Der ignorierte Freund

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Ignoranz Engherzigkeit Selbstsucht

Ich (w/27) muss beichten, dass ich meinen besten Freund in seiner schwersten Zeit im Stich gelassen habe. Wir waren zur Schulzeit die besten Freunde und nach unserem Abschluss bin ich in eine andere Stadt zum Studieren gezogen und er ist hier geblieben. Anfangs haben wir uns noch regelmäßig gesehen und geschrieben aber bei mir kamen neue Freunde, ein fester Freund und ein neuer Abschnitt meines Lebens und ich wurde immer ekliger zu ihm. Ich begann seine SMS zu ignorieren, habe ihn häufig ohne Kommentar versetzt und habe regelmäßig so getan als ob ich gerade keine Zeit hätte. Man sollte jetzt annehmen das er das Interesse verlieren würde aber das Gegenteil war der Fall. Er schrieb mir immer öfter ob mir unsere Freundschaft überhaupt noch irgendetwas bedeuten würde und andere sentimentale Nachrichten, die ich irgendwann nur noch als nervig empfand. Zu seinem Geburtstag versprach ich ihm dann uns zu treffen, versetzte ihn aber für meinen Freund. Eine Woche später schrieb ich ihm noch einmal wie es ihm geht, bekam aber nie eine Antwort. Zu dem Zeitpunkt dachte ich "scheiß auf ihn" und habe mit ihm endgültig abgeschlossen, immerhin verlief mein Leben super und er war der schwarze Fleck in meinem Leben. Heute lebe ich wieder in meiner Heimatstadt, mein Freund hat mich vor einer Weile betrogen, meine Freunde sind nach dem Studium wieder in ihre Heimatstädte zurück und für mich gab es keinen Grund mehr dort zu verweilen. Letzte Woche bin ich einem alten Schulfreund begegnet und habe ihn gefragt wie es meinem früheren, besten Freund gehen würde. Er erzählte mir, dass er wenige Monate nach unserem Abschluss an Krebs gestorben sei. Da ist für mich eine Welt zusammen gebrochen. Zuhause angekommen habe ich bitterlich geweint und allein der Gedanke, dass er dort im Krankenhaus lag, mir geschriebene hat wie es mir geht und ich ihn ignoriert habe, weil mir Party und Shoppen wichtiger waren, bricht mir das Herz. In ein paar Wochen wäre wieder sein Geburtstag und ich will ein paar Blumen an sein Grab legen. Ich konnte für ihn im Leben nicht die Freundin sein, die er gebraucht hätte aber zumindest jetzt will ich die Freundin sein, die er verdient.

Beichthaus.com Beichte #00030065 vom 25.06.2012 um 00:50:09 Uhr (52 Kommentare).

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Sparen für den Urlaub

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Selbstsucht Geiz Ungerechtigkeit Geld Partnerschaft

Sparen für den Urlaub
Meine Freundin und ich waren 3 Jahre zusammen und wir hatten eigentlich nie die Gelegenheit und das Geld mal richtig groß in den Urlaub zu fahren. Da wir beide nach einer Durststrecke einen Job mit durchschnittlicher Bezahlung hatten, begannen wir Pläne zu schmieden. Wir beide hatten jeder circa 1.500 Euro netto in der Tasche. Schnell stellten wir aber fest, dass unsere Reise in die USA mit all den Wünschen, die wir hatten, circa 6.000 bis 7.000 Euro kosten sollte. So beschlossen wir uns ein Sparkonto einzurichten, mit dem Ziel in spätestens 2 Jahren die erhoffte Summe auf dem Sparkonto zu haben. Kaum war das Konto eingerichtet startete ich mit einer monatlichen Überweisung von 100 Euro. Ich war so besessen von dieser Reise, dass ich auch mal hier und dort was überwies, Bonuszahlungen, Urlaubsgeld etc. von meinem Arbeitgeber landeten sowieso auf dem Sparkonto.


