Unfähige Praktikanten

17

anhören

Faulheit Trägheit Zorn Arbeit Langen

Ich habe heute bei der Arbeit unseren Praktikanten so sehr zusammengestaucht, dass er einen Heulkrampf bekommen hat. Er ist 17 Jahre alt - hält sich aber für den Ober-Boss und versucht regelmäßig, mich herumzuscheuchen oder mir seine Arbeit anzudrehen. Ich (m/21) bin übrigens Azubi und stehe kurz vor meiner Abschlussprüfung. Und dann bringt er es doch tatsächlich, einfach unnütz in der Gegend herumzustehen, während draußen ungefähr 150 Leute beim Frühstück saßen und wir nur zu zweit waren - und eben der besagte Praktikant. Beim Aufräumen stand er dann in der Gegend herum und beobachtete uns beim Arbeiten, bis ich ihn mal fragte, ob er auf besseres Wetter warte. Seine Antwort "Nein, das Wetter ist so okay", sorgte irgendwie dafür, dass bei mir die Sicherungen durchbrannten. Ich habe ihn gefragt, was er sich denn einbilde und ob ihm eigentlich bewusst sei, dass er die Praktikumsstelle nur bekommen hat, weil seine Eltern bei uns im Housekeeping arbeiten, also Putzkräfte sind. Dann habe ich ihn noch darauf hingewiesen, dass er mir gefälligst ein bisschen Respekt entgegenbringen solle, sonst könnte ich ihm auch gerne ein paar Probleme verschaffen. Außerdem wies ich ihn noch auf ein paar andere Sachen hin, die heute so vorgefallen waren. Unter anderem, dass er die Gäste gekonnt ignoriert und diese dann zu mir kommen müssen, weil er sich einfach nicht darum gekümmert hat.


Ich sah dann nur noch, wie ihm die Tränen in die Augen schossen, aber trotzdem musste ich noch eins draufsetzen! "Wenn du mit der Einstellung hier weitermachst und mir weiter im Weg herumstehst bist du schneller hier raus, als du Hotelfachmann sagen kannst. Ich sage dir, wenn du noch einen Fehltritt hinlegst, schleife ich dich persönlich am Kragen zum Ausgang! Und wenn du jetzt unbedingt heulen musst, dann mach das gefälligst woanders, am Besten bei dir zu Hause. Dann tust du uns vielleicht auch gerade noch den Gefallen und bleibst einfach da!" Mir ging es danach super, und nach Feierabend ging ich zur Chefin und habe ihr das Ganze erzählt. Nicht, dass er dann noch angerannt kommt und ich am Ende den Ärger bekomme. Sie meinte nur, dass sie noch ein genaueres Gespräch mit dem Kerl führen würde, und hat mir für den "Hinweis auf seine Unfähigkeit" gedankt. Ich möchte deshalb beichten, dass ich einen Praktikanten zum Heulen gebracht habe und keine Reue verspüre, weil er es verdient hat.

Beichthaus.com Beichte #00033234 vom 09.05.2014 um 17:09:15 Uhr in 63225 Langen (Robert-Bosch-Straße) (17 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Bilderbuch-Nerds ohne Leben

18

anhören

Aggression Zorn Verzweiflung Hass Arbeit

Irgendetwas stimmt mit mir nicht. Damit meine ich, dass ich es einfach nicht schaffe, auf Dauer zu funktionieren. Ich bin ein sehr unabhängiger Mensch, neige sehr oft zum tagträumen und grüble über jede Kleinigkeit, die mir im Leben begegnet, nach. Ich glaube, ich bin depressiv, da ich auch schon Mitte 20 bin und einiges im Leben verpasst habe, wie zum Beispiel die wilden Zeiten in der Pubertät. Angefangen hat es mit ungefähr 18-19. Ich habe das Abitur verkackt, aber trotzdem habe ich die Kurve gekriegt, privat Informatik studiert und bin in einem DAX-Konzern gelandet. Nach knapp drei harten Jahren im Job habe ich keine Lust mehr auf den Scheiß. Ich hasse es zu programmieren, dabei bin ich Softwareentwickler! Den ganzen Tag vor dem Bildschirm zu sitzen und das, wenn meine ganzen Kollegen absolute Scheißnerds sind. Ich komme auf diese Leute einfach nicht mehr klar. Am liebsten würde ich jeden Tag einen von ihnen krankenhausreif verprügeln, so sehr kocht meine Wut. Und wie kann die Gesellschaft nur von einem Menschen erwarten, sein ganzes Leben lang dieselbe Tätigkeit auszuüben?


