Das geschieht ihm recht!

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Neid Falschheit Ungerechtigkeit Geld

Ich (m) musste mir schon immer alles selbst erarbeiten. Meine zwei Geschwister und ich bekamen als Kinder je 10 Euro Taschengeld monatlich von Oma, zusätzlich zum Geld von den Eltern (einen Euro wöchentlich). Und schon damals musste ich alles selbst bezahlen. Wenn ich zum Beispiel eine neue Winterjacke brauchte, musste ich entweder die 10 Euro monatlich dafür sparen, oder warten, bis es an Weihnachten, Ostern oder am Geburtstag Extrageld von Oma gab. Und das, obwohl meine Eltern beide arbeiten gingen. Ich ging auch Zeitungen austragen, was mir sicher nicht geschadet hat, aber dann ist mir auch immer von meinem Vater gesagt worden: "Warum willst du Geld von mir, du hast doch selbst welches. Kaufe dir das mal schön selbst, du musst nicht denken, dass ich das alles bezahle und du dein Geld verprassen kannst." Und kaum fing ich die Ausbildung an, musste ich zu Hause Geld abdrücken, und das nicht zu knappp.


Mein bester Freund aber bekam alles bezahlt, Markenklamotten, Hobbys, Führerschein, Auto, und er brauchte nie etwas daheim abzugeben. Seine Eltern sparten von Geburt an das Kindergeld und noch zusätzlich etwas für ihn, auch noch, als er daheim auszog. Ich war oft richtig neidisch. Als mein Freund früh heiratete, konnte er sich von dem Geld eine schöne große Eigentumswohnung leisten. Die Ehe ging allerdings in die Brüche und die Wohnung war weg. Ich habe mich irgendwie darüber gefreut und dachte, es geschieht ihm recht. Gesagt habe ich das nie, ich habe ihn stattdessen auf ein Bierchen eingeladen und ihm gesagt, wie leid mir das alles tut. Weil er trotz meiner Schadenfreude noch mein bester Freund ist.

Beichthaus.com Beichte #00037248 vom 18.12.2015 um 20:20:21 Uhr (16 Kommentare).

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Ich verdiene zu wenig!

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Neid Habgier Arbeit

Ich (m/Anfang 30) arbeite in der IT und verdiene recht gut. So gut, dass ich mich privat Krankenversichern könnte und ich es meiner Frau locker erlauben kann, zu studieren, ohne durch einen Nebenjob zu unserem Unterhalt beizutragen. Allerdings leben wir auch auf relativ kleinem Fuß ohne großen Luxus. Dabei kann ich jeden Monat noch einen Betrag beiseitelegen, den so mancher Geringverdiener im Monat nicht als Gehalt bekommt.


Eigentlich alles im Lack, könnte man meinen! Jetzt kommt es aber: Im Vergleich zu meinen Kollegen und generell in der Branche bin ich mit meinem Gehalt eher das Schlusslicht. Ich könnte mir jeden Tag in den Allerwertesten beißen, wenn ich nur daran denke, mit welchem Gehalt so mancher Kollege am Ende des Monats nach Hause geht. Man könnte nun argumentieren, dass ich ja wechseln könnte. Da ich mich - bis auf das Gehaltsthema - bei meinem aktuellen AG aber recht wohlfühle, möchte ich diese Option zunächst nicht in Betracht ziehen. Ich beichte also, dass ich zu doof war, um ein branchenübliches Gehalt zu verhandeln und grün vor Neid werde, wenn ich nur an das Thema denke!

Beichthaus.com Beichte #00037188 vom 08.12.2015 um 20:23:49 Uhr (20 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Kaffee vom Hausmeister

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Rache Zorn Neid Arbeit

Ich (m/35) bin angestellte Putzkraft eines 15-stöckigen Bürogebäudes. Wenn ich tagtäglich durch die Abteilungen wische, bekomme ich immer den Eindruck, ich sei jemand Minderwertiges. Die anderen führen pseudowichtige Gespräche, tippen auf der Tastatur und dürfen sich wichtig fühlen. Ich hingegen bin der Typ, der den Dreck der Anzugträger wegwischt. Selbstverständlich sehe ich es ein, dass diese Menschen es durch bessere Bildung so weit gebracht haben, jedoch erwarte ich dann auf der Gegenseite etwas mehr Respekt. Scheinbar bin ich nur eine Witzfigur in deren Augen.


