Das ignorante Pack vom Betriebsrat

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Zorn Faulheit Falschheit Selbstsucht Arbeit

Wir hatten gestern wieder eine große Betriebsversammlung. Ich finde es gut und wichtig, dass die Arbeitnehmer Mitspracherecht haben und es da klare Gesetze gibt. Ich (m/30) arbeite in Baden-Württemberg im "Büro" eines mittelständischen Metall verarbeitenden Unternehmens. Auf der Betriebsversammlung haben unser Betriebsratsvorsitzender und auch der eingeladene Vertreter der IG Metall mir wieder bewiesen, dass sie die Massen mit Stammtisch-Propaganda hörig machen. Ich bin zwar auch Arbeitnehmer, aber ich sympathisiere doch eher mit den Arbeitgebern. Diese bringen klare Argumente und nicht nur Polemik. Nichtsdestotrotz bin ich natürlich auch froh um die Errungenschaften des Tarifvertrags etc.

Ein anderes Thema ist das Verhalten eines Kollegen, der im Betriebsrat ist. Er informiert sich immer gleich, wie viel jeder Kollege verdient und legt auch oft ein Verhalten an den Tag, wie man es Beamten nachsagt: Man kann mir nichts, also mache ich nichts. Unserer Firma geht es beispielsweise gut. Wir sind auf Wachstumskurs. Unserem Konzern hingegen geht es nicht ganz so gut und es wurde für alle Teile angeordnet, dass keine Überstunden aufgebaut werden dürfen. Gerade zum Jahresende hin wird das natürlich heikel. Besagter Kollege hat vor drei Wochen noch erzählt, dass er nur noch 12 Tage dieses Jahres arbeiten kommt, da er zu viele Überstunden und Urlaub hat. Vor drei Wochen hat er noch nichts davon gesagt, dass er von diesen 12 Tagen auch noch acht Tage bei zwei verschiedenen Betriebsratsschulungen verbringen wird. Auch im Kalender meines Chefs sind diese ganz kurzfristig aufgetaucht. Ich finde das so etwas von asozial! In unserem Bereich verschwindet keine Arbeit, wenn man sie nicht macht! Wenn es dringend wird, müssen entweder die Kollegen aushelfen oder es bleibt einfach liegen. Da wir aber auch noch unterbesetzt sind, bleibt automatisch von einem selbst etwas liegen, wenn man für einen Kollegen mitarbeiten muss.

Meine Beichte? Ich rege mich über dieses falsche Pack auf, das so tut, als ob sie immer nur das Wohl der gesamten Belegschaft im Sinn hätten, aber letztendlich sind es selbstsüchtige, intrigante Wichtigtuer, die sich auf ihrem Beamtenstatus ausruhen.

Beichthaus.com Beichte #00034506 vom 05.12.2014 um 08:18:48 Uhr (10 Kommentare).

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Mein Freund benimmt sich wie ein Kind!

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Zorn Ekel Unreinlichkeit Faulheit Partnerschaft

Ich (w/20) bin am Verzweifeln. Seit etwa einem halben Jahr wohne ich gemeinsam mit meinem Freund in einer schönen Wohnung nicht weit von meinem Arbeitsplatz und seiner FH entfernt. Dass eine Wohnung auch Arbeit bedeutet, war mir schon vor dem Umzug klar, da ich zu Hause bei meinen Eltern auch eine Art Wohnung hatte, mit eigener Küche und eigenem Bad. Nach dem ersten Jahr beschloss mein Freund, das Jahr zu wiederholen, da er in einem Fach Probleme hatte. Er schrieb sich also erneut in insgesamt drei Fächern ein. Das bedeutet, dass er an drei Tagen in der Woche Vorlesungen hatte. Ist ja eigentlich nicht viel, oder? Mein Freund arbeitet außerdem noch, meist abends, um mich ein bisschen zu unterstützen. So kommt es vor, dass ich ihn bitte, vormittags doch bitte den Müll rauszutragen, abzuwaschen oder generell aufzuräumen. Aber es funktioniert einfach nicht. Ich habe schon einen so unglaublichen Hass, wir haben auch kaum noch Sex, weil ich einfach keine Lust habe, mit so jemanden zu schlafen.