Ich bin ständig am Grübeln, wie ich mein Leben ändern kann. Ich habe schon ein paar Mal intern zwischen Projektgruppen gewechselt, weil ich mit meinem Chef nicht klarkam, der eben ein Bilderbuch-Nerd ist. Ich habe so eine Wut auf diese spießigen Nerds. Als Normalo kann man es fast vergessen, in dieser Branche dauerhaft erfolgreich und glücklich zu werden. Ich rate jedem davon ab, Informatik zu studieren, wenn er nicht schon zu Schulzeiten ein absoluter Nerd war! Willst du Erfolg, musst du sehr viel dafür opfern! No life ist die Devise. Oder du siehst die anderen Nerds und fühlst dich als Versager. Depressionen ohne Ende. Sich mitten im Leben wiederfinden, todunglücklich und keinen Plan, wie man da wieder rauskommt. Ich hätte so gerne eine Freundin! Vielleicht würde jemand es so schaffen, mich aus meinem Loch wieder rauszuziehen. Oder wenigstens ein paar Freunde wären nicht schlecht. Aber ich habe kaum mehr Freizeit, geschweige denn Lust, etwas zu machen. Ich bin gestresst und gehe unter. Die Wut und der Hass wachsen. Ich erkenne mich selbst nicht mehr wieder. Früher war ich der coole Junge, der gerne abends weggeht. Jetzt ist das nur noch selten der Fall und wenn, dann kann ich mich gar nicht mehr amüsieren. Diese Wichser haben mir meine Lebensfreude genommen!

Beichthaus.com Beichte #00033223 vom 08.05.2014 um 02:54:46 Uhr (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Respekt vor Älteren

21

anhören

Aggression Gewalt Verzweiflung Familie

Ich (w/20) möchte etwas beichten, das zwei Jahre zurückliegt und mir immer noch zu schaffen macht. Ich bin an sich ein sehr ruhiger und wirklich ausgeglichener Mensch und sehr schwer reizbar. Damals jedoch habe ich mich sehr heftig mit meiner Mutter wegen einer Kleinigkeit gestritten, und es flogen nicht nur Worte umher, sondern auch Gegenstände. Während um meine Ohren ihre Hausschuhe flogen, demolierte sie gleichzeitig meine Zimmereinrichtung. Ich jedoch saß ganz ruhig auf meinem Bett und war bis dato noch amüsiert. Ich besaß damals allerdings ein wunderschönes altes Telefon in Grün mit Drehscheibe aus den 60er Jahren und ich sah irgendwann nur noch in Zeitlupe, wie sie das Telefon nahm und an die Wand schmiss. Ab dem Moment an habe ich Rot gesehen und erst dann habe ich angefangen, zu schreien. Ich bin völlig ausgerastet. Ich bin wutentbrannt auf sie zugerannt, habe sie für zwei Sekunden gewürgt, sie gegen meinen Kleiderschrank gedrückt, habe sie angebrüllt und dann voller Wucht auf mein Bett geschmissen und war schon dabei, sie an den Haaren zu ziehen und mit meinem Kissen zu ersticken, bis ich die Angst in ihren Augen gesehen habe.


