Ich entstelle mich selbst!

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Verzweiflung Manie Zwang

Ich (w/25) beichte, dass ich einen Tick habe, den ich absolut nicht unter Kontrolle habe und der mein Gesicht entstellt. Und zwar habe ich eine recht unreine, aber trockene Haut und kratze mir alle Pickel auf. Wenn sie gerade am Abheilen sind und eine trockene Kruste bekommen, kratze ich sie wieder auf und das geht ewig so weiter. Daher ist mein Gesicht immer übersäht mit roten Flecken und Punkten und ich brauche morgens immer ewig, um das alles abzudecken, ich komme mir immer vor wie eine Bildrestauratorin, oder so. Und auch nach dem Abdecken sieht meine Haut nicht gerade optimal aus und man sieht, dass ich Make-up trage. Ich würde so gerne einfach morgens aufstehen, Zähne putzen, Haare kämmen und fertig sein. Und mir rund um die Uhr nach Belieben ins Gesicht fassen können, ohne Angst zu haben, etwas zu verschmieren. Wenn ich die Pickel nicht aufkratze, dann sieht man sie kaum, weil es nur kleine Erhebungen sind, die sich farblich nicht abheben.


Aber jeden Abend taste ich mein Gesicht wieder nach trockenen Pickeln ab und kratze alle auf. Es sieht so schlimm aus, dass ich so niemandem unter die Augen treten kann. Ich mache ungeschminkt noch nicht einmal dem Paketboten auf. Auf meinem Nacken und Rücken ist es genauso, aber da kann ich mich im Sommer wenigstens beherrschen, denn da sieht man ja meinen Rücken und da hinten kann man ja nicht so gut Make-up auftragen. Das Doofe ist, dass die aufgekratzten Pickel mittlerweile Narben hinterlassen haben, also rote Punkte, die nicht mehr weggehen. Die unreine Haut kommt wahrscheinlich von meiner Ernährung, aber das ist noch eine andere Geschichte. Ich beichte, dass ich diesbezüglich absolut keine Selbstbeherrschung und Disziplin habe, und es nicht hinkriege, mein Verhalten zu ändern. Stattdessen jammere ich rum und bemitleide mich selbst.

Beichthaus.com Beichte #00037719 vom 29.02.2016 um 12:47:18 Uhr (12 Kommentare).

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Alle hübschen Frauen haben ein Problem!

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Neugier Engherzigkeit Ekel Peinlichkeit Dating

Ich (m/31) date hübsche Frauen seit einigen Jahren bloß noch zum Spaß und um mich über ihre Oberflächlichkeiten lustig zu machen. Mir ist aufgefallen, dass normale Frauen, die durchschnittlich oder nicht so hübsch aussehen, deutlich weniger Komplexe haben und eher zu ihrem Körper stehen, als die ganzen Püppchen, die sich hinter 10 Kilo Schminke verstecken und oberflächlich sind. Die meisten dieser gestylten Püppchen arbeiten in irgendeinem minderen Job und verdienen wenig, geben aber so viel Geld für Klamotten aus, dass sie Mitte des Monats schon wieder blank sind und Angst haben, die Miete nicht bezahlen zu können. Aber auf der Straße immer gestylt herumlaufen, als ob man ein Model oder ein Superstar wäre und jedes Wochenende eine Party am Start. Dafür aber kaum einen Cent in der Tasche, sich überall einladen lassen und hoffen, dass das hübsche, jugendliche Aussehen ein Leben lang anhält.


