Meine Jugend in der rechten Szene

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Lügen Dummheit Vorurteile Feigheit Partnerschaft

Ich (m/25) habe vor ein paar Wochen ein wundervolles Mädchen kennengelernt, mit der sich langsam eine intensive und schöne Beziehung anbahnt. Das einzige Problem ist, dass ich ihr noch nicht die ganze Wahrheit über mich gesagt habe. Ich geriet in der Pubertät nämlich auf die schiefe Bahn und trieb mich in der rechten Szene herum - bis ich den ganzen Mist irgendwann mal satthatte, über das Ganze nachdachte und dann ausstieg. Ich zog aus dem alten Umfeld weg, brach alle Kontakte zu ehemaligen Kameraden ab und ließ alles nach und nach hinter mir. Welche Dummheit mich damals dazu getrieben hat, eine rechtsgesinnte Meinung zu vertreten kann ich bis heute nicht verstehen. Ich habe inzwischen so viele gute Freunde, die auch aus verschiedensten Nationen und Ländern stammen, dass ich über meine Pubertät und all diesen Scheiß nur den Kopf schütteln kann. Ich schäme mich zutiefst dafür. Keiner weiß von meiner Jugend in der rechten Szene und das Schlimme ist, dass ich auch jetzt bei meiner ersten richtig großen Liebe den Mund nicht aufkriege. Sie verabscheut nichts mehr als Nazis, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit, was ich nur zu gut verstehe. Wenn ich ihr erzählen würde, dass ich einst selbst so ein Arschloch war, würde sie wohl sicherlich das Weite suchen. Andererseits kann und will ich sie nicht länger belügen, weil sowieso jede Lüge mal auffliegt. Doch immer, wenn ich ihr gerade beichten will, was mir auf der Seele brennt, mache ich aus lauter Feigheit doch wieder einen Rückzieher.

Beichthaus.com Beichte #00032745 vom 19.02.2014 um 18:06:08 Uhr (21 Kommentare).

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Von der Judenfeindlichkeit geprägt

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Vorurteile Lügen Verzweiflung Gesellschaft Freudenstadt

Ich habe etwas ziemlich Außergewöhnliches zu beichten. Ich (w/27) verheimliche meine Identität vor einigen Menschen. Dazu muss ich etwas ausholen: Ich bin das Kind jüdischer Eltern. Ich bin so erzogen worden, dass ich mir meiner Herkunft bewusst bin und darauf auch stolz sein kann. Bis zu meinem vierzehnten Lebensjahr wussten die wenigsten meiner Mitschüler, dass ich Jüdin bin. Man entwickelt ja erst als Jugendliche/r seine Identität bzw. ist sich seiner Identität bewusst. Eher beiläufig erzählte ich einer Mitschülerin, dass ich Jüdin sei, da wir das Thema Holocaust im Unterricht durchnahmen. Ich dachte mir natürlich nichts dabei, es war eben eine einfache Information. Am nächsten Schultag erlebte ich jedoch mein blaues Wunder: Es begann ein Spießrutenlauf. Mir wurden Judenwitze ins Gesicht geschleudert, ein selbst gebastelter Judenstern auf mein Pult gelegt, Bemerkungen zum Holocaust gemacht und alle anderen erdenklichen Geschmacklosigkeiten, die man sich vorstellen kann. Das Schlimme war, dass dies die nächsten Jahre immer wieder aufkochte. Ich zog mich immer mehr zurück, da ich inzwischen beinahe täglich damit konfrontiert wurde, ich wurde einfach in den Dreck gezogen. Natürlich vertraute ich mich auch einer Lehrerin an, die jedoch eher ratlos als hilfsbereit war. Meinen Eltern erzählte ich nichts - mein Vater hatte einen Schlaganfall erlitten und meine Mutter war jahrelang mit seiner Pflege beschäftigt. Ich wollte niemanden belästigen, außerdem dachte ich dummerweise, ich müsse das als Fast-Erwachsene alleine lösen.


Ich beendete die Schule, fing mein Studium an und merkte, dass ich meine wahre Identität verleugnete. Meine Freunde sind weltoffene und tolerante Menschen und von der Logik her weiß ich absolut, dass ihnen meine Ethnie egal ist. Doch sobald ich auch nur daran denke, ihnen das "Geheimnis" zu offenbaren, kriege ich Schweißausbrüche und Panikattacken und fühle mich in die Schule zurückversetzt. Da mein Nachname nicht "Jüdin" schreit, wissen es die meisten nicht und es ist ihnen auch schlichtweg egal. Ich hatte seit meinem achtzehnten Lebensjahr einen jüdischen Freund, den ich in unserer Gemeinde kennengelernt habe. Daher war es ganz logisch, dass ich kein Geheimnis vor ihm hatte. Doch nach vielen Jahren ging unsere Beziehung in die Brüche. Nun habe ich seit drei Monaten einen nicht-jüdischen Freund und habe beschlossen, dass dieses irre Theater aufhören muss und meine Kindheitstraumata nicht mein Leben bestimmen können. Deswegen habe ich heute einen Termin bei einem Psychologen gemacht, um mich endlich zu befreien und um zu sein, wer ich bin.

Beichthaus.com Beichte #00032741 vom 18.02.2014 um 23:58:53 Uhr in Freudenstadt (30 Kommentare).

