Meine verheimlichte Schwangerschaft

23

anhören

Feigheit Verzweiflung Studentenleben Schwangerschaft Saarbrücken-Ensheim

Ich beichte, dass ich 24 Jahre alt und verheiratet bin, mich aber nicht traue, meinen Eltern zu sagen, dass ich schwanger bin. Mein Mann und ich haben bereits einen 2-jährigen Sohn, dessen Geburt aufgrund der Tatsache, dass sein Vater und ich damals noch unverheiratet waren und wir beide noch studieren, ein kleines Familiendrama war - meine Eltern, besonders mein Vater, sind sehr karriereorientiert und konservativ. Jetzt bin ich schon wieder schwanger, allerdings geplant, und weiß nicht, wie ich das meinen Eltern sagen soll. Klar, mein Mann und ich sind erwachsen und dürfen unser Leben leben, wie wir wollen, aber meine Eltern unterstützen uns wirklich in vielerlei Hinsicht, was irgendwie auch ihre Einmischung in unser Leben wieder rechtfertigt. Ohne meine Eltern hätte ich es zum Beispiel nicht - oder nur mit Schwierigkeiten - geschafft, trotz Kind weiter zu studieren. Ich mache gerade meinen Bachelor und ich weiß genau, wie mein Vater auf die Schwangerschaftsnachricht reagieren wird. Er wird ausrasten und schimpfen, uns fragen, wie wir weiter studieren wollen, uns vorwerfen, dass wir keine finanzielle Sicherheit haben und dass alles wieder ein meiner Mutter hängen bleibt. Dabei hat meine Mutter uns ihre Hilfe immer von selbst angeboten und wir haben sie halt dankbar angenommen, weil es ohne sie schwieriger gewesen wäre.


Wir haben uns schon um alles Gedanken gemacht, finanziell werden wir auskommen, das mit dem Studium schaffen wir auch und wir kümmern uns dieses Mal selbst um die Betreuung des Babys, indem einer von uns vormittags und der andere nachmittags zur Uni geht. Ich habe Freundinnen, die das auch geschafft haben und ich denke, wenn man gewillt ist, dann ist es machbar. Ich weiß jedoch, dass mein Vater wieder alles pessimistisch sehen wird und uns die schlimmsten Szenarien prophezeien wird. Ich freue mich total über die Schwangerschaft und habe einfach keine Lust, mir von meinen Eltern alles versauen zu lassen. Ich habe keine Lust auf ihre negativen Reaktionen, deshalb schiebe ich es vor mir her, damit ich wenigstens noch ein bisschen meine Schwangerschaft genießen kann. Dabei ist mein Bauch schon deutlich dicker und meine Brüder haben ihn schon misstrauisch beäugt. Ich beichte, dass ich mit 24 noch so abhängig von meinen Eltern bin und es wohl auch bleiben werde, da ich ihre Hilfe gerne in Anspruch nehme und ihre Gesellschaft mag. Das ist echt erbärmlich.

Beichthaus.com Beichte #00032148 vom 31.10.2013 um 16:03:32 Uhr in Saarbrücken-Ensheim (23 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Der beste Hotel-Chef Deutschlands

37

anhören

Aggression Boshaftigkeit Selbstsucht Ungerechtigkeit Arbeit

Wenn ich nächstes Jahr - nach dem Hotelmanagementstudium - in die Selbstständigkeit starte, werde ich meine Mitarbeiter knechten bis zum Erbrechen. Ich werde mir alle Vorteile eines Arbeitgebers zunutze machen. Der Mindestlohn und 400 Euro Verträge werden an der Tagesordnung sein. Ich nutze die Abhängigkeit von Studenten genauso aus, wie es bei mir gemacht wurde. Wenn einmal das Wort Urlaub oder Vergleichbares fällt, werde ich Verträge zerreißen wie andere Leute Tempos beim Schnäuzen. Des Weiteren werde ich das Augenmerk nur auf das Wohl meines Unternehmens legen und Bewerbungen von Unmotivierten, Sonderfällen, Faulpelzen oder Aushilfsgangstern, die es wagen, sich bei mir zu bewerben, schnell vom Schreibtisch wehen. Lieber Arbeitsmarkt, ich bitte um Nachsicht.

Beichthaus.com Beichte #00032146 vom 31.10.2013 um 23:43:13 Uhr (37 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Die Phantomgeräusche

11

anhören

Dummheit Stolz Arbeit

In dem Unternehmen, bei dem ich arbeite, wurden vor einigen Monaten Mobiltelefone für alle Mitarbeiter eingeführt - zunächst, damit wir uns innerhalb der Firma besser verständigen können. Es handelt sich um ein sehr weitläufiges Werksgelände und das hat schon Vorteile mit sich gebracht. Leider arbeiten wir in zwei Schichten - das bedeutet, die Produktion läuft von 06.00 Uhr bis 0:00 Uhr durch. Irgendwann ist die Firmenleitung dann auf die Idee gekommen, dass wir auch in unserer Freizeit erreichbar sein müssen, falls jemand aus der anderen Schicht eine Frage hat. Die Anrufe sind dann zwar eher selten gewesen, aber war man mal nicht erreichbar, hat es einen Riesenärger vom Werksleiter gegeben. Nun zu meiner Beichte: Ich höre seit einigen Monaten Phantomgeräusche, ich höre also oft mein Mobiltelefon klingeln, obwohl gar keiner angerufen hat. Seit ich in der Spätschicht eingeteilt worden bin, ist es noch schlimmer geworden - ich schrecke morgens im Bett hoch und denke, dass es geklingelt hat. Ich habe mich natürlich schon über das Thema informiert und es ist wohl sehr weit verbreitet, mir macht es aber Angst, dass ich Geräusche höre, die gar nicht da sind. Natürlich ist mir klar, dass sich das Ganze bis hin zu einer chronischen Krankheit oder sogar zur Berufsunfähigkeit entwickeln kann. Meine Beichte ist nun, dass ich es trotzdem noch niemandem erzählt habe und zu Stolz bin, um damit zu einem Arzt zu gehen.

