Der bevorzugte Bruder

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Ungerechtigkeit Zorn Familie

Ich möchte beichten, dass ich ziemlich neidisch auf meinen Bruder und zugleich sauer auf meine Eltern bin. Meine Großeltern haben damals ein Haus gebaut, welches meine Eltern irgendwann übernommen und ausgebaut haben. Seit dem Tod meiner Großeltern haben wir deren alte Wohnung vermietet und uns so ein wenig Geld nebenher verdient. Die letzten Mieter haben sich jedoch extrem danebenbenommen, sodass meine Mutter aus Eigenbedarf gekündigt hat. Seit einiger Zeit wohnt mein Bruder nun mit seiner Freundin in der Wohnung, damit habe ich auch kein Problem - eher im Gegenteil, ich freue mich für ihn, dass er nun endlich auf eigenen Beinen stehen möchte. Was mich stört, ist, dass meine Eltern meinen Bruder einfach unheimlich bevorzugen. Mein Bruder hat mit 16 eine Ausbildung begonnen und verdient seither richtig gut. Inzwischen ist er sogar Gruppenleiter und hätte genug Geld, um sich eine Wohnung zum "vollen" Preis zu leisten. Stattdessen bekommt er bei meinen Eltern einen Mieterlass von über 50 Prozent. Noch dazu hat er unsere Esszimmerstühle für lau bekommen und hat meinen Eltern im Gegenzug sein altes Bett verkauft. Außerdem holen meine Eltern jeden Samstag für die beiden Brötchen und bezahlen sie natürlich auch.


Ich habe im Gegensatz dazu mein Abitur gemacht, dann eine Ausbildung begonnen und bin aktuell noch im Studium. Im Sommer will ich außerdem heiraten und weiß nicht, wovon ich das alles bezahlen soll. Wenn ich mit meinen Eltern dann darüber rede, dass wir uns nach Wohnungen umschauen, wir uns aber keine davon leisten können, bekomme ich nur zu hören, dass ich entweder meine Ansprüche runterschrauben oder eben aufs Dorf ziehen muss. Als Student müsse man eben kleinere Brötchen backen. Und wenn meine Mutter mal den ganzen Tag arbeiten muss, soll ich mir in der Kantine etwas holen - bekomme aber keinen Cent beigesteuert. Ich meine, ich kann mir das natürlich auch selbst kaufen, aber meine Eltern kommen einfach nicht auf die Idee uns gleichzubehandeln. Wenn wir Holz machen, darf ich natürlich auch schön helfen, während mein Bruder den Samstagmorgen einfach verschläft und sich im Winter trotzdem an unserem Holz vergreift. Er und seine Freundin dürfen aber auch jederzeit bei uns mitessen, ohne eine Gegenleistung zu erbringen, während meine Eltern mein Kindergeld behalten und zusätzlich noch Kostgeld verlangen.


Meine Verlobte bekommt das natürlich alles mit und hat schon gar keine Lust mehr, zu uns zu kommen, was ich vollkommen verstehen kann. Wenn meine Mutter dann fragt, muss ich immer lügen und sagen sie hätte keine Zeit. Es ärgert mich einfach maßlos, dass wir so ungerecht behandelt werden. Ich liebe meine Eltern sehr, aber ich habe manchmal eine Abneigung gegen sie, dass ich mir wünsche, dass es endlich Sommer ist und ich mit meiner Frau in unserer eigenen Wohnung wohne. Wie wir das gelöst haben? Meine Schwiegereltern in spe haben eine Eigentumswohnung gekauft, in die wir vorerst ziehen dürfen. Wenn wir dann mit dem Studium fertig sind, und die Schwester meiner Verlobten alt genug ist, bekommt sie die Wohnung und wir suchen uns etwas Eigenes. Ihre Eltern schauen nämlich darauf, dass alle Kinder gleichbehandelt werden!

Beichthaus.com Beichte #00032828 vom 06.03.2014 um 12:26:35 Uhr (16 Kommentare).

