Das vorgetäuschte Studium

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Lügen Falschheit Feigheit Verschwendung Studentenleben Speyer

Ich beichte, dass ich vier Jahre lang zu Hause gesessen und vorgetäuscht habe, dass ich zur Uni gehe und alle meine Klausuren bestens bestanden habe. Ich belüge meine Eltern und den Rest der Familie. Schlimm genug, dass meine Eltern mein eigentliches Studium bezahlen, zu welchem ich nicht mal mehr erscheine. Aber nach den ersten zwei Wochen habe ich panische Angst vorm Versagen bekommen und habe mich deshalb zurückgezogen. Jetzt habe ich endlich aus diesem Teufelskreis ausbrechen können und habe meinen Eltern gebeichtet, dass ich das Studium nicht mehr packe - aus lernstoff-technischen Gründen. Meine Eltern haben zu mir gehalten, waren jedoch ziemlich sauer, was ich ihnen nicht verübeln kann.

Ich schrieb zusammen mit meinem Vater nun Bewerbungen an diverse Firmen, um eine Ausbildung zu beginnen. Leider wollte eine Firma einen Leistungsnachweis haben, welchen ich nicht vorbringen kann. Nun stehe ich wieder vor dem Punkt, an dem ich meine Eltern belügen könnte - oder ihnen einfach die Wahrheit erzähle. Ich habe zwar seit drei Jahren einen Mini-Job, welcher jedoch nicht im Geringsten meine Lügen aufwiegt. Hiermit möchte ich beichten, dass ich alle Menschen in meinem Umfeld enttäuscht habe und mich bis auf meinen Kern dafür verabscheue, so ein schrecklicher Mensch zu sein. Ich bin egoistisch und verdiene die Liebe und Zuneigung meiner Eltern nicht. Ich bereue alles so sehr. Danke fürs Lesen, aber ich weiß, dass ich keine Absolution verdient habe.

Beichthaus.com Beichte #00034029 vom 28.09.2014 um 23:55:21 Uhr in Speyer (8 Kommentare).

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Die Sechs in der Mathearbeit

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Falschheit Vandalismus Lügen Kinder Schule Bedburg

In der Grundschule war ich mit einem Mädchen namens Svenja befreundet. In der dritten Klasse haben wir eine Mathearbeit zurückbekommen, in der sie mit einer Sechs die Klassenschlechteste war. Dafür wurde sie von den anderen ausgelacht und gehänselt. Da ich ja mit ihr befreundet war, habe ich sie getröstet. Doch nun der Grund für meine Beichte: Aus irgendeinem Grund wollte ich mich auch über sie lustig machen. Aber so, dass sie es nicht mitbekommt. Also habe ich mir vor Unterrichtsbeginn ein Stück rote Kreide vom Lehrerpult genommen und während des Unterrichts gefragt, ob ich kurz auf die Toilette dürfte. Ich durfte, aber anstatt auf die Toilette zu gehen, habe ich mit der Kreide "Svenja hat eine 6" an die Schulwand geschrieben. Gesehen wurde ich dabei von niemandem. In der Pause wurde sie deswegen noch mehr ausgelacht und gehänselt, sodass sie schließlich angefangen hat zu weinen. Ich habe sie natürlich wieder getröstet und habe ihr versprochen, denjenigen zu verprügeln, der das gemacht hat, sollte ich ihn denn finden. Das Ganze ist nun schon zehn Jahre her und ich schäme mich immer noch sehr dafür. Es tut mir wirklich leid Svenja.

Beichthaus.com Beichte #00034023 vom 27.09.2014 um 21:41:57 Uhr in 50181 Bedburg (Kölner Straße) (4 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die Tänzerin und Mr. Superwichtig

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Falschheit Lügen Selbstsucht Arbeit Last Night Hamburg

Vor vielen Jahren waren wir mal für die Einrichtung der Stromversorgung einer bekannten deutschen Techno-Band beauftragt worden. Natürlich waren wir auch am Abend der Veranstaltung vor Ort und hatten auch Backstage Zutritt, da wir wirklich in alle Bereiche kommen mussten, falls etwas ausfallen sollte. Wir hatten auch Handfunkgeräte und Headsets, damit wir uns untereinander und auch mit der Ton- und Lichtregie verständigen konnten. Kurzum sahen wir ziemlich wichtig aus, aber die wenigsten wussten, dass wir eigentlich Elektriker und nur für den Strom zuständig waren und somit eine kleine Nummer. Nichtsdestotrotz lernte ich eine Tänzerin kennen, die sich gerade zwischen zwei Auftritten erholte. Sie sprach nur englisch und erzählte mir, dass sie extra für die Tour aus Australien eingeflogen wurde und öfter mal bei Konzerten dieser Band dabei ist. Da sie ziemlich aufgeschlossen zu sein schien, wollte ich meine Karten nicht verspielen und erzählte ihr, ich sei sehr wichtig für den Ablauf der ganzen Geschichte.