In diesem Moment habe ich von ihr losgelassen und habe sie schreiend und mit Tränen in den Augen gebeten, aus meinem Zimmer zu verschwinden. Ich verachte Gewalt wirklich sehr, vor allem da ich in meiner Kindheit und Jugend sehr oft und hart geschlagen worden bin, und sogar einmal in die Notaufnahme musste, weil meine Mutter mir damals einen Plastikgegenstand so hart gegen die Stirn geschmissen hat, dass ich ohnmächtig wurde und eine Platzwunde hatte. Die Narbe habe ich immer noch und sie erinnert mich ständig an diesen Tag und die Schmerzen. Trotzdem tut es mir leid, dass ich damals vor zwei Jahren im Streit mit meiner Mutter die Kontrolle verloren habe und dabei war, Gewalt anzuwenden, die ich abgrundtief verachte. Letztendlich sollte man die Älteren respektieren und nicht die Beherrschung verlieren. Ich bitte um Verständnis.

Beichthaus.com Beichte #00033222 vom 07.05.2014 um 22:16:22 Uhr (21 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Ein wahnsinniger Seitensprung

52

anhören

Fremdgehen Trunksucht Morallosigkeit Lügen Last Night

Ich (w/24) bin seit etwas über fünf Jahren mit meinem Freund bzw. Verlobten zusammen. Wir wollen nächsten Monat heiraten. Ich bin zufrieden mit der Beziehung. Er ist ein lieber Kerl, mit dem man ab und an gut lachen kann. Wir verreisen viel und der Sex ist unglaublich gut. Er ist nur seltener als früher. Das Problem, das ich habe, ist, dass ich trotz allem ständig daran denke, mit anderen Sex zu haben. Es gibt einige, die sich für mich interessieren und mit manchen schreibe ich durchaus Dinge, die ich in meinen Gedanken und Fantasien zu gern machen würde. Ich habe allerdings nie daran gedacht, das tatsächlich in die Tat umzusetzen. Erst einmal, weil ich ihm nicht wehtun will, ich bin auch kein Mensch der Freude am Fremdgehen hat und dennoch kam es dazu. Es war Wochenende und mein Freund war das ganze Wochenende auf Dienstreise. Ich bin am Abend mit einem Freund ausgegangen, und wir waren auf einer Schwulen und Lesben-Party, da er schwul ist. Das ist nicht allzu relevant, da ich nur ihm zuliebe mitging. Ich trank allerdings an dem Abend einiges, und da ich sonst nie Alkohol trinke, bin ich natürlich schon von 3-4 Gläsern ziemlich dicht gewesen. Zumal wir auch noch vorgetrunken hatten, jeder eine Flasche Sekt. Wie dem auch sei. Ich bin an sich schon ein Mensch, der sexuell sehr aktiv und experimentierfreudig ist. Alkohol verursacht bei mir ein wirklich heftiges Verlangen nach Sex. Ich kann nichts dagegen machen, mein Freund war nicht da und ich war, entschuldigt die Ausdrucksweise, aber so etwas von geil auf einen Schwanz.


Ein Typ (19), den ich zufällig im Internet kennenlernte, und mit dem ich oft und sehr lange schrieb und von dem ich wusste, dass er in der Nähe wohnt, schrieb ich also gegen ein Uhr nachts eine SMS, ob er vorbeikommen würde, um mir das zu geben, was er mir des Öfteren schrieb. Er antwortete ziemlich schnell und es dauerte keine zehn Minuten, bis er vor der Tür stand. Ich war so betrunken nach Hause gekommen, dass ich einfach nur ins Bett fiel, mit Schuhen und Jacke. Ich zog sie aus, bevor ich die Tür öffnete. Ich schaute auch nicht nach, wer dort stand, ich öffnete und drehte mich sofort wieder um und ging Richtung Küche. Es war unglaublich - ich wollte eigentlich etwas trinken, dazu kam ich aber nicht, weil er mich an den Haaren packte, mich herumriss und nach unten drückte, sodass ich vor ihm kniete. Ich wusste von unseren Gesprächen, dass er extrem dominant ist, und ich fand es geil. Er nahm mich hart und brutal, er schlug mich dabei und wir haben so ziemlich jeden Raum in unserem Haus, in jeder möglichen Stellung entweiht. Es war einfach unfassbar geil. Es gibt kaum ein Wort, das beschreiben könnte, wie unglaublich diese Nacht war. Nachdem er wieder gefahren war und ich nach etwas Schlaf wieder nüchtern wurde, überkamen mich zwei völlig kontroverse Gefühle. Es verwirrt mich. Auf der einen Seite habe ich so unfassbare Schuldgefühle und will es meinem Freund erzählen. Wir sagen uns alles, und auch solche Dinge verschweigen wir eigentlich nicht. Allerdings habe ich Angst, wie er reagiert und dann ist da noch, dass ich trotz der Schuldgefühle an diesen wahnsinnigen Sex denken muss und immer wieder kommt das Verlangen hoch, es noch einmal zu tun. Ich habe wirklich keine Ahnung, was ich tun soll.

