Mein Finderlohn

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Trägheit Selbstsucht Musik

Ich (m/19) habe vor etwa zwei Jahren, als ich mit meinen Freunden freitagabends unterwegs war, an einer Parkbank einen iPod classic gefunden. Meine Freunde meinten schon, was ich denn für ein Glückspilz wäre und haben sich geärgert, dass ich ihn gefunden hatte und nicht sie. Aber für mich stand fest, dass ich ihn beim Fundbüro abgeben würde, da ein iPod classic nicht gerade billig ist und ich sehr traurig wäre, wenn ich so etwas verlieren würde. Außerdem war er wirklich noch recht neu und in einem Topzustand, da wäre das für denjenigen, der ihn verloren hat, noch ein wenig blöder. Ich habe ihn also eingesteckt und wir zogen weiter durch die Nacht. Als dann für mich der Heimweg anstand, konnte ich es mir einfach nicht verkneifen und bin mal die Musik auf dem iPod durchgegangen. Darauf fand sich ein Haufen guter Musik, bestimmt 50 GB. Ich ging also so die Playlists durch und fand neben Bands wie The Offspring und Led Zeppelin auch viel Ska und Punk. Und dazu noch relativ viel Clubmusik und viele Mixes, die den Bezeichnungen nach eigene sind.


Der Eigentümer hat nicht nur einen tollen Musikgeschmack, sondern taugt auch als DJ, wenn meine Vermutung stimmen sollte. Jetzt wollte ich den iPod ja eigentlich schon am nächsten Tag zum Fundbüro im Rathaus bringen. Aber dann habe ich mir gedacht, dass ich mir als "Finderlohn" doch von der auf dem iPod enthaltenen Musik, insbesondere von den Mixes, das eine oder andere auf meinen MP3 Player kopieren könnte. Aber das wollte nicht so recht. Ich habe erst am nächsten Tag herausgefunden, wie das geht, da ich mit den Apfel Produkten zu dieser Zeit nicht so bewandert war. Dann war es geschafft, aber es kamen noch andere Dinge dazwischen und im Endeffekt schaffte ich es erst einen weiteren Tag später zum Fundbüro. Über ein Jahr später hat man mich dann von dort aus angerufen und mir mitgeteilt, dass den iPod niemand abgeholt hätte - und dass ich ihn haben könne, da ich ihn ja gefunden hatte. Und da sagt man natürlich nicht Nein. Ich möchte also beichten, dass ich mir ungefragt Musik gezogen habe und durch die Verzögerung wohl die Schuld daran trage, dass der Besitzer das Gerät nicht mehr zurückbekommen hat.

Beichthaus.com Beichte #00032254 vom 18.11.2013 um 18:31:27 Uhr (11 Kommentare).

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Girl des Monats Wahlbetrug

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Betrug Falschheit Internet

Girl des Monats Wahlbetrug
Ich habe eine Wahl manipuliert. Auf der Homepage einer örtlichen Disco gibt es jeden Monat eine Wahl zum "Girl des Monats", wobei der Preis ein halbes Jahr freier Eintritt und ein Fotoshooting ist. Während ich eher daheim vor dem Rechner hocke, geht meine Freundin mit ihren Freundinnen öfters in diese Disco und wurde auch einmal dort aufgestellt. Leider lief es mit den Stimmen eher mäßig und sie war durchgehend von den Dreien, die zur Auswahl standen auf dem letzten Platz. Da ich aber natürlich sie gewinnen sehen wollte, musste schnell eine Lösung her. Ein ehemaliger Klassenkamerad, der sich recht gut mit Computern auskennt, hat mir geraten es mal mit einem Proxy zu versuchen. Da die Website auch so relativ amateurhaft aussah, habe ich es versucht und es hat tatsächlich geklappt. Ich konnte jetzt so oft für sie voten, wie ich wollte. Meine Freundin hat sich wahnsinnig gefreut, dass sie doch noch gewonnen hat. Und da bis jetzt keiner etwas von dem Betrug bemerkt hat, glaube ich nicht, dass sie jemals herausfinden wird, wem sie diesen Sieg zu verdanken hat.

Beichthaus.com Beichte #00032252 vom 18.11.2013 um 16:17:58 Uhr (14 Kommentare).

