500 Euro auf einem Feld gefunden

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Habgier Engherzigkeit Selbstsucht

Meine Frau war mal auf einer Landstraße unterwegs und sah am Wegesrand bzw. Radweg bis auf ein Feld verteilt Geldscheine sowie eine Geldbörse liegen. Sie hat selbstverständlich angehalten - es war weit und breit niemand zu sehen - und sammelte diese ein. In der Geldbörse war kein direkter Hinweis auf einen Besitzer zu finden, wie beispielsweise ein Ausweis. Lediglich ein paar Zettel und Visitenkarten. Wir schlossen daraufhin, dass es die Geldbörse einer Dame war, die sich im benachbarten Kurort aufhielt und sie vielleicht während einer Radfahrt verloren hat. Insgesamt sammelte meine Frau um die 500 Euro ein, die schon recht weitläufig verteilt auf dem Feld zu finden waren. Wie auch immer - wir entschlossen uns, nicht die Besitzerin ausfindig zu machen, da dies so oder so ohne Erfolg bleiben würde, aufgrund fehlender Hinweise. Ich war überzeugt davon, dass der Inhalt eh nicht an seinen ursprünglichen Besitzer gegangen wäre, wenn wir die Börse irgendwo (Kurhaus/Fundbüro) abgegeben hätten. Daher kauften wir uns damals von dem Geld unsere erste Außengarnitur, welche aus einem Tisch und sechs Stühlen bestand.

Beichthaus.com Beichte #00036584 vom 08.09.2015 um 14:05:43 Uhr (16 Kommentare).

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Der General im Wald

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Neugier Peinlichkeit Nürnberg

Der General im Wald
Ich (m/42) bewirtschafte seit 12 Jahren ein circa 250 ha großes Jagdrevier in der nähe einer fränkischen Großstadt. Ich bin dort nahezu täglich anzutreffen. In den Jagdjahren habe ich so einige skurrile Beobachtungen machen können. Menschen haben schon wirklich manchmal seltsame Angewohnheiten, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Tipp am Rande: Immer mal auf die Hochsitze gucken, bevor man was Seltsames tut. Menschen, die im am Waldrand Selbstgespräche führen, Liebespärchen, Menschen die Naturrituale vollführen. Leute, die mitten im Wald tanzen - wundert mich alles nicht mehr, soll ja jeder tun, was ihn glücklich macht. Einer jedoch ist ein wirklich erwähnenswertes Highlight: Der General.

Der General kommt während der Sommermonate meist eine Stunde vor Sonnenuntergang auf eine am Hang gelegene Freifläche. Jeden Donnerstag. Man kann wirklich die Uhr nach ihm stellen. Er ist ein Mann Mitte 50, würde ich schätzen. Er erscheint, legt sich eine Art Lederwams an, dazu einen wirklich aufwendigen Helm und ab und an trägt er eine Art Stangenwaffe mit Fähnchen bei sich. Dann beginnt ein sensationelles Schauspiel: Der gute Herr stellt voller Inbrunst Schlachten nach und brüllt Kommandos in den Wald, befiehlt der Kavallerie eine Flanke anzugreifen und seinen Bodentruppen vorzurücken und stürmt dabei den kleinen Hang hinauf und bekämpft imaginäre Feinde. Manchmal verteidigt er auch die Anhöhe. Ein wahrhaft großer Krieger.

Das Ganze dauert zwischen 15 und 45 Minuten. Am Anfang war ich öfter mal genervt, der hatte mir ja die Jagd versaut. Inzwischen hat sich das Wild sicherlich an ihn gewöhnt und ich gucke mir von Zeit zu Zeit gerne mal das Spektakel an. Anfangs als Spinnerei abgetan, habe ich jedoch inzwischen Fragen: Wer kämpft eigentlich gegen wen? Das sagt er nie dazu. Wer hat gewonnen? Die Schlacht kann ich ja sehen, aber wie verläuft sein Krieg? Sollte die Beichte vom Betroffenen gelesen werden, bitte ich um Aufklärung. Ich bin ein großer Fan, der Auftritt ist wirklich überzeugend!

Beichthaus.com Beichte #00036577 vom 07.09.2015 um 10:54:01 Uhr in Nürnberg (26 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Zurückweisung

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Selbstsucht Engherzigkeit Verzweiflung Gesundheit

Ich (m/42) war diesen Sommer in der Reha. Zum einen wegen medizinischer Gründe, zum anderen wegen psychischer Probleme. Um es auf den Punkt zu bringen: Aufgrund meines Lebenswandels habe ich in den letzten Jahren alle meine sozialen Kontakte verloren. Familie, Freunde, alles. Ich bin alleinstehend, habe keine eigene Familie, meine Eltern haben während meines Aufenthaltes den Kontakt zu mir abgebrochen. Ich war während meines Aufenthaltes genötigt, mich mit meiner Einsamkeit auseinanderzusetzen, und das war nicht leicht. Durch die Gespräche mit meiner Therapeutin war ich emotional überall wundgescheuert und empfindlich, und meine Einsamkeit wurde mir da erst richtig bewusst.

