Schadenfreude ist die schönste Freude

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Engherzigkeit Maßlosigkeit Zwang

Ich (m/29) bin unglaublich schadenfroh. In den Bergen habe ich mal schallend gelacht, weil einer Frau ein Skistiefel den ganzen Abhang runtergerutscht ist. Wenn ich in der Stadt bin, bleibe ich manchmal stehen, in der Hoffnung, dass es etwas Lustiges zu sehen gibt - etwa, weil gerade etwas Schweres geschleppt wird. Und im Internet schaue ich am liebsten alle Arten von Fail-Videos an, wie Leute purzeln, jammern oder sonst irgendwie Opfer ihres eigenen Ungeschicks werden. Ich liebe Slapstick-Humor, schreckliche Unglücke und alle Geschichten von Leuten, die sich böse verletzen, erschreckt werden oder Ideen umsetzen, die dann schief gehen - und zwar mit Beulen. Leider habe ich jetzt im Internet gelesen, dass Schadenfreude sehr stark mit Minderwertigkeitsgefühlen zusammenhängt. Ich beichte also, dass ich mir Sorgen mache, ob ich mich für eine Hauptquelle meiner Lebensfreude schämen sollte. Und dass ich meine Mitmenschen, also euch, am liebsten habe, wenn sie in einer Wasserrutsche stecken bleiben.

Beichthaus.com Beichte #00032783 vom 26.02.2014 um 23:58:21 Uhr (9 Kommentare).

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Kiffer im Pumakäfig

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Feigheit Lügen Verzweiflung Dating

Ich (w) war letzten Sommer mit einem Typen verabredet, auf den ich wirklich sehr stand. Es war so ausgemacht, dass ich zu ihm in seine Wohnung komme und wir dann in die Stadt gehen. Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, war, dass er wirklich mit Abstand der verplanteste, chaotischste und unorganisierteste Mensch war, den ich bis dato kennengelernt hatte! Ich machte mich also frisch geduscht und schön gestylt auf den Weg zu ihm - und fand dort das reine Grauen vor. Er empfing mich, freundlich und offen, gleich mit Umarmung, jedoch in dreckigem, zerknitterten T-Shirt, Jogginghose, barfuß, und mit furchtbaren Augenringen. Ich folgte ihm wie in Trance weiter in seine Wohnung und nach einem tiefen Atemzug wusste ich nicht, welcher der Gerüche mir mehr zu schaffen machte: der seiner verschwitzten, unrasierten Achseln, der der herumliegenden Essensreste diverser Burgerketten oder des vollen, vor sich hinmüffelnden Katzenklos. Seine Wohnung war im Obergeschoss und draußen herrschten Temperaturen jenseits der 30 Grad, somit übertreibe ich wirklich nicht, wenn ich schreibe, dass es stank wie im Pumakäfig!


Ich weiß gar nicht mehr, warum ich nicht sofort abgehauen bin, aber ich war zu dem Zeitpunkt einfach viel zu vernarrt in diesen Kerl. Deshalb folgte ich ihm auch ins Wohnzimmer und sah, dass da noch ein Typ auf dem Sofa saß. Wohl ein Freund von ihm, der öfters bei ihm chillen würde. Der Fernseher lief, und somit waren die beiden Jungs vollkommen abgelenkt. Von mir oder unserem Date war gar keine Rede mehr. Ich saß da und wurde eigentlich gar nicht mehr beachtet. Ich wollte einfach nur noch weg, als es an seiner Tür klingelte und drei weitere Kumpels das Wohnzimmer betraten - mit Bier und Burgern im Gepäck. Sie setzten sich wie selbstverständlich und würdigten mich ebenfalls keines Blickes.
Einer fragte meinen Schwarm dann, ob er etwas da habe, und dieser öffnete eine Schublade und holte eins von zahlreichen kleinen Päckchen mit Gras raus. Während sie sich Joints bauten und mein Schwarm es sogar vor meinen Augen an einen seiner Kumpels weiterverkaufte, saß ich total perplex da und konnte meinen Augen nicht trauen. Ich wollte nur noch weg, aber da ich leider ein lieber Mensch bin, der schlecht Kritik äußern kann und Angst hat, Menschen zu verletzen, traute ich mich nicht, einfach aufzustehen und zu gehen, geschweige denn diesem Typen alles an den Kopf zu knallen, wie ich es hier mache. Was ich beichten möchte? Ich habe dann auf den ältesten, miesesten und unehrlichsten Trick zurückgegriffen, um einem Horrordate zu entkommen.


Die Jungs waren gerade munter beim Kiffen und ich schrieb meiner besten Freundin per SMS, dass sie mich anrufen und unter irgendeinem Vorwand da rausholen soll. Das hat sie als gute Freundin natürlich auch getan, ich habe natürlich schnell den Lautsprecher meines Handys laut gestellt, sodass jeder gut verstehen konnte, als sie sagte, dass mein Mitbewohner ohnmächtig zusammengebrochen wäre und ich ihn sofort ins Krankenhaus bringen müsste. Ich habe sofort Panik geheuchelt, musste auch nicht mehr viel erklären und konnte so schnell verschwinden. Es tut mir leid, dass ich die Gesundheit meines Mitbewohners als Lüge benutzt und meinen Schwarm so dreist angelogen habe. Aber ich wusste mir nicht anders zu helfen, das war mit Abstand das schlimmste Date meines Lebens!

Beichthaus.com Beichte #00032781 vom 25.02.2014 um 23:48:34 Uhr (24 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Verliebt in einen Piefke

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Lügen Vorurteile Ignoranz Hass

Verliebt in einen Piefke
Ich (w) beichte, dass ich mich extrem zu Deutschen hingezogen fühle. Warum das eine Beichte wert ist? Ich komme aus dem tiefsten Bauerngebiet Österreichs und in meinem Umfeld ist nichts mehr verhasst als die "Piefke". Auch meine Familie schimpft regelmäßig auf die […]
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Beichthaus.com Beichte #00032776 vom 24.02.2014 um 13:48:15 Uhr (54 Kommentare).

