Quälerei fürs Sandmännchen

19

Verzweiflung Kinder

Als Kind hatte ich panische Angst vor dem Sandmann. Natürlich hatte ich, wie die meisten Kinder, den Sandmann vor dem Schlafen gehen geschaut. Wenn ich dann im Bett lag, dachte ich, der Sandmann kommt und bestraft mich, weil ich noch nicht schlafe. Und als Kind dauerte es bei mir oft Stunden, bis ich einschlief. Ich kauerte mich dann immer mit meinem Gesicht ganz nah an die Wand und baute es mit Kuscheltieren zu, sodass das Sandmännchen nicht sehen konnte, ob ich wach bin oder schlafe. Mir war dann immer höllisch warm und ich schwitzte, weil ich auch die Bettdecke bis zum Hals gezogen hatte. Allerdings ist das doofe Sandmännchen nie durch Fenster hereingeklettert und hat mich verdroschen, die Quälerei hätte ich mir dann wohl sparen können.

Beichthaus.com Beichte #00023857 vom 19.05.2008 um 04:58:20 Uhr (19 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Kameraüberwachung ist gar nicht so schlimm!

18

Zorn Maßlosigkeit Engherzigkeit

Ich arbeite seit mehreren Jahren bei einer großen deutschen Discounter-Kette, die vor Kurzem in Verruf geraten ist, da einige Angestellte dort mit Hilfe von Kameras und scheinbaren Ladendetektiven ausspioniert wurden. Das Ganze hat mich sehr überrascht, da ich damit nicht gerechnet hätte. Was ich allerdings beichten möchte, ist die Tatsache, dass mich nicht diese gewisse Dreistigkeit der Unternehmensführung aufregt, sondern dieses elende Geheule über angebliche Stasimethodik und das ganze Gerede. Keinesfalls würde ich die Notizen über Toilettengänge der Angestellten als vertretbar ansehen, aber die versteckten Kameras zur Überwachung der Kassierer und des Warenlagers sind doch wohl bewiesener Maßen keine Seltenheit oder im Geringsten ungerechtfertigt, da eben jene Märkte massive Inventarverluste durch Diebstahl und schlechte Arbeitsmoral zu verzeichnen hatten.

In unserer heutigen globalisierten Welt zählt nun mal der Profit und deshalb kann es sich keine Filiale leisten, solchen Missverhältnissen nicht entgegen zu wirken. Ich bin ja auch so manches Mal genervt von der andauernden Hetzerei an meinem Arbeitsplatz und würde gerne mal einen Gang runterschalten oder Fünfe gerade sein lassen, aber dennoch kann man sich doch wohl für die paar Stunden zusammenreißen. Die Dame, die den Stein ins Rollen brachte und immer so schön wutentbrannt in jede Kamera, die sich bot, schielte, sollte nun mal ausgebootet werden, weil der Verdacht einer Manipulation bestand, was jedoch in keinem westlichen Unternehmen anders gelaufen wäre, wenn solche Verdachtsmomente bestünden. Ich will ebenfalls beichten, dass ich, trotz meines aufgesetzten Grinsens, allzu gerne so manchen Kleingeistern, die meinten, Sprüche wie: "Oh, in welche Kamera soll ich jetzt lächeln?", oder "Ist das meine Schokoladenseite?" rauszuhauen, eine gelangt hätte. Am Schlimmsten empfinde ich allerdings die Dreistigkeit der Leute, die sich darüber beschweren, dass sie ungefragt gefilmt wurden und so etwas eine Frechheit sei.

Ich meine, sind die Leute zu blöde, das Schild an der Filialtür mit einem Kamerasymbol darauf zu entschlüsseln? Und in welchem Supermarkt oder Einkaufszentrum, in welchem öffentlichen Verkehrsmittel oder auf welchem Platz wird man nicht gefilmt? Mir gefällt das auch nicht, aber dann braucht man sich nicht über Kameras in Discountern aufregen, die den Sinn haben, Diebstähle zu verhüten, damit durch möglichst geringe Verluste weiterhin niedrigere Preise als bei der Konkurrenz forciert werden können. Zudem kann dadurch auch Schlimmeres verhindert oder zumindest im Nachhinein aufgeklärt werden. So wurde mein Filialleiter beinahe von einem aufgebrachten Kunden verprügelt, obwohl dieser selbst Schuld an seiner Misere hatte. Denn dieser Kunde wollte ein Produkt zurückgeben (also das Geld erstattet bekommen), besaß jedoch keinen Kassenbon und kam zudem gerade aus derselben Ecke des Ladens, in der dieses Produkt zu finden ist und dieser Ort lag wahrlich nicht auf seiner Route vom Eingang zur Kasse.

