Unser Essen ist halal!

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Betrug Unglaube Falschheit Ernährung

Ich bin Bereichsleiter bei einem landesweit bekannten Lebensmittelproduzenten. Unsere Produkte findet man in so gut wie allen Supermärkten und in sehr vielen Firmenkantinen sowie Unimensen. Wir sind bekannt dafür, Nahrungsmittel "halal" zu fertigen, also für Muslime unbedenklich. Meine Beichte ist, dass zwar "halal" draufsteht, aber dieses Gütesiegel zu nullkommanull Prozent eingehalten wird. Daher lande ich wohl in der Hölle, weil ich aufgrund diverser Sparmaßnahmen wohl zehntausenden Muslimen - wenn das überhaupt reicht - mit Schweinegelatine, Schweinefett und Schweinefleischpulver vermengtes Essen produziert und damit vorgesetzt habe.

Beichthaus.com Beichte #00036479 vom 27.08.2015 um 16:31:40 Uhr (16 Kommentare).

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Der Haufen, an dem eine Kneipe bankrott ging

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Ekel Peinlichkeit

Ich (m/33) bin Bauarbeiter. Kein gelernter Maurer oder so, sondern ich habe mich vom einfachen Hilfsarbeiter hochgearbeitet zur rechten Hand des Chefs. Aber darum soll es hier gar nicht gehen. Im Job wird bei unserer Firma Bier gesoffen wie Wasser, wie im Klischee. Ich bin da relativ zurückhaltend, aber zwei Bier pro Tag sind auch bei mir drin. Dazu gibt es jeden Mittag schwere Mahlzeiten, da unser Chef mit einem Lieferservice eine Art Flatrate ausgehandelt hat, bekommen wir das Mittagessen direkt zur Baustelle geliefert. Oft sind das so leckere Sachen wie Döner, Dürum, andere türkische Pizzen usw. Lecker, aber schwere Kost. Doch das Ganze hat einen Nachteil: Bier und die stark gewürzten Speisen scheinen in meinem Darm eine Art Höllenpakt einzugehen. Um es kurz zu machen - ich stinke beim Kacken wie kein anderer Mensch, den ich je gerochen habe. Der Geruch ist erstens unglaublich stark von der Intensität her und durch kaum etwas zu überdecken, durchdringt alles und außerdem löst er bei vielen Leuten direkt einen Brechreiz aus. Im letzten Haus, in dem ich lebte, hatten die Bäder keine Fenster, sondern Lüftungen, welche alle im selben System verbunden sind. Oft, wenn ich meinen Feierabendschiss erledigt hatte, hörte ich im Haus (sehr hellhörig) aus mehreren Wohnungen dezente Würgelaute. Ich hoffe bis heute, dass die Leute meinen Auszug und das Verschwinden des periodisch auftretenden infernalischen Gestankes aus dem Nichts nicht in Verbindung gebracht haben, vermute es aber schon, schon weil ich ehemalige Nachbarn tuscheln habe sehen, als wir uns beim Einkaufen über den Weg liefen.


Das Krasseste, was aber je passierte, war, dass mich die Kollegen auf ein Feierabendbier in ihre Stammkneipe eingeladen haben, bevor ich meinen Abendschiss verrichten konnte. Es handelte sich hierbei um eine Arbeiterkneipe, die klein, relativ einfach eingerichtet, aber gemütlich war. Nach dem zweiten Bier konnte ich es mir nicht mehr verkneifen und suchte die dortige Örtlichkeit auf. Das zusätzliche Bier war aber scheinbar schon durch das ganze Gedärm geflossen, denn an diesem Tag stank es schlimmer als je zuvor. Ich öffnete natürlich das Fenster und benutzte das herumstehende Raumspray, aber dadurch roch es auch nur, als hätte ich in einen Wald geschissen. So verließ ich die Toilette wieder, in der Hoffnung, dass keiner so schnell da rein müsse, aber nur fünf Minuten später ging ein anderer Gast pinkeln, bzw. wollte es, und ließ die Tür dabei offen. Und was jetzt kommt, ist die reine Wahrheit, ich schwöre es bei allem, was mir heilig ist: Innerhalb von fünf Minuten füllte sich der Schankraum mit dem infernalischen Geruch. Von den ca. 15 anwesenden Personen mussten sich 7 Leute explosionsartig übergeben, der Wirt und die Bedienung eingeschlossen. Wie man sich sicher ansatzweise vorstellen kann, kamen nun zu meinem Gestank noch die verschiedenen halb verdauten Mageninhalte der anderen Leute dazu. Irgendjemand rief dann schließlich tatsächlich den Notruf, und zwei Krankenwägen trafen ein. Doch diese kamen nicht alleine, nein, die Polizei war ebenfalls im Schlepptau. Diese fackelte nicht lange und erklärte die Kneipe für vorläufig geschlossen und brachte erstmal alle Leute ins Freie, wo es den meisten auch schlagartig besser ging, nachdem sie aus dem Gestank raus waren. Doch damit war die Geschichte leider noch nicht zu Ende. Was jetzt kommt, musste ich mir aber aus Geschichten und einigen Berichten in der Lokalzeitung selber zusammenbauen, da ich diese Kneipe, die danach auch nie mehr für die Allgemeinheit offen stand, nie mehr betreten habe.



