Der Sitzpinkler

40

anhören

Selbstverletzung

Der Sitzpinkler
Ich wohne noch daheim, bei meiner Mutter und meinen zwei Schwestern. Ein Sitzpinklerhaushalt also. Ich möchte mich nicht unbedingt hinsetzen zum Pinkeln und habe deshalb eine super Lösung gefunden: Ich lasse mich vor der Schüssel auf ein Knie herab und pinkele im Knien. Das vereint die Vorteile von beiden Positionen: Man(n) muss nicht komplett auspacken und es geht trotzdem kein Tropfen daneben und es spritzt auch sonst nicht. Mache ich schon seit Jahren so, klappt wunderbar. Letztes Wochenende kam ich nachts heim, war mit ein paar Kumpels etwas trinken und hatte ziemlich Druck auf der Leitung. Ich habe mich also leicht schwankend vor die Schüssel gekniet, den Deckel hochgeklappt, meinen dickadrigen Bestrafer gezogen und schön gemütlich vor mich hingestrullert. Auf einmal knallt der Deckel mit voller Wucht wieder runter und klemmt mir mein bestes Stück ein. Vor Schmerz und Schreck bin ich aufgesprungen, obwohl er noch eingeklemmt war. Ich könnte schwören, dass er jetzt zwei Zentimeter länger ist und eine kleine Delle hat. Zum Glück funktioniert der Gute noch. Ich beichte, dass ich seit dieser Nacht rigoroser Sitzpinkler bin.

Beichthaus.com Beichte #00024999 vom 27.10.2008 um 16:53:47 Uhr (40 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Sie klammert zu viel!

12

Engherzigkeit Selbstsucht Maßlosigkeit

Vor ein paar Monaten habe ich eine junge Frau kennengelernt. Sie ist etwas älter als ich und dennoch scheint sie mir wie ein Mädchen. Wir hatten zwei Mal Sex, es war furchtbar und nach einem gelungenen One-Night-Stand (wie man so schön sagt) mit einer wirklich reifen Frau, hatte ich die Lust auf sie gänzlich verloren. Ich habe es aufs Platonische reduziert, was für sie einigermaßen okay war. Da sie ja sonst kaum Freunde hat, musste sie wohl damit leben. Doch ich kann es nicht. Sie nervt. Sie gibt es auch selbst zu, sich zu sehr an mich geklammert zu haben. Nach der Arbeit hatte ich teilweise fünf Anrufe in Abwesenheit und drei SMS. Alles banale, uninteressante Geschichten. Habe ihr das auch gesagt und nach dem vierten Mal hat sie gemeint, sie lässt mich mal eine Woche ganz in Ruhe. Boah, tat das gut! Jedenfalls kann ich sie seither gar nicht mehr sehen. Oder hören. Ich gehe ihr ganz aus dem Weg, halte mich kurz, wenn sie mich hin und wieder anruft, und vermittle ihr auf die Art, dass ich gern in Ruhe gelassen werden würde.

Das Ganze ist sehr arschig von mir, weil sie mich mal gepflegt hat, als ich Fieber hatte und mir auch so ihre ganze Unterstützung beim Umzug zuteil kommen ließ. Doch ich kann es nicht ändern. Man KANN gegen seine Empfindungen nicht ankommen. Vermutlich verdrängt sie den Gedanken, dass ich sie nicht mehr sehen will. Sie meinte ja auch mal, dass sie so etwas nicht spürt. Also fehlt es teilweise an sozialer Intelligenz! Ich komme mir dabei echt mies vor, aber direkt ins Gesicht sagen kann ich es ihr nicht, sie würde tot umfallen. Sie ist sehr verletzlich. Aber ich denke, dass man in solchen Situationen sein eigenes Wohl in den Vordergrund stellen muss. Die Anrufe und SMS haben fast aufgehört, aber hätte es noch etwas länger angehalten, so wäre ich einfach explodiert.

Beichthaus.com Beichte #00024972 vom 21.10.2008 um 19:54:33 Uhr (12 Kommentare).

Gebeichtet von hatred
In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Das beste Jahr meines Lebens