Immer, wenn Funksprüche meiner Kollegen kamen, tat ich auf superwichtig, weil sie ja ohnehin nicht verstand, was gesagt wurde. Ich fragte sie, ob sie nach dem Konzert Zeit hätte, mich zu treffen. Und es kam, wie ich es gehofft hatte: Wir trafen uns nach der Show in einem stillen Winkel und vögelten uns das Hirn raus. Sie war zwar total verschwitzt, weil sie sich bei den Auftritten ziemlich verausgabt hatte und noch nicht duschen war, aber das machte die ganze Sache nur noch um so heißer. Alles in allem dauerte die Nummer fast eine Stunde und ich kann echt sagen: Wir gaben beide unser Bestes. Danach bekam ich ihre Handynummer mit einer wirklich langen Vorwahl und sie sagte, ich solle sie Morgen anrufen, weil sie noch ein paar Tage in Deutschland ist. Unsere Wege trennten sich und ich habe sie natürlich nicht angerufen. Ich habe ein Girl vögeln können, das sonst wahrscheinlich nicht einmal Notiz von mir genommen hätte, weil ich ihr erzählt habe, ich sei Mister Superwichtig. Dafür bitte ich um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00034017 vom 26.09.2014 um 10:48:56 Uhr in 22525 Hamburg (Sylvesterallee) (12 Kommentare).

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Das Waschbecken als perfekte Lösung

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Faulheit Trägheit Unreinlichkeit Falschheit Partnerschaft Elsfleth-Huntorf

Ich pinkele zu Hause immer ins Waschbecken. Meine Freundin wollte nicht, dass ich stehend ins Klo pinkele und früher habe ich mich auch brav hingesetzt. Mein Knie mag das aber nicht, da ich recht häufig pinkeln muss. Irgendwann habe ich angefangen, ins Waschbecken zu machen. Das ist perfekt. Wenn man aus kürzester Distanz pinkelt, spritzt es überhaupt nicht. Es wird auch immer regelmäßig gereinigt, sodass sich nie Urinstein oder Gerüche bilden. Das Klo ist auch immer sauber. Also eigentlich eine perfekte Lösung für alle. Diese Frau hat eh keinen Sinn für Hygiene und macht selber immer viel Dreck mit ihren Tieren. Trotzdem mache ich es heimlich und habe ein mikroskopisch kleines schlechtes Gewissen.

Beichthaus.com Beichte #00034015 vom 25.09.2014 um 17:21:08 Uhr in Elsfleth-Huntorf (10 Kommentare).

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Aufklärungsunterricht statt Bio-Lehrerin

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Falschheit Schule

Als es während meiner Schulzeit endlich zum Aufklärungsunterricht kam, durften wir anonym Fragen in einen Kasten werfen, die dann während der nächsten Biostunde beantwortet wurden. Unsere Biolehrerin war allerdings eine absolut humorlose und ungerechte Frau, die man lieber als Tierpflegerin hätte einsetzen sollen, als sie auf Schüler loszulassen. Ein anderer Lehrer, der sich immer sehr viel Zeit für die Schüler genommen hat, bot an, sich den Fragen der Jungs zu stellen und gegebenenfalls die gesamte Unterrichtsstunde dafür zu opfern. Die Klasse war eigentlich in drei oder vier größere Gruppen unterteilt, die nicht viel miteinander zu tun hatten, aber in diesem Fall arbeiteten alle Jungen zusammen. Wir stopften den Fragekasten so voll, nur damit wir unsere Biolehrerin nicht ertragen mussten. Der Lehrer stutzte zwar gelegentlich etwas, weil viele Fragen privater Natur waren (Wie war Ihr erstes Mal? etc.), hielt aber tapfer durch. Am Ende hatten wir zwar nicht wirklich etwas Neues gelernt, aber immerhin war uns eine Stunde Unterricht von Frau L. erspart geblieben.

Beichthaus.com Beichte #00034005 vom 24.09.2014 um 14:13:25 Uhr (3 Kommentare).

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