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Das Regime des Heizungsnazis

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Engherzigkeit Geiz Verschwendung

Ich (m/28) möchte beichten. Ich bin in einem kalten Elternhaus aufgewachsen. Nicht gefühlsmäßig, aber was die Raumtemperatur angeht. Es fing alles damit an, dass sich meine Eltern den Traum von den eigenen 4 Wänden erfüllt haben. An der Wohnfläche wurde nicht gespart, dafür aber kräftig an der Heizung. Anfangs natürlich, weil ein großer Schuldenberg auf dem Haus lag. Mein Vater, von mir liebevoll Heizungsnazi genannt, verschoss sich aber irgendwann so dermaßen auf die Heizkostenabrechnung, dass bei uns auch ohne Schulden permanent Kälte herrschte. Und ich rede dabei nicht davon, dass ich nicht im Winter mit kurzen Hosen durchs Haus rennen konnte, sondern das bei uns schlichtweg immer kalt war. Freunde sind nur sehr ungern zu mir gekommen und haben mir auch offen gesagt, dass es ihnen bei mir zu kalt ist. Es gab keinen Winter, in dem ich nicht vier bis fünf Mal Halsschmerzen hatte und sobald das Thermometer im Februar/März an einem sonnigen Tag in der Mittagszeit mal auf 10 Grad kletterte, war die Heizung bis zum nächsten November oder Schneefall aus. Da interessierte es auch nicht, dass die nächsten Wochen wieder Frost und Minusgrade angesagt waren. Vor einigen Jahren kam im TV ein Heizungsexperiment, bei dem eine Familie mehrere Tage lang bei niedriger Raumtemperatur leben sollte. Bereits bei 20 Grad war das Stöhnen groß, als es dann auf die 18 Grad ging, hat die Familie nach 1 Tag abgebrochen. Um das Ganze zu veranschaulichen, bei uns herrschte gerade mal im Wohn- und Schlafzimmer 17/18 Grad, die restlichen Räume waren irgendwo bei 15/16 Grad. Für ein paar Tage vielleicht Okay, aber nicht wenn man über Jahre in solchen Verhältnissen lebt. Meine Beichte? Seit ich ausgezogen bin, herrschen bei mir permanent 24 Grad und kurze Hose. Vielleicht kommt es mir nur so vor aber ich finde mein Heizungsverhalten ziemlich dekadent, schließlich könnte ich auch problemlos mit einer Jogginghose durchs Haus laufen. Ich habe jedoch seit meiner Kindheit davon geträumt morgens ins Bad laufen und mich anziehen zu können, ohne dabei jämmerlich zu frieren.

Beichthaus.com Beichte #00032815 vom 03.03.2014 um 23:40:55 Uhr (20 Kommentare).

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Exhibitionist in Italien

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Peinlichkeit Dummheit Schamlosigkeit Urlaub

Ich (m/26) habe vor drei Jahren mit meiner damaligen Freundin zwei Wochen in Italien verbracht. Da wir keinen Zeitdruck und genügend Reisegeld hatten, machten wir auch gerne Umwege durch kleinere Dörfer, um möglichst viele Eindrücke zu gewinnen. Unsere dritte Nacht im fremden Land verbrachten wir in einem Dorf, das in der Nähe von Milano lag. Es war diese Nacht, die ich meinen Lebtag nicht mehr vergessen werde. Wir kamen am frühen Abend an und fragten uns zu einer kleineren Herberge durch, die in der roten Abendsonne wirklich einen romantischen Anblick abgab. Angekommen an der kleinen Rezeption, händigte uns eine junge Dame, die scheinbar zur Familie des Wirts gehörte, unseren Schlüssel aus. Die Koffer ließen wir im Auto, da wir ja eh am nächsten Morgen abreisen würden und wir das ganze Zeugs nicht in den zweiten Stock tragen wollten. Also schnell das Zimmer gefunden, Tür zu und ab auf das Bett. Wie wir so dort lagen und den Sonnenuntergang im Fenster betrachteten, waren die romantischen Gefühle doch stärker als die aufkommende Müdigkeit. Schnell waren die ersten Küsse ausgetauscht und Kleidungsstücke abgelegt.

