Schwäche für Vanilla Coke

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Begehrlichkeit Verzweiflung Zorn

Ich bin auf der Suche nach Beichten, die man wesentlich schwerer zuordnen kann als diese hier. Von der Wolke aus halte ich Ausschau nach Nachrichten. Ich habe in letzter Zeit nicht viel Alkohol getrunken und habe gestern sogar Mathe-Aufgaben gemacht. Bald werde ich 18. Soll ich mich freuen? Die Leute, die mir erzählen, wie cool und toll ich bin, nerven mich! Ich glaube euch nicht. Lasst mich in Ruhe. Achja, meine Eltern sind total bescheuert! Sie wollen mir das Auto nicht geben, weil ich in Mathe und Bio einen Fehlkurs habe. Zum Glück bin ich oft weg und mein Vater ist so oft auf Dienstreisen! Ach und ich habe eine Schwäche für Vanilla Coke! Leider gibt es in den meisten Läden keine mehr. Ich hoffe, ich erspähe bald die Nachrichten von meiner Wolke aus. Aber vielleicht soll ich die Nachrichten nicht erspähen. Ich weiß es nicht.

Beichthaus.com Beichte #00005627 vom 26.02.2006 um 01:26:50 Uhr (2 Kommentare).

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Suhlt euch nicht in Selbstmitleid!

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Vorurteile Engherzigkeit Selbstverletzung Dummheit Gesellschaft

Ich muss beichten, dass ich eine irrationale Abneigung gegen weinerlich-depressive Selbstmitleidsfreaks entwickelt habe, insbesondere gegen Selbstverletzungs-Kandidaten. Es ist immer das gleiche Schema, ihre eigenen Probleme und Sorgen sind die gravierendsten auf der ganzen Welt, dabei sind sie in vielen Dingen selbst diejenigen, die mit ihrem maßlosen, selbstsüchtigen und nicht zuletzt dummen Verhalten den Karren in den Dreck gefahren haben. Und ich darf mir den Müll dann immer anhören und in ausschweifenden Chat-Sessions den Motivator spielen. Mich kotzt das an, aber ich könnte es auch nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, jemandem durch einen meinerseitigen Rückzieher diesen Rückhalt zu nehmen. Deswegen mache ich es so, dass diese Leute zwar wertlos für mich sind, ich es ihnen aber nicht zeige. Ich weiß, dass Borderlinestörungen und Dergleichen ernstzunehmende Krankheiten sind, deswegen meine Beichte. Aber ich verstehe einfach nicht, wie man als Mensch jeden Funken Rationalität abstreifen und sich dermaßen in Selbstmitleid suhlen kann.

Beichthaus.com Beichte #00005620 vom 25.02.2006 um 12:26:44 Uhr (0 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die brennende Designertasche

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Boshaftigkeit Rache Würzburg

Letztes Jahr im Sommer - die Nacht war lau, das billige Discounterbier auch. Meine Freunde und ich trafen uns am Baggersee in der Nähe von Würzburg, um nachts im mondbeschienenen Wasser zu schwimmen, herumzualbern und einfach die Ruhe, abseits vom Trubel des Tages zu genießen. Im taufeuchten Gras machten wir es uns mit Decken bequem, und zündeten (verbotenerweise) auch ein kleines Lagerfeuer an. Irgendwer hatte eine Gitarre mitgebracht, grölend gaben wir Lagerfeuerlieder zum Besten. Bald schon bildeten sich kleine Grüppchen, es stieß mir sauer auf, dass Jan sich mit Andrea eine Decke teilte und das Gespräch intim zu werden schien. Jan – ich weiß nicht, wie lange ich ihn schon angehimmelt hatte. In der Schule schrieb ich immer wieder Zettelchen, kam mir dann aber albern vor und schickte keines je durch die Hände der Klasse. Jetzt musste ich mir also mit ansehen, wie sich Andrea-Pute ihm vertraulich näherte. Ich – ganz Kämpfernatur – war weit entfernt davon, traurig zu sein, vielmehr kochte ich vor Wut.

Mein Kopfkino spielte mir grausame, sehr reale Bilder von Mord vor. Mir wurde übel dabei, dem Treiben weiter tatenlos zuzusehen, ich stand also auf und lief ans Seeufer. Aus dem Augenwinkel sah ich die Beiden aufstehen. "Ha! Viel Spaß ihr Turteltäubchen! Sollen sie doch! SO toll ist Jan jetzt auch wieder nicht" dachte ich bei mir. Bis mein Blick auf Andreas 500-Euro-Designertäschchen fiel. Der Rest der Gruppe war grade Holz suchen gegangen, ich war alleine am Lagerfeuer. Mit dem Schuh stippte ich ein brennendes Holzscheit in Richtung Tasche, die prompt das Schwelen anfing. Ich verdrückte schnell mich in Richtung Büsche und suchte eifrig mit dem Rest der Gruppe Zweige… Eigentlich bereue ich in Gedanken an Andreas weinerlichen Auftritt nach der Entdeckung der ruinierten Tasche.

Beichthaus.com Beichte #00005594 vom 24.02.2006 um 23:52:09 Uhr in Würzburg (7 Kommentare).

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Angst vor der Vogelgrippe

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Schamlosigkeit

Ich verarsche alle Leute, die Angst vor der Vogelgrippe haben. Ich finde es einfach nur lächerlich, wenn ich höre, dass sich jetzt einige Schutzanzüge kaufen. Besonders Alte sind so leicht zu verunsichern, dass ich mich total über die lustig mache. Und auf der Arbeit geht's erst richtig los mit dem Sich-lustig-machen. Da habe ich und ein Mitarbeiter/Freund riesigen Spaß daran und machen immer wieder perverse Anspielungen. Das ist einfach nur herrlich. Ich komm aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus. Aber so vergeht die Arbeitszeit einfach schneller.

Beichthaus.com Beichte #00005591 vom 24.02.2006 um 23:03:25 Uhr (1 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Prostitution für das Geld

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Prostitution Geld

Vor einiger Zeit litt ich unter Geldknappheit und hatte Angst, die Miete nicht zahlen zu können. Deshalb habe ich mich prostituiert. Ich habe mich an den Bahnhof gestellt und es mit wildfremden, bierbäuchigen und verschwitzten Männern getrieben. Und das wirklich […]
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Beichthaus.com Beichte #00005577 vom 24.02.2006 um 11:13:10 Uhr (4 Kommentare).

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