Multikulti in Deutschland

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Vorurteile Engherzigkeit Gesellschaft

Multikulti in Deutschland
Ich wohne in einer Großstadt und arbeite in einer Kanzlei. Wir haben eine relativ flache Hierarchie und verstehen uns recht gut untereinander. Das Team ist ziemlich multikulti. Von der türkischen Mitarbeiterin bis hin zum kroatischen Mitarbeiter ist so einiges dabei. Es sind sehr nette Kollegen und ich habe auch schon Freundschaften knüpfen können. Nun zu meiner Beichte: Ich hasse es förmlich, wie Multikulti Deutschland überrennt. Es ist der absolute Wahnsinn. Als ich in dieser Stadt, in meinem Kiez, aufgewachsen bin, war alles noch angenehm. Auf 20 Deutsche kamen gefühlte 2-5 Ausländer. Mittlerweile fühlt man sich als Deutscher allerdings in der Minderheit. Die Straßen und die Gebäude versiffen. Geht man durch bestimmte Bezirke mit hohem Ausländeranteil, kann man sich anschauen, wie heruntergekommen alles ist. Die Läden sind alle verbarrikadiert, da es eine hohe Kriminalitätsrate gibt. Ich kann nicht verstehen, wie man so blind sein kann, und trotzdem ständig schreit "Refugees Welcome". Bei meiner Arbeitsstelle gibt es ein Gesundheitszentrum, zu dem viele Ausländer müssen. Man muss sich nur mal anschauen, was da alles rein und raus geht, da kriegt man das blanke Kotzen.

Als Konsequenz dieses Multikulti-Wahns werde ich bei der nächsten Wahl für die AFD stimmen. Ich kann einfach nicht mehr zulassen, dass dieses Land so vor die Hunde geht. Ich kann noch einiges aus dem Nähkästchen plaudern. Glaubt mir, es ist kein Spaß als deutsche Kartoffel an einer Schule zu sein, die einen Anteil von 90 Prozent "Deutsche mit Migrationshintergrund" hat. Und dabei war es nur die Grundschule. Auch wenn ich liebe Menschen aus anderen Kulturkreisen kennen und mögen gelernt habe, möchte ich irgendwie verhindern, dass weiter der Asylanten-/Flüchtlingsschlamassel vorangetrieben wird. Die guten Leute überwiegen leider nicht die schlechten Leute. Daher bitte ich um Absolution, da sich anscheinend ein kleiner brauner Teufel in mir versteckt.

Beichthaus.com Beichte #00036070 vom 01.07.2015 um 22:10:38 Uhr (40 Kommentare).

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Ich habe die Liebe meines Lebens verloren

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Verzweiflung Selbstsucht Dummheit Partnerschaft Neckarsteinach

In der Schule war ich (m) ein kleiner Nerd, und ein besonderer Naturwissenschaftsfan. Warum das wichtig ist? Als Experiment hatte ich einmal eine angelaufene Kupfermünze wieder glänzen lassen, und in meiner jugendlichen Unschuld bildete ich mir ein, ich könne meinen Schwarm auf diese Art und Weise beeindrucken. Da war ich in der siebten Klasse. Mein Schwarm war das beliebteste Mädchen der Stufe, nennen wir sie Tina. Und natürlich hatte ich, als unbeliebter Streber, keine Chance bei ihr, ich war einfach nicht cool genug. An der von mir mitgebrachten Münze hatte Tina natürlich auch keinerlei Interesse, sie gab sie mir achselzuckend zurück und ich musste das Klassenzimmer erst einmal verlassen, um mich zu sammeln. Ich wollte den Rest meiner Pause also allein in einem der Zimmer verbringen, und saß eine Weile herum, als ein Mädchen aus der Parallelklasse hereinkam. Sie hatte gehört, was passiert war, und sie tröstete mich. Es war Marie. Marie war, genau wie ich, eher unbeliebt und ein bisschen mollig, aber sie war sehr freundlich und lieb.