Für die nächste Stunde hatte ich den wohl schönsten und aufregendsten Sex, den ich je mit einer Frau erleben durfte, welcher natürlich auch zu einem kraftvollen Höhepunkt führte, der jedoch hastig in die Luft umgeleitet wurde, da die Kondome natürlich auch in meinem Koffer lagerten. Nach einer kurzen Verschnaufpause wollte ich erneut zum Auto und ein paar Kleinigkeiten holen, wobei ich bemerkte, dass meine Ladung nicht nur meine abgelegte Hose, sondern auch den dunklen Teppichboden versaut hatte. Ohne lange zu überlegen, was ich besser mal getan hätte, verließ ich noch halbnackt unser Zimmer und rannte zu einem Reinigungswagen, den ich zuvor auf dem Flur gesehen hatte. Noch während ich mich an Tüchern und Reinigungsmitteln bediente, hörte ich plötzlich Schritte und dann einen lauten Schrei. Ich drehte mich um und alle meine Befürchtungen bewahrheiteten sich. Vor mir stand die junge Dame von der Rezeption und starrte mich geschockt an, bevor sie ein ebenso lautes "Papa!" von sich gab. Das war mein Codewort.

Wie von der Tarantel gestochen ließ ich augenblicklich alles fallen, rannte zurück in unser Zimmer und erklärte meiner Freundin hastig, sie solle sich sofort anziehen und keine Fragen stellen. Noch bevor sie vollständig bekleidet war, hörte ich schon auf dem Flur italienische Flüche anrollen und zerrte meine Freundin, allen Widersprüchen zum Trotz, aus dem Zimmer und die Treppe hinunter, der schimpfende Gastwirt immer hinterher. Halbnackt rannten wir also beide, unsere Kleider unter den Armen, über den kleinen Vorhof und brausten mit dem Auto davon, ohne für das Zimmer oder die Reinigung meiner Hinterlassenschaften bezahlt zu haben. Um Absolution bitte ich, weil ich diese Beichte mit einem Lächeln auf den Lippen schreiben musste, da dieser Abend in Italien so viele Erinnerungen brachte, von denen ich keine missen möchte.

Beichthaus.com Beichte #00032793 vom 28.02.2014 um 04:45:18 Uhr (11 Kommentare).

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Hentais in der Manga-Abteilung

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Peinlichkeit Schamlosigkeit

Ich (m/20) wollte meinem ehemaligen besten Freund damals zum 18. Geburtstag ein besonderes Geschenk machen. Ich lese und sammle ziemlich gerne Mangas. Und ich konnte schließlich einen Freund dazu bewegen, mit mir in die Manga-Abteilung zu kommen. Leider ist dieser davon überzeugt, dass Mangas nur perverse Sachen beinhalten. Also habe ich zu ihm gesagt, dass er irgendeinen Manga aus dem Regal holen und auf irgendeiner Seite aufschlagen soll, es wird bestimmt nichts Perverses abgebildet sein. Dies tat er dann auch und dummerweise holte er sich einen Yaoi-Hentai (Schwulen-Hentai) aus dem Regal. Auf der Seite waren dann zwei Liebende abgebildet, gegen eine Badezimmerwand gepresst und der eine hatte jeweils den Finger des anderen im Arsch. Die Manga-Abteilung war übrigens genau neben der Kinderabteilung, kleine Kinder hatten also ohne Probleme Zugriff auf solche Werke. Nachdem wir uns dann schlapp gelacht hatten, waren wir überzeugt davon, dass es das perfekte Geschenk für den besagten Freund war. Ich ging damit schließlich zur Kasse und musste einen vielsagenden, extrem peinlichen Blick des Kassierers ertragen. Ein paar Wochen später habe ich erfahren, wie die Eltern des beschenkten Kumpels sein Geschenk bei ihm im Zimmer gefunden haben und dass er ein extrem peinliches Gespräch mit diesen führen musste.