Es ist ja nicht so, als ob ich nicht auch etwas mache. Bei der Arbeit geht es drunter und drüber, deshalb habe ich momentan wenig Lust, danach auch noch zu putzen. Das erledige ich am Wochenende, wo ich dann Bad und WC putze und meistens auch überall wische. Ich fühle mich manchmal so, als ob ich mit einem Kind zusammenwohne. Wenn ich heimkomme, liegt er auf der Couch und zockt oder liest, seine Kleidung liegt, wie er sie ausgezogen hat, vorm Bett, das übrig gebliebene Essen, dass wir zu Thanksgiving gemacht hatten, schimmelte ohne Witz bis gestern im Rohr. Ich hatte es total vergessen, mir ist es so was von peinlich. Gut, vielleicht übertreibe ich es auch manchmal, weil ich es schon nicht mag, wenn einfach nur Sachen auf dem Küchentisch rumliegen, aber wenn sich das schmutzige Geschirr stapelt, hört der Spaß auf.


Ach ja, und die Wohnbeihilfe, die wir noch bekommen sollten, und um die er sich kümmern wollte, bekommen wir jetzt auch nicht, weil er die Aufforderung des Amtes, die Lohnzettel zu schicken, ignoriert hat. Aber das ist ja egal, sind ja nur 150 Euro pro Monat, wer braucht die schon? Ist doch viel wichtiger, dass wir in Skyrim Drachen töten. Ich kriege so einen Hals, wenn ich nur daran denke. Ich weiß nicht, was ich noch machen soll. Ich bin ja nicht seine Mutter, ich will ihn nicht erziehen müssen. Das hätte mal besser sie übernommen. Jetzt ist er 21 und nicht bereit, einen Finger zu rühren. Aber jetzt zur eigentlichen Beichte: Ich habe jemanden kennengelernt und denke, ich werde meinen Freund verlassen. Ich habe meinen Freund nicht betrogen, weil Fremdgehen einfach gar nicht geht, aber ich weiß nicht, wie lang es so noch weitergehen kann.

Beichthaus.com Beichte #00034503 vom 04.12.2014 um 18:44:26 Uhr (44 Kommentare).

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“Folge

Ein befreiender Faustschlag

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Aggression Zorn Gewalt Rache Dorsten

Ich (w/27) bin das, was man allgemein als "Schaf" bezeichnen kann. Oder mit den Worten meines Mannes: Ich habe das Gemüt eines Golden Retriever. Ich kann eigentlich nie "Nein" sagen, was dazu führt, dass ich ständig die Drecksarbeit anderer erledige, seelischen Mülleimer […]
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Beichthaus.com Beichte #00034501 vom 04.12.2014 um 17:00:46 Uhr in 46286 Dorsten (Alte Landstraße) (40 Kommentare).

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Von Geld und Schulden

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Hass Zorn Verschwendung Studentenleben Geld

Ich möchte beichten, dass ich einen Hass auf Menschen habe, die ohne Not Schulden anhäufen. Ich habe in meinem Leben nie viel Geld gehabt. Aber egal, ob als Schüler, ob als Arbeitsloser oder als Student, ich konnte davon immer sehr gut leben. Als ich eine Zeit lang […]
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Beichthaus.com Beichte #00034493 vom 04.12.2014 um 00:58:21 Uhr (8 Kommentare).