Dann ist mir bei einigen Püppchen aufgefallen, dass sie es mit der Hygiene nicht so genau nehmen. Eine war von Kopf bis Fuß mit Markenklamotten eingekleidet. Doch schon beim dritten Date fiel mir auf, dass sie eigentlich nur zwei Garnituren Gewand hat. Und die Kleidung roch stark nach Schweiß und viel Parfum, welches den Schweiß wohl überdecken sollte. Wahrscheinlich hat sie nur die zwei Garnituren und kann das Zeug nur waschen, wenn sie mal eine Woche nicht auf die Straße geht, weil sie sonst nichts zum Anziehen hat. Eine andere, die auch sehr gut angezogen und gestylt war, hat mir auf die Frage, warum sie so extrem nach Rauch riecht, obwohl sie Nichtraucherin ist, erzählt, dass sie kein Geld für eine Waschmaschine hat und der Waschsalon auch zu teuer wäre. Die Markenklamotten, die sie jedoch anhatte, waren von den Schuhen bis hinauf zum Kopf gut und gerne 1.200 bis 1.500 Euro wert. Und dann hat sie kein Geld für den Waschsalon?


Dann waren da mehrere, die Fußpilzsalbe im Badezimmer stehen hatten. Soll ja in den besten Familien vorkommen. Eine davon erklärte mir auf Nachfrage, dass ihre 600 Euro teuren Schuhe zwar extrem gut aussehen würden, aber sie sehr unbequem sind und sie Fußpilz und Käsefüße von den Markenschuhen bekommen hätte. Aber andere Schuhe kommen für sie nicht infrage, denn es müssen ihre Markenschuhe sein, die sie jeden Tag trägt. Man muss dazu sagen, dass sie nur dieses eine Paar Schuhe hatte. Dann hatte ich ein Date mit einer auch sehr hübschen jungen Dame, die, als wir unterwegs waren, extreme Bauchschmerzen bekam. Ich dachte zuerst, sie bekomme ihre Tage. Auf langes Nachfragen und als ich sie drängte, einen Arzt aufzusuchen, erzählt sie mir, warum sie Bauchschmerzen hatte. Eine Woche zuvor hatte sie ein Vorstellungsgespräch und der Typ erklärte ihr, dass sie unpassend gekleidet wäre und am nächsten Tag mit passender Kleidung erneut vorbeischauen sollte. Sie hatte anscheinend ein Minikleid und hohe Stiefel angezogen. Aber jetzt kommt es: Sie war von der Ansage so verunsichert, dass sie am nächsten Tag gar nicht mehr hingegangen ist. Und ihr Körper hat auf den ihrer Meinung nach großen Stress mit Verstopfung reagiert und die Gute war deshalb eine Woche nicht kacken. Psychoalarm! Wie ungefestigt muss man im Leben sein, wenn man gesagt bekommt, man sei unpassend angezogen und bekommt von der Ansage dann Verstopfung?! Ich hatte Angst sie explodiert mir im Auto und versaut mir die Sitze.


Aber die Krönung des Ganzen hatte ich vergangenes Wochenende: Ich traf mich wieder mit einem Mädel, das ich schon mehrmals getroffen hatte. Bisweilen war jedoch nichts zwischen uns passiert, außer ein paar intensiven Küssen zum Abschied. Auch sie sah extrem gut und gepflegt aus und war immer toll gekleidet. Aber ich wusste, dass auch sie irgendwo eine Leiche im Keller hatte, welche es zu entdecken galt. Am Ende des Abends landeten wir bei mir und wurden intim. Als wir uns in der 69er-Stellung gegenseitig gerade so richtig heißmachten, sah ich aus ihrem Arsch einen kleinen weißen Wurm hängen, der sich bewegte. Ich brach sofort ab und fragte sie, ob sie ein Problem hätte. Sie erklärte mir, dass sie schon ein paar Monate Würmer habe, aber sie noch nicht beim Arzt war, da es ja nichts Lebensbedrohliches ist und die Medikamente auch Geld kosten, welches sie lieber für wichtigere Dinge ausgibt. Ich warf sie hochkant aus der Wohnung.


