Selbstverletzende Untermenschen

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Hochmut Zorn Vorurteile Selbstverletzung

Ich möchte beichten, dass ich alle Menschen, die sich ritzen und anderweitig bewusst selbst verletzen, für Untermenschen halte. Natürlich sollte man eigentlich immer den Einzelfall bewerten und schauen, woran es liegt, dass es einer Person psychisch schlecht geht. Wenn die Leute dann allerdings damit anfangen, Rasierklingen zu zweckentfremden, hat das in meinen Augen nur noch etwas mit mangelnden kognitiven Fähigkeiten zu tun, sprich sie sind für mich einfach strunzdumm. Auch bei mir im Leben ist nicht immer eitel Sonnenschein, jedoch würde ich nie auf die Idee kommen, mir deshalb an Armen oder Beinen rumzuschnitzen. Wenn man ernsthafte Probleme hat, sollte man in Behandlung gehen, das ist meine Meinung. Deshalb habe ich auch überhaupt nichts dagegen, wenn diese gescheiterten Existenzen dann beschließen, sich umzubringen. Sollen sie doch. So etwas braucht man auf der Welt eh nicht.

Beichthaus.com Beichte #00033780 vom 19.08.2014 um 00:28:09 Uhr (23 Kommentare).

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Filme im realen Leben

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Dummheit Kinder

Seit zwei Jahren spiele ich (m/25) einmal die Woche den Babysitter für einen amerikanischen Freund, der hierher gezogen ist. Umsonst, versteht sich. Er hat zwei anständige Söhne im Alter von 9 und 8 Jahren. Da ich mit ihrem Vater gut befreundet bin, verstehe ich mich auch mit den Kindern bestens. Meistens spiele ich nur mit ihnen, da sie für Hausaufgaben oder Tests zu gescheite Burschen sind. Wir haben es meistens gechillt, ich langweile mich nicht. Nun aber geschah etwas, das mir jetzt noch die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und das einfach nur brüllend komisch ist. Ihr müsst wissen, dass ich ein riesiger Anime-Fan bin. Ich erinnere mich, wie ich kürzlich mit den Jungs spontan über meinen Lieblingsanime "Sword Art Online" gequatscht habe. Kurz gesagt geht es dort um ein virtuelles Spiel - etwa wie World of Warcraft, in dem man Monster töten muss. Dabei setzt sich der Spieler eine Art Helm auf, der sich an die sensorischen und motorischen Gehirnareale verbindet und wodurch man die Vorstellung hat, in einer Fantasiewelt zu sein. Im Verlauf der Geschichte können sich die Spieler nicht mehr ausloggen, weil der Spielhersteller und Antagonist der Serie den Log-out-Button entfernt hat. Zudem führt ein Tod in jener virtuellen Welt automatisch zum Tod in der realen Welt, da die Programmierung so umgestellt wurde, dass bei einem virtuellen Sterben gegen ein Monster das Gehirn tödliche Stromschläge erleidet.


Etwa so erzählte ich den Kindern von diesem Anime. Ich meinte auch zu ihnen, dass mich die Vorstellung, in einer virtuellen Welt zu sein, fasziniert. Wie es mir erscheint, waren die Jungs von dieser Fantasiegeschichte begeistert und befragten mich noch zu den Charakteren, Helden und Antihelden, Episoden und so weiter, wobei ich gerne ausführlich berichtete. Ich dachte mir nichts dabei. Als ich wieder zur Familie fuhr, nahm mich mein Kumpel beiseite und wollte mich sprechen. Er wollte wissen, ob ich seinen Kindern von so einer Art "Zukunftswelt" und einem "virtuellen Helm" erzählt habe, was ich bejahte. Danach brachte er mich ins Kinderzimmer und zeigte mir Kratzer, die der jüngere Knabe vom älteren Bruder eingesteckt hatte. Ich verstand nur Bahnhof. Der Vater klärte mich auf, indem er mir erzählte, wie die beiden vor ein paar Tagen in der Garage ihre Fahrradhelme geholt hätten und meine erzählte Geschichte nachspielen wollten. Dabei wäre der Ältere der Spieler und der Jüngere der Bösewicht gewesen. Um die vermeintlichen Stromschläge zu simulieren, begann der jüngere Bursche plötzlich auf dem vom Bruder aufgesetzten Helm rumzufausten. Danach hätten sich die beiden heftig zerstritten und dem Vater folglich alles erzählt. Als ich die Story gehört hatte, konnte ich nicht anders als den Lacher meines Lebens freizulassen. Der Vater gesellte sich schnell dazu, während die Kinder uns verdutzt anglotzten.