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“Beichte

Mein Horror-Praktikum

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Zorn Engherzigkeit Kollegen Arbeit

Zwischen dem Abi und dem Studium hatte ich etwas Zeit, die ich teilweise mit einem zweimonatigen Praktikum gefüllt habe. Geld und Erfahrung wurden mir in Aussicht gestellt und demzufolge begann ich engagiert, motiviert und freundlich meine Praktikumsstelle. Das Gute daran war, so empfand ich es zumindest am Anfang, dass es ein kleiner Betrieb war, der auf alle Hände angewiesen war. Man konnte mich also nicht einfach die ganze Zeit mit Kaffeekochen abspeisen, was ich eh nicht auf Anhieb gekonnt hätte, da ich keinen Kaffee mag und deshalb nie welchen zubereitet habe. Bald habe ich aber gemerkt, dass in dem Betrieb ein ganz mieses Arbeitsklima herrschte. Jeder hatte was gegen jeden, gelacht wurde nicht einmal im Keller und ich wurde behandelt, als wäre ich geistig behindert. Die Damen im Betrieb behandelten mich wie ihren Arbeitssklaven, den sie herumkommandieren konnten wie es ihnen passte. Die Herren versuchten zwar, kumpelhaft zu wirken, aber am Ende war ich nur der Depp, der alles falsch machte. Dass das vielleicht daran lag, dass ich ohne Vorkenntnisse Aufgaben erledigen sollte wie ein voll Ausgebildeter, war anscheinend nicht naheliegend genug. Obwohl ich grundsätzlich Spaß an dem Beruf hatte, hat mir diese Stelle die Lust darauf verdorben. Anstatt kreativ nachzudenken, was in dem Beruf gefordert ist, musste ich mich immer mehr darauf konzentrieren, nicht auch in dieses Loch der depressiven Spaßbefreiung zu fallen. Nach dem ersten Monat war es so weit. Ein Teil der Belegschaft verließ den Betrieb und wurde gegen andere ausgetauscht. Es handelte sich dabei um Studenten, die zeitweise arbeiteten und studierten und sich dabei abwechselten.


Meine neue Hauptkollegin war für den Beruf gar nicht geeignet, das konnte man sofort merken. Zuerst kam sie mir nett vor, weswegen ich versuchte, ihr so gut es ging zu helfen. Aber dann wurde auch sie plötzlich patzig und arrogant zu mir. Da hatte ich genug. Den Rest des Monats hatte ich das Glück, dass der Chef viel weg war oder mich auf Dienstfahrt schickte. Ich nahm mir also das Motto: "Ich arbeite so, wie ihr mich bezahlt und behandelt", zu herzen - nämlich sehr schlecht bis gar nicht. Da ich auch viel Zeit in einem Einzelbüro verbrachte, tat ich einfach so, als würde ich arbeiten, was ich aber nicht tat. Zugegebenermaßen war das sehr schwer. Es war schwerer als die schwerste Aufgabe, einfach jeden Tag dazusitzen und acht Stunden lang nichts zu tun. Oder eben gerade noch so viel, dass es nicht auffiel. Klar schäme ich mich für mein Verhalten, aber ich sehe es einfach nicht ein, für so einen Mistbetrieb die Finger krumm zu machen. Eine letzte Genugtuung erfuhr ich, als ich wenige Tage vor meinem Praktikumsende mitbekam, wie der Betrieb langsam in Zahlungsschwierigkeiten kam. Viele der wenigen Mitarbeiter wurden gefeuert, Firmenwagen veräußert und so weiter. In den letzten Tagen sah der Chef sehr schlecht aus und war merklich geknickt. Ich konnte mich nicht darüber ärgern. Als ich mir den vereinbarten Lohn geben ließ, konnte ich bei jedem Geldschein die Schmerzen des Chefs über den Verlust spüren. Als ich das Geld dann ausgegeben habe, habe ich mich besser gefühlt, als je zuvor beim Geld ausgeben. Ach ja, falls einer auf die irrwitzige Idee kommen sollte, ich sei schuld am Scheitern des Unternehmens - vergesst es. Wer ernsthaft einen ungelernten Praktikanten beschuldigt, der nur zwei Monate da ist und von allen sehr eindringlich gesagt bekommen hat, dass seine Arbeit einfach ungenügend ist, das Unternehmen ruiniert zu haben, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.

Beichthaus.com Beichte #00034492 vom 04.12.2014 um 00:48:30 Uhr (2 Kommentare).

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