Fliegende Wildgänse

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Hass Zorn Tiere

Seit acht Wochen fliegen jetzt diese Wildgänse über mein Haus. Das lässt mir keine Ruhe mehr. Ich kann diesen Umstand nicht einfach weiter ignorieren. Diese dreisten Tiere ziehen einfach in den Süden und koten über meinem Haus ihre Vogelgrippe-verseuchten Exkremente aus. Wofür, frage ich mich, gibt es eine Stallverordnung, wenn diese Viecher sich nicht daran halten? Unser Bundesumweltminister hat erst ab dem 1.10.2006 den Vogelflug in die Winterquartiere für eröffnet erklärt und das Geflügel ab dann für dieses Jahr bis zum Februar in den Stall verbannt. Jetzt esse ich vermutlich Eier, die von vogelkotverseuchten Frühbuchern der Winterquartiere kontaminiert wurden.

Und warum geht niemand dagegen vor? Klar, wenn ich mit 70 km/h durch die Baustelle fetze und der Radarblitz das festhält, kommen der Anhörungsbogen, die 3 Punkte Flensburg, die Polizisten identifizieren mich im persönlichen Besuch, ich fordere Akteneinsicht, lege Widerspruch ein, und ein ganzes Heer von Beamten beschäftigt sich mit mir, obwohl ich während der Fahrt selbst bei 100 km/h in der Baustelle nachgewiesenermaßen niemals abkote.

Was wir jetzt brauchen, ist eindeutig eine Flugsünderdatei und eine angemessene Anwendung des Ordungswidrigkeitsgesetzes gegen diese Form der Frühflieger-Anarchie. Das musste ich jetzt einfach mal loswerden.

Beichthaus.com Beichte #00017934 vom 04.10.2006 um 03:57:07 Uhr (8 Kommentare).

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Guten Morgen, Herr Bürgermeister

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Maßlosigkeit Arbeit

Ich verdiene unverhältnismäßig gut in einem Beruf in dem ich die Umwelt verschmutze, mich an der Armut anderer berechere, lüge, betrüge, das Gesetz breche und dennoch grüßen mich alle Lakeien im Rathaus freundlich mit "Guten Morgen, Herr Bürgermeister."

Beichthaus.com Beichte #00017864 vom 01.10.2006 um 04:29:55 Uhr (3 Kommentare).

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“Beichte

Nimmt man deshalb Drogen?

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Verzweiflung Dummheit Drogen Gesellschaft

Ich sitze im Büro, draußen strahlt der Sonnenschein, der Himmel ist tiefblau. Seit etwa einem Monat kann ich mich nicht mehr dazu überwinden, wirklich konzentriert und konstruktiv zu arbeiten. So fest ich mich auch dazu überwinden will, es funktioniert einfach nicht. Ich träume die meiste Zeit vor mich hin oder surfe im Internet umher. Scheiße, nicht? Eigentlich wäre ich gerne ein verantwortungsbewusster Mensch, der nicht zu viel über das Leben und den Sinn dahinter nachdenkt. Diese ganzen Gedanken führen doch einfach auf keinen grünen Zweig. Wie kann man sich von den ewigen selbstkritischen und minderwertigkeitskomplexartigen Gedanken befreien und sorgenlos vor sich hin leben? Ich glaube, soeben habe ich den Sinn von Drogen auf dieser Welt entdeckt.

Beichthaus.com Beichte #00017603 vom 22.09.2006 um 00:50:47 Uhr (1 Kommentare).

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Meine Beziehung als Drogenjunkie

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Drogen Selbstsucht Verzweiflung Begehrlichkeit Maßlosigkeit Partnerschaft Dinkelscherben

Ich (w/29) möchte beichten, dass ich in der Vergangenheit, besonders was Beziehungen anging, sehr große Fehler gemacht habe. Mir war bis vor vier Jahren nicht wirklich bewusst, dass ich eine Borderlinerin bin. Schon seit der Kindheit hatte ich durch meine Familienverhältnisse immer Schwierigkeiten im Umgang mit Menschen. Ich hatte zwar viele Freunde, aber habe nie jemanden wirklich an mich herabgelassen, zudem kam noch dazu, dass ich mit zwölf Jahren angefangen habe, Drogen zu nehmen. Mit 19 Jahren hatte ich dann meine erste richtige Beziehung - er war elf Jahre älter, stand im Leben, kiffte ab und zu, aber ansonsten führte er ein normales Leben. Und ich verliebte mich so stark und überraschend in ihn, dass ich total überwältigt von den Gefühlen war und damit gar nicht klar kam. Ich empfand so intensiv, dass es mir Angst machte. Ihm ging es genauso, nur konnte er damit umgehen und war sehr glücklich, mich gefunden zu haben. In dieser Zeit versuchte ich ständig, ihn auf Abstand zu halten und nahm selbst viel Kokain, da ich dann das Gefühl hatte, alles unter Kontrolle zu haben. Doch wenn ich bei ihm war, stellte er immer wieder meine Welt auf den Kopf, wenn er mich küsste und berührte war es oft so schön, dass es gleichzeitig schon schmerzte.