Ich habe in den letzten Jahren viele Frauen gedatet. Aber die Schlimmsten in Sachen Oberflächlichkeit, psychischer Probleme und fehlender Hygiene in allen Belangen waren die besonders gestylten und extrem hübschen Frauen. Ich fürchte, dass diese ihr fehlendes Ego hinter einer Fassade aus Oberflächlichkeit, Markenklamotten und viel Schminke verbergen müssen. Ach ja, die meisten dieser Girls mussten sich alle Psychopillen einwerfen, die sie sich vom Arzt hatten verschreiben lassen, um überhaupt mit dem Leben klarzukommen und gut drauf zu sein. Ich möchte hiermit beichten, dass ich mich mit hübschen Frauen nur treffe, um hinter ihre Fassade zu blicken und mich an der physischen, psychischen, seelischen und komplexbehafteten Ruine zu ergötzen, welche sich hinter der Schönheit verbirgt. Ich bitte um Vergebung für mein Tun.

Beichthaus.com Beichte #00037718 vom 29.02.2016 um 08:56:55 Uhr (38 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Deutsch-Unterricht mit Flüchtlingen

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Vorurteile Zorn Gesellschaft

Ich unterrichte Deutsch als Fremdsprache, habe vor einigen Monaten einen Vorkurs für Flüchtlinge geleitet und möchte hiermit beichten, dass ich kein moralisches Problem darin gesehen hätte, 80 Prozent der Kursteilnehmer wieder abzuschieben. Hätte mein Arbeitgeber über meine Einstellung Bescheid gewusst, wäre mir vermutlich gekündigt worden, da man mir vermutlich latenten Rassismus und Xenophobie unterstellt hätte. Es gibt mehrere Gründe, warum ich zu meinen Überzeugungen gelangt bin. Der erste Grund besteht darin, dass von 25 angemeldeten Kursteilnehmern nur 10 Leute regelmäßig anwesend waren. Hierbei muss ich sagen, dass ich es durchaus verstehe, wenn beispielsweise die Eltern kleiner Kinder oder auch andere Kursteilnehmer wegen eines Behörden- oder Arzttermins nicht an jeder Sitzung teilnehmen können, wenn aber von 25 Leuten täglich 15 fehlen, dann frage ich mich ernsthaft, welche sonstigen dringenden Pflichten Flüchtlinge zwischen 20 und 30 Jahren haben, dass sie trotz ihrer Ambitionen, dauerhaft in diesem Land zu leben, nicht am Deutsch-Unterricht teilnehmen können.


Grund Nr. 2: Von den zehn Leuten, die regelmäßig anwesend waren, konnten sieben nicht ansatzweise schreiben. Natürlich ist mir bewusst, dass im Irak und in Afghanistan eine andere Schrift verwendet wird, jedoch denke ich, dass das lateinische Alphabet mittlerweile so international ist, dass alle, die jemals eine Schule besucht haben, wenigstens grob mit lateinischen Buchstaben vertraut sein sollten. Leute aus Ostasien, die ich unterrichte, hatten beispielsweise nie Probleme mit dem lateinischen Alphabet, obwohl man dort auch andere Schriften verwendet. Jedenfalls hatte ich auch sonst den Eindruck, dass das Bildungsniveau der Kursteilnehmer sehr niedrig war, dass die meisten vermutlich nicht einmal eine Berufsausbildung hatten und daher dem deutschen Steuerzahler vermutlich noch sehr lange, wenn nicht für immer, auf der Tasche liegen werden.


Grund Nr. 3: Natürlich kann man alles lernen, auch die deutsche Sprache, Schreiben, oder einen Beruf. Allerdings fiel mir bei den meisten Kursteilnehmern auf, dass sie überhaupt keinen Bock hatten, irgendwas in meinem Kurs zu lernen, obwohl ich mir wirklich viel Mühe gegeben habe und weder davor noch danach mit anderen Lerngruppen (z. B. Jugendlichen an Schulen, Studenten etc.) Probleme hatte. Die meisten Kursteilnehmer kamen und gingen, wann sie wollten, haben sich von mir im Unterricht auch nicht beim Telefonieren, Schlafen oder Essen stören lassen und haben auch sonst nicht den Eindruck erweckt, als interessierten sich sich auch nur ansatzweise dafür, die Sprache zu lernen.


