Peinliche Szenen in Titanic

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Peinlichkeit Dummheit Familie Medien

Ich will etwas Peinliches aus meiner Kindheit beichten. Damals hatten wir den Film Titanic zu Hause auf Kassette - und aus irgendeinem Grund musste der Film bei jedem Verwandtenbesuch vorgeführt werden und ich musste zugucken. Irgendwann aber kam die Stelle, an der DiCaprio und Winslet im Auto Sex hatten und mir als Kind war das natürlich sehr peinlich. Also erfand ich immer dumme Ausreden, genau in dem Moment aus dem Zimmer zu müssen oder ich versuchte schnell, ein Gespräch über irgendwas anderes zu beginnen. Damals schien das ganz gut zu klappen, aber heute bin ich sicher, dass alle wussten, was da vor sich ging. Das macht es im Nachhinein peinlicher, als wenn ich einfach zugeguckt hätte. Ich bitte um Vergebung für meine Dummheit und Scham.

Beichthaus.com Beichte #00034494 vom 04.12.2014 um 01:05:11 Uhr (4 Kommentare).

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Mein Horror-Praktikum

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Zorn Engherzigkeit Kollegen Arbeit

Zwischen dem Abi und dem Studium hatte ich etwas Zeit, die ich teilweise mit einem zweimonatigen Praktikum gefüllt habe. Geld und Erfahrung wurden mir in Aussicht gestellt und demzufolge begann ich engagiert, motiviert und freundlich meine Praktikumsstelle. Das Gute daran war, so empfand ich es zumindest am Anfang, dass es ein kleiner Betrieb war, der auf alle Hände angewiesen war. Man konnte mich also nicht einfach die ganze Zeit mit Kaffeekochen abspeisen, was ich eh nicht auf Anhieb gekonnt hätte, da ich keinen Kaffee mag und deshalb nie welchen zubereitet habe. Bald habe ich aber gemerkt, dass in dem Betrieb ein ganz mieses Arbeitsklima herrschte. Jeder hatte was gegen jeden, gelacht wurde nicht einmal im Keller und ich wurde behandelt, als wäre ich geistig behindert. Die Damen im Betrieb behandelten mich wie ihren Arbeitssklaven, den sie herumkommandieren konnten wie es ihnen passte. Die Herren versuchten zwar, kumpelhaft zu wirken, aber am Ende war ich nur der Depp, der alles falsch machte. Dass das vielleicht daran lag, dass ich ohne Vorkenntnisse Aufgaben erledigen sollte wie ein voll Ausgebildeter, war anscheinend nicht naheliegend genug. Obwohl ich grundsätzlich Spaß an dem Beruf hatte, hat mir diese Stelle die Lust darauf verdorben. Anstatt kreativ nachzudenken, was in dem Beruf gefordert ist, musste ich mich immer mehr darauf konzentrieren, nicht auch in dieses Loch der depressiven Spaßbefreiung zu fallen. Nach dem ersten Monat war es so weit. Ein Teil der Belegschaft verließ den Betrieb und wurde gegen andere ausgetauscht. Es handelte sich dabei um Studenten, die zeitweise arbeiteten und studierten und sich dabei abwechselten.


Meine neue Hauptkollegin war für den Beruf gar nicht geeignet, das konnte man sofort merken. Zuerst kam sie mir nett vor, weswegen ich versuchte, ihr so gut es ging zu helfen. Aber dann wurde auch sie plötzlich patzig und arrogant zu mir. Da hatte ich genug. Den Rest des Monats hatte ich das Glück, dass der Chef viel weg war oder mich auf Dienstfahrt schickte. Ich nahm mir also das Motto: "Ich arbeite so, wie ihr mich bezahlt und behandelt", zu herzen - nämlich sehr schlecht bis gar nicht. Da ich auch viel Zeit in einem Einzelbüro verbrachte, tat ich einfach so, als würde ich arbeiten, was ich aber nicht tat. Zugegebenermaßen war das sehr schwer. Es war schwerer als die schwerste Aufgabe, einfach jeden Tag dazusitzen und acht Stunden lang nichts zu tun. Oder eben gerade noch so viel, dass es nicht auffiel. Klar schäme ich mich für mein Verhalten, aber ich sehe es einfach nicht ein, für so einen Mistbetrieb die Finger krumm zu machen. Eine letzte Genugtuung erfuhr ich, als ich wenige Tage vor meinem Praktikumsende mitbekam, wie der Betrieb langsam in Zahlungsschwierigkeiten kam. Viele der wenigen Mitarbeiter wurden gefeuert, Firmenwagen veräußert und so weiter. In den letzten Tagen sah der Chef sehr schlecht aus und war merklich geknickt. Ich konnte mich nicht darüber ärgern. Als ich mir den vereinbarten Lohn geben ließ, konnte ich bei jedem Geldschein die Schmerzen des Chefs über den Verlust spüren. Als ich das Geld dann ausgegeben habe, habe ich mich besser gefühlt, als je zuvor beim Geld ausgeben. Ach ja, falls einer auf die irrwitzige Idee kommen sollte, ich sei schuld am Scheitern des Unternehmens - vergesst es. Wer ernsthaft einen ungelernten Praktikanten beschuldigt, der nur zwei Monate da ist und von allen sehr eindringlich gesagt bekommen hat, dass seine Arbeit einfach ungenügend ist, das Unternehmen ruiniert zu haben, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.

