Unerlaubte Liebe

25

anhören

Vorurteile Dummheit Morallosigkeit Liebe Painten

Ich bin 19 Jahre alt und beginne bald mein Studium an einer pädagogischen Hochschule, da es mein Traum ist, Kindergärtner zu werden. Letztes Jahr absolvierte ich sozusagen als Vorbereitung ein Praktikum an einer Privatschule, wo ich eine Klasse mit Kindern im Alter von 10-13 Jahren betreute und beaufsichtigte. Wie so eine Art "Aushilfslehrer." Die Erfahrung war insgesamt unvergesslich. Mir boten sich vertiefte Einblicke in die Lehrerwelt und die Tipps der erfahrenen, netten Kollegen waren hilfreich. Bei den Kindern war ich beliebt, womöglich faszinierte sie mein vergleichsweise junges Lehreralter und mein Sinn für Humor. Wie alle Menschen waren auch die Kinder verschieden. Doch genau das war der Knackpunkt. Ein Mädchen, 13 Jahre alt und sehr frühreif, begegnete mir stets freundlich und respektvoll. Sie war das beliebteste und hübscheste Mädchen der Klasse und Schwarm der Jungs. Ihre Ausstrahlung war mehr als nur positiv.


Dieses Mädchen sollte der einzige, große Schatten dieses tollen Erlebnisses werden. Unbewusst begann ich, bei den Pausenaufsichten und im Unterricht stets in ihrer Richtung zu schauen. Als ich sie mit den Freundinnen sah, erzählte ich Witze, da man sie leicht zum Lachen bringen konnte. Am Abend nach der Arbeit kam ich zurück und dachte über dieses Mädchen nach. Ich sagte mir, dass die Gedanken vorübergehend sind. Doch es kam schlimmer. Die Kinder luden mich zum Klassenchat ein, da sie auch nach der Schule plaudern wollten. Ich ließ mich auf das Angebot ein, nur um die Nummer des Mädchens zu haben. Ich fing an, mit ihr zu schreiben und brachte sie zum Lachen. Sie erwiderte, dass ich ein netter, lieber Mann sei, dem sie alles anvertrauen würde. Meine Gefühle wurden stärker. Obwohl ich genau wusste, dass es doch falsch ist und sie sowieso in einem Klassenkameraden verliebt war. Jeden Tag bekam ich Beziehungsvisionen und weitere Tagträume von ihr, ohne Schuldgefühle aufzuweisen. So ging das bis zum Ende des Praktikums weiter.


Doch mir war mein Verhalten stets bewusst und genau deshalb kotzte ich innerlich. Ich kam mir regelrecht zurückgeblieben und gestört vor. Ich hatte mich doch tatsächlich als Lehrer in eine dreizehnjährige Schülerin verliebt! Mein Herz sagte mir, dass ich sie wollte. Mein Verstand hingegen stand wie eine moralische Wand, die diese verrückte Vorstellung blockte. Dann noch der Altersunterschied, die unerwiderte Liebe, die Eltern. Mir geschah so etwas Absurdes zum ersten Mal und mir rangen die Hände deswegen. Der Frust steckte tief in mir drin, doch die Geschichte behielt ich für mich allein, denn die Scham war einfach zu groß. Verzweifelt suchte ich nach Erklärungen für meine Verliebtheit. Mir war klar, dass ich im Mädchen eine Art Idealbild von Partner sah: eine junge, hübsche und unschuldige Person, deren Liebe natürlich ist. Das faszinierte mich am meisten. Auch bin ich ein sensibler Typ, der meist im Hintergrund steht. Bei Kindern hingegen kann ich mich viel leichter öffnen. Eine Freundin hatte ich nie. Ich kannte genug Frauen, doch bei denen, wo ich es ernsthaft versucht habe, kriegte ich reihenweise Körbe. Klingt jetzt übertrieben, doch die Geschichte ließ mein ganzes Leben Revue passieren. Ich fragte mich, ob ich noch normal sei. Gott sei Dank schwanden die Gefühle langsam und ich konnte das Mädchen vergessen. Mit ihr schreibe ich noch ab und zu, da sie sich bei Fragen auch an mich wendet.