Ich überwies eigentlich immer brav Geld, ohne einen Blick auf das Konto zu werfen. Doch vor circa 3 Wochen war ich dann mal neugierig und wollte wissen welche Summe sich dann da gebildet hatte (nach inzwischen 17 Monaten). Mich traf der Schlag als ich die letzten Kontobewegungen sah. Meine Freundin hatte tatsächlich monatlich nur Kleckerbeträge von 4 - 5 Euro überwiesen und dazwischen war sogar mal eine Einzahlung von 37 Cent. Das machte mich dann stutzig und ich besorgte die kompletten Kontoauszüge. Also rechnete ich aus, wer was überwiesen hatte. Sie hatte ganze 67,44 Euro erspart und mein Löwenanteil betrug 2.790 Euro. Ich wollte sie auf eine höfliche Art zur Rede stellen, aber ich bekam nur eine flapsige Antwort und sie meinte dann auch noch "Was ist so schlimm? Dann buchen wir halt einen Cluburlaub auf einer Insel. Mit 3000 Euro kann man sich da schon was Gutes gönnen." Ich habe mir meine 2.790 Euro vor 2 Tagen auszahlen lassen und habe schon einige Einkäufe im Internet getätigt. Computerzubehör, DVDs, ein neues Handy und trotzdem sind noch 2200 Euro übrig. Ich überlege immer noch, wie ich das restliche Geld egoistisch für mich ganz alleine schnell ausgeben kann. Ich bin echt schon am überlegen, ob ich nicht alleine in den Urlaub fahre. Und es ist mir wirklich scheiß egal, was sie dann macht. Ich bitte um Vergebung!

Beichthaus.com Beichte #00030055 vom 19.06.2012 um 12:00:54 Uhr (47 Kommentare).

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“Beichte

Männertag

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Boshaftigkeit Selbstsucht Partnerschaft

Mein Freund hat den Männertag gestern ausgiebig gefeiert. Darf er ja auch gern. Nur soll er mir dann nicht sagen, dass es nicht so spät wird und wir eventuell noch einen Film zusammen gucken. Da er sich zwischendurch nicht mehr meldete, machte ich mir natürlich Sorgen. Heute Morgen, 5.30 Uhr, kam er dann nach Hause, legte sich laut atmend neben mich ins Bett, rannte auf die Toilette und übergab sich. Er polterte rum und und machte nicht den Anschein, als würde er auch nur daran denken, etwas leiser sein zu wollen.
Aber warum auch, mein Wecker klingelte ja eh kurz vor 6 Uhr. Als ich später gegen 8.15 Uhr von der Arbeit aus, zu einem Termin in der Straße neben unserer Wohnung musste, ging ich auf dem Rückweg an unserem Hauseingang vorbei und klingelte mehrfach ein paar Sekunden an unserer Klingel, damit er auch wach wird. Ich hasse das Rumgepolter und wie er ist, wenn er was getrunken hat. Also darf er auch ruhig Kopfschmerzen haben, weil ich ihn aus dem Schlaf gerissen habe. So wie heute Morgen, als ich mir 30 Minuten lang die Haare föhnte.

Beichthaus.com Beichte #00029998 vom 18.05.2012 um 11:10:44 Uhr (46 Kommentare).

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Die Situation ausgenutzt

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Ignoranz Morallosigkeit Selbstsucht

Ich (m/23) habe mir vor circa 6 Jahren ein krasses Minus in der persönlichen Kharma-Buchhaltung geleistet. Ich kannte damals ein Mädchen (damals auch so um die 17), das wegen ihres perfekten Körpers und ihrer sympathischen Art allseits umschwärmt wurde. Jeder Junge, der sie kannte, war unweigerlich hinter ihr her. Unglücklicherweise für alle ihre Werber war sie jedoch wenigstens genauso unnahbar wie gut aussehend. Einen Typen nach dem anderen schmetterte sie mit einem Lachen ab. Ich, damals nicht gerade hübsch oder sportlich, machte mir gleich gar keine Hoffnungen. Doch durch ein krasses Unglück sollte sich das Blatt für mich wenden.

Durch ungünstige Umstände verlor besagtes Mädel innerhalb einer Woche ihre beiden Elternteile. Von dem daraus resultierenden Nervenzusammenbruch erholte sie sich nur äußerst langsam. Ich, damals von Hormonen und dem Teufel gelenkt und was Mädels angeht noch sehr unerfahren, begriff dies seltsamerweise, wie ich heute sagen muss, als Chance. In den folgenden Wochen erlog ich mir hartnäckigst und auf unverschämteste Art und Weise den Status des großen Trösters. Brauchte sie etwas, lief ich. Musste etwas handwerklich in der Wohnung gemacht werden, tat ich es. Bedurfte sie einer emotionalen Stütze, war ich da. Weinte sie, nahm ich sie in den Arm. Das Schlimme dabei war, dass ich die ganze Zeit nur daran dachte, wann sich das ganze endlich für mich auszahlen würde, das heißt im Klartext: wann ich auch im Bett ihr Tröster sein durfte. Nach einigen Wochen war es dann tatsächlich so weit und nachdem ich ihr bei einer besonders heftigen Heulattacke beigestanden hatte, landeten wir gemeinsam in der Kiste.

