Das Meinungs-Chamäleon

8

anhören

Falschheit

Wenn ich auf Studentenpartys eingeladen bin, kann ich mich dort dem allgemein vorherrschenden linken Gesprächsklima anpassen und ich argumentiere dort gerne mal Pro-Flüchtlinge und Anti-AfD. Am nächsten Tag treffe ich mich dann mit Freunden, die das genaue Gegenteil sind und dann ziehen wir gemeinsam über die dummen Zecken her. Mit einer anderen Gruppe unternehme ich viel Blödsinn und wir ärgern uns oft über die Spießer. Wenn ich dann aber mal in privater Runde mit solchen Menschen Typus Spießer spreche, kann ich ganz herrlich Unverständnis über die Verhaltensweisen der Proleten zeigen.

Das Problem daran ist nicht nur, dass ich fast allen vorheuchele, jemand zu sein, der ich nicht bin, sondern dass ich es allen vorheuchele. Denn keine einzige dieser Rollen entspricht wirklich dem, was ich bin und auf Dauer ist das ewige Verstellen auch nicht zufriedenstellend. Allerdings konnte ich auch noch keine Gemeinschaft finden, mit der ich mich gut genug identifizieren könnte. Keine Musikrichtung, keine politische Partei, kein Verein kann mir das geben. Das Leben als Meinungs-Chamäleon ist da noch die beste Art, überhaupt ein wenig am Leben anderer teilzuhaben. Auch wenn ich mir dann hinterher jedes Mal schlecht und verlogen vorkomme. Ich würde gerne beichten, dass das alles hinter mir liegt, aber die bittere Wahrheit ist, dass ich keinen Ausweg kenne und das einfach mal jemandem mitteilen muss.

Beichthaus.com Beichte #00040009 vom 09.07.2017 um 02:18:50 Uhr (8 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Mein Studium bringt mich an meine Grenzen!

15

anhören

Zwang Verzweiflung Maßlosigkeit Studentenleben Witten

Momentan bin ich durch meine Lebensumstände so unglücklich, dass ich mich am liebsten auf die nächste Autobahn stürzen würde. Ich bin Anfang 20 und studiere einen Naturwissenschaftlichen Studiengang. Der Arbeitsaufwand ist so immens, dass es mich an und über die Grenzen meiner Leistungsfähigkeit bringt. Teilweise 14-Stunden-Tage, jedes Wochenende arbeite ich für das Studium - ich stehe, da ich pendle, mitten in der Nacht auf und gehe abends sehr früh ins Bett; ich habe momentan also leider nichts von meinem Tag geschweige denn soetwas wie Freizeit. In der vorlesungsfreien Zeit schreibe ich so viele Klausuren, dass es auch da keine Freizeit geben wird. Ich bin, was dazu kommt, sehr unzufrieden mit mir selbst. Ich achte schon sehr penibel auf meine Ernährung aber bekomme die letzten Kilos (ich habe bereits um die 10 abgenommen) einfach nicht runter, für Sport fehlt mir die Zeit - momentan auch einfach der Antrieb. Ich wünschte einfach so sehr wenigstens dieser Teil meines Lebens wäre unkompliziert und ich könnte Essen, was ich möchte und würde dabei gut aussehen.

Ich lebe in einer Beziehung; aufgrund der Entfernung sehen wir uns nur am Wochenende. Mein Freund ist zurzeit arbeitslos und seine Prognose für dieses Jahr eine Ausbildung zu finden ist sehr schlecht, was mich zusätzlich belastet. Ich habe von Seiten meiner Familie leider wenig bzw keine Unterstützung, meine Familie stellt da eher eine Belastung dar; aber das zu erklären würde zu lange dauern. Das Einzige, worüber ich mir keine Sorgen machen muss, ist meine finanzielle Situation, da mir mein Nebenjob genug Geld für ein Leben als Student einbringt. Tja, nächstes Semester wird es hoffentlich besser, aber gerade kommen einfach all diese Dinge zusammen und ich weiß nicht wohin mit mir und ich wüsste auch nicht, mit wem ich darüber reden könnte. Wenn ich meinem Freund davon erzähle, wie hart alles ist, dieser Druck, die Abgaben, die 14-Stunden-Tage, dann versteht er das nicht so recht. Die Freunde spielen bei dem Thema immer nur denselben Text ab: "Du schaffst das schon!" Ja, danke für gar nichts. Naja, ich bedanke mich schonmal für die Aufmerksamkeit. Und btw: Nein, es geht nicht nur mir so mit der Überforderung. Ich kriege alles immer auf die Kette und habe bisher jetzt jede Klausur bestanden, aber der Preis dafür ist eben sehr hoch.