Ich weiß wirklich nicht, ob für meine Gedanken Absolution erteilt werden kann. Glaubt mir, ich bereue es, mich in eine dreizehnjährige Schülerin verliebt zu haben. Will so etwas nie wieder erleben. Ich bereue es auch, den Kontakt zu ihr gesucht und die Gefühle intensiviert zu haben. Ich plante sogar, eine Beziehung mit ihr zu führen. Und ich bitte nochmals um Vergebung, da ich an der Verliebtheit an sich nichts Falsches sah. Wenn man sich verliebt, verliebt man sich. Ich wünsche mir nur, dass ich sie mit ein paar Jahren mehr auf dem Konto anderswo kennengelernt hätte. Das hätte vielleicht all diese Komplikationen erspart.

Beichthaus.com Beichte #00033719 vom 06.08.2014 um 00:52:28 Uhr in Painten (25 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Fahrerflucht?

11

anhören

Verzweiflung Feigheit Auto & Co. Unfall

Ich möchte hier endlich mein schlechtes Gewissen, das mich seit Jahren belastet, erleichtern. Und ich hoffe natürlich auch auf ein paar aufmunternde Worte, obwohl ich glaube, Fahrerflucht begangen zu haben. Vor vielen Jahren war ich mit drei "Freunden" nachts nach dem Feiern unterwegs. Ich hatte drei Stunden zuvor einen Likör getrunken und sollte meine Leute noch an einen anderen Ort fahren. Es hat geregnet, deshalb war ich mitten in der Stadt nur mit maximal 40 Sachen unterwegs. Auf der Straße war rechts und links ein Gehsteig, ich habe nur ganz kurz nach unten geschaut, und plötzlich war da mitten auf der Fahrbahn eine Gestalt! Es war wie in einem schlechten Horrorfilm. Ich hatte keine Chance. Er ist mir in die Windschutzscheibe geflogen. Völlig unter Schock bin ich ausgestiegen und wollte ihn ins Krankenhaus fahren. Er hat sich jedoch erst einmal nur ins Auto gesetzt, eine geraucht und dann gesagt, dass er das nicht wolle, er wollte auch keine Polizei. Nach einer halben Stunde beschloss einer meiner "Freunde" dann, ihn nach Hause zu bringen, weil die Polizei nicht gut wäre, da ich ja gesoffen hatte und so weiter. Dabei hatte er nur Angst. Denn er hätte es seiner Ehefrau nicht erklären können, wenn er bei der Polizei eine Aussage hätte machen müssen. Ich wusste bis zu diesem Zeitpunkt übrigens nichts von einer Ehe! Jedenfalls hat er ihn dann nach Hause begleitet, da sie recht nah beieinander wohnen und für mich war damit alles geklärt - bis am nächsten Morgen in der Zeitung nach meinem Auto gesucht wurde. Seitdem lässt mich das Ganze nicht mehr los. Ich habe wohl einen Fehler gemacht, obwohl ich mich um ihn gekümmert habe, anständig fuhr und nüchtern war. Bis heute weiß ich nicht, was er nachts mitten auf der Straße zu suchen hatte, oder wie er dahin kam. Es tut mir leid, dass ich wohl falsch reagiert habe. Ich wusste es nicht besser. Entschuldigung!

Beichthaus.com Beichte #00033715 vom 05.08.2014 um 15:23:09 Uhr (11 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Fast Food vor dem Fitnessstudio