Eben aufgrund dieser Umstände kam es zu Diskussionen und mein Filialleiter sagte dem Kunden, dass er das Geld unter diesen Umständen nicht erstatten könne. Das Ergebnis war letztendlich, dass die Polizei gerufen werden musste und der Kunde nun Hausverbot hat. In diesem Fall wäre eine Kamera nützlich gewesen, wenn die Sache schlimmer ausgegangen wäre, aber das sei dahingestellt. Auf jeden Fall sollten sich die Leute mal überlegen, über welche Kleinigkeiten sie sich aufregen, da es auf dem Gebiet wesentlich schlimmere Vergehen allein seitens der Regierung gibt, gemeint ist damit unter anderem die viel zitierte "Stasi 2.0." Zudem soll nicht unerwähnt bleiben, dass mir in diesem Unternehmen stets nur Positives widerfahren ist. Selbstverständlich kommt man nicht immer mit allen Charakteren klar, aber schließlich arbeite ich dort immer noch und denke auch nicht ans Aufhören.

Beichthaus.com Beichte #00023856 vom 19.05.2008 um 04:56:32 Uhr (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Verschobene Lesezeichen

18

Boshaftigkeit Engherzigkeit

Wenn ich bei Freunden und Verwandten zu Besuch bin und dort Bücher finde, die sie gerade lesen, lege ich die Lesezeichen in ihrer Abwesenheit immer heimlich an eine Stelle weiter vorne im Buch. Wenn diese Menschen mich vorher irgendwie ein bisschen genervt haben, befriedigt mich der Gedanke, dass sie sich, wenn sie in Ruhe lesen wollen, ärgern, weil sie die Textstellen schon kennen und erst einmal suchen dürfen, wo sie eigentlich waren.

Beichthaus.com Beichte #00023849 vom 19.05.2008 um 01:25:02 Uhr (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Mein Vater, der Kokser

21

Drogen Gewalt Arbeit Familie Deggendorf

Ich bin 28 Jahre alt und seit zwei Jahren verheiratet. Als ich 18 war, bin ich noch an meinem Geburtstag von zu Hause aus- und 600 Kilometer weit weggezogen. Ich hasste meinen Vater, für den es nur Geld, Koks und Gewalt gab. Wenn er mich angerufen hat, dann nur, um […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00023847 vom 18.05.2008 um 23:48:12 Uhr in Deggendorf (21 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Geld vom Konto meiner Eltern

18

Diebstahl Engherzigkeit Lügen Familie

Ich (25/m) bin von Geburt aus aus gutem Hause. Musste mir nie Gedanken um Geld machen. Machte mein Abi, eine Ausbildung zum Industriekaufmann und habe mittlerweile mein VWL-Studium abgeschlossen! Soviel zu den normalen/guten Nachrichten. Seit ca. 8 Jahren kann ich nicht die Finger von dem Konto meiner Eltern lassen. Aus welchen Gründen auch immer haben sie nie etwas von meinen Abhebungen gemerkt. Ich weiß, dass die der wohl schlimmste Vertrauensverlust überhaupt ist. Das schlimmste ist, ich hätte es noch nicht einmal nötig! Anscheinend leide ich an Kleptomanie. Ich fühle mich deswegen unsagbar schlecht und würde am liebsten den Kontakt zu meinen Eltern abbrechen, damit ich sie nicht mehr BEKLAUEN kann. Ich bin wohl das asozialste Element unter der Sonne.

Beichthaus.com Beichte #00023846 vom 18.05.2008 um 23:41:53 Uhr (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“Folge