Beichthaus.com Beichte #00039962 vom 29.06.2017 um 15:38:48 Uhr in Witten (15 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Paranoia

28

Verzweiflung Neurosen

Bevor ich mit meiner Beichte beginne, möchte ich etwas flüchtig zu meiner Person wiedergeben. Ich bin ein 17-jähriges Mädchen und besuche ein Bundesrealgymnasium für Naturwissenschaften. Ich gehöre sowohl vom Beliebtheitsgrad, als auch was meine schulischen Leistungen betrifft zum höheren Rang, worauf ich durchaus stolz und zufriedengestellt bin. Ich pflege meine Freundschaften gutherzig, habe ein relativ normales Familienverhältnis und treibe in meiner Freizeit sehr viel Sport. Zudem bin ich seit knapp drei Monaten in einer Beziehung, in welche ich sehr viel Zeit und Leidenschaft investiere. Das klingt auf Anhieb nahezu perfekt, doch jeder trägt wohl sein schwarzes Päckchen mit sich. Die Tatsache ist, dass ich oftmals unter extremen Angstzuständen leide und mich auch schon öfters Panikattacken überkommen haben.

Ich war schon als Kleinkind sehr paranoid und ängstlich, doch seit meiner Beziehung haben sich diese schaurigen Emotionen weit verstärkt. Ich kann es mir nur damit erklären, dass ich durch meine Partnerschaft andere Komponenten wie Familie und Schule nicht vernachlässigen möchte, weswegen ich bis spät in die Nacht wach bleibe. Es kommt auch öfters vor, dass ich nur drei bis vier Stunden pro Tag schlafe, jedoch ist es mir wert durchzuarbeiten, um mein Umfeld glücklich zu machen. Ich fühle mich oft sehr erschöpft, mein Alltag ist von Müdigkeit geprägt und dass ich eine Schlafrhythmusstörung entwickelt habe, brauche ich wohl nicht erwähnen.

Ich bin mir selber nicht im Klaren, wie so ein Zusammenhang entsteht, aber ich weiß, dass meine Paranoia Tag für Tag steigt. In der Nacht während ich lerne, bin ich sehr angespannt und reagiere nahezu auf jedes minimale Geräusch, welches durch das Haus ertönt. Wenn ich auf die Toilette gehe, müssen alle Lichter, in allen Räumen an sein. Ich traue mich nicht aus den Fenstern zu schauen, weil mir vor Augen immer ein Gesicht oder eine Gestalt erscheint. Ich fühle mich schlicht und ergreifend unheimlich beobachtet.

Nun, mit diesen "Zwischenerlebnissen" komme ich dennoch gut zurecht. Das Ereignis, welches dazu geführt hat, dass ich diese Beichte verfasse basiert auf meinen Träumen in den letzten Tagen. Normalerweise kann ich mich kaum an meine Träume erinnern bzw. sie sind nicht sehr intensiv. Diesmal war es anders. Ich kam wie gewöhnlich nach Hause und wollte mich kurz schlafen legen. Binnen Sekunden schlief ich ein und dann: Ich stehe in unserem Badezimmer und trockne meinen nackten Körper mit einem Handtuch ab. Während ich diese Handlung durchführe, betrachte ich meinen Körper in einem sehr hohen Spiegel an der Wand. Da der Spiegel jedoch etwas kleiner ist, als dass er mich komplett widerspiegeln könnte, gehe ich einen Schritt zurück, um auch meinen Kopf zu betrachten. Doch während ich diesen Schritt wage, ist kein Kopf zu sehen. Es ist mein kopfloser Körper. Anstelle des Kopfes erscheint ein sehr kurzes Licht und ich bewege meine Hand Richtung Türgriff. Es wird alles wie in einer Zeitlupe abgespielt und ich höre mich sehr schwach aufschreien.

In diesem Moment wachte ich schweißgebadet auf, mein Körper wie in Trance versetzt. Erst nach einigen Minuten konnte ich wieder angemessen atmen. Ich war perplex und wusste nicht wie ich handeln sollte. Nach einigen vergangenen Stunden entschied ich mich dazu im Internet nach Traumdeutungen zu suchen. Fehler! Ich stieß auf einige Seiten die mit dem vorhersehbaren Tod zu tun haben. Diese Erkenntnis hatte mich verständlicherweise noch mehr aus der Fassung gebracht. Ich drehe mich oft ruckartig oder zucke, falls ich das komische Gefühl habe, dass jemand bei mir sei. Diese Angst zerrt an meinen Nerven und macht mich psychisch labil, was sich zudem extrem negativ auf meine Gesundheit auswirkt.

