Der unqualifizierte Bürgermeister

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Rache Engherzigkeit Arbeit Nauwalde

Ich (w) habe es unserem Bürgermeister so richtig heimgezahlt. Als ich fast 15 Jahre alt war, war ich schon einmal bei diesem Bürgermeister und seiner rechten Hand im Vorstellungsgespräch für den Ausbildungsberuf der Verwaltungsfachangestellten. Damals ging ich auf eine Realschule und war in der neunten Klasse mit einem Durchschnitt von 1,80. Das war mein erstes Vorstellungsgespräch und er wusste um meine Nervosität, aber nach drei Minuten sagte er: "Frau Müller, es gibt wesentlich höher qualifiziertere Bewerber als Sie." Danach war ich völlig fertig und eingeschüchtert. Klar, dass es nichts mit dem Ausbildungsplatz wurde. Vor kurzer Zeit war jedoch wieder die gleiche Stelle ausgeschrieben und ich bewarb mich wieder, jetzt mit meinem Abschlusszeugnis von 1,24. Ich musste meinen Ausweis erneuern und der Azubi übernahm dies, ich fragte ihn, was er für einen Schulabschluss hatte, um diesen Beruf ergreifen zu können. Er antwortete, dass er einen Realschulabschluss habe. Ich fragte auch nach seinem Durchschnitt von damals und er sagte zu mir: "2,56." Dann erklärte er mir mit freundlichem Grinsen, dass sein Vater ihn hineingebracht hatte. Ich konnte dem Kerl nicht böse sein, warum auch? Ich würde auch Vitamin B nutzen, wenn ich es hätte. Mich ärgerte es mehr, was der Bürgermeister zu mir gesagt hatte und dass mein Vorstellungsgespräch nur Schein war.


Ich wurde dann zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen und saß wieder in diesem Raum. Die gleichen Personen kamen herein und setzte sich. Was die beiden nicht wussten? Ich habe schon bei einem super Unternehmen unterschrieben, ich hatte dort auch einen Monat lang ein Praktikum und sie nahmen mich sofort. Alle sind lieb, freundlich und aufgeschlossen, ich habe 29 Tage Urlaub und verdiene 640 Euro netto. Es ging los mit einem bisschen Small Talk, und ob ich wüsste, wer die Bundeskanzlerin ist und so weiter. Dann kam wieder der Satz: "Frau Müller, es gibt wesentlich höhere qualifizierte Bewerber als Sie." Dann stand ich ganz gelassen auf, zog meine Jacke an, nahm meine Tasche und sagte: "Wissen Sie Herr A. - es gibt wesentlich höher qualifiziertere Bürgermeister als Sie. Ich ziehe meine Bewerbung hiermit zurück. Brauchen Sie das noch schriftlich?" Er war total verdattert: "Äh - ja?" Und ich zog aus meiner Tasche eine Mappe mit einem Schreiben über den Rückzug meiner Bewerbung, mit Unterschrift und allem Drum und Dran und überreichte sie ihm. Und so verließ ich den Raum und sah ihn nie wieder. Ich bitte um Absolution, da ich es nicht einfach ruhen lassen konnte und weil ich mich so in die Sache reingesteigert habe. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00034486 vom 03.12.2014 um 18:11:53 Uhr in 01609 Nauwalde (Mühlweg) (22 Kommentare).

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Männer in der Friendzone

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Hochmut Stolz Vorurteile Lügen

Neulich war ich (w) feiern und ein Typ hat mich angesprochen. Wenn das passiert, sage ich immer, dass ich lesbisch wäre oder einen Freund habe, anstatt einfach die Wahrheit zu sagen. Man weiß nie, wen man da trifft - und wie wütend die Person reagiert. Ich habe viele männliche Freunde, und wenn sich einer mal in mich verliebt, sage ich, dass ich nicht das Gleiche fühle und nicht mehr mit ihm befreundet sein will. Mich nervt es einfach, dass so viele Männer immer wütend werden, wenn man sie abserviert. Und ehe ich die Böse bin, die ihn in die Friendzone schiebt, bin ich lieber die Eiskalte, die wenigstens nicht das Recht abgesprochen bekommt, "Nein" zu sagen! Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00034479 vom 02.12.2014 um 20:26:45 Uhr (17 Kommentare).