Grund Nr. 4: Weiterhin negativ aufgefallen ist mir das Verhalten. Es gab regelmäßig Beschwerden vom Hausmeister, weil die Kursteilnehmer benutztes Klopapier einfach auf den Boden geschmissen haben, ihre Zigaretten trotz deutlich sichtbarer Aschenbecher vor dem Hauseingang einfach ausgetreten haben, überall ihren Müll liegen lassen haben, Gegenstände wie Wasserkocher aus der Küche entwendet haben, in die zuvor erwähnten Aschenbecher gerotzt haben, und so weiter. Natürlich habe ich den Kursteilnehmern mehrmals die Hausordnung erklärt und nach einer Weile wurde es auch besser, trotzdem frage ich mich, auf welchem Stand eine Zivilisation sein muss, wenn erwachsene Menschen überhaupt auf solche Ideen kommen, wie zum Beispiel vollgeschissenes Papier einfach auf den Boden zu werfen.


Grund Nr. 5: Ich hatte nicht wirklich das Gefühl, dass es sich bei den Kursteilnehmern um traumatisierte Kriegsflüchtlinge handelte. Die meisten hatten teure Smartphones, Schmuck und nicht gerade die billigsten Klamotten an. Auch sonst habe ich in Gesprächen einen komischen Eindruck gewonnen, als mir einer erzählte, dass ich mir irgendwann mal die schöne antike Architektur im Irak ansehen solle, oder als ich eine Gruppe von Eriträern dabei beobachtet habe, wie sie sich untereinander Witze erzählt und miteinander gelacht haben. Versteht mich nicht falsch: Natürlich müssen Flüchtlinge nicht unglücklich oder andauernd mit einer Fresse wie nach sieben Wochen Regenwetter herumlaufen, allerdings hatte ich bei den Leuten in meinem Kurs wirklich nicht das Gefühl, dass sie sehr bedürftig waren. Natürlich ist mir bewusst, dass meine Gruppe nur eine winzige Stichprobe war und man nicht auf alle Flüchtlinge schließen kann, allerdings konnte mir keiner aus meiner Gruppe wirklich die Hoffnung geben, sich hier jemals zu integrieren oder zu einem funktionierenden Teil unserer Gesellschaft zu werden.

Beichthaus.com Beichte #00037716 vom 29.02.2016 um 05:25:26 Uhr (40 Kommentare).

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Wie man sich gegen das Jobcenter durchsetzt

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Rache Ungerechtigkeit Zorn Verzweiflung

Ich möchte euch heute meine Geschichte erzählen, die auch so einige Beichten beinhaltet. Gleich zwei Dinge vorweg: ich kann aus Gründen der Aktualität und zu meinem Schutz keine genauen Angaben zu meiner Person, Geschlecht oder Herkunft machen, es muss hier genügen, dass ich ein menschliches Wesen jenseits der 40 bin. Auch auf genaue Zeitangaben verzichte ich. Und zweitens, das hier wird lang und wird einige Dinge enthalten, die man schwer oder gar nicht glauben kann, doch ich schwöre beim Leben meiner Kinder, dass alles der Wahrheit entspricht.


Es fing vor etwa dreieinhalb Jahren an, als ich chronisch krank wurde. Auch auf meine Erkrankung kann ich nicht weiter eingehen, außer, dass sie unheilbar ist, mich aber nicht umbringen wird. Es handelt sich auch nicht um eine Suchterkrankung oder sonst etwas selbst verschuldetes. Aber ich wurde damals, vor der endgültigen Diagnose, plötzlich immer wieder mehrere Tage krank und war dann auch absolut arbeitsunfähig, teils bis zu zwei Wochen am Stück. Obwohl ich in meinem Betrieb seit der Ausbildung, einem Werksstudium, gearbeitet hatte, wurde ich daher "betriebsbedingt" gekündigt. Dieses Schicksal traf damals aber ausschließlich ältere und krankheitsanfällige Mitarbeiter.

