Klischee vom arbeitsamen Schwaben

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Faulheit Trägheit Falschheit Arbeit

Ich (m/25) habe einen neuen Job, in dem ich bisher sehr erfolgreich war. Ständig werde ich von meinem Chef gelobt, aber leider fühle ich mich komplett überfordert und habe Angst. An manchen Tagen arbeite ich im Home Office so gut wie gar nichts, obwohl genügend zu tun wäre. Ich beichte hiermit, dass ich ein fauler Mitarbeiter bin und somit nicht dem Klischee des arbeitsamen Schwaben gerecht werde. Ich versuche mich zu bessern, denn in Sachen Karriere stehen mir die Türen in dieser Firma, dank einer soliden Ausbildung, offen.

Beichthaus.com Beichte #00031283 vom 27.05.2013 um 13:17:41 Uhr (6 Kommentare).

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Von Vorurteilen gesteuert

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Vorurteile Hass Falschheit Gesellschaft

Von Vorurteilen gesteuert
Ich (m/18) hasse diese von Vorurteilen umgebene Welt, denn Leute wie ich bekommen sie fast jeden Tag zu unrecht zu spüren. Ja, ich habe schwarze Haare und etwas dunklere Haut. Ich habe schon öfters gehört, dass ich wie ein Afghane aussehe, was übrigens nicht stimmt, und ich habe auch generell mit der muslimischen Region nichts am Hut. Seit ich ein paar Monate alt bin, lebe ich hier in Deutschland, momentan mache ich mein Abi mit anständigen Noten, vor allem in Deutsch. Das heißt, außer meinem Aussehen unterscheidet mich fast nichts von einem normalen, gebildeten Deutschen. Trotzdem gibt es einige Lehrer, die ein ausländisches Aussehen automatisch als Grund nutzen, die Leistung mit einer schlechteren Note zu bewerten. Das ist nicht nur meine Meinung, die ganze Klasse stimmt mir zu. Es ist einfach schade, deshalb bei der Studienwahl so benachteiligt zu sein. Wegen meines Notendurchschnittes wird es wohl nicht möglich sein, auf Anhieb in ein gutes Fach reinzukommen. Dabei gibt es ja anscheinend Fachkräftemangel und jede gut ausgebildete Kraft wird gebraucht.

Selbst wenn ich meinem Nebenjob nachkomme und Zeitung austrage, geht das natürlich nicht ohne böse Blicke von der älteren deutschen Bevölkerung. Natürlich möchte ich nicht jeden da mit einbeziehen, es gibt auch einige sehr nette ältere Leute, von denen ich sogar an Weihnachten mal etwas Geld oder einen kleinen Schokoweihnachtsmann bekomme. Aber leider ist es nicht die Mehrheit. Ich weiß nicht, für wie dumm mich einige Anwohner halten und denken, dass sie Spion spielen können, ohne, dass ich etwas merke. Ich habe auch schon erlebt, dass Leute aus ihren Häusern herausgekommen sind, nur weil ich an ihren teuren Autos vorbei gegangen bin, und mich dann verscheucht haben. Dabei kleide ich mich ganz gewöhnlich und meine Haare sind auch nicht so kurz, dass es asozial aussieht.

In der letzten Zeit habe ich mir ein Hobby zugelegt und komme äußerlich dem Klischee des kriminellen Südländers nach. Ich ziehe dazu eine Jogginghose an, kombiniert mit einer Lederjacke, wandere durch die Straßen und gucke Leute böse an, bin aber sofort hilfsbereit, wenn jemand ein Problem hat. Dabei stehe ich im Bus auf, wenn ältere Menschen sich hinsetzen möchten, helfe ihnen, wenn sie mit ihren Gehstöcken nicht in den Bus kommen, oder Probleme mit dem Tragen schwerer Einkaufstüten haben. Das hört sich vielleicht komisch an, aber ich möchte nur dazu beitragen, dass die Leute sich nicht von ihren Vorurteilen steuern lassen und sich somit keine wertvollen Chancen entgehen lassen. Unglaublich, dass es dennoch Leute gibt, die lieber aus Stolz im Bus stehen, obwohl es so aussieht, als brechen sie gleich zusammen, statt von einem Ausländer einen Gefallen anzunehmen. Ich weiß, es ist menschlich Vorurteile zu haben, ich habe auch welche, aber ich gebe trotzdem jedem eine Chance, bis das Gegenteil bewiesen wird. So habe ich viel mit Leuten zu tun, von denen ich beim ersten Eindruck nie gedacht hätte, dass man mit ihnen so viel Spaß haben kann.
Ich beichte also meinen Hass auf Leute, die nur den Vorurteilen zufolge handeln und auch, dass ich Personen absichtlich mit meinem Kleidungsstil, umgangssprachlich formuliert, verarsche, und hoffe den Leuten so einen Anreiz zu geben, ihre Vorurteile zu verdrängen.