In dieser Zeit habe ich in der Klinik jemanden kennengelernt. Einen ganz besonderen Menschen, eine wunderbare Frau. Sie hatte ebenfalls ihre Päckchen zu tragen. Wir haben uns nach ein paar Tagen sehr gut verstanden, haben viel Zeit miteinander verbracht, uns gegenseitig geholfen, zugehört, unterstützt, getröstet. Ich habe es sehr genossen, es war schön, nach all den leeren Jahren mit einem Menschen wirklich zu kommunizieren. Leider habe ich für diese Frau tiefere Gefühle entwickelt. Leider deshalb, weil es zu schnell ging - nicht der richtige Ort und nicht die richtige Zeit war. Sie hat meine Gefühle nicht erwidert, aber das ist an sich nicht schlimm, das kann ich ja nicht erzwingen. Aber ich war egoistisch und konnte nicht mit der Zurückweisung umgehen, dass sie meine Gefühle nicht erwidert. Ich hätte ihr weiterhin in ihrer Situation helfen müssen, so wie ich es vorher tat, aber ich tat es nicht. Ich war verletzt, eifersüchtig, beleidigt, fühlte mich zurückgewiesen. Und das tut mir so sehr leid, dass mir meine eigenen verletzten Gefühle in dem Moment wichtiger waren als ihre Not und ihre Bedürfnisse. Alles was sie brauchte, war ein Freund, der zuhört, und ich habe es nicht geschafft, dieser Freund zu sein.

Meine liebe S., es tut mir so sehr leid. Ich wünsche mir, dass es dir bald wieder gut geht und du dein Leben führen kannst, so wie du es dir wünschst. Bitte verzeih mir. Bei allen anderen bitte ich um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00036574 vom 06.09.2015 um 21:00:56 Uhr (7 Kommentare).

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Liebe ist genug

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Dummheit Liebe

Mein Lebensmotto ist, dass Liebe genug ist. Hat man die, braucht man nichts. Natürlich braucht man in der heutigen Zeit massig Geld, aber Geld kann nichts. Geld ist Grund für Kriege und Völkermord. Man möge sich bitte vorstellen, dass man morgens an einem fremden Ort aufwacht, von dem man nie wieder weg kann. Außer die Personen, die man liebt (Partner, Kind, Bruder, Freunde etc.), ist niemand da. Das Leben kann schlecht und schwer sein, aber mit Liebe an der Seite ist es nur halb so schlimm. Viele halten mich für eine Träumerin, die noch nicht in der harten Welt angekommen ist, aber ich bewahre mir bewusst diese Naivität. Ich hatte nicht immer viel zu lachen und weiß sehr gut, was Liebe kann. Oberflächliche Menschen, die den Blick für das Wesentliche verloren haben, können doch nicht die Zukunft sein. Woher nehmen sie Kraft und ruhen sich aus, wenn sie ignorant durch das Leben hasten?

Beichthaus.com Beichte #00036573 vom 06.09.2015 um 21:00:48 Uhr (14 Kommentare).

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“Beichte

Ich kann nur schwarzhaarige Männer lieben!

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Begehrlichkeit Fetisch Peinlichkeit

Ich (w) möchte beichten, dass ich mich bisher nur in schwarzhaarige Typen verliebt habe. Man könnte das jetzt für Zufall halten, weil es noch nicht allzu viele waren, allerdings hat mein Bruder da so einen brünetten Kumpel und ich wäre im Leben nicht darauf gekommen, was mit ihm anzufangen. Als er sich die Haare aus Spaß schwarz gefärbt hat, dauerte es nicht lange, und es war mir schier unmöglich, ihn aus dem Kopf zu bekommen. Tja - als die Farbe rausgewaschen war, waren meine Frühlingsgefühle schneller wieder weg, als sie gekommen waren. Er war der Dritte, mit - wenn auch nur zeitweise - schwarzen Haaren, in den ich mich verguckt habe und bei ihm ist mir aufgefallen, dass irgendwas schiefläuft. Ich fühle mich seit dieser Erkenntnis echt schäbig und frage mich, ob man das überhaupt "Liebe" nennen darf, wenn es an eine Haarfarbe geknüpft ist.

Beichthaus.com Beichte #00036569 vom 05.09.2015 um 23:30:33 Uhr (13 Kommentare).

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