Die Nacht mit ihr war mein erstes sexuelles Abenteuer, sie eine echte Schönheit und ich war dementsprechend beeindruckt. Klar, dass ich noch mehrere Wochen weiter ihren Tröster spielte, um noch mehr Sex abzustauben, was auch gelang. Irgendwann wurde es zur Gewohnheit, dass wir, nachdem sie sich ausgeheult hatte, zwangsläufig Verkehr hatten, in 90 Prozent der Fälle jedoch auf mein Drängen hin. Manchmal weinte sie sogar etwas dabei. Einmal gestand sie mir unter Tränen, sie mache das alles nur mit, weil sie sich irgendwie für meinen emotionalen Beistand revanchieren wolle, obwohl es ihr eigentlich sehr unangenehm sei. Nun, ich dummer Esel gab damals jedenfalls nichts auf ihre Worte und führte das Spielchen weiter.
Dann irgendwann kam es zu der Nacht, in der sich alles nochmal schlagartig ändern sollte. Ich weiß noch, dass ich gerade auf dem Heimweg von einem Kumpel war und unter dem Sternenhimmel noch einen Joint rauchte, als mich die Einsicht traf. All die Trauer und Angst, die ich in der Vergangenheit so schamlos ausgenutzt und gleichzeitig effektiv verdrängt hatte, brachen auf einmal über mich herein. Hatte ich mir mein übles Verhalten bis zu diesem Zeitpunkt immer wieder schön geredet, so war ich nun umso angeekelter von mir selbst. Ich konnte nicht glauben, dass ich, ohne nachzudenken welch emotionale Schäden ich verurachen könnte, so lange ein so mieses Spielchen getrieben hatte. Vorher hatte ich mir ab und zu so meine Gedanken gemacht, aber richtig bewusst wurde mir all dies erst in jener Nacht. Leider hatte ich damals nicht den Verstand und die "Cochones", die Sache mit Weitblick zu beenden. Stattdessen schrieb ich in einer Kurzschlussreaktion einen unverblümt ehrlichen Brief, in dem ich meine von Anfang an vorhandenen Hintergedanken mit drastischen Worten offenlegte.


Das unrühmliche i-Tüpfelchen: Als ich sie am nächsten Tag besuchte (eigentlich um mich zu entschuldigen und ihr den Brief zu geben), überkam mich erneut die Lust und ich überredete sie ein letztes Mal zum Sex. Dabei fühlte ich mich die ganze Zeit furchtbar schuldig und wie das letzte Arschloch des Planeten. Ich konnte ihr danach nicht mehr unter die Augen treten- ich schmiss nur schnell noch den Brief ein, wechselte in den kommenden Tagen meine Handynummer und tauschte mein Zimmer im Wohnheim mit einem Bekannten. In der nachfolgenden Zeit erfuhr ich von Freunden, dass besagtes Mädel einen erneuten Nervenzusammenbruch gehabt hatte - ob wegen meines Schriebs weiß ich nicht, nehme es aber an. Sie verbrachte daraufhin längere Zeit in einer psychiatrischen Einrichtung- keine Ahnung, wie lange genau. Ich verlor sie aus den Augen.
Warum ich jetzt - nach all der Zeit - beichte? Nun, ich habe von einem Bekannten erfahren, dass dieses Mädchen (jetzt wohl eher Frau) wieder aufgetaucht ist und demnächst (in circa einem Monat) in die Nähe der Gegend ziehen wird, in die es auch mich nach der Ausbildung verschlagen hat. Seit beinahe zwei Tagen kann ich nun schon nicht schlafen und überlege, wie ich mit der Situation umgehen soll. Hat das Schicksal das so eingerichtet, damit ich mich entschuldigen kann und gut machen, was noch gut zu machen ist? Oder riskiere ich bei einer Konfrontation eher, wieder alte Wunden aufzureißen, die vielleicht gerade wieder einigermaßen verheilt sind? Würde es ihr helfen, nach dem ganzen Mist, den ich abgezogen hab, wieder mit mir zu sprechen? Oder würde ich damit nur wieder alles kaputt machen? Ich weiß nicht weiter. Eins ist mir klar: Ich bin moralischer Abschaum, der eine emotionale Notlage wieder und wieder für Sex ausgenutzt hat und der kein gutes Ende verdient. Aber wie gehe ich jetzt damit um?

Beichthaus.com Beichte #00029966 vom 29.04.2012 um 23:06:47 Uhr (47 Kommentare).

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“Folge

Das Klo der Chefs

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Selbstsucht Schamlosigkeit Arbeit

Das Klo der Chefs
Ich muss beichten, dass ich immer in der Chefetage kacken gehe, weil mir die Werkstattklos zu eklig und vor allen zu stark frequentiert sind.

Beichthaus.com Beichte #00029959 vom 24.04.2012 um 21:31:13 Uhr (24 Kommentare).

Gebeichtet von Butta
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