Beichthaus.com Beichte #00031280 vom 27.05.2013 um 10:32:10 Uhr (33 Kommentare).

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Der alberne Aberglaube

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Misstrauen Vorurteile Dresden

Ich halte Moslems für verdächtig. Ich selbst bin nicht religiös und grundsätzlich skeptisch gegenüber Menschen, die sich selbst als Anhänger irgendeiner Religion bezeichnen. Bei den meisten Christen, die mir bisher begegnet sind, geschieht das aber eher aus Gewohnheit, als aus tatsächlicher Überzeugung. Und die wenigen Moslems, die mir an der Universität begegnen, machen auch nicht gerade den Eindruck von Fundamentalisten. Nach Terrorattacken wie in Boston oder in London, bei denen zuvor harmlos erscheinende Muslime zu Mördern wurden, beschleicht mich aber immer so ein Gefühl des Misstrauens gegenüber bekennenden Muslimen. Ich wünschte mir ehrlich, sie würden alle ihrem albernen Aberglauben abschwören oder ihn zumindest nicht aktiver ausleben, wie die meisten Christen hierzulande - also ein bisschen Fasten und zum Ende des Ramadan mal in die Moschee gehen und den Rest des Jahres nichts auf Religion geben. Wenn ich richtig schlechte Laune habe, wünsche ich mir auch schon mal, dass man sie aus Europa hinauswirft und in Länder schickt, in denen sie ihren Islam unter Gleichgesinnten ausleben können. Meine Beichte besteht also darin, dass ich vielen Menschen mit Misstrauen begegne, obwohl sie das vermutlich auch nicht mehr verdient haben, als jeder andere Fremde, dem man begegnet. Es wird normalerweise besser, wenn ich die Menschen besser kenne.

Beichthaus.com Beichte #00031260 vom 23.05.2013 um 10:02:18 Uhr in Dresden (23 Kommentare).

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Die sagenumwobene Entjungferung

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Morallosigkeit Schamlosigkeit Baden-Baden

Ich war in meinem Freundeskreis sextechnisch eher Eine, die später als die anderen aktiv wurde. Die Sache war die, dass eigentlich alle Mädels um mich herum erzählten, wie schlecht das erste Mal gewesen sei. Es blutete hier und tat dort weh und überhaupt war es nicht ansatzweise so romantisch und schön, wie es sich gehört, zum Teil hat der Typ sie danach auch fallen lassen - das übliche Teenagerdrama also. Es wurde viel geheult und gejammert und ich dachte mir, dass ich mir das wirklich nicht antun will. Eine Woche nach meinem 17. Geburtstag hatte ich dann den Entschluss gefasst, dass ich mich nicht von meinem ersten Mal enttäuschen lassen würde. Ich wusste, dass im nicht so engen Bekanntenkreis ein Typ sehr auf mich stand, der junge Mann war ganz klischeehaft Gitarrist in einer Band, hat mir äußerlich aber nicht sonderlich gefallen und hatte auch charakterlich nichts Reizvolles an sich. Ich habe den Kerl also angeschrieben und eines kam zum anderen, wir verabredeten uns von vornherein zum Sex. Ihn reizte es massiv, dass ich noch Jungfrau war und ich wollte es hinter mir haben. Es war eine sehr komische Situation, am Anfang auch sehr beklemmend und ich war tierisch nervös. Letztendlich aber hatte ich es hinter mir. Es war tatsächlich ziemlich mies zu Anfang, hat aber dann schon irgendwie Spaß gemacht.