Da die ersten Arztbesuche noch kein Ergebnis brachten, suchte ich weiter nach Arbeit, vor allem, da damals noch ein recht einfaches Medikament schnelle Linderung der Symptome brachte. Leider machte ich es damit aber schlimmer, das wusste damals nur keiner. In den folgenden zwei Jahren lebte ich also von ALG 1, meinen Ersparnissen und kurzem Engagement in meiner Branche, doch meine Krankheit wurde immer schlimmer und ich konnte bald nicht mehr. Man kam damals der endgültigen Diagnose zwar endlich näher, aber all das dauerte seine Zeit. Daher fiel ich nach einiger Zeit in die Zuständigkeit einer Behörde, mit der ich noch nie zu tun hatte: Das Jobcenter. Und damit ging der ganze Terror, unter dem ich bis heute leide, los.

Zuerst bekam ich, wie es scheinbar normal ist, die Anweisung - mitsamt meiner Familie - aus meiner Wohnung auszuziehen und sollte mir etwas Billigeres und Kleineres zu suchen. Unsere Wohnung ist nett, aber auch nichts Tolles. Eben das, was man sich von einem Gehalt im mittleren vierstelligen Bereich leisten kann. Und davon sparten wir noch und lebten zum Großteil vom Lohn meiner Frau. Dafür sollte ich uns beide im Alter versorgen. Den Umzug konnte ich mit dem Hinweis auf die schiere Unmöglichkeit in meiner Stadt, in der es von Studenten nur so wimmelt, noch abwenden. Mein Vermögen wurde mir angerechnet, sodass ich bis heute nur die Versicherungen bezahlt bekomme und einen kleinen Teil der Miete. Das wird, nach Stand der Dinge, auch etwa noch zwei Jahre so sein. Nun stand vor etwa 28 Monaten endgültig fest, dass ich in meinem Job nie mehr werde arbeiten können, und ich wurde daher zum Amtsarzt geschickt, um dies zu bestätigen. Allerdings attestierte dieser, dass ich bis zu sechs Stunden täglich leichte bis mittlere körperliche Arbeit leisten könne. Trotz gegenteiliger Atteste wurde mir die Anerkennung einer Frührente wegen Arbeitsunfähigkeit verweigert. Im Gegenteil, ich sollte einen 1-Euro-Job machen, den ich wegen der Anrechnung meiner nicht unerheblichen Ersparnisse nicht einmal bezahlt bekommen würde. Dieses Geld sollte eigentlich meine Altersvorsorge sein, über die Hälfte davon ist aber inzwischen weg.

Kurz nach dem Amtsarzt wurde ich daher das erste Mal zu einem Vermittler geladen. Dieser sollte ein Spezialist für schwer vermittelbare Menschen sein, und bei diesem Gespräch stellte sich der Grund heraus, warum es nicht anerkannt wird: Er will es einfach nicht. Er sagte mir wörtlich und grinsend ins Gesicht "Ich werde nicht zulassen, dass sie AU werden und ihre Versicherungen und Geld vom Staat kassieren! Solche wie Sie habe ich am Liebsten!" Als ich ihm sagte, ich habe seit meinem 18. Lebensjahr gearbeitet und nebenher studiert, unterbrach er mich nur mit "Jaja, ich kenne ihren Lebenslauf, Personen wie sie haben ab 40 oft keinen Bock mehr und legen sich auf die faule Haut, aber nicht bei mir!" Ich wurde daraufhin leicht sauer und sagte ihm in ähnlichem Tonfall, dass ich alles lückenlos belegen könne und mir sicher meinen letzten Rest Gesundheit nicht durch Arbeiten ruinieren würde, die ich nur unter der Wirkung extrem starker Schmerzmittel leisten könne und dabei auch eine Verschlimmerung riskieren müsste. Da grinste er erneut und sagte: "Ah, Opfer, die sich wehren, machen mir am meisten Spaß, mit uns beiden wird das sicher noch lustig!" und warf mich aus dem Büro. Kurz darauf bekam ich einen Bescheid, dass alle Leistungen eingestellt würden, da ich die Mitarbeit verweigern würde.