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Abenteuer mit zwei Männern

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Selbstsucht Fremdgehen Lügen Morallosigkeit München

Ich (w/24) habe vor ungefähr fünf Jahren mit zwei Männern "gespielt". Es fing alles klassisch an: Zwei junge Männer fanden mich interessant und buhlten um mich. Jedes Mädchen weiß, wie sehr das einem schmeichelt. Zunächst war es absolut harmlos. Man traf sich auf einen Kaffee, ging ins Kino oder verbrachte den Tag in der Stadt. Ich ging mit beiden aus, weil ich sie einfach nett fand und es mir gefiel, angehimmelt zu werden. Es kam nie zu Küssen oder Berührungen, es war eher freundschaftlich. Doch bald merkte ich, dass ich den einen jungen Herren sehr anziehend fand. Und so entschied ich mich - zunächst - für ihn. Wir fingen eine kleine Romanze an. Doch der andere gab nicht locker und ich muss gestehen, dass auch er mir gefiel. Nun, ich bin katholisch erzogen worden und allein einen Freund "einfach so" zu haben, war etwas, das meine Eltern ganz und gar nicht gut fanden.

Irgendwie gab es mir einen Kick, auch mit dem anderen Mann etwas anzufangen. Das hört sich so furchtbar an, ist es auch. Aber mich mit beiden heimlich zu treffen, sie so um den Finger zu wickeln, Spaß mit ihnen zu haben - es gab mir einen unfassbaren Kick. Keiner wusste davon, obwohl wir in derselben Nachbarschaft wohnten. Da ich beiden erzählt hatte, dass meine Eltern es ganz und gar nicht gut finden, wenn ich mit Jungs "etwas am Hut habe", schwiegen sie beide. Mir machte es Spaß, mich zu verstecken und mit ihnen zu schlafen. Verliebt war ich in beide nicht, es war einfach ein riesiges Abenteuer für mich. Doch wie das dann so ist - sie hatten sich ernsthaft in mich verliebt. Und da merkte ich, dass ich eindeutig zu weit gegangen war. Obwohl es mir einen Kick gab, diese Nummer durchzuziehen, habe ich es dann mit beiden abgebrochen. Ich habe zwei Menschen mit Absicht benutzt, um mein kleines, geheimes Abenteuer zu erleben und es tut mir bis heute wirklich leid. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032735 vom 17.02.2014 um 21:58:13 Uhr in 80333 München (Weinstraße) (16 Kommentare).

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Unkontrollierbare Flatulenzen

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Peinlichkeit Ekel Lügen

Ich (w) muss ständig und überall furzen. Es ist egal, ob ich mit meinem Freund einen Film anschaue, ob ich in der Straßenbahn oder im Unterricht sitze. Es ist mir unglaublich peinlich und ich suche die komischsten Ausreden um das zu kaschieren. Oft behaupte ich, dass mein Knie oder mein Becken geknackt hätte, aber das glaubt mir vermutlich keiner. Auch wenn ich niese, muss ich unweigerlich pupsen. Das ist wirklich unglaublich peinlich und ich habe schon versucht etwas daran zu ändern, deshalb habe ich zum Beispiel meine Ernährung umgestellt, was allerdings nicht viel gebracht hat. Natürlich versuche ich immer, das möglichst leise zu tun, aber manchmal riecht es halt streng. Ich möchte also beichten, dass ich meine Mitmenschen mit meinen Flatulenzen belästige und nicht weiß, was ich dagegen tun soll.

Beichthaus.com Beichte #00032730 vom 17.02.2014 um 02:42:11 Uhr (17 Kommentare).

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Der Schnitzel-und-Blowjob-Tag

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Lügen Kollegen Arbeit

Der Schnitzel-und-Blowjob-Tag
In unserer Firma arbeiten wir sehr häufig mit indischen Programmierern zusammen. Letztes Jahr haben wir uns Anfang März etwas Lustiges ausgedacht. Wie vielen bekannt sein dürfte, gibt es am 14. März das männliche Gegenstück zum Valentinstag. Den "Schnitzel und Blowjob Tag". Unsere indischen Kollegen verstehen sehr viel Spaß und sind sehr locker im Umgang. Deshalb wollten wir die Inder letztes Jahr auf den Arm nehmen und haben ihnen am 13. März geschrieben, dass wir am nächsten Tag nicht verfügbar sind, da in Deutschland ein Feiertag ist. Wir haben noch gefragt, ob in Indien kein Feiertag wäre. Der Kollege sagte, dass dort keiner wäre, und wollte wissen, was wir in Deutschland für einen Feiertag hätten. Wir erklärten ihm dann, dass wir den "Schnitzel und Blowjob Tag" feiern würden, und alle Frauen den Männern eben genau an diesem Tag ein Schnitzel braten und natürlich auch einen Blowjob geben würden. Er fand das Ganze sehr lustig und hat es uns wohl erst nicht so ganz geglaubt. Am nächsten Tag haben wir jedoch alle unsere Skype-Accounts auf unsichtbar geschaltet und waren einen Tag nicht für die Inder verfügbar. In dieser Zeit haben wir einfach andere Projekte bearbeitet. Wir haben das Ganze allerdings nie aufgeklärt. Vermutlich denkt er nun wirklich, dass es in Deutschland so einen Feiertag gibt. Ich befürchte, dass er andere deutsche Kunden hat und ihnen einen schönen Schnitzel-und-Blowjob-Tag wünscht. Ich beichte also, dass wir einen sehr netten Kollegen angelogen haben und er dadurch vielleicht noch in eine peinliche Situation kommen könnte.

Beichthaus.com Beichte #00032718 vom 13.02.2014 um 11:55:05 Uhr (18 Kommentare).

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