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“35.000

“Beichte

Streiche am Arbeitsplatz

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Rache Zorn Engherzigkeit Arbeit Kollegen

Ich (m/21) möchte beichten, dass ich meine Kollegen gegeneinander ausspiele und die ohnehin schon schlechte Stimmung weiter in den Keller bringe. Meine Kollegen sind mir gegenüber leider nicht ganz fair gewesen, ich verlasse in einem Monat das sinkende Schiff, wollte es mir aber nicht nehmen lassen, meine Rachegelüste zu befriedigen. Wir haben knapp über ein Jahr zusammengearbeitet, wobei man auch einiges über seine Kollegen erfährt. Eine Kollegin hat tiefe Abneigungen gegen Kunst aller Art, während meine andere Kollegin einen Hundertwasser zu Hause hat. Also habe ich kurzerhand einen Hundertwasser-Kalender besorgt und ihn meiner Kollegin zukommen lassen. Sie hat diesen auch ganz stolz aufgehängt, während die andere schon in Stellung ging, um sich wieder darüber aufzuregen. Der Streit endete in einem Schweigen das mittlerweile eine Woche andauert. Ich schließe außerdem mit einer Münze die Toiletten zu, sodass niemand rein kann und habe Salz und Zucker in der Küche ausgetauscht. Ich habe auch den Kopierer standardmäßig auf 100 Blatt bei einer Verkleinerung von 10 Prozent eingestellt.


Mein Chef ist Dortmund-Fan, ihm habe ich die Tabelle 18-mal auf seinen eigenen, im Büro stehenden Drucker in A3 ausgedruckt, den Druckbefehl allerdings habe ich von dem PC meines Kollegen getätigt, der bekennender Schalke-Fan ist. Langsam ahnen allerdings alle, dass ich etwas damit zu tun habe und das ist auch gut so. An meinem letzten Tag werde ich Forellen in die Spülkästen der Toiletten und in dem aufgestockten Boden deponieren. Leidtut mir nur ein Kollege, der mir nichts getan hat, aber dennoch der Leidtragende ist und weiterhin in dem genervten, egoistischen Haufen arbeiten muss. Und die Forellen, die ich lieber essen würde. Falls jemand Alternativen hat, die genauso stinken und nicht aus Lebensmitteln bestehen: Bitter her damit.

Beichthaus.com Beichte #00034473 vom 02.12.2014 um 14:06:07 Uhr (9 Kommentare).

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Eine Frage der Gleichberechtigung

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Ungerechtigkeit Vorurteile Engherzigkeit Hochmut

Ich beichte hiermit, dass ich absichtlich keine Frauen einstelle. Sie können noch so talentiert, gebildet und hochbegabt sein, von mir gibt es eine Absage. Ich bin im Gespräch noch extra nett, mache ihnen Hoffnungen und verpasse ihnen dann die Absage! Ich weiß, ich bin nicht besonders nett. Allerdings bin ich nicht der einzige Mann, der so ist. Mir geht es einfach auf den Sack, dass auf einmal so viele Frauen erfolgreich sein wollen. Ich meine, ich will sie nicht unterdrücken wie früher, aber gleichbehandeln will ich sie auch nicht. Nur neulich war da eine Rollstuhlfahrerin, die mir im Nachhinein leidtat, weil sie eigentlich perfekt für die Stelle wäre. Und Rollstuhlfahrer sollten meiner Meinung nach nicht diskriminiert werden.

Beichthaus.com Beichte #00034470 vom 01.12.2014 um 19:04:10 Uhr (25 Kommentare).

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“Beichte

Kundenservice bei Telekommunikationsanbietern

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Hass Zorn Telefon

Ich muss beichten, denn ich hasse die Verkäufer eines großen Telekommunikations-Anbieters mit rot-weißen Farben. Ich bin kein Freund von Konto-Einzugsermächtigungen, deswegen gehe ich meine Rechnungen monatlich im Geschäft bezahlen. Jedoch habe ich jetzt meinen Vertrag gekündigt, weil ich zu einem Discountanbieter gehe, der auf "-Talk" endet, weil hier monatlich kündbare Karten zum Aufladen erworben werden können. Ich möchte einfach keine Vertragsbindung mehr. Ich war also die letzten zwei Monate im Geschäft in der Innenstadt, um die Rechnung zu bezahlen. Kurz nachdem ich im Laden war, wurde die junge Aushilfe von einem schmierigen Kollegen abgelöst, der auf penetranteste Art versuchte, mir einen neuen Vertrag aufs Ohr zu drücken. Ich wollte wirklich nur die Rechnung bezahlen, jedoch wurde nicht aufgehört, mir die Vorteile von diesem Anbieter anzupreisen und die anderen Netze schlecht zu machen. Auch auf mein energisches "Nein!" wurde nur mit weiteren überteuerten Angeboten geworben. Die Verkäufer müssen wirklich denken, man ist der letzte Idiot und wüsste nicht, was die anderen Anbieter kosten.
Ich gestehe hier, dass ich die routinierte und schmierige Art des Verkäufers verabscheue und dies ein mehr als schlechter Kundenservice für mich ist. Ich bin froh, dass ich bald da raus bin.

Beichthaus.com Beichte #00034461 vom 01.12.2014 um 11:28:07 Uhr (10 Kommentare).

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