Klare Sache: Widerspruch, Anwalt, Drohung mit dem Sozialgericht und Gesprächstermin beim Boss des Vermittlers im Beisein des Anwalts. Dieser jedoch ist derselbe Mensch, nur eine Stufe höher, und sagte, er würde nichts tun, was die Autorität seiner Mitarbeiter untergrabe, solange diese im gesetzlichen Rahmen handeln würde, und erklärte das Gespräch für beendet. Auch die Überreste dessen, was man einst als Sozialamt kannte, sagten, dass sie erst zahlen können, wenn das Jobcenter meine AU anerkannt habe, und verwiesen mich zurück. Auch beide Zusatzversicherungen zahlen erst, wenn die AU von amtlicher Seite anerkannt wird. Atteste alleine reichen dazu nicht aus. Das Jobcenter wiederum erkennt ausschließlich Atteste von Ärzten an, die auf ihrer Liste stehen, und diese entscheiden fast immer im Sinne der Behörde. Das Sozialgericht entschied auf Wiederaufnahme der Leistungen, kann aber ebenfalls keine Anerkennung erzwingen.

Der Vermittler ging nach kurzer Zeit dazu über, mich bei den Gesprächen, wenn ich aus zeitlichen Gründen keinen Zeugen fand, nur zu beleidigen und versuchte mich auch zu demütigen. Beispielsweise verlangte er, ich solle seine Füße küssen, sonst würde der nächste Antrag nicht anerkannt, da er meinen Sachbearbeiter sehr gut kennen würde. Das tat ich natürlich nicht, denn mich hinzuknien alleine würde mich vor Schmerz fast ohnmächtig werden lassen, und das weiß er. Außerdem nannte er mich, weil ich durch die Medikamente Wasser einlagere und auch an Gewicht zunahm, eine widerliche fette Sau und ich solle doch rollend zu ihm kommen, dafür bräuchte ich dann kein Auto mehr. Und überhaupt hätte er sich an meiner Stelle längst aufgehängt, wenn er diesen Anblick im Spiegel ertragen müsse. Stinken würde ich auch. Das ist nicht wahr, da mir meine Frau bei der Hygiene hilft. Er weiß aber, dass ich alleine nicht mehr alles kann. Vor Zeugen dagegen tut er so, als wenn nichts wäre, und sagt Dinge wie "Aber Person XXXX, wenn ich so etwas tun würde, riskierte ich doch meinen Job und könnte armen Menschen wie ihnen nicht mehr helfen!", oder legt nahe, dass ich mich wegen Wahnvorstellungen untersuchen lassen soll. Er ist abgebrüht genug, nicht wütend zu werden, sondern macht mich indirekt lächerlich und unglaubwürdig, was aber seine Position stärkt.

Und nicht nur das, er wird auch körperlich gewalttätig, er schlägt mit den Knöcheln in die Nieren, wenn man ihm den Rücken zudreht. Einmal trat er mir auch die Füße weg und sah lachend zu, wie ich nur unter größter Mühe wieder hochkam. Zur Info: Er geht mit Männern und Frauen gleichermaßen um, wie ich inzwischen in Erfahrung bringen konnte. Alles natürlich nur, wenn wir alleine waren. Er sagte mir auch, alle, die sich mit ihm anlegen würden, seien am Ende im Gefängnis, in der Psychiatrie oder tot. Er sitze am längeren Hebel und das werde er mir beweisen. Ohne Rücksicht auf Verluste, es seien ja nicht die seinen.

