Ich dusche vier Mal täglich und brauche zwei Dosen Deo!

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Zwang Ekel Unreinlichkeit

Ich beichte, dass ich sehr verschwenderisch lebe - aufgrund meiner Angst vor Körpergerüchen. Zur Vorgeschichte: Ich komme aus einer sehr kleinen, etwas zurückgeblieben Stadt und dort war es etwas komplett Fremdartiges, sich vegan zu ernähren. Natürlich habe ich da auch immer regelmäßig geduscht, Deo/Parfüm benutzt und war nie ungepflegt. Da sich die Leute mit dem Gedanken nicht abfinden konnten, wie jemand auf Fleisch und tierische Produkte verzichten kann (ich habe es nie an die große Glocke gehängt, aber da jeder jeden kennt, war das schnell bekannt), wurden Gerüchte über mich erzählt, dass ich stinken würde. Nicht nur, dass mich das so fertiggemacht hat, dass ich eine Sozialphobie entwickelt habe, nein, es hat Auswirkungen bis heute.

Vor jeder Wäsche behandele ich meine Klamotten mit Essig (geruchsneutralisierend), verwende Unmengen an Waschmittel und Weichspüler, verbrauche locker 2-3 Dosen Deo wöchentlich und muss mich alle zwei Stunden mit Parfüm einsprühen, sonst fühle ich mich eklig. Auch ziehe ich mich mehrmals am Tag um, versuche alles um nicht zu schwitzen und wenn es doch so ist, dusche ich vier Mal am Tag. Auch Desinfektionsmittel und Handcreme (mit Geruch) habe ich immer bei mir, aus der Angst vor unangenehmen Gerüchen. Ich schäme mich für dieses unnötige Konsumverhalten und fange auch an Menschen zu verurteilen, die eventuell nicht immer aussehen wie aus dem Ei gepellt, weil sie sich vielleicht beeilen mussten oder Ähnliches.

Beichthaus.com Beichte #00005429 vom 21.02.2006 um 19:02:48 Uhr (2 Kommentare).

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Ich bin in eine Internetbekanntschaft verliebt!

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Begehrlichkeit Verzweiflung Internet

Ich glaube, ich habe einen Fehler gemacht. Vor einem halben Jahr habe ich einen sehr netten Typen im Chat kennengelernt, bei dem sich auch rausstellte, dass er bei mir ganz in der Nähe wohnt. Wir verstanden uns auch immer besser und ich weiß, es klingt total bescheuert, aber irgendwie hatte ich dann Gefühle für ihn. Doch er hat nie etwas gecheckt (vielleicht lag es auch daran, dass ich zu dem Zeitpunkt einen Freund hatte) und irgendwann hat er dann gesagt, dass er nicht mehr in den Chat kommt. Wir hatten uns auch nie getroffen und so wusste ich auch nicht, wie er aussieht. Naja, da hatte ich wohl Pech gehabt. Doch ich musste immer an ihn denken und wusste manchmal gar nicht, wie ich ohne ihn weitermachen sollte.

Aber einen Tag nach Weihnachten kam er wieder und ich glaube, ich war zu dem Zeitpunkt einer der glücklichsten Menschen der Welt. Ich hatte auch keinen Freund mehr und ich dachte, vielleicht wird ja doch noch mal etwas daraus. Doch es hatte sich nichts geändert, er erzählte immer noch von seinen tollen Freundinnen und ich dachte, er will nur eine ganz normale Freundschaft. Wir waren dann auch mal richtig verabredet, aber ich habe abgesagt, weil ich so verunsichert war. Irgendwann bin ich dann mal weggefahren und habe einen anderen Typen kennengelernt, der ganz süß war. Von dem habe ich dann meiner Chatbekanntschaft erzählt und der meinte dann, dass er mich schon seit einem halben Jahr liebt, aber ich konnte irgendwie nicht mehr. Ich weiß auch nicht, warum. Und seitdem ging alles nur noch abwärts. Er wollte mich anrufen, aber ich habe immer abgeblockt. Und dabei liebe ich diesen Menschen mehr als mein eigenes Leben, ich habe nur aus irgendeinem beschissenen Grund Angst davor, mit ihm zusammen zu kommen und ich weiß nicht warum. Jetzt ist er wieder weg und er hat gesagt, ich soll endlich aus seinem Leben verschwinden, weil er auch voll fertig war. Seitdem sind jetzt vier Wochen vergangen und ich überlege immer, ob ich ihn nicht doch mal anrufen soll oder so etwas. Aber ich denke, dass dann der ganze Stress von vorne losgeht und ich will ihm nicht wehtun. So eine Scheiße echt alles. Hat irgendeiner einen Rat für mich?!