Die Polizei informierte nämlich sowohl das Gesundheitsamt als auch die Gewässeraufsicht. Nachdem sich (natürlich) keine Krankheitserreger bei allen Betroffenen nachweisen ließen, wurde der Wirt erst gezwungen, auf eigene Kosten die gesamte Zapfanlage auszuwechseln, da man darin Schimmelsporen oder Ähnliches vermutete. Natürlich war nichts zu finden. Die Versicherung übernahm leider nur einen Teil der Kosten. Daraufhin wollte man vom Wirt, dass er alle Möbel ersetze, was dieser auch noch gerade so schaffte. Nachdem ein übereifriger junger Beamter des Gesundheitsamtes dann im Aufklärungswahn - wohlgemerkt, da roch lange nichts mehr - verlangte, dass unter dem Holzboden des Lokals nachgesehen werden sollte, sprich dieser komplett rausgerissen werden sollte, reichte es dem armen Wirt. Der Mann warf das Handtuch und löste den Pachtvertrag.


Ich möchte also beichten, dass ich einen armen unschuldigen Gastwirt regelrecht aus seinem Lokal heraus geschissen habe. Aber das Ganze hatte ein gutes Ende für ihn, er konnte sich nämlich kurz darauf eine mehr als doppelt so große Lokalität pachten, und der Laden brummt richtig. Wenigstens ist er nicht ganz auf den finanziellen Einbußen sitzen geblieben, bzw. konnte diese mittlerweile wieder reinholen. Die alte Kneipe ist jetzt übrigens eine Filiale des Dönermannes, von dem unser Essen kommt, irgendwie schließt sich so der Kreis wieder. Aber ich gehe nie mehr in einem öffentlichen Gebäude aufs Klo, lieber fahre ich vorher nach Hause.

Beichthaus.com Beichte #00036472 vom 27.08.2015 um 05:48:03 Uhr (37 Kommentare).

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Das beschissene Bedürfnis, Menschen zu beurteilen

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Engherzigkeit Manie

Ich habe immer dieses total beschissene Bedürfnis, die Menschen um mich herum zu beurteilen. Ich weiß, dass das jeder macht, aber mich macht es krank und ich werde es einfach nicht los! Ob Kleidung, Verhalten oder sogar die Gangart: In meinem Kopf wird das sofort fein-säuberlich in Kategorien eingeordnet und bewertet. Meine Freunde wissen das, und sie kotzt es dermaßen an, weil ich ständig abgelenkt erscheine. Wie zur Hölle werde ich das nur los?

Beichthaus.com Beichte #00036403 vom 20.08.2015 um 00:57:10 Uhr (8 Kommentare).

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Manche Beziehungen beendet man besser!

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Zorn Engherzigkeit Ignoranz Partnerschaft

Ich (w/23) beichte, dass ich ein überhebliches Arschloch bin. Etwa Weihnachten letztes Jahr haben mein Mann und ich uns öfter mit seinem Arbeitskollegen und dessen Freundin getroffen. Sofort hatte ich den Eindruck, dass sie ein ziemliches Flachwasser ist und sie sprach mit ihrem Freund wie ein Stück Scheiße, wobei er mir irgendwie schon leidtat. Jedes Treffen wurde zur Hölle, weil ich das Gefühl hatte, jedes Mal ein Stück mehr zu verdummen. Meinem Mann zuliebe habe ich zu Anfang immer freundlich gelächelt und brav meinen Mund gehalten, bis ich es einfach nicht mehr aushielt und jedes Wort, das an sie gerichtet war, kam überheblich und arrogant aus mir heraus. Wie Sprechdurchfall. Die Alte hat es irgendwann dann auch noch mitgeschnitten und mich gefragt, was ich mir einbilde, und da kam wirklich alles aus mir heraus.


