Freund oder Feind?

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Eifersucht Zorn Neid Selbstsucht Engherzigkeit

Ich muss beichten, dass meine beste Freundin gleichzeitig auch meine größte Feindin ist. Sie weiß nur nichts davon. Wir lernten uns im Kindergarten kennen und freundeten uns schnell an. Diese Freundschaft zog sich durch unsere gemeinsame Schulzeit und hält bis heute an. Und obwohl wir schon viel zusammen durchgemacht und erlebt haben, und sie wirklich ein netter Mensch ist, brodelt es seit geraumer Zeit in mir. Der Grund dafür ist, dass sie seit jeher starke Minderwertigkeitskomplexe in mir auslöst. Sie ist einfach zu perfekt. In der Schule war sie immer die Spitzenschülerin, sie hat das zweitbeste Abitur der Stufe gemacht. Trotzdem galt sie nie als Streberin, sondern war allseits beliebt, wurde auf alle Partys eingeladen und in die Schülervertretung gewählt. Daneben sang sie noch in der Schulband, denn sie hat einfach eine wunderschöne Stimme. Nach dem Abi ging ihre Erfolgsgeschichte weiter. Spitzennoten im Studium, begehrte Praktikumsplätze, Studentenvertreterin. Gleichzeitig auf allen guten Partys dabei. Daneben ist sie natürlich auch noch bildhübsch. In der Schule konnte sie sich vor Verehrern kaum retten, hatte dann auch einige Jahre einen älteren Freund, der sie vergöttert hat. Inzwischen hat sie einen Neuen, der ebenfalls ein echter Traumtyp ist. Sie kommt einfach bei jedem gut an, verströmt Charisma ohne Ende und ist einfach unglaublich nett. Ihre Familie ist ebenfalls beneidenswert. Ihre Eltern sind nicht nur wohlhabend, sondern auch supernett. Sie hatte früher ein eigenes Pferd und bekam zum 18. Geburtstag ein tolles Auto geschenkt.


Jedoch kann man ihr weder Arroganz noch Eitelkeit vorwerfen. Im Gegenteil. Sie gibt nicht mit ihrem Besitz oder Aussehen an, sondern spielt alles eher runter. Trotzdem komme ich mir im Vergleich wie eine Versagerin vor. In der Schule immer ganz in Ordnung, jedoch unauffällig. Besonders beliebt war ich nie, sie hat mich immer mitgezogen. Einen Freund hatte ich während der Schulzeit nicht und auch momentan bin ich wieder alleine. Meine Eltern sind geschieden, einen Familienurlaub konnten wir uns zuletzt leisten, als ich 12 war. Ich weiß, meine Komplexe sind mein Problem. Sie war mir immer eine gute Freundin, während ich mehr und mehr Antipathien entwickelt habe. Mittlerweile ist es schon so weit, dass ich mich beim bloßen Gedanken an sie richtig schlecht fühle. Ich merke, wie in mir der Hass auflodert. Und das gegenüber einer Person, mit der ich jahrelang durch dick und dünn gegangen bin! Eifersucht und Missgunst sind einfach zwei wirklich schlechte Gefühle, für die es eigentlich keine Entschuldigung gibt. Ich habe sogar schon darüber nachgedacht, ihre Beziehung zu sabotieren. Habe einen wirklich perfiden Plan ausgearbeitet und bin nicht mehr weit davon entfernt, diesen anzugehen. Aber so tief will ich nicht sinken. Ich habe mich daher dazu entschlossen, die Freundschaft zu beenden. Aus dem Nichts, ohne Erklärung. Denn ich weiß, dass ich es auf die Dauer nicht aushalte. Und ich will ihr auch nicht schaden, denn sie hat ja nichts verbrochen. Ich beichte also, dass ich aus Eifersucht und den daraus resultierenden Schuldgefühlen meiner ältesten Freundin die Freundschaft kündigen werde. Und ich fühle mich verdammt mies dabei.

Beichthaus.com Beichte #00034174 vom 23.10.2014 um 20:12:39 Uhr (10 Kommentare).