Das war der Moment, in dem ich beschloss, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Ich kenne einige junge Leute, die für Geld zu moralisch und gesetzlich nicht einwandfreien Dingen bereit sind, über meine Kinder. Gleichzeitig fand ich andere Betroffene, die zum Teil völlig verängstigt und unsicher sind, was sie nun tun sollen und sich weigerten, bei Dingen mitzumachen, die man ihnen eventuell zur Last legen könnte. Erst als ich klarmachte, dass es, je größer der Kreis der Verdächtigen ist, unwahrscheinlicher wird, dass jemand zu Rechenschaft gezogen wird, machten einige tatsächlich mit. Hier muss ich jetzt sehr uneindeutig werden, aber er fährt nicht mehr das Auto, das er fuhr, als wir uns kennenlernten. Und er hat sich irgendwie auch mehrmals im Gesicht verletzt, als er wohl gegen Türen lief oder Treppen aus Unachtsamkeit herabfiel. Auch sein Haus sieht farblich anders aus und die Fenster waren wohl undicht. Er hat auch viel im Garten geändert, und einmal war sogar die Feuerwehr bei ihm, weil beim Grillen wohl durch Funkenflug seine Gartenlaube in Flammen aufging. All das in wiederholter Weise, er hatte wohl in kurzer Zeit wirklich viel Pech.

Dies zeigt endlich erste Erfolge, denn er deutete an, mich an das Sozialamt zu überstellen und damit meine AU anzuerkennen, wenn diese Vorfälle aufhörten. Gleichzeitig drohte er mir aber auch, dass es auf persönlicher Ebene dann erst richtig losgehen würde, denn niemand beginne einen Krieg mit ihm und könne danach noch davon erzählen. Ich werde mich allerdings örtlich, sobald ich ihn los bin, so weit es geht entfernen. Denn es ist klar, dass meine Ehe und die Kinder darunter leiden und wir wollen alle nur noch weg. Und da werde ich mich schon zu schützen wissen, denn jetzt bräuchte ich zu einem Umzug noch seine Genehmigung, und die bekäme ich niemals.

Beichthaus.com Beichte #00037709 vom 26.02.2016 um 17:58:58 Uhr (22 Kommentare).

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Mein Schwarm war ein Arschloch!

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Zorn Aggression Rache Begehrlichkeit Schule

Ich möchte beichten, dass ich ein Jahr vor dem Abitur einem Jungen aus meiner Schule eine Faust verpasst habe. Es war so, dass ich viele Jahre wirklich sehr verliebt in ihn war. Ich habe ihn unterstützt, mir seine Sorgen angehört und war wirklich hin und weg von ihm. Er war allerdings ein ziemlicher Fiesling. Per SMS und unter vier Augen hieß es immer, wie gerne er mich hätte und dass er sich mit mir wirklich wohl und gut fühlt, dass er sich nicht verstellen muss. Ich habe mir sogar angehört, dass er in ein Mädchen unserer Schule verliebt ist und sein ganzes Gejammer, obwohl er wusste, was ich für ihn fühle. Wie dem auch sei, er hat dann öfter hinter meinem Rücken schlecht geredet, um sich als den Coolen vor anderen Mädchen zu präsentieren und hat in der ganzen Schule herumerzählt, dass ich ihm hinterherlaufen würde. Es hat mich ziemlich schockiert und verletzt. Ich war wütend, habe ihm die Meinung gesagt und den Kontakt zu ihm abgebrochen.