Ich sagte ihr, wie unglaublich scheiße ich sie finde und dass ich es absolut nicht einsehe, ihr Hartz IV zu finanzieren, weil sie einfach zu faul ist, um sich täglich aus dem Bett zu bewegen, während ihr Freund manchmal zehn Stunden und länger auf der Arbeit ist. Außerdem habe ich sie gefragt, ob es wirklich nötig ist, seinen eigenen Partner wie einen Hund zu behandeln und ihm im selben Atemzug gesagt, es sei besser alleine zu sein, als mit so einer niederträchtigen Kröte sein Dasein zu fristen. Mein Mann, sein Arbeitskollege und die alte Schabracke schauten mich wie Eulen an. Ich bin einfach nur aufgestanden, habe meinem Mann gesagt, ich möchte gehen und bin aus der Wohnung raus. Seitdem schreibt mir sein Arbeitskollege fast täglich und ich gebe mir alle Mühe, einen Keil in diese Beziehung zu treiben, in dem Wissen, dass sie sich ziemlich anstrengen muss, um eine neue Bleibe zu finden. Andererseits müssen manche Menschen vor sich selbst gerettet werden. Also beichte ich nicht nur, dass ich überheblich und arrogant bin, denn ich bin eigentlich genauso boshaft wie sie, weil ich bewusst versuche eine Beziehung zu zerstören. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00036280 vom 29.07.2015 um 19:55:26 Uhr (11 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Du bist zu fett!

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Verzweiflung Boshaftigkeit Ungerechtigkeit Ernährung Familie München

Meine Mutter hat sich vor drei Jahren, als ich 13 war, einen Schlauchmagen operieren lassen - sie wog bei 1.70 Meter über 150 Kilo. Ich wiege auf 1.74 Meter derzeit 85 Kilo, ich habe eine sehr starke Schilddrüsenunterfunktion, also das Gewicht nicht raufgegessen, sondern eine echte Krankheit. Ich habe zwar mein Leben umgekrempelt und ernähre mich seit zwei Jahren gesund und mache Sport, doch das Gewicht geht nicht nach unten. Meine Ärztin sagt, da könne man nichts machen.

Das Problem ist nur, seit meine Mutter jetzt schön schlank ist, ist mein Leben die reinste Hölle. Mein Vater hat mich schon immer gemobbt, auch als Kind schon. Fette Sau, ekelhaftes Schwein, hässliche Fotze, Hure - nur um mal eine kleine Auswahl zu nennen. Und damals lief zwischen meinen Eltern auch nichts mehr Großartiges, auch körperlich nicht. Ich habe mich für meine Mama wirklich gefreut und sah, wie glücklich sie war. Doch jeden Tag musste ich mir dann am Frühstückstisch anhören, dass ich nicht so viel fressen sollte. Dass ich hässlich bin und mich eh keiner will. Wenn ich meiner Mutter sage, was mein Vater so alles zu mir sagt, sagt sie nur: "Ach das wird schon wieder", oder "Ja, was soll ich jetzt tun?"


Inzwischen hasse ich sie auch, denn früher hat er sie auch fertiggemacht und da hat sie auch noch etwas dagegen gesagt. Hat mich in den Arm genommen. Solidarisiert praktisch. Sie sieht wirklich top aus, aber ich hasse sie dafür, dass er mich psychisch kaputtmacht und sie nichts tut. Keiner meiner Verwandten glaubt mir, ganz im Gegenteil: Er hat schon recht, pass auf dein Gewicht auf. Selbst als meine Ärztin mit meinen Eltern sprach, dass ich nichts für mein Gewicht kann und auch die Tabletten nicht viel helfen, hat er nicht damit aufgehört. Ich bitte um Absolution dafür, dass ich jetzt meine Mutter so sehr hasse, für etwas, dass ihr vielleicht sogar das Leben gerettet hat. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00036246 vom 26.07.2015 um 01:30:33 Uhr in 80331 München (Marienplatz) (23 Kommentare).

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