Das Gute daran: Ich habe meine Jungfräulichkeit nicht an den Falschen verschenkt, nein, ich habe sie ganz bewusst aufgegeben und wurde demnach auch nicht furchtbar enttäuscht, wie viele meiner Freundinnen damals. Die Entscheidung damals war vermutlich ganz schön feige, aber wenn ich heute an mein erstes Mal denke, dann fällt mir nicht ein, welche meiner Erwartungen nicht erfüllt wurden. Ich erinnere mich einfach nur an die Anekdote, dass mein Hinterkopf ständig an eine Steckdose knallte und ich meinen "Liebsten" darauf hinweisen wollte, indem ich seinen Namen immer wieder sagte, und er das als Ausrufe meiner Begeisterung fehlinterpretierte. Vielleicht habe ich mir damit auch die Chance auf ein "superromantisches, denkwürdiges Erlebnis" meiner Jugend genommen, wer weiß - für mich ist es okay, wie es gelaufen ist. Ich möchte beichten, dass ich mich bei meinem ersten sexuellen Erlebnis wie ein Flittchen benommen und mir einen Kerl dafür "engagiert" habe, den ich weder besonders toll noch sonderlich attraktiv fand, einfach nur, damit es vorbei ist. Und dass die sagenumwobene Entjungferung, die vielen so immens wichtig ist, mir überhaupt nichts bedeutet hat. Das Witzige daran ist eigentlich, dass ich seither nur noch einmal in all den Jahren einen One-Night-Stand hatte, nur um festzustellen, dass mir Sex wirklich nur dann Spaß und Befriedigung verschafft, wenn der Mann mir etwas bedeutet.


Beichthaus.com Beichte #00031198 vom 14.05.2013 um 16:55:05 Uhr in Baden-Baden (20 Kommentare).

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Ein anderer Mensch im Urlaub

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Falschheit Betrug Lügen Neugier Grünwald

Ich (m/23) möchte beichten, dass ich, seit ich etwa dreizehn Jahre alt bin, eine ganz blöde Eigenschaft entwickelt habe. Immer, wenn ich nämlich zum Beispiel auf Kur oder im Urlaub war, habe ich den Leuten, mit denen ich nur während dieser Zeit befreundet war, irgendwelche Lügen über meine Person erzählt. So habe ich zum Beispiel mal behauptet, dass ich schwul wäre oder das ich eine Krankheit hätte.
Der Zweck dieser Wandlung war, dass es mich schon immer interessiert hat, wie die Leute auf mich reagieren würden, wenn ich anders wäre und es hat super funktioniert! So hatte ich, als ich behauptete ich sei schwul, viele weibliche Freunde. Natürlich nur als "Aller-Beste-Freundin" oder so, denn viele Frauen wollen einen schwulen Freund. Ich wollte einfach mal das, was diese ganzen 90 Jahre alten Verhaltens-Forscher-Säcke so erzählen, nachprüfen. Und es war und ist auch heute noch sehr interessant zu beobachten, wie das in der Realität aussieht. Ich mache das außerdem um etwas Abwechslung in mein Leben, dass sonst nur so vor langweiligem Klischee-Alltag strotzt, zu bringen. Leider ist die Kehrseite, dass ich dadurch wahrscheinlich schon viele Leute, die das Potenzial zu echten Freunden hätten, ziehen lassen habe oder andere verletzt habe. Wenn ich darüber nachdenke, tut mir das jedes Mal so leid, dass ich mir denke, ich muss das sein lassen, aber ich kann nicht. Ich will also beichten, dass ich mich bei passender Gelegenheit oft selbst verstelle, nur um nicht so langweilig wie immer zu sein.

Beichthaus.com Beichte #00031103 vom 29.04.2013 um 19:55:58 Uhr in 82024 Grünwald (Mittelstr.) (20 Kommentare).

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