Nun ist alles wie vorher. Mir tut es leid, dass meine erzählte Geschichte einen Streit ausgelöst hat. Aber ich hätte ehrlich gesagt nie gedacht, dass zwei helle Köpfchen, die angeblich in der Schule die Klügsten sind, zu so einem unnötigen Tohuwabohu fähig gewesen wären. Hat das was mit der amerikanischen, ernstnehmenden Mentalität zu tun? Ich muss wohl aufpassen, was die beiden von mir in Zukunft hören. Wer weiß, was passieren könnte, wenn ich denen von Filmen wie "Fight Club" oder "Machete" erzähle.

Beichthaus.com Beichte #00033778 vom 18.08.2014 um 11:23:22 Uhr (10 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die Frau meines Cousins

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Begehrlichkeit Verzweiflung Eifersucht

Ich bin jetzt 18 Jahre alt und in die Frau meines Cousins verliebt. Sie ist zwölf Jahre älter als ich - und obwohl ich weiß, dass das mit uns nie klappen wird, kann ich sie nicht vergessen. Ich weine mich deshalb auch oft in den Schlaf.

Beichthaus.com Beichte #00033776 vom 18.08.2014 um 02:19:53 Uhr (14 Kommentare).

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Die Online-Sekte und die Einhornfabrik

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Engherzigkeit Morallosigkeit Falschheit Dummheit Internet

Ich beichte hiermit, dass ich mich vor über einem Jahr in einem Onlineforum angemeldet habe, das schon fast eine Sekte ist. Die Leute dort sind streng gläubig und in dem Forum geht es hauptsächlich um die Deutung von Träumen, Prophezeiungen und allgemein herrscht dort so eine Weltuntergangsstimmung, dass man es gar nicht glauben kann. Verschwörungstheorien sind natürlich auch immer gern gesehen. Die Leute sind total paranoid und springen da natürlich drauf an. Kleines Beispiel: Als das Flugzeug über der Ukraine abgeschossen wurde, haben sie sich sofort daran gemacht, alle möglichen Quersummen (Koordinaten, Anzahl der Opfer, Flugnummer, Start und Zielflughafen (1=A, 2=B) und so weiter) zusammenzuzählen, bis das Datum des Abschusses herauskam. Dazu werden noch diverse Bibelzitate missbraucht, um zu beweisen, dass das alles so geplant war. Jedoch sind sie nicht in der Lage, auch nur ansatzweise oder tendenziell wahre Vorhersagen für die Zukunft zu machen. Diese Leute sind also sehr empfänglich für allen nur erdenklichen Bullshit.


So weit zu den Rahmenbedingungen. Aber wo ist jetzt die Beichte? An den ganzen Scheiß glaube ich natürlich nicht und eine Kirche habe ich schon ewig nicht mehr von innen gesehen. Ich mache mir einen Spaß daraus, die Leute aufs Korn zu nehmen. Ich bin recht aktiv und schreibe regelmäßig den verrücktesten Blödsinn. Meistens schreibe ich von meinen "Träumen" und habe mir schon durchaus einen Namen damit gemacht. Mein Favorit bisher ist meine "Einhornfabrik". Ich habe einen "Traum" beschrieben, in dem ich in einer Einhornfabrik war. Dort wurden in riesigen Hallen Einhörner auf Fließbänder produziert bzw. zusammengeschraubt. Das habe ich total breitgetreten, jedoch habe ich bewusst Lücken gelassen. Das Horn wird beispielsweise in die Schädeldecke geschraubt, jedoch war es aus einem Material, das ich noch nie gesehen hatte. Ich war dann zwei Tage lang nicht mehr online und habe nicht schlecht geschaut: In meiner Abwesenheit wurden drei Seiten vollgeschrieben, teilweise mit ellenlangen Texten. Mein Traum wurde so gedeutet, dass sich die Industrie die Rechte über die Tiere und Pflanzen einverleibt und diese nicht mehr "biologisch korrekt gezeugt werden", sondern eben im Labor herangezüchtet werden. Das Fließband symbolisiert, dass das in sehr großem Umfang passiert. Ein Einhorn habe ich deswegen gesehen, weil ganz neue Designertiere gezüchtet werden und das Gewinde in der Schädeldecke soll mir zeigen, dass wir Menschen immer mehr zu Robotern werden.