31

anhören

Drogen Trunksucht Schule USA

Ich habe, wie so viele dieser Generation, ein Schuljahr im Ausland verbracht. Die Werbungen dieser Austauschprogramme reichen von "spektakulären Erfahrungen" bis zum "besten Jahr deines Lebens", die Preise von 2.000 Dollar bis 20.000. Ich erlaube mir, um eine realitätsnahe Vorbereitung eventueller Teilnehmer dieser Programme zu gewährleisten, meine Ergebnisse wiederzugeben: Ich befand mich für circa sieben Monate in einer amerikanischen Großstadt, im Südwesten des Landes. Ich habe mehrfach die Gastfamilie wechseln müssen, teils aus eigener Verschuldung, teils aus anderen Gründen. Ich verbrachte die meiste Zeit bei einer zwar netten, aber gestressten, verarmten und tief religiösen Familie. Ich habe versucht, mich in die Gemeinschaft einzufügen, aber bei vier Kindern, die in der Homeschool unterrichtet wurden, plus kirchliche Aktivitäten 24/7 ging es nicht. Ganz zu Schweigen von den Differenzen in meinen und ihren Einstellungen. Bei allem guten Willen konnte ich mich wenig unterhalten, da Unterhaltungen beim Erwähnen von unerwünschten Dingen einfach abgebrochen wurden. Zum Beispiel, wenn die Rede von Frauen, Sex, Drogen, Krieg oder Ähnlichem war. Ich habe in meinem Zimmer im völlig ruinierten Haus gesessen, mich gelangweilt, gefroren, gehungert, und gehofft, dass es sich legen würde. Hat es aber nicht, also griff ich zur Radikallösung: Ich habe so viel Zeit, wie ich konnte, mit Freunden verbracht, Drogen genommen, mich komplett von Fast Food ernährt, generell jede Regel missachtet, und meinen Unmut über die Situation nicht länger für mich behalten. Irgendwann fiel ich durch einen Drogentest und fuhr nach Hause, schon halb tot vom Nahrungsmangel - 10 Kilo abgenommen. Die Eltern völlig enttäuscht, Verwandten Lügen erzählt, Gastfamilie nicht mehr gesprochen.

Was also habe ich in diesem "besten Jahr meines Lebens" gelernt?
- Alles über Joints, Pilze, Autos knacken, sprayen, diverse andere Drogen, Brandstiftung, und Verwendungszwecke einer Axt.
- Dass die Austauschorganisationen ihre Schützlinge wie Dreck behandeln (Drogentests, Familienwechsel, diverse Obligationen und Kompromisse, wenn man nicht nach Hause will)
- Das amerikanische Familienleben, ihre Religion, ihre Ansichten, Traditionen, von denen sich allesamt sagen lässt, dass Europäer damit nicht gut zurechtkommen, egal wie anpassungsfähig.
- Kenntnisse in Sprache (viel Slang), Geographie, und der Stadt, die jedem Touristen verwährt bleiben. Wer also selber mit dem Gedanken spielt, ein Schuljahr im Ausland zu verbringen, dem sei gesagt: sich richtig in eine fremde Familie zu integrieren, ist in der kurzen Zeit, und bei den kulturellen Differenzen nicht möglich. Es wird langweilig. Niemand fährt mit euch nach Disneyland oder New York, sondern ihr hängt in der Vorstadt/Kleinstadt ab, ohne viel Abwechslung. Wenn ihr nicht immer schön die Klappe haltet, werdet ihr zurückgeschickt. Die Schule ist sinnlos, ihr werdet nichts lernen, das ihr in Deutschland verwenden könnt. Was ihr mitnehmen werdet, ist eine bessere Kenntnis der Sprache, allerdings nicht des gefragten Schulenglisch, sondern des Slangs. Die eine oder andere Enttäuschung ist vorprogrammiert, und sei es die des Abschieds von neu gewonnenen Freunden nach zehn Monaten. Bedenkt dieses. Es sei erwähnt, dass ich hier nicht versuche, Auslandsschuljahre zu verhindern, ich möchte nur jedem Teilnehmer in solchen Programmen sagen: Es wird hart, sei auf alles vorbereitet!

Beichthaus.com Beichte #00024969 vom 19.10.2008 um 23:32:48 Uhr in USA (ArPhoenix, AZ) (31 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Der alltägliche Schwachsinn

56

anhören

Verzweiflung

Der alltägliche Schwachsinn
Ich habe oft das Gefühl mein Leben sinnlos zu verschwenden, andererseits sehe ich aber auch irgendwie keinen wirklichen Sinn im Dasein!? Bei genauerer Betrachtung stellt sich mir immer vieles als fraglich bis vollkommen idiotisch dar. Ich meine, man wird geboren, lebt im Optimalfall gesunde 80 Jahre und dann stirbt man. Ende der Vorstellung! Was danach kommt, oder ob da überhaupt noch was kommt, ist genau so wahrscheinlich, wie dass nichts mehr passiert. Das Einzige, was wirklich sicher ist, ist, dass das Leben eine auf kurze Zeit begrenzte Angelegenheit ist. Jede Minute, die man davon nicht nutzt, ist eine vergeudete Minute, die man nicht mehr zurückbekommt. Nur trotz dieses Bewusstseins hänge ich im alltäglichen Schwachsinn fest und nutze meine kurze Lebenszeit nicht wirklich sinnvoll. Ich fühle mich irgendwie von unserer Gesellschaft um mein Leben betrogen, 2000 Jahre Evolution und das soll alles sein?