Beichthaus.com Beichte #00034492 vom 04.12.2014 um 00:48:30 Uhr (2 Kommentare).

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Der Bodensatz der Gesellschaft

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Aggression Hass Ekel Gesellschaft Arbeit

Ich arbeite beim Sicherheitsdienst eines großen Kaufhauses in München. Unser Haus ist direkt am Hauptbahnhof. Jeden Tag muss ich mich mit dem Bodensatz der Gesellschaft rumärgern. Die Junkies und Alkis lungern vor unserem Eingang rum, saufen und ballern sich alles Mögliche rein. Dann pissen und scheißen sie in die Tiefgarage. Und ich darf das Gesindel immer vertreiben. Von einem Sicherheitsmann lässt sich dieses asoziale Pack aber eh nichts sagen, sodass ich regelmäßig die Polizei dazu holen muss. Selbst die werden angepöbelt und in extremen Fällen sogar angegriffen. Ich habe so einen Hass auf dieses asoziale nichtsnutzige Pack. Diese elenden Junkies, die sich ihre Gesundheit ruinieren und jahrelang leben - aber andere, völlig normale Menschen sterben an Krebs, obwohl sie ein nützlicher Teil der Gesellschaft waren und Menschen hatten, die sie geliebt haben.


Mir wäre es am Liebsten, wenn die Polizei mal ordentlich durchgreifen und sie regelmäßig mit dem Schlagstock verkloppen oder mit Pfefferspray attackieren würde, damit diesem Gesindel Respekt beigebracht wird. Manchmal geht es sogar so weit, dass ich mir vorstelle, mir eine Waffe zu besorgen und jeden Tag einen von ihnen zu beseitigen. Damit würde ich der Gesellschaft vermutlich einen Dienst erweisen. Ich bitte um Absolution für meinen Hass aber diese Existenzen haben für mich keinen Nutzen in der Gesellschaft. Und ja, ich habe meinen Beruf freiwillig gewählt und mache ihn dennoch gerne.

Beichthaus.com Beichte #00034490 vom 03.12.2014 um 22:17:54 Uhr (18 Kommentare).

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Das Geld der alten Dame

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Diebstahl Selbstsucht Habgier Geld Tod

Ich (m/32) muss etwas beichten, was nun schon einige Jahre her ist. Ich war damals neben dem Studium Sanitäter und wie das in dem Job so ist, wenn man immer auf der gleichen Wache ist, hat man so seine "Stammkundschaft." Unter anderem ein älterer Herr, der einmal pro Woche betrunken war und nicht mehr aufstehen konnte, eine ältere Dame die drei bis vier Mal im Monat stürzte und viele mehr. Man kennt die Leute irgendwann und unterhält sich manchmal auch mit ihnen. Eine ältere Frau, die auch zur Stammkundschaft gehörte, hatte keine Familie mehr, wurde von der Caritas zu Hause gepflegt und nur ihr Nachbar schaute nach ihr. Irgendwann rief ihr Nachbar dann besorgt an, weil er den ganzen Tag nichts von ihr gehört hatte - es war ein Sonntag, der einzige Tag wo die Caritas nicht kam. Wir sind zum Einsatz gefahren und der Hausmeister konnte uns mit seinem Schlüssel die Wohnung öffnen. Wir fanden die Dame dann tot in ihrem Bett vor. Die Leichenstarre hatte schon eingesetzt, es war nichts mehr zu machen.