Manchmal küssten wir uns, wie im Rausch, wie Ertrinkende die Rettung suchten - und es kam zwei Mal vor, dass wir beide richtig Tränen in den Augen hatten. Das verwirrte mich so sehr, dass ich anfing, es kaputtzumachen. Ich verletzte ihn, ließ ihn sitzen, trieb es so weit, dass er sich ständig Gedanken oder Sorgen um mich machte. Vermittelte ihm oft das Gefühl, dass er mir egal wäre. Doch sobald ich wieder bei ihm war, überschüttete ich ihn mit Liebe und Zuneigung, die ich ja auch wirklich empfand. Und so ging es eineinhalb Jahre - ein ständiges Hin und Her. Nähe und Distanz im Extremen. Irgendwann war er so verzweifelt, er trennte sich das fünfte oder sechste Mal von mir. In dieser Zeit hatte ich so einen schlimmen Drogenabsturz gehabt, vorher immer mal wieder in die Kriminalität abgerutscht, dass die Polizei mit einem Haftbefehl vor der Tür stand und ich erst mal ein Jahr ins Gefängnis sollte. Ich schrieb ihm einen Brief, damit er wusste, wo ich war, doch er antwortete nicht.

Die ersten zwei Monate waren sehr schwer, nach langer, langer Zeit das erste Mal clean, dazu die Gedanken was ich ihm, aber auch meiner Familie, mit meinem Verhalten angetan hatte. Ich setzte mich intensiv mit dem Thema Borderline auseinander, hatte Gespräche mit einer Therapeutin und sprach viel mit anderen Leuten, um alles zu verstehen und um ihn zu verstehen. Ich schrieb ihm jeden Tag einen Brief, aber schickte nie welche ab, sondern sammelte sie alle in einem Ordner, um sie ihm zu geben. Der Gedanke an ihn, und die Hoffnung auf eine normale Beziehung mit ihm, ließ mich die Zeit im Gefängnis durchstehen. Ich wollte alles wiedergutmachen, versuchen, ihm alles zu erklären, mich bei ihm entschuldigen und ihm zeigen, wie ich wirklich war. Nach fast sechs Monaten stellte ich einen Antrag auf Halbstrafe und der Antrag wurde genehmigt. Ich durfte ein halbes Jahr früher raus. Mein erster Weg führte zu ihm. Doch in seiner Wohnung war niemand mehr und ein Freund von ihm erzählte mir, dass er nach Spanien gegangen ist und mit mir nichts zu tun haben wollte. Er wollte nie wieder mit mir reden und mich auch nicht mehr sehen. Meine Versuche, Kontakt herzustellen, scheiterten an seinem Hass gegenüber mir.

Er will bis heute nicht einmal mit mir reden. Vor etwa zwei Jahren kam er wieder nach Deutschland, in dieselbe Stadt zurück, aber er möchte auf keinen Fall etwas mit mir zu tun haben. Ich habe versucht mich zu entschuldigen, aber er möchte nichts hören. Ich kann ihn verstehen und akzeptiere seinen Wunsch - und doch hoffe ich, dass er mir eines Tages verzeihen kann. Dieses Jahr ist es 10 Jahre her, dass wir uns kennen lernten und ich möchte beichten, dass es mir wahnsinnig leidtut, jemandem so wehgetan zu haben, der mich so geliebt hat.

Beichthaus.com Beichte #00017581 vom 21.09.2006 um 06:02:40 Uhr in Dinkelscherben (16 Kommentare).

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“Beichte

Mein koksabhängiger Lover

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Drogen Begehrlichkeit

Ich liebe jemanden, der Koksabhängig ist. Ich hoffe, dass er eines Tages davon los kommt und ich ihm endlich sagen kann, dass ich ihn mehr liebe als alles andere auf dieser Welt.

Beichthaus.com Beichte #00017480 vom 18.09.2006 um 07:01:42 Uhr (5 Kommentare).

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