Da haben also Milliarden Menschen vor mir gelebt, deren Dasein offensichtlich genau so nutzlos war, wie meines, oder die absolut nichts Effektives zu einer besseren Gesellschaft oder einem sinnvolleren Leben beigetragen haben. Wobei ich mir auch oft die Frage stelle, was überhaupt Sinn macht. Genau genommen ist das irdische Dasein ein großer Haufen Schwachsinn, bei dem wir uns alle sehr ernst nehmen. Dogmen, Ethik, Wissenschaften, möglichst viel Lernen um Wissen zu erlangen, das einem am Ende doch nichts erklärt, einem Job nacheifern, um mehr Geld zu haben, mehr Geld, mit dem man sich dann Dinge kauft, die man eigentlich gar nicht braucht. Dinge, die man gekauft hat pflegen, gesunde Ernährung und viel Sport, um länger zu leben. Länger leben, um dann alt und einsam zu werden, aber dabei gute Figur zu machen. Jung sein, um mit allem unzufrieden zu sein, und dann älter werden, um wieder jung sein zu wollen. Beinrasur, Augenbrauen zupfen, Fingernägel lackieren, das Auto waschen, in einem Club stampfend rhythmischen Geräuschen folgen, Bier trinken und Zigaretten rauchen, Paarungszeremonien um sein Ding in das Ding von jemand anderen zu stecken, dabei dann Kinder bekommen und deswegen bis zum Ende seines Leben jemand anderen ertragen müssen! Wir sind ein Haufen Schwachsinniger, die auf einer großen Kugel durchs All treiben! Oft fühle ich mich einfach nur Lebensmüde, das noch nicht in dem Sinn, dass ich mich vom Balkon stürzen möchte, aber ich empfinde das Leben oft einfach nur als eine in sich wiederkehrende Wiederholung mit neuen Statisten. Ich beichte, dass ich nichts mit mir und meinem Leben anzufangen weiß, ich bin ein Schwachsinniger unter Schwachsinnigen und in 50-60 Jahren werde ich dieses Leben beenden, ohne dass mein Dasein irgendeinen Sinn gehabt hat.

Beichthaus.com Beichte #00024963 vom 17.10.2008 um 12:04:45 Uhr (56 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Die Mode meiner Freundin

16

anhören

Eitelkeit Hochmut Selbstsucht Hannover

Neulich ist mir einiges über mich klar geworden. Ich war schon länger mit meiner Freundin zusammen. Als wir zusammengekommen sind, habe ich nicht viel auf Kleidung gegeben, oft bin ich ohne überhaupt in den Spiegel zu schauen aus dem Haus gegangen. Die Frisur war mir auch recht egal. Meine Freundin war damals immer top gekleidet und gut gestylt. Ich fand das toll, weil es einfach gut aussah, dennoch war es mir weniger wichtig als ihre Fröhlichkeit, ihre Ehrlichkeit und ihre Menschlichkeit, für die ich sie so geschätzt habe. Ich war damals überzeugt davon, dass Kleidung im Grunde scheißegal ist und Leute, die sich darüber aufregen, wie andere gekleidet sind geschlagen gehören, weil sie ihr Urteil nur nach dem Äußeren fällen. Irgendwie hat sie es in den drei Jahren, in denen wir zusammen waren aber geschafft, mich dann doch irgendwann zu neueren Klamotten zu bewegen und dass ich ein wenig auf mein Äußeres achte. Ich habe mir gedacht: "ist ja egal, wie Du aussiehst. Man braucht ja nicht beschissen auszusehen, um diese Einstellung zu haben". Jetzt ist mit ihr Schluss und neulich, als ich mit ein paar Leuten zusammen saß, kommentierte eine Freundin einen Beitrag von mir sarkastisch mit "mein Gott bist Du cool". In diesem Moment brach meine Welt in sich zusammen, denn ich erkannte mit einem Schlag, wie ich mich verändert hatte. Aus einem zurückhaltenden, höflichen, überlegenden, unvoreingenommenem jungen Mann, ist ein arroganter Dressman geworden, der 90 Prozent seines Urteils nach dem Äußeren richtet und sich für etwas besseres hält. Die letzten Tage habe ich nur mit Kopfschütteln verbracht, fassungslos, dass so etwas mit mir passiert ist. Wie kann man nur so mit all seinen Prinzipien brechen, "nur" weil man das Gegenüber nicht verlieren will? Ich muss mich jetzt erst wieder selbst finden.

Beichthaus.com Beichte #00024948 vom 14.10.2008 um 01:18:52 Uhr in Hannover (16 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000