Amaretto Di Saronno von meinem früheren Arbeitgeber

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Diebstahl Rache Arbeit Hennef

Ich habe einen Ex-Arbeitgeber bestohlen, um mich für meine Kündigung zu rächen. Der Arbeitgeber war eine bekannte Metzgerei mit Bistro und Partyservice. Jeden Morgen musste ich um 3:00 aufstehen, damit ich um 5:00 mit der Arbeit beginnen konnte, damit ab 7:00 irgendwelche bekloppten Maurer Frikadellen frühstücken konnten. Für mich - als gelernter Koch und bekennender Nachtmensch - eine Zumutung. Einmal war ich so müde, dass ich gegen 4:00 nur mit Standlicht losgefahren bin, erst nach über 10 Kilometern habe ich das bemerkt. Ein Ausfall der Heizung in meiner Wohnung trug das Übrige zu meinen Problemen bei. Etwa sechs Wochen lang habe ich mir alle Mühe gegeben, die Ansprüche meiner Arbeitgeber zu erfüllen.

Die völlig überarbeitete Chefin (gelernte Fleischereifachverkäuferin) und ihr Mann (Metallbauer o. Ä.) waren mir dabei keine Hilfe: Die Chefin hatte nie Zeit mir ihre Wünsche richtig zu erklären, ihr Mann dagegen knallte mir öfters eine Schale mit meiner Ansicht nach ordentlich zubereitetem Nudel- oder Kartoffelsalat hin, maulte mich kurz mit: "So eine Scheiße!" an und verschwand wieder in seinem Büro, ohne mir auch nur im Ansatz zu erklären, was er denn so Scheiße fand. Eines Morgen rief er mich wieder in sein Büro und eröffnete mir, kaum dass ich die Tür zugezogen hatte, dass er mir zum Monatsende kündigt. Im Anschluss daran musste ich ihm allen Ernstes erklären, dass eine Kündigung SCHRIFTLICH erfolgen muss! Das Kündigungsschreiben, das er in meinem Beisein tippte, bestand im Wesentlichen aus dem ungelenken Satz: "Dem zur Probe eingestellten Herrn X kündigen wir hiermit fristgerecht." Dann musste ich ihn noch darauf aufmerksam machen, dass auf einen Brief ein Briefkopf gehört!

Am Nachmittag war ich so fertig, dass ich auf der Heimfahrt erst einmal angehalten habe, um eine Viertelstunde zu heulen, bevor ich meine Familie informieren konnte. Ich hatte noch etwa 10 Tage zu arbeiten. In dieser Zeit habe ich alles geklaut, was ich unauffällig verschwinden lassen konnte: Ein Buch aus dem Pausenraum, eine Flasche Spülmittel und noch viele andere kleine Gegenstände, an die ich mich schon nicht mehr erinnere. Mein schönstes und teuerstes Beutestück war aber eine eigentlich zum Aromatisieren von Billig-Tiramisu gedachte Literflasche "Amaretto Di Saronno". Um die Sachen aus dem Betrieb zu schmuggeln, habe ich die Sachen meistens in ausgespülte Ketchupeimer gepackt, zusammen mit dem Müll rausgebracht, im Container versteckt und nach Feierabend auf dem Weg zum Auto mitgenommen.

Ich habe fast ein halbes Jahr gebraucht, um diesen leckeren Likör zu trinken. Jedes Mal habe ich mich diebisch (!) über meinen Gratis-Amaretto gefreut, mit dem ich meistens meinen Kakao verfeinert habe. Um eine bleibende Erinnerung zu haben, habe ich dann noch von der leeren Flasche das Etikett abgelöst, um es als Lesezeichen zu verwenden. Das Buch habe ich übrigens auch noch, es handelt sich um "Das Buch der Katastrophen" - eine Kurzgeschichtensammlung des Dadaisten Hermann Harry Schmitz. Die Diebstähle bereue ich nicht, denn die betrachte ich als Ausgleich für die unfaire Behandlung durch den Mann der Chefin. Das Einzige, was ich bereue, ist die Tatsache überhaupt in dieser Metzgerei gearbeitet zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00039250 vom 21.01.2017 um 00:45:06 Uhr in 53773 Hennef (14 Kommentare).

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Kleiderschrank statt Schule

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Faulheit Feigheit Lügen Schule Hennef

Ich (w) hatte oft keine Lust auf Schule und wenn ich dann schon eh 2 Stunden zu spät dran war, versteckte ich mich im Schrank. Meine Mutter dachte ich wäre zur Schule gegangen, in Wirklichkeit saß ich bis zu 4 Stunden eingequetscht, lesend oder schlafend im Kleiderschrank. Das ist bei einer Größe von 1,77 m gar nicht so einfach und tut auch noch verdammt weh.

Beichthaus.com Beichte #00028389 vom 11.12.2010 um 21:30:59 Uhr in Hennef (33 Kommentare).

Gebeichtet von Mauerblümschen.. aus Hennef
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Was bringt ein Finger im Hals?

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Verzweiflung Selbstverletzung Völlerei Hennef-Uckerath

Mein BMI liegt bei 20. Das bedeutet für die Unwissenden: völliges Normalgewicht, nicht mal ansatzweise speckig. Mein Freund (treibt Sport, recht trainiert) findet, dass mein Körper großartig ist (er liebt mein Hinterteil :-)), aber für ihn wprde ich gerne irgendwie besser aussehen. Meine Beichte für heute ist: Ich habe mir gerade einen großen Teller Salat gemacht, aber mit Öl und Käse und Nüssen. Lecker. Aber ich überlege ernsthaft, das wieder 'rauszuspucken. Übergeben hat jedoch noch nie bei mir funktioniert. Ich ernähre mich gesund und alles, würde nur gern vielleicht fünf Kilo abnehmen und endlich mal richtig Sport treiben, aber die Möglichkeit eines Fitnessstudios gibt es hier nicht und ich habe keine Heimsportmotivation. Trotzdem gehe ich jetzt erstmal ins Badezimmer und schaue, was ein Finger im Hals bewirken kann. Der Salat ist mir eh nicht so gut bekommen und ich kriege schon Bauchschmerzen.

Beichten tut so unendlich gut, wenn man schön allgemein schreibt, und sicher ist, dass das nicht nachvollziehbar ist! Und das Schlimme an der ganzen Sache: Wenn ich das so lese, möchte ich auf mich selbst spucken, weil ich nicht anders als die vielen Tussis klinge. Dabei bin ich wirklich normal ... sonst... So etwas stellt die Liebe mit einem an!

Beichthaus.com Beichte #00015874 vom 11.08.2006 um 08:26:10 Uhr in Hennef-Uckerath (9 Kommentare).

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