Ich schenkte ihr, anstelle Tinas, die Münze und wir freundeten uns an. Unsere Freundschaft hatte eine lange Zeit über Bestand, bis wir in der elften Klasse zusammenkamen. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon eine Weile in sie verliebt und wirklich überglücklich. Als wir beide studierten und kurz davor waren, zusammenzuziehen, kam in der Uni Tina auf mich zu. Sie wollte gerne Nachhilfe haben, und da ich nie nachtragend war und sie mir auch nicht wirklich etwas getan hatte, sagte ich zu. Wir trafen uns eine lange Zeit immer zwei Mal die Woche, bis sie mir schließlich gestand, dass sie sich in mich verliebt hätte. Jetzt kommt das, was ich beichten möchte: Ich war auf einmal wie geblendet. Ich war mir urplötzlich sicher, dass ich nur mit Tina wirklich glücklich sein könnte und dass wir wie füreinander geschaffen waren. Das hatte ich schon in der siebten Klasse gewusst, richtig?


Ich trennte mich von Marie. Tina und ich wurden ein Paar, unsere Beziehung war okay, aber wirklich viel zu sagen hatten wir uns nicht. Ich wäre gerne mit Marie befreundet geblieben, aber das wollte sie nicht. Als ich erkannte, dass ich einen riesigen Fehler gemacht hatte, war es zu spät. Ich bat sie, mich zurückzunehmen, ich flehte sie an, aber sie wollte mich nicht mehr. Am nächsten Tag lag ein Päckchen vor der Tür, mit einem Abschiedsbrief und einer Halskette, sie hatte in der siebten Klasse ein Loch in die Münze gebohrt. Dass sie diese Kette aufhoben hatte, brach mir endgültig das Herz. Ich beichte also, dass ich ein verdammter Idiot bin, der die Liebe seines Lebens hat gehen lassen - für einen albernen Jugendtraum - und sie jeden Tag vermisst. Mittlerweile bin ich über dreißig und lebe in einer ganz anderen Stadt. Ich habe Tina geheiratet und wir haben Kinder, aber einmal im Monat schreibe ich einen Brief an Marie, in der ich mich für alles entschuldige. Diese Briefe schicke ich schon lange nicht mehr ab. Es tut mir leid, Marie, dass ich dir wehgetan habe. Es tut mir leid, Tina, dass ich dich geheiratet habe, obwohl ich dich nicht besonders liebe, denn das hast du nicht verdient. Ich bin ein verdammter Idiot, das könnt ihr alle mir sagen, aber ich sage euch, bestraft bin ich genug.

Beichthaus.com Beichte #00036054 vom 30.06.2015 um 20:09:23 Uhr in 69239 Neckarsteinach (Hauptstraße) (20 Kommentare).

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Die schlimmste Lüge meiner Kindheit

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Falschheit Lügen Kinder

Ich (w/30) habe ein absolut ekelhaftes Verbrechen begangen, für das ich mich noch heute abgrundtief schäme. Im Alter von neun Jahren habe ich eine Vergewaltigung erfunden. Ich war alleine zu Hause, für ein paar Stunden am Abend, freute mich über die Freiheit und erkundete die Fernsehkanäle. Beim Pornokanal blieb ich stehen - ich wollte wissen, was die da machen. Es ist mir nicht gut bekommen. Meine Fantasie spielte verrückt. Der Vater eines mit mir gut befreundeten Zwillingspaars war das Opfer meiner Fantasie. Schnell wurde klar, dass ich gelogen hatte. Für die Familie war die Angelegenheit trotzdem furchtbar, denn irgendwas bleibt immer hängen. Sie zogen ganz schnell weg. Ich kam in die Kinder- und Jugendpsychiatrie und meine Eltern mussten sich wegen Verletzung der Aufsichtspflicht verantworten. Das Verhältnis war die nächsten Jahre völlig gestört, sie haben mir das nie verziehen. Als ich 18 war, baten sie mich, die Tür hinter mir für immer zu schließen. Ich kann sie verstehen.


Die Familie hat, das habe ich erfahren, am neuen Wohnort viel Glück erfahren. Der Vater fand schnell eine neue Arbeit und sie wurden gut aufgenommen. Das ist mein einziger Trost. Trotzdem schäme ich mich sehr und bin auch wütend auf mich selbst, denn durch meine Dummheit ging eine wirklich gute Kinderfreundschaft in die Brüche. Der ältere Bruder, damals 12, hat mich am Tag des Wegzugs der Familie mit dem Tod bedroht. Ich weiß, dass ich mit ihnen nie wieder etwas zu tun haben werde. Und ich trauere der netten Familie sehr hinterher. Es tut mir leid!