Beichthaus.com Beichte #00005415 vom 21.02.2006 um 06:32:22 Uhr (12 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Man sollte nur seinem Gewissen unterworfen sein!

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Ich (w/26) habe so eine gleichaltrige "Freundin." Es ist schwierig, unser Verhältnis zu bezeichnen. Wir kennen uns seit der Kindheit, sind im gleichen Dorf aufgewachsen und haben oft zusammen gespielt - wir waren immer viele Kinder, die zusammen gespielt haben. In der Jugend habe ich dann festgestellt, dass ich ihre Meinungen oft nicht teile. Ich bin ein sehr weltoffener Mensch, beurteile niemanden, den ich noch nicht kenne, nach seinem Geschlecht, Hautfarbe etc., aber sie ist mir definitiv eindeutig zu "links". Sie ist z. B. dafür, dass es ein Grundgehalt in Deutschland gibt, das jeder bekommt, unabhängig davon, ob er arbeitet oder nicht. Sie ist für ein absolutes Verbot von Fleisch und tierischen Produkten. Das Heftigste aber - sie ist gegen Strafe. Sie sagt, dass jeder nur seinem Gewissen unterworfen sein sollte.

Wer z. B. einen Menschen tötet, ein Kind vergewaltigt, sollte nicht bestraft werden. Wenn dieses System eine Zeit lang zieht, werden die Straftaten zurückgehen. Wir anderen haben ihr dann ein wenig provokante Fragen gestellt: "Was ist, wenn du mal ein Kind hast, und das vergewaltigt wird?" Darauf die Antwort: "Wenn das passieren sollte, bin ich trotzdem gegen eine Bestrafung des Täters. Wichtiger ist mir, dass wir trotz der Gefahr, dass eine Vergewaltigung geschehen könnte, unser gemeinsames Leben als Familie jeden Tag genießen. Der Täter muss mit seiner Schuld fertig werden, das ist genug Strafe." Sie sagte, wer mich morgen umbringt, soll nicht bestraft werden.

Vor ein paar Monaten ist bei uns im Ort eine Frau vergewaltigt worden. Da herrschte natürlich Angst, auch und vor allem bei Eltern. Meine beste Freundin und ihr Mann hatten auch Angst! Ich, und auch die anderen, wir konnten nicht anders, als sie zu provozieren. WAS, du hast Angst? Ich dachte, wenn dein Kind vergewaltigt wird, heißt es "Pech gehabt, kann ja jedem passieren? Und jetzt misst du bei deinem eigenen Kind mit einem anderen Maß und rollst den roten Teppich aus?" Muss dazu sagen, dass sie damals, als sie ihre Meinung kundgetan hat, sehr verletzend war und uns andere als Befürworter von Freiheitsberaubung und Missachtung der Menschenrechte verurteilt hat. Und noch heftigere Dinge hat sie gesagt.

Sie schimpft auch richtig auf Fleischesser, damals und heute. Die Familie lebt vegan, was ich nicht verwerflich finde, aber ihre Tochter darf z. B. nie ohne die Begleitung von ihren Eltern irgendwo hin, weil sie dort Fleisch, Fisch und Tierprodukte essen könnte. Ich beichte, dass ich das gesagt habe mit dem Kind. Zumal ich die Kleine echt mag. Aber ihre Mutter und ihr Vater, die bei einer Demo gemeinsam mit anderen in einen McDonalds einmarschiert sind und die Kunden da z. T. echt gedemütigt haben, die haben sie doch nicht alle.

Beichthaus.com Beichte #00005393 vom 21.02.2006 um 01:26:26 Uhr (0 Kommentare).

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Ich sollte einfach dankbar sein!

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Verzweiflung

Ich hasse mich selbst und mein Leben. Obwohl ich eigentlich froh sein sollte. Ich habe eigentlich nichts, worüber ich mich beschweren könnte. Ich habe einen Freund, den ich sehr liebe und viele gute Freunde, verstehr mich mit meinen Eltern. Ich sollte dankbar sein. Doch ich kann es nicht.

Beichthaus.com Beichte #00005391 vom 21.02.2006 um 00:15:20 Uhr (5 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Schwimmen mit Erdbeerwoche

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Ekel Unreinlichkeit

Ich wollte letztens Schwimmen gehen, obwohl ich meine Erdbeerwoche hatte. In der Umkleide, als ich mir meinen Bikini anziehen wollte, fiel mir auf dass ich vergessen habe, ein Taschentuch mitzunehmen, wo ich meine Binde einwickeln konnte. Ich habe daraufhin die Binde einfach direkt an die Wand der Umkleide geklebt und mich den ganzen Abend darüber beömmelt und mir das Gesicht der Person vorgestellt, die das wegmachen musste.

Beichthaus.com Beichte #00005377 vom 20.02.2006 um 05:51:31 Uhr (17 Kommentare).

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