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Zigaretten statt Taschengeld

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Ungerechtigkeit Habgier Diebstahl Familie Geld

Zigaretten statt Taschengeld
Ich (m/16) lebe mit meinem Bruder und meiner Mutter in einer kleinen Wohnung. Da meine Mutter dank einer Schizophrenie arbeitsunfähig ist, ist bei uns das Geld knapp. So knapp, dass sie mir mein Taschengeld gestrichen hat, damit sie genug Geld für zwei Schachteln Zigaretten am Tag hat. Im Gegensatz zu mir bekommt mein Bruder allerdings zwanzig Euro in der Woche, damit er immer genug Geld bei sich hat. Er nutzt das natürlich schamlos aus und gibt sein Geld für jede Kleinigkeit aus, die er mir dann unter die Nase reiben muss. Obwohl er 18 ist und eine gute Ausbildung macht, bekommt er noch dieses Taschengeld. Mein Nebenjob allerdings beginnt erst im Januar, das heißt, ich bin total blank. Meine Mutter kommt einfach nicht auf die Idee, mir etwas Geld zur Verfügung zu stellen. Ich beichte somit, dass ich unerlaubt Geld von dem überfüllten Konto meines Bruders abgehoben habe - damit ich wenigstens das Deutscharbeitsheft in der Schule bezahlen konnte. Aber das ist noch nicht alles, denn ich möchte auch noch beichten, dass der Hass auf meine Mutter mit jedem Tag steigt - es kann doch nicht sein, dass sie sich einen Dreck für ihr kleinstes Kind interessiert. Ich habe Angst, deshalb auf die schiefe Bahn zu geraten.

Beichthaus.com Beichte #00032248 vom 17.11.2013 um 20:13:02 Uhr (17 Kommentare).

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Die Vorteile unseres Sozialstaates

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Faulheit Verzweiflung Arbeit Aindling

Ich möchte beichten, dass ich gerade arbeitslos bin - aber absolut keine Lust habe, mich neu zu bewerben. Ich habe mir jahrelang den Arsch in einem großen deutschen Baumarkt aufgerissen. Es endete mit einem fetten Burn-out mit Angst und Panikattacken. Von den meisten Arbeitskollegen wurde ich als faul belächelt, während ich durch etliche Therapien ging, die nicht viel gebracht haben. Nach einem Jahr, in dem ich krankgeschrieben war, fing ich dann wieder an, zu arbeiten und wurde nur noch gemobbt. Und meine machtgeilen Vorgesetzten hat das natürlich nicht interessiert. Zum Schluss habe ich dann einen Aufhebungsvertrag unterschrieben und bin gegangen. Durch ein ärztliches Attest hatte ich dann auch keine Sperrzeit. Zum Glück hat meine Frau immer zu mir gehalten, jetzt bin ich allerdings so weit, dass ich auch mal Nutzen von unserem Sozialstaat haben möchte. Die meisten Hartz IV-Bezieher leben eh besser, als meine kleine Familie. Ich bitte um Entschuldigung, da ich auch einfach nur mal faul sein möchte.

Beichthaus.com Beichte #00032247 vom 17.11.2013 um 13:22:02 Uhr in Aindling (19 Kommentare).

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Nickerchen an der Ampel

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Peinlichkeit Waghalsigkeit Auto & Co. Polizei Last Night Frankfurt

Nickerchen an der Ampel
Vor einigen Jahren war ich (m) donnerstags auf einer Studentenparty. Ich hatte nicht vor, lange zu bleiben, jedoch wurde es dann sechs Uhr, bis ich nach Hause ging. Der Haken an der Sache war nur, dass ich um sieben Uhr wieder arbeiten musste. Also bin ich heim, habe geduscht, mich umgezogen, bin ins Auto gestiegen und zur Arbeit gefahren. Als ich dann an einer Ampel gestanden habe, von der ich wusste, dass sie für gewöhnlich länger Rot ist, dachte ich mir, ich könnte doch für ein paar Sekunden meine schwer gewordenen Augen schließen. Etwa 40 Minuten später hat mich dann das heftige Klopfen eines böse dreinblickenden Polizisten aus meinem tiefen Schlaf gerissen. Natürlich war ein Alkoholtest fällig, das Gerät zeigte allerdings 0,0 Promille an. Der Polizist konnte sich das Lachen kaum verkneifen, hat mich aber trotzdem mit aller Deutlichkeit darauf hingewiesen, dass man nicht mitten auf einer Hauptverkehrsstraße ein Nickerchen machen kann. Hiermit bitte ich alle, die an diesem Tag auf der Miquelallee in Frankfurt einen an der Ampel stehenden roten Flitzer umfahren mussten, um Entschuldigung. Das kommt bestimmt nicht noch mal vor.

Beichthaus.com Beichte #00032237 vom 16.11.2013 um 02:34:06 Uhr in 60311 Frankfurt (Miquelallee) (11 Kommentare).

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