Beichthaus.com Beichte #00036053 vom 30.06.2015 um 18:01:07 Uhr (11 Kommentare).

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Falsche Auskunft bei der Deutschen Bahn

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Hass Zorn Ungerechtigkeit Bahn & Co.

Ich beichte, dass ich ein einziges Mal in meinem Leben einer Person so richtig die Pest an den Hals gewünscht habe. Und auch noch heute, einige Jahre später, spüre ich, wenn ich an die Frau denke - das ist allerdings sehr selten der Fall, eigentlich nur dann, wenn […]
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Beichthaus.com Beichte #00036048 vom 29.06.2015 um 22:47:29 Uhr (6 Kommentare).

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Das Karma und die Mobber

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Engherzigkeit Rache Overath

Ich (m/32) stamme aus sehr einfachen Verhältnissen. Mein Vater war Gelegenheitsarbeiter, wir lebten in einer sehr kleinen Wohnung zu sechst, doch ich hatte ein großes Ziel: Irgendwann rauskommen aus dieser Spirale, aus diesen beengten Verhältnissen und diesem Ghetto. Schon in der Grundschule war das für mich klar, und so schaffte ich nach der vierten Klasse den Übertritt aufs Gymnasium. Dummerweise gab es in der Nähe unserer Siedlung kein Gymnasium, und so musste ich auf eine Schule, die in einem sehr gehobenen Wohnviertel lag, und die meisten meiner Mitschüler kamen aus ebensolchen Familien. Natürlich war schnell bekannt, dass ich aus ärmlichen Verhältnissen komme, und war ab diesem Zeitpunkt als das asoziale Dreckskind bekannt. Ich litt still, denn auf meine sachlichen Wehrversuche wurden lediglich mit Gelächter und weiterem Mobbing reagiert. Schlagen wollte ich nicht, denn mir war klar, dass ich dann endgültig als das böse, asoziale Kind abgestempelt war. Das psychische Mobbing - Gewalt war nicht dabei, aber Verbales kann genauso schlimm sein - ging die ganzen Jahre weiter, bestand nicht nur während der ersten Jahre, als man ja noch ein Kind war, sondern auch in den späteren Stufen als Jugendlicher. Und ich hatte denen ja nichts getan. Es war nicht jeder aktiv beteiligt, aber die Mitläufer lachten zumindest mit und das verurteile ich genauso. Ich überstand die Schulzeit, konzentrierte mich auf meine Leistungen, studierte und wurde Maschinenbauingenieur. Zu den beiden großen Klassentreffen, zu denen alle eingeladen wurden, ging ich nicht hin - warum auch. Scheinheilig.


Vor zwei oder drei Jahren brannte in einem anderen Ortsteil unserer Stadt ein großes Einfamilienhaus bis auf die Grundmauern aus. Todesopfer oder Schwerverletzte gab es zum Glück nicht, aber das junge kinderlose Ehepaar, beide im gleichen Alter wie ich und meine Frau, stand vor dem Nichts. Es war quasi nichts übrig. Ich fand das furchtbar, doch dann las ich in der Zeitung den Namen der Familie: XY. Moment einmal, den Namen kennst du doch, dachte ich, denn der Name ist recht selten. Ich fand heraus, dass es sich tatsächlich um meinen ehemaligen Klassenkameraden vom Gymnasium und einen der aktivsten Mobber, handelte. Ich erfuhr außerdem, dass die Guten nicht ordentlich versichert waren. Und das Haus war noch längst nicht abbezahlt, sie hatten es wohl während des Studiums fast ohne Eigenkapital gekauft. Ich beichte, dass ich an diesem Tag mit einem zufriedenen Grinsen ins Bett gegangen bin. Meine Frau hat den Leuten etwas gespendet, ich wäre im Traum nicht auf die Idee gekommen. Ich bin kein Mensch, der an Rache denkt. Aber als dann ohne mein Zutun etwas geschah, spürte ich doch innere Zufriedenheit. Wären Kinder mit im Spiel gewesen, wäre das nicht so gewesen, das weiß ich. Ich bitte trotzdem um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00036035 vom 28.06.2015 um 20:18:58 Uhr in Overath (15 Kommentare).

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