochenlang ohne Regen. Nachts bin ich dann immer und überall rum gefahren und habe die ganze Gegend eingeschweißt, und damit sich die Flüssigkeit überall verteilt, habe ich Zerstäuberdüsen eingebaut.

Bei uns in den Nachbarorten gab es dann eine regelrechte Mückenplage, überall und alles hat nach Schweiß gerochen, im Wohngebiet, auf dem Festplatz, auf dem Parkplatz, die Sitzmöbel im Café, die Sträucher, Autos, einfach alles. Bei Leuten, die ich nicht mochte, bin ich besonders oft vorbeigefahren und habe meine Duftmarke hinterlassen. Die Leute trauten sich keine Wäsche mehr zum Trocknen rauszuhängen, alle Polster der Gartenmöbel, die Sonnenschirme, einfach alles, was den Geruch irgendwie annehmen könnte, wurde vor Einbruch der Dunkelheit in Sicherheit gebracht. Die Sache war Gesprächsthema Nummer 1 und es gab die wildesten Theorien, einfach köstlich. Nach dem Sommer war die Schweißplage wieder vorbei, ich wurde nie erwischt oder irgendwie verdächtigt. Im Nachhinein tut mir leid, was ich damals angestellt habe. Leider kann ich es noch immer nicht lassen, wenn mir jemand zu dicht auffährt oder diese arroganten Rennradfahrer meinen, sie müssten zu zweit oder zu dritt nebeneinander fahren, dass ich mal kurz meine Scheibenwaschanlage benutze, aber natürlich ohne irgendwelche Spezialzutaten oder - umbauten. Also sorry!

Beichthaus.com Beichte #00032893 vom 20.03.2014 um 12:11:24 Uhr (14 Kommentare).

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Gefangen im strengen Elternhaus

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Betrug Lügen Verzweiflung Familie Rockenhausen

Ich (Türkin/20) leide sehr unter der strengen Erziehung meiner Eltern. Weil ein Auszug aus meinem Elternhaus ohne eine Heirat fast unmöglich ist, muss ich meine Eltern in Bezug auf meine abendlichen Aktivitäten anlügen. Ich arbeite meistens in der Spätschicht (bis 21 Uhr maximal) und nutze sehr gerne die Zeit nach Feierabend um mich mit meinen Freundinnen zu treffen. Meine späte Rückkehr begründe ich meistens damit, dass das Aufräumen sehr viel Zeit beansprucht und wir gegen Abend leider immer unterbesetzt sind. Meine Eltern kennen meinen Arbeitsplatz und wissen, dass wir den Laden tipptop hinterlassen müssen. Aufgrund dessen hinterfragen sie auch nichts. Da ich ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Chefin habe, ist sie auch immer darüber informiert, wenn ich mal nach Feierabend oder an meinen freien Tage feiern gehe und bietet mir das nötige Alibi. Es ist für mich geradezu ausgeschlossen, dass ich am Abend einfach aus dem Haus darf. Sei es kurz vor die Tür oder zum nächsten Supermarkt mit meinem Auto. Ich beichte, dass es mir wehtut, meine Eltern auf so dreiste Art und Weise anlügen zu müssen, aber Spontanität oder gar Abends ausgehen, wird bei meinen Eltern nicht gern gesehen und ich sehe mich genötigt zu lügen, damit ich ein bisschen Spaß im Leben habe. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032880 vom 16.03.2014 um 22:00:33 Uhr in Rockenhausen (30 Kommentare).

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Gefangen im Kotzmarathon

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Maßlosigkeit Misstrauen Sucht Verzweiflung Gesundheit

Seit mehr als 15 Jahren habe ich (w/34) ein essgestörtes Verhalten. Momentan fresse und kotze ich mehrmals am Tag riesige Mengen an Nahrungsmitteln. Ich tue den ganzen Tag nichts anderes als einkaufen, fressen und kotzen. Nebenbei noch fernsehen. Ich bin total ausgeschaltet und habe Angst, die Verantwortung für mein Leben zu übernehmen. Ich habe eine lange ambulante und mehrere stationäre Therapien hinter mir. Wirklich geholfen haben sie mir alle nicht, eher meine Situation verschlimmert. Ich finde mich selbst ätzender denn je, kann mich nicht ausstehen. Ich bin zu faul, mich mit der Lösung der Essstörung auseinanderzusetzen, zu faul zum Leben und zu faul zum Sterben. Der Sinn, gesund zu leben, ohne Fressanfälle erschließt sich mir auch irgendwie nicht. Das Wort "lebensmüde" hat für mich eine neue Bedeutung bekommen.


Zwischenmenschliche Kommunikation finde ich anstrengend. Deshalb lebe ich ziemlich zurückgezogen. Wenn ich mal rausgehe, merke ich schon, dass es mir irgendwie gut tut. Aber dann spüre ich schnell wieder den Drang, alles in mich hineinzustopfen, bis ich fast platze. Um mich dann wieder zu erleichtern und dann total erschöpft, leer und ausgeschaltet rumzuhängen. Mein Freund weiß, dass ich Bulimie habe, bekommt aber von den Fressattacken nichts mit. Wir treffen uns meistens abends, da habe ich dann schon meinen Kotzmarathon hinter mir und bin meistens völlig neben der Spur. Es ist dann unglaublich anstrengend ihm zu folgen, ihm zuzuhören und mich zu konzentrieren. Ich habe das Gefühl, alles läuft nur so nebenher - leben, arbeiten, meine wenigen Freundschaften. Ich bin eigentlich nur Zuschauerin in meinem eigenen Lebensfilm.


Ich könnte ein Buch über mein Leben schreiben, habe vieles hinter mir: schwierige Kindheit, psychisch kranke Mutter, Schläge, emotionaler und körperlicher Missbrauch durch die Mutter, mehrmaliger sexueller Missbrauch durch verschiedene ältere Männer in der Kindheit, Drogenkonsum, eine Zeit lang promiskuitive Kontakte im Jugendalter und so weiter. Trotz all dieser Erlebnisse habe ich mein Abi gemacht, eine gute Ausbildung, ein Studium und habe jetzt einen guten Job im sozialen Bereich. Ich sollte stolz auf mich sein, doch ich bin es nicht - kann es nicht sein. Ich heule nie rum, äußere aber auch nicht meine Lebenszweifel vor anderen Menschen. Nicht mal in der Form in der Therapie. Ich fresse alles in mich hinein und kotze alle meine Zweifel, meine Wut und auch meine gedanklichen Aggressionen ins Klo. So wird niemand vollgeschwallt, niemand belastet oder hilflos gemacht. Ich bin innerlich maßlos aggressiv, misstrauisch, beschämt und traurig, aber auch irgendwie gierig nach irgendetwas, das ich nicht benennen kann. Deswegen beichte ich hier, wenn auch mit einem emotional distanzierten Grundton.

Beichthaus.com Beichte #00032847 vom 10.03.2014 um 17:02:07 Uhr (15 Kommentare).

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“Beichte

Die Flucht der Rabenmutter

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Hass Zorn Engherzigkeit Verzweiflung Familie

Ich (w) bin heute 29 und wuchs anfangs noch ganz behütet auf, meine Eltern trennten sich allerdings, als ich zehn war und mit Erziehung, Scheidung, Arbeit, Haushalt usw. war meine Mutter dann scheinbar heillos überfordert, obwohl sie auch Hilfe von unseren Verwandten […]
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Beichthaus.com Beichte #00032835 vom 07.03.2014 um 01:33:07 Uhr (20 Kommentare).

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