Manchmal höre ich Sachen wie "Scheiß drauf. Macht eh der Hausmeister sauber". Gerade dann werde ich sauer. Was mir auch missfällt, ist die Tatsache, dass sofort gegrinst wird, wenn ich reinkomme. Sicherlich ist ein üppiger Oberlippenbart in der Zeit von glatt rasierten Halbmännern fehl am Platz, aber das ist nun mal mein Geschmack. Nun zur Beichte: Da mich einige dort richtig ankotzen, mache ich mir den Spaß, einige Tassen Kaffee mit Abführtropfen zu versehen. Das geht nur dann, falls ich die Wichtigtuer in einem Moment der Unachtsamkeit erwische.


Es ist jedes Mal ein Spaß zu sehen, dass alle Mitarbeitertoiletten besetzt sind. Meiner Meinung nach haben die das verdient. Es ist nämlich nicht koscher, sich mit dem Hausmeister zu verscherzen. Ich putze doch schließlich deren Dreck! Manchmal erwische ich mich schon, Mitleid mit denen zu empfinden und bekomme dann auch ein schlechtes Gewissen. Weil ich mich aber durch die schmutzigen Toiletten quasi wieder selbst bestrafe, werde ich wieder aggressiver und muss paar Tage später noch einmal so etwas machen. Ein Teufelskreis.

Beichthaus.com Beichte #00037142 vom 30.11.2015 um 21:12:28 Uhr (17 Kommentare).

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Schönheit ist nicht alles!

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Vorurteile Neid Eitelkeit Ungerechtigkeit

Ich (w/19/1,80m/60kg) fühle mich jedes Mal schlecht, wenn Menschen mir Komplimente zu meinem Körper oder Aussehen machen und sagen, sie würden auch gerne so aussehen. Oder Worte fallen lassen wie "perfekt". Ich selbst empfinde mich nicht als perfekt - ganz im Gegenteil. Jedes Mal, wenn jemand das zu mir sagt, fühle ich mich schlecht. Ich sage ihnen dann, dass ich alles andere als perfekt bin und sie mich ja nur mit Kleidung gesehen haben, unter welcher man ja eigentlich alles verdeckt. Ich will nicht, dass sie mich um meinen Körper beneiden und sich selbst dann schlecht fühlen oder denken, sie seien nicht dünn genug. Vor allem will ich das nicht für meine Freundinnen. Da ich mich selbst in meinem Körper nicht wohlfühle.

Ich weiß nicht recht, wie ich das richtig formulieren kann, denn hierbei geht es darum, dass ich mich schlecht fühle, wenn andere Menschen denken, ich wäre perfekt und sich selbst dann offensichtlich selbst schlecht fühlen. Sie haben meine Narben und andere Makel meist nicht gesehen. Ich will nicht, dass sie sich schlecht fühlen, weil sie denken ich entspräche irgendeinem Schönheitsideal der Modebranche. Denn eigentlich ist das alles zweitrangig. Die Persönlichkeit ist doch viel wichtiger. Aber noch schlimmer finde ich es, wenn ich Sachen höre wie zum Beispiel: "Ach, die ist hübsch, die hat doch keine Probleme und der kann es gar nicht schlecht gehen!" Ich empfinde das als diskriminierend, denn ich habe sehr wohl ziemlich viele Probleme und nicht gerade ein leichtes Leben. Man sieht es nur nicht auf den ersten Blick.

Beichthaus.com Beichte #00037033 vom 14.11.2015 um 14:13:48 Uhr (15 Kommentare).

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“Beichte

Die deutsche Neidkultur

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Neid Zorn Verschwendung Gesellschaft

Ich verdiene 65.000 Euro brutto im Jahr und beichte, dass ich einen fünf Jahre alten Renault Clio fahre. Ich brauche keinen Audi, keinen BMW, keinen Mercedes oder Ähnliches für mein Ego, für die Nachbarn oder mein Umfeld. Mich kotzt die Neidkultur in diesem Land an, dieses Sehen und Gesehen werden. Die Leute, die nur für ihr Umfeld arbeiten gehen, um ja gut dazustehen und einen auf dicke Hose zu machen. Aber deren Konto will ich nicht sehen und in den kargen Kühlschrank auch nicht. Ich bemitleide den Teil der Bevölkerung - die Leute, die Dinge kaufen, die sie eigentlich nicht brauchen, um Leute zu imponieren, die sie nicht leiden können. Ein wenig mehr Demut und Bodenständigkeit würde diesem Land mal gut tun.

Beichthaus.com Beichte #00036907 vom 24.10.2015 um 13:37:33 Uhr (29 Kommentare).

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