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Der manipulative Egoist

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Falschheit Lügen Selbstsucht Morallosigkeit

Ich (m/22) werde von den meisten Menschen für grundehrlich und nett gehalten. Menschen, die mich kennenlernen haben immer schnell das Gefühl, mir trauen zu können und das nutze ich eiskalt aus. Mir sind die Gefühle von anderen Leuten komplett egal und Ehrlichkeit verlange ich nur von anderen Menschen, während ich selbst ganz ungeniert lüge, wann immer es mir passt. Ich liebe es, wenn ich sehe, dass meine Lügen und Manipulationen funktionieren. Ich habe mir schon etliche Lektüren zum Thema Manipulation durchgelesen und setze bewusst Körperbewegungen und -reaktionen ein, um die Lüge perfekt zu machen. Hin und wieder lüge ich aber auch sehr offensichtlich, damit die Menschen in meiner Umgebung denken, ich sei ein schlechter Lügner. Ich habe bereits einige meiner Freunde, Klassenkameraden und meine Eltern bestohlen, aber niemand würde mich jemals verdächtigen. Ich beichte also, dass ich ein schlechter Mensch bin, der falscher nicht sein könnte.

Beichthaus.com Beichte #00034173 vom 23.10.2014 um 19:27:12 Uhr (8 Kommentare).

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“Folge

Mit dem iPhone im Fitnessstudio

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Engherzigkeit Hass Sport

Mit dem iPhone im Fitnessstudio
Ich (m/20) muss beichten, dass ich sehr schadenfroh bin. Gestern war ich im Fitnessstudio und es war wieder der Typ da, der andauernd an seinem dämlichen Handy hängt. Ich meine, einmal drauf gucken ist ja nicht schlimm, aber wirklich fünf Minuten trainieren und 15 […]
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Beichthaus.com Beichte #00034172 vom 23.10.2014 um 13:45:11 Uhr (12 Kommentare).

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Die Jacke von der Nazimarke

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Verschwendung Morallosigkeit Selbstsucht Begehrlichkeit

Ich beichte, dass ich mit 14 Jahren eine 250 Euro teure Jacke zu Weihnachten bekommen habe, obwohl meine Eltern das Geld dafür eigentlich nicht hatten. Meine Großeltern hatten auch noch dazugelegt. Das Schlimme an dieser Jacke war, dass sie nicht nur bei uns angesagt war, sondern auch von einer Nazimarke, die mit L beginnt. Dabei war ich nie rechts eingestellt, ich wollte die Jacke einfach nur, weil sie modern war und weil das eine coole Mädchen, das ich damals unbedingt begeistern wollte, sie auch hatte. Sie hat geraucht, war sehr stark geschminkt und hatte schon einen Ex-Freund. Das fand ich damals bewundernswert. Erst später erfuhr ich, dass ihre Jacke aus Polen war und wohl gerade mal 25 Euro gekostet hatte. Ein paar Monate später habe ich mich dann mit diesem Mädchen gestritten und die Jacke nie wieder angehabt. Mir tut es heute noch leid, dass meine Familie dafür 250 Euro ausgegeben hatte.

Beichthaus.com Beichte #00034171 vom 23.10.2014 um 12:03:11 Uhr (8 Kommentare).

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“Beichte

Schnitzeljagd für Penner

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Diebstahl Lügen Zwietracht Arbeit

Ich beichte, dass ich mich daran erfreue, meine Kollegen und Vorgesetzten indirekt zu nerven. Ich arbeite in einem Bürohaus mitten in Hamburg, die Gegend ist mit Geschäften, Büros und Wohnraum durchmischt. Seit einiger Zeit tummeln sich einige Obdachlose, Punks und Säufer um unser Gebäude, dieses besteht nur aus Geschäftsräumen. Alle Mieter sind genervt von den herumlungernden Leuten, beklagen sich über wilde Übernachtungen in der Garage und im Treppenhaus, sowie über die regelmäßigen Penner-Picknicks samt extremen Saufereien. Schuld daran bin zu einem großen Teil ich, denn ich lasse die Jungs indirekt rein, indem ich die Tür offen lasse. Ich verteile auch Kleingeld im Treppenhaus, was mittlerweile zu einer tollen Penner-Schnitzeljagd führt. Idealerweise wird das Geld direkt für Schnaps und Toastbrot ausgegeben, herrlich. Ich entwende also Geld aus der Firma, versorge die Jungs und Mädels mit allerlei Dingen zum Essen, lege aber auch Pfandflaschen aus. Ich bin ein Penner-Weihnachtsmann, der heulen könnte vor Glück, wenn ich die entsetzten Gesichter meiner Kollegen sehe, weil meine unbekannten Helden es mal wieder richtig haben krachen lassen.

Beichthaus.com Beichte #00034170 vom 23.10.2014 um 10:19:14 Uhr (10 Kommentare).

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