Ich beichte, dass ich Angst habe als verrückt abgestempelt zu werden, wenn ich jemandem über diese Probleme erzähle. Ich spiele zwar mit den Gedanken, meinem Freund über die Vorfälle zu berichten, jedoch denke ich, dass er diese Angelegenheit als lächerlich und läppisch betiteln würde. Vielleicht würde er sogar von einer Persönlichkeitsstörung ausgehen. Mein Freund ist generell jemand, der vor nichts und niemandem abschreckt. Seine Lieblingsserien sind natürlich "The Walking Dead", "Paranormal Activity" oder "Saw". Ich hingegen kann mich mit seinen Vorlieben überhaupt nicht anfreunden, auch wenn ich es oftmals versucht habe.

Beichthaus.com Beichte #00039941 vom 24.06.2017 um 14:37:12 Uhr (28 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Pornos haben mich impotent gemacht!

21

Sex Sucht Fetisch Engherzigkeit Internet Freiburg

Ich (m/28) bin pornosüchtig, komme einfach nicht davon los und dass ich dadurch fast impotent bin, ist nicht einmal die extremste Folge davon. Alles begann mit einem recht "normalen" Pornokonsum. Am Anfang war das kein Problem. Über Jahre steigerte sich der Konsum […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00039893 vom 15.06.2017 um 13:39:50 Uhr in Freiburg (21 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Im Urlaub nur eine Schnitte gestopft

71

anhören

Fremdgehen Verrat Urlaub Spanien

Wie jedes Jahr fuhr ich (m/29) im Sommer nach Malle, um mir schön die Birne kaputt zu saufen. Selbstverständlich hatte ich als Single auch vor, die eine oder andere Schnitte zu stopfen. So ging ich dann abends aus und machte mich unter die Leute. Selten war ich so selbstbewusst wie an diesem Abend. In den Monaten zuvor habe ich mir im Fitnessstudio schön Muckis antrainiert, damit die jungen Dinger brav zu mir kommen. Außerdem war ich braun gebrannt. Kurzum: Ich war ein heißer Feger! Einige Flirtversuche später hatte ich schon das erste Stück Fleisch an der Angel. Blond, großbusig, vielleicht ein etwas zu knochiges Gesicht, aber das konnte ich mir schön saufen. Ich war also zufrieden. Nachdem ich ihr einige Drinks ausgab, ging es ins Hotel. Endlich wieder Sex, so mein Gedanke. Ja, es ging richtig ab bei uns. Jedoch sollte sich das Ganze zu etwas Ernsterem entwickeln. Ursprünglich wollte ich sie nur einmal verbrauchen und dann die nächste Schnitte holen. Irgendwie wurde sie mir aber doch sympathisch. Keine Ahnung warum, vielleicht mochte ich ihre geistige Reife.

Schlussendlich verbrachte ich eine ganze Woche mit ihr auf Mallorca. Neben des alltäglichen Geschlechtsvekehrs und des Saufens verirrten wir uns in tiefsinnige Gespräche. Wir mochten aneinander. Ich spielte sogar mit dem Gedanken, die Beziehung in Deutschland weiterzuführen. Kurz vor der Abreise, habe ich sie Selbiges gefragt. Sie war zwar sehr geschmeichelt, verwies mich aber auf ihren Freund in Deutschland. Das heißt, sie ist fremdgegangen. Ich war auf zweierlei Arten wütend: Erstens wollte sie mit mir nichts Ernstes, zweitens hat sie ihren Freund betrogen. Fremdgehen ist doch das Allerletzte! Zudem war ich ihr Spielzeug, nicht umgekehrt. Um mich würdevoll zu rächen, schnappte ich ihr nicht zugriffsgeschütztes Smartphone und durchforstete ihre WhatsApp-Kontakte, bis ich ihren Freund fand. Ihm schickte ich ein Selfie von mir, wie ich splitternackt auf dem Hotelbett lag. Als Text sendete ich ihm noch: "Das ist mein neuer geiler Stecher!"

Als die dumme Bratze dann aus dem Bad kam und ihr Smartphone abcheckte, verließ sie heulend mein Hotelzimmer. Das sollte ihr eine Lektion sein. Allerdings bereue ich mein Handeln inzwischen. Der Vorfall ist fast ein Jahr her und noch immer muss ich an sie denken. Wir alle kommen doch im Urlaub auf komische Gedanken. Hoffentlich konnte sie ihre Beziehung retten. Ich wollte schließlich auch nur schnellen, unverbindlichen Sex.

Beichthaus.com Beichte #00039880 vom 12.06.2017 um 20:21:43 Uhr in Spanien (Carrer Balears, Llucmajor, Mallorca) (71 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000