Beichthaus.com Beichte #00033211 vom 06.05.2014 um 13:21:59 Uhr (52 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Distanz zum Stammhalter

18

anhören

Verzweiflung Selbstsucht Engherzigkeit Familie Kinder

Ich bin wahrscheinlich gerade dabei, meine Ehe aufs Spiel zu setzen und meine Familie zu verlieren. Für Außenstehende ist mein momentanes Verhalten sicher nicht nachvollziehbar, was ich auch verstehe, aber ich kann mit niemandem über meine Gefühle sprechen. Ich habe bereits zwei wunderbare Töchter, die ich sehr liebe, genauso wie meine Frau. Bis dahin war alles perfekt. Wir hatten eigentlich mit der Kinderplanung abgeschlossen, aber dann wurde meine Frau wieder schwanger. Ich war ziemlich geschockt und musste mich erst damit arrangieren, noch einmal Vater zu werden, allerdings hatte ich mich zu diesem Zeitpunkt schon von meiner Frau zurückgezogen, bin immer länger auf der Arbeit geblieben und habe meine Frau die ganze Schwangerschaft über mehr oder weniger alleine gelassen. Als dann feststand, dass wir einen Sohn bekommen, erwarteten instinktiv alle in meinem Umfeld, dass ich mich über einen Stammhalter doch freuen sollte. In Wirklichkeit war mir dieses Kind so egal, dass es mir Angst machte. Auf meine Töchter hatte ich mich damals wahnsinnig gefreut und bei meinem ungeborenen Sohn verhielt ich mich wie das letzte Arschloch.


Ich hatte noch die Hoffnung, dass es besser werden würde, sobald er auf der Welt wäre, aber ich lehnte ihn sogar noch mehr ab, konnte nichts fühlen, wenn er in meinen Armen lag, und empfand nur eine unendliche Wut auf dieses eigentlich unschuldige Kind. Mittlerweile ist er zwei Monate alt und ich habe keinerlei Bezug zu meinem Sohn entwickeln können, ich ziehe mich fast vollständig von meiner Familie zurück, und wenn ich ehrlich bin, keimt jedes Mal in mir die Eifersucht auf, sobald meine Frau sich um unseren Sohn kümmert oder ihn stillt. Sie hingegen glaubt fatalerweise, ich hätte eine Geliebte und droht mit Scheidung, wenn ich mein Verhalten nicht endlich ändere. Ich denke jeden verdammten Tag darüber nach, dass es so wirklich nicht weitergehen kann, aber ich denke inzwischen, ich bin nicht in der Lage, meinen Sohn zu lieben, was mich schwer belastet. Denn der Kleine kann nichts dafür und kein Kind hat es verdient, von einem Elternteil dermaßen abgelehnt zu werden. Ich wüsste gerne, was eigentlich mit mir los ist, denn meine Familie ist mir das Wichtigste auf der Welt. Ich verhalte mich wie das größte Arschloch und bin trotzdem innerlich verzweifelt. Was soll ich nur machen?

Beichthaus.com Beichte #00033200 vom 04.05.2014 um 18:25:56 Uhr (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000