Wir riefen also den Notarzt und der Form halber die Polizei zum Feststellen des Todes und zur Benachrichtigung der eventuellen Angehörigen, welche es aber nicht gab. Beim Aufnehmen der Daten suchte ich dann nach ihrer Krankenkassenkarte und ging ins Wohnzimmer an ihre Handtasche. Darin befand sich ein dicker fetter Umschlag mit 5.000 Euro Bargeld. Es war zu verlockend - ich schnappte mir den Umschlag unauffällig und ließ ihn tief in meiner Jacke verschwinden. Das Geld hätte am Ende eh nur der Staat bekommen. Gemerkt hat es auch nie jemand. Ich gönnte mir damit einen richtig schönen 3-wöchigen USA-Urlaub mit einer schönen Rundreise und hob mir ein bisschen von dem Geld für schlechte Zeiten auf. Ich hatte während des Studiums nicht viel und als Sanitäter hat man auch nur einen Hungerlohn.

Beichthaus.com Beichte #00034487 vom 03.12.2014 um 18:13:22 Uhr (13 Kommentare).

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Der unqualifizierte Bürgermeister

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Rache Engherzigkeit Arbeit Nauwalde

Ich (w) habe es unserem Bürgermeister so richtig heimgezahlt. Als ich fast 15 Jahre alt war, war ich schon einmal bei diesem Bürgermeister und seiner rechten Hand im Vorstellungsgespräch für den Ausbildungsberuf der Verwaltungsfachangestellten. Damals ging ich auf eine Realschule und war in der neunten Klasse mit einem Durchschnitt von 1,80. Das war mein erstes Vorstellungsgespräch und er wusste um meine Nervosität, aber nach drei Minuten sagte er: "Frau Müller, es gibt wesentlich höher qualifiziertere Bewerber als Sie." Danach war ich völlig fertig und eingeschüchtert. Klar, dass es nichts mit dem Ausbildungsplatz wurde. Vor kurzer Zeit war jedoch wieder die gleiche Stelle ausgeschrieben und ich bewarb mich wieder, jetzt mit meinem Abschlusszeugnis von 1,24. Ich musste meinen Ausweis erneuern und der Azubi übernahm dies, ich fragte ihn, was er für einen Schulabschluss hatte, um diesen Beruf ergreifen zu können. Er antwortete, dass er einen Realschulabschluss habe. Ich fragte auch nach seinem Durchschnitt von damals und er sagte zu mir: "2,56." Dann erklärte er mir mit freundlichem Grinsen, dass sein Vater ihn hineingebracht hatte. Ich konnte dem Kerl nicht böse sein, warum auch? Ich würde auch Vitamin B nutzen, wenn ich es hätte. Mich ärgerte es mehr, was der Bürgermeister zu mir gesagt hatte und dass mein Vorstellungsgespräch nur Schein war.


Ich wurde dann zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen und saß wieder in diesem Raum. Die gleichen Personen kamen herein und setzte sich. Was die beiden nicht wussten? Ich habe schon bei einem super Unternehmen unterschrieben, ich hatte dort auch einen Monat lang ein Praktikum und sie nahmen mich sofort. Alle sind lieb, freundlich und aufgeschlossen, ich habe 29 Tage Urlaub und verdiene 640 Euro netto. Es ging los mit einem bisschen Small Talk, und ob ich wüsste, wer die Bundeskanzlerin ist und so weiter. Dann kam wieder der Satz: "Frau Müller, es gibt wesentlich höhere qualifizierte Bewerber als Sie." Dann stand ich ganz gelassen auf, zog meine Jacke an, nahm meine Tasche und sagte: "Wissen Sie Herr A. - es gibt wesentlich höher qualifiziertere Bürgermeister als Sie. Ich ziehe meine Bewerbung hiermit zurück. Brauchen Sie das noch schriftlich?" Er war total verdattert: "Äh - ja?" Und ich zog aus meiner Tasche eine Mappe mit einem Schreiben über den Rückzug meiner Bewerbung, mit Unterschrift und allem Drum und Dran und überreichte sie ihm. Und so verließ ich den Raum und sah ihn nie wieder. Ich bitte um Absolution, da ich es nicht einfach ruhen lassen konnte und weil ich mich so in die Sache reingesteigert habe. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00034486 vom 03.12.2014 um 18:11:53 Uhr in 01609 Nauwalde (Mühlweg) (22 Kommentare).

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