Beichthaus.com Beichte #00032790 vom 27.02.2014 um 08:56:27 Uhr (10 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Kiffer im Pumakäfig

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Feigheit Lügen Verzweiflung Dating

Ich (w) war letzten Sommer mit einem Typen verabredet, auf den ich wirklich sehr stand. Es war so ausgemacht, dass ich zu ihm in seine Wohnung komme und wir dann in die Stadt gehen. Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, war, dass er wirklich mit Abstand der verplanteste, chaotischste und unorganisierteste Mensch war, den ich bis dato kennengelernt hatte! Ich machte mich also frisch geduscht und schön gestylt auf den Weg zu ihm - und fand dort das reine Grauen vor. Er empfing mich, freundlich und offen, gleich mit Umarmung, jedoch in dreckigem, zerknitterten T-Shirt, Jogginghose, barfuß, und mit furchtbaren Augenringen. Ich folgte ihm wie in Trance weiter in seine Wohnung und nach einem tiefen Atemzug wusste ich nicht, welcher der Gerüche mir mehr zu schaffen machte: der seiner verschwitzten, unrasierten Achseln, der der herumliegenden Essensreste diverser Burgerketten oder des vollen, vor sich hinmüffelnden Katzenklos. Seine Wohnung war im Obergeschoss und draußen herrschten Temperaturen jenseits der 30 Grad, somit übertreibe ich wirklich nicht, wenn ich schreibe, dass es stank wie im Pumakäfig!


Ich weiß gar nicht mehr, warum ich nicht sofort abgehauen bin, aber ich war zu dem Zeitpunkt einfach viel zu vernarrt in diesen Kerl. Deshalb folgte ich ihm auch ins Wohnzimmer und sah, dass da noch ein Typ auf dem Sofa saß. Wohl ein Freund von ihm, der öfters bei ihm chillen würde. Der Fernseher lief, und somit waren die beiden Jungs vollkommen abgelenkt. Von mir oder unserem Date war gar keine Rede mehr. Ich saß da und wurde eigentlich gar nicht mehr beachtet. Ich wollte einfach nur noch weg, als es an seiner Tür klingelte und drei weitere Kumpels das Wohnzimmer betraten - mit Bier und Burgern im Gepäck. Sie setzten sich wie selbstverständlich und würdigten mich ebenfalls keines Blickes.
Einer fragte meinen Schwarm dann, ob er etwas da habe, und dieser öffnete eine Schublade und holte eins von zahlreichen kleinen Päckchen mit Gras raus. Während sie sich Joints bauten und mein Schwarm es sogar vor meinen Augen an einen seiner Kumpels weiterverkaufte, saß ich total perplex da und konnte meinen Augen nicht trauen. Ich wollte nur noch weg, aber da ich leider ein lieber Mensch bin, der schlecht Kritik äußern kann und Angst hat, Menschen zu verletzen, traute ich mich nicht, einfach aufzustehen und zu gehen, geschweige denn diesem Typen alles an den Kopf zu knallen, wie ich es hier mache. Was ich beichten möchte? Ich habe dann auf den ältesten, miesesten und unehrlichsten Trick zurückgegriffen, um einem Horrordate zu entkommen.


Die Jungs waren gerade munter beim Kiffen und ich schrieb meiner besten Freundin per SMS, dass sie mich anrufen und unter irgendeinem Vorwand da rausholen soll. Das hat sie als gute Freundin natürlich auch getan, ich habe natürlich schnell den Lautsprecher meines Handys laut gestellt, sodass jeder gut verstehen konnte, als sie sagte, dass mein Mitbewohner ohnmächtig zusammengebrochen wäre und ich ihn sofort ins Krankenhaus bringen müsste. Ich habe sofort Panik geheuchelt, musste auch nicht mehr viel erklären und konnte so schnell verschwinden. Es tut mir leid, dass ich die Gesundheit meines Mitbewohners als Lüge benutzt und meinen Schwarm so dreist angelogen habe. Aber ich wusste mir nicht anders zu helfen, das war mit Abstand das schlimmste Date meines Lebens!

Beichthaus.com Beichte #00032781 vom 25.02.2014 um 23:48:34 Uhr (24 Kommentare).

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