Ich könnte hier ganze Romane schreiben, ich sterbe jedes Mal aufs Neue vor Lachen, wenn Leute auf meine heiße Luft anspringen und mich als einen besonderen Menschen ansehen, da ich mir so viel von meinen Träumen merken kann und das für unsere Zukunft sehr wichtig ist. Ich bereue es, dass ich mich auf Kosten verwirrter, paranoider und gesellschaftlich abgeschotteter Menschen belustige. Andererseits denke ich mir auch, dass die Leute besser Stunden damit verbringen sollen, auf meinen Blödsinn einzugehen - denn dann sind sie beschäftigt und stellen sonst keinen gefährlichen Mist an. Aber ich kann beim besten Willen nicht damit aufhören. Es ist immer wieder urkomisch, jedoch tun mir diese armen Teufel leid, die das ernsthaft zu glauben scheinen.

Beichthaus.com Beichte #00033775 vom 17.08.2014 um 20:51:51 Uhr (15 Kommentare).

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Die Arbeit mit Hartz-IV-Empfängern

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Vorurteile Boshaftigkeit Hass Arbeit

Ich möchte beichten, dass ich bei dem staatlichen "Unternehmen" mit dem großen roten "A" arbeite und dort im Bereich SGB II, umgangssprachlich Hartz IV, eingesetzt bin. Ich habe festgestellt, dass sich meine Einstellung zu den "Kunden" inzwischen sehr stark verschlechtert hat und ich immer mehr dazu tendiere, die Leute schnell von meinem Tisch zu bekommen, anstatt ihnen wirklich zu helfen. Ich weiß, dass Hartz IV ein Leben am Existenzminimum bedeutet und man nicht zwangsläufig verschuldet dort reinrutschen muss, aber mir gehen diese inkompetenten, dummen und teilweise faulen Leute einfach auf den Sack! Ständig kommen sie angerannt und haben Fragen, oder wollen, dass wir ihre Probleme lösen. Oder sie verlangen Erläuterungen zu Bescheiden und das, obwohl alles im Bescheid selbst drin steht! Es steht da nicht einmal im Juristen-Deutsch, sondern wirklich einfach verständlich.


Deshalb schnauze ich die Leute auch schon mal an, ob sie nicht lesen können oder wollen. Oftmals merke ich selbst, wie gefühlskalt und distanziert ich zu den Leuten bin, wenn es um finanzielle Probleme geht. Mich interessiert einfach nicht, warum diese Person das ganze Geld schon wieder verballert hat, da sind sie oft selbst schuld. Mich ärgert es regelrecht, wenn die Leute noch einen Vorschuss bekommen, weil sie über ihre Verhältnisse gelebt haben und die Allgemeinheit jetzt wieder dafür bezahlen muss. Aus diesen Grund habe ich den "Kunden" nun schon des Öfteren gesagt, dass eine Klärung nur mit Termin möglich ist und habe sie im Wissen, dass sie erst einmal ohne Geld sind, weggeschickt. Bei ausländischen Kunden tue ich dies meist sogar mit einer innerlichen Genugtuung, da ich der Meinung bin, dass solche "Zuwanderer" nur nach Deutschland kommen, um Sozialleistungen zu schnorren. Ich weiß, dass mein Handeln nicht korrekt war und ist, aber manchmal kotzen mich diese Leute einfach nur noch an.

Beichthaus.com Beichte #00033774 vom 17.08.2014 um 16:00:41 Uhr (28 Kommentare).

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