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Die Spaßbremse

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Verzweiflung Engherzigkeit Feigheit Partnerschaft

Ich (m/28) habe jedes Mal, wenn ich meinen Freund auf eine Party begleite, ziemliche Angst davor. Wir sind jetzt seit knapp drei Monaten zusammen und logischerweise kenne ich viele seiner Freunde und Bekannten einfach noch nicht. Deshalb ist es für mich der absolute Horror, dorthin zu gehen. Ich brauche unheimlich viel Zeit zum Auftauen, wenn ich niemanden kenne, und sitze dann meistens einfach nur da, fühle mich wie gelähmt und ähnele wohl einem schlecht gelaunten Eisblock. Ein echt nerviger Zustand! Wenn ich mich irgendwo wohlfühle, bin ich ganz anders und das tut mir für meinen Freund unglaublich leid. Denn er muss unter meiner miesen Laune leiden und das verdirbt ihm regelmäßig den Spaß, obwohl er das Beste daraus macht. Es tut mir trotzdem leid, dass ich ihn regelmäßig mit meiner miesen Laune runterziehe!

Beichthaus.com Beichte #00032774 vom 24.02.2014 um 14:13:33 Uhr (20 Kommentare).

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“Beichte

Eine Affäre lohnt sich nicht

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Ehebruch Fremdgehen Dummheit Verzweiflung

Mit meiner Beichte möchte ich alle warnen, die aus Abenteuerlust eine Affäre eingehen. Wie ich, glauben wohl die meisten es würde nichts passieren. Und so ein bisschen im fremden Garten naschen, wer träumt da nicht mal davon? Mit einer alten Jugendliebe habe ich (w/45/verheiratet/2 Kinder) mich ein oder zwei Mal im Jahr auf einen Kaffee zur Mittagszeit getroffen. Wir sprachen über alles Mögliche, ganz harmlos. Mein Mann wusste davon und vertraute mir. Dabei sprach meine Jugendliebe immer öfter von seiner schlechten Ehe, dass seine Frau so kalt ist und er sich sein Leben ganz anders vorgestellt hat. "Wie wäre es wohl ausgegangen, wenn wir beide zusammengekommen wären? Bestimmt viel besser", meinte er manchmal. Seine Komplimente und Schmeicheleien machten mich dann doch an. Ich dachte auch darüber nach, wie das Leben so verlaufen wäre, wenn ich ihn statt meines Mannes geheiratet hätte. Schleichend hat sich dadurch das Verhältnis zu meinem Mann verschlechtert. Klar, nach fast 20 Jahren Ehe schleift sich so manches ein. Doch empfand ich meinen Mann immer als guten Ehemann, super Freund und auch guten Liebhaber. Er arbeitet viel, bringt auch nicht wenig Gehalt nach Hause, sorgt für die Familie, wir haben uns ein Haus gebaut und so weiter. Das ist mir im Nachhinein erst so richtig bewusst geworden.


Durch die dauernden Gedanken an meine Jugendliebe hatte ich immer weniger Lust auf meinen Mann und kritisierte ihn oft für Kleinigkeiten. Nichts konnte er mir nun recht machen. Klar, etwas Negatives findet man an jedem Menschen. Er war frustriert und ging dann öfter mit Freunden aus, trank auch hin und wieder mal zu viel. Je mehr sich die Ehe damit verschlechterte, desto mehr fühlte ich mich zu meiner Jugendliebe hingezogen. Bis er auf einmal in einem Club neben mir stand. Es kam, wie es kommen musste. Wir tranken etwas und küssten uns. Er schrieb mir daraufhin einen Liebesbrief und ich begann eine Affäre mit ihm. Dabei war es nur einige Male Sex im Auto und unzählige SMS, in denen wir uns gegenseitig aufheizten. Mein Mann kam dahinter. Er machte die Frau meiner Affäre ausfindig und traf sich mit ihr. Noch am gleichen Tag machte meine Ex-Jugendliebe mit mir Schluss. Natürlich war ich jetzt die Alleinschuldige. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was er seiner Frau alles über mich erzählte. So, wie er sie früher bei mir schlecht machte, machte er es nun umgekehrt. Was für ein kleines Würstchen.


Mein Mann hat lange zu mir gehalten und wir haben viel versucht, um die Affäre vergessen zu machen, Ehetherapie und so weiter. Doch die Verletzungen und die vielen Lügen waren zu viel für ihn. Er hat mir vor Kurzem gesagt, dass er mich verlassen wird. Ich beichte, dass ich mich durch Komplimente und Schmeicheleien habe verführen lassen. Dass ich bei Problemen in der Ehe dadurch die Fehler immer bei meinem Mann und nicht bei mir oder uns suchte. Dass ich mich der Abenteuerlust hingegeben habe und ohne groß nachzudenken, meinen Mann und auch meine Kinder verletzt und betrogen habe. Teile meiner Familie und sogar meine beste Freundin (die mein Alibi war) haben sich von mir abgewendet. Es ist es einfach nicht wert! Meine ehemals beste Freundin sagte immer: "Wenn man Schwierigkeiten in der Ehe hat, sollte man sie gemeinsam lösen. Fremdficken ist die schlechteste und mieseste Lösung." Und recht hat sie. Ich stehe vor einem Scherbenhaufen.

Beichthaus.com Beichte #00032760 vom 21.02.2014 um 10:31:07 Uhr (34 Kommentare).

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