Beichthaus.com Beichte #00032145 vom 30.10.2013 um 10:32:34 Uhr (11 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die Zombie-Apokalypse

13

anhören

Trägheit Selbstsucht Neckarsulm

Manchmal entziehe ich mich am Freitag nach der Arbeit komplett der Gesellschaft. Ich schließe meine Wohnung ab und stelle mir vor, die Apokalypse wäre einhergegangen und draußen wimmelt es nur so von Untoten oder Ähnlichem und ich bin einer der wenigen Überlebenden. Ich stelle mir dann vor, dass ich das Beste aus der Situation machen muss, und mache mir eine schöne Zeit. Ich kiffe, hole mir oft einen runter und esse jede Menge Mistzeug. Und wenn ich dann manchmal doch rausgehe, um die Post zu holen, bin ich extra vorsichtig - man weiß ja nie, was einen dort draußen erwartet! Mein Handy und jegliches soziale Netzwerk sind in dieser Zeit ausgeschaltet. Ich beichte also, dass ich, anstatt Party machen zu gehen, meine Wochenenden lieber alleine verbringe und mich meinen niederen Bedürfnissen hingebe, aber es gefällt mir!

Beichthaus.com Beichte #00032144 vom 30.10.2013 um 10:38:36 Uhr in 74172 Neckarsulm (Rötelstraße) (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“Folge

Angst vor dem banalen Leben

32

anhören

Trägheit Faulheit Selbstsucht Dummheit Arbeit

Ich (m/25) möchte beichten, dass ich mich schon seit sechs Jahren erfolgreich vor jeglicher Arbeit gedrückt habe. Nach meinem Abitur, das ich mit einem Notendurchschnitt von 1,7 abgeschlossen habe, wusste ich nicht so wirklich, was ich mit meinem Leben anfangen sollte. Zum Bund musste ich damals nicht, da ich wohl nur eingeschränkt einsatzfähig war. Also habe ich fast ein Jahr lang vor dem Fernseher herumgelungert und bin abends saufen und gelegentlich auch kiffen gegangen. Als meine Eltern genug von meinem Selbstfindungstrip hatten, habe ich mich für ein Jurastudium an einer renommierten deutschen Uni weit weg von meinem Heimatort beworben und wurde auch angenommen. Meine Eltern spendierten mir über diesen Zeitraum großzügig eine kleine 3-Zimmer-Wohnung, in der ich die nächsten drei Jahre lang ein angenehmes und freies Leben führen konnte. Im sechsten Semester konnte ich mich allerdings nicht mehr vor der Zwischenprüfung drücken und wurde im Endeffekt zwangsexmatrikuliert.


Zerknirscht zog ich daraufhin wieder bei meinen Eltern ein, die mich auch erst ein paar Monate lang in Ruhe ließen, damit ich mich von dem erlittenen Misserfolg erholen konnte. Danach wurden sie aber immer drängender, dass ich mir doch endlich eine Ausbildung oder einen Job suchen solle. Jetzt bin ich seit fast zwei Jahren "arbeitssuchend" und werde von meinem Eltern und dem verdammten Arbeitsamt nur noch gegängelt und drangsaliert. Ich fühle mich aber einfach noch nicht bereit dafür, ins Berufsleben einzusteigen. Also gebe ich mir alle Mühe, dass ich noch eine Weile jobsuchend bleiben werde. Ich baue bei Bewerbungsschreiben mit Absicht subtile Fehler ein und werde ich doch einmal zu einem persönlichen Gespräch eingeladen, gebe ich mir alle Mühe, dass es bei diesem einzigen Gespräch bleibt. Bei weiblichen Gesprächspartnern kratze ich mir während irgendeiner langweiligen Ausführung gerne am Sack herum. Ich nehme vor einem solchen Gespräch auch gerne Speisen mit Zwiebeln, Knoblauch oder Bohnen zu mir. Das damit geförderte Furzstaccato im Bewerbungsgespräch hatte bisher immer eine ablehnende Haltung zur Folge. Ich möchte beichten, dass ich meinen Eltern schon jahrelang auf der Tasche liege und Angst um mein bisheriges Leben habe, weil ich befürchte, dass ihnen irgendwann die Geduld mit mir reißt, und sie mich einfach vor die Tür setzen könnten, wo dann das einfache und banale Leben auf mich wartet.

Beichthaus.com Beichte #00032143 vom 30.10.2013 um 21:23:38 Uhr (32 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

Lies neue Beichten und vote für die Veröffentlichung! Hilf mit im PRECHECK - Bereich!