Als wir dann auf Klassenfahrt in England waren, kam er mir nach und umarmte mich eine gefühlte halbe Stunde lang und sagte sogar meiner damaligen besten Freundin, sie solle verschwinden. Er sagte mir, dass er mich vermisst hätte und dass er so viel für mich empfinden würde. Er sagte, ich würde denken, dass ich ihm egal wäre, aber es sei genau umgekehrt, er würde mich am Liebsten nie wieder aus den Armen lassen. Als sein Freund kam, trank er aus seiner Saftpackung und wollte mich immer noch nicht loslassen, weshalb wir alle 1,5 Stunden zu spät bei unserer Gastfamilie ankamen. Wieder zurück im Schulalltag tat er so, als wäre das nie passiert. Ich fing wieder an, ihn zu ignorieren. Bis er mich einmal an meinem Arm packte, zu sich zog und mich fragte, was los sei. Monate später rief er mich nachts um vier Uhr an und wollte meine Stimme hören. Irgendwann schrieb er mir per SMS: Ich liebe dich. Doch danach tat er, als wäre ich Luft.


Ich stellte ihn zur Rede und er sagte Dinge wie, das muss ja nichts geheißen haben. Er könnte jetzt auch sagen: "Ich will dich ficken", und das würde nicht heißen, dass es so ist. Ich mache immer alles kompliziert, es sei schließlich alles gut zwischen uns. Ich fing an zu weinen und verließ das Gebäude. Er erzählte herum, dass ich ihm nachlaufen würde, wegen ihm total geweint hätte und dass er total überfordert ist und nicht weiß, was mit mir Psycho abginge. Er meinte, das hätte schon in England angefangen, als ich mich an ihn presste und er mich nicht wegbekam. Dass er sich grauenhaft fühlte und ich total gestört wäre. Meine beste Freundin wollte ihn am nächsten Tag zur Rede stellen und fragte ihn, was das sollte. Er sagte, er würde jeder schreiben, dass er sie liebt und das nicht so meinen. Sie erinnerte ihn daran, dass er mich fest im Arm hielt und nicht umgekehrt - und dass er ihr sogar andeutete, sie solle verschwinden. Er antwortete, dass er ihr ein Zeichen gab, das auf mich zeigen sollte und dass ich ihn nicht loslassen würde.


Ich war so wütend, als sie es mir danach erzählte! Ich war wütend, dass er mich zum Gespött machte und mir dreckig einen Tag vorher ins Gesicht log. Ich war außer mir vor Wut und sagte ihr, sie soll ihm sagen, dass er sofort aus der Umkleidekabine kommen soll, sonst gehe ich rein. Er traute sich erst nicht, kam aber dann mit einem falschen Grinser hinaus. Ich schrie ihn an, stellte ihn zur Rede und er lachte mir direkt ins Gesicht und sagte, es wäre so, wie er es sagte. Da verlor ich die Kontrolle, holte mit voller Wut aus und schlug ihm mit der Faust auf die Brust. Ich beschimpfte ihn lautstark und schrie, dass ich ihn nicht mal mehr sehen wollen würde, wenn er der letzte Mensch auf Erden wäre. Der Aufprall war trotz des Versuchs, mitten im Schlag abzubremsen, als lautes, dumpfes Geräusch zu hören und ich sah, wie er vor Schmerzen die Luft anhielt.


Ich beichte, dass ich mich dafür schäme, den stärksten Jungen der Schule geschlagen zu haben. Ich schäme mich nicht nur, weil es mir peinlich ist, sondern auch weil ich es rückblickend immer noch als richtig empfinde, damit ich mit der ganzen Sache abschließen konnte. Natürlich würde ich nie wieder etwas mit Gewalt austragen, aber nach drei Jahren tiefster Verliebtheit und "Freundschaft" so hintergangen worden zu sein, hat mich in dem Moment erblinden lassen. Ich habe mich im Nachhinein auch für die Kraftausdrücke entschuldigt, aber nicht dafür, ihm eine verpasst zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00037701 vom 25.02.2016 um 19:59:57 Uhr (13 Kommentare).

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