13

anhören

Ich (w) habe eine Futterverwertungsstörung und kann infolgedessen essen, soviel ich will, ohne zuzunehmen. Darüber hinaus habe ich auch sehr gute Zähne und sehr viel Geld, da meine Eltern wohlhabend sind. Das heißt, ich kann es mir erlauben, ständig Fast Food, Süßigkeiten und Torten zu essen und dabei Softdrinks zu trinken. Wenn ich mit Freunden oder der Familie unterwegs bin, dann bin ich nicht ganz so maßlos - wenn ich allerdings alleine unterwegs bin, schon. Dann bestelle ich mir bei diversen Fast-Food-Restaurants auch schon mal mehrere Menüs oder fünf Stücke Torten in Omas Kaffeehaus, oder zwei Hauptgerichte mit mehreren Nachspeisen im gutbürgerlichen Restaurant. Ich genieße die verwirrten Blicke der Leute, da ich ja sehr schlank bin. Ich liebe meinen Körper, weil ich so viel essen kann und nicht zunehme, aber auch nicht abnehme. Meine Beichte ist, dass ich auch manchmal ein bisschen fies bin. Hier im Ort ist ein Fitnessstudio und daneben ein Imbissrestaurant. Wenn ich Lust habe, dort zu essen, bestelle ich mir etwas und esse das dann draußen, vor den Augen der Leute, die das Fitnessstudio aufsuchen. Und manchmal stelle ich mich dann vor die Glasscheibe und esse genüsslich vom feinsten Fast Food. Ich hoffe auf Absolution, denn ich würde niemals Leute ärgern, die etwas fülliger sind. Aber so finde ich es ganz lustig - ich tue den Leuten ja auch nichts.

Beichthaus.com Beichte #00033714 vom 05.08.2014 um 14:07:19 Uhr (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Muffige Wäsche und dreckige Schlüpfer

10

anhören

Ekel Unreinlichkeit Schamlosigkeit Nachbarn

Wir haben hier einen Waschraum und einen Trockenraum. Im Waschraum hat jeder seine Waschmaschine und gegebenenfalls seinen Trockner, im Trockenraum hängen die Leinen. Wir haben aber auch eine Nachbarin im Haus, die über Wochen ihre zu waschende Wäsche in Körben neben ihrer Maschine stehen lässt. Sie wäscht nur alle paar Wochen mal, teilweise erst nach drei Monaten. Wenn sie gewaschen hat, bleibt die Wäsche oft wochenlang in der Maschine. Ich habe dann mal nachts angefangen, an ihren Schlüpfern zu riechen, weil die nach Wochen oder Monaten ja intensiver riechen. Ich finde es geil. Ich mache das ein oder zwei Mal pro Woche nachts und ich freue mich immer darauf. Dann rieche ich sowohl an den Schlüpfern aus den Körben als auch an der Wäsche in der Maschine, da ich auch diesen muffigen Geruch von Wäsche mag, die zu lange in der Maschine war.

Beichthaus.com Beichte #00033713 vom 05.08.2014 um 13:56:45 Uhr (10 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Pfarrer ohne Rückgrat

30

anhören

Zorn Ungerechtigkeit

Mein Mann und ich sind aus Trotz aus der Kirche ausgetreten. Ich bin gläubig und war in der Kirchengemeinde aktiv. Nun war mein eigener Sohn in der Konfirmandenzeit. Er ist zwei Jahre älter als die anderen, da er lange krank war und nicht teilnehmen konnte. Es lief alles super, er ging gerne hin. Einige Zeit vor der Konfirmandenfreizeit wollte der Pfarrer jedoch meinen Mann und mich sprechen. Er sagte, dass ihm sehr daran gelegen sei, dass Kai, unser Sohn, nicht zu dieser Freizeit mitkäme. Wir waren entsetzt und fragten nach dem Grund! Er sagte, Kai sei ja schon fast 16 und das wäre nicht so gut, die anderen sind schließlich zwei Jahre jünger. Es ginge ihm vor allem um die Mädchen, aber nicht nur. Die Kinder seien größtenteils einfach noch recht kindlich, eben altersgemäß, und Kai passt nicht rein. Wir waren absolut dagegen, aber gut, wir fragten dann, was denn der Ersatz sei, und er eröffnete uns, dass es keinen gebe. Durch die Blume sagte er auch noch, dass ein junger Mensch sich nicht wegen der Konfirmandenfreizeit konfirmieren lasse, sondern weil er Mitglied der Gemeinde werden möchte.

Wir haben dann mit dem Dekanat telefoniert und dort hieß es, dass das der Ortspfarrer entscheiden darf. Daraufhin sind wir ausgetreten. Wir treten erst wieder ein, wenn wir einen neuen Pfarrer haben, und das dauert mindestens noch fünf Jahre. Wir sind uns sicher, dass das nicht auf dem Mist des Pfarrers gewachsen ist, sondern dass irgendwelche Eltern der Generation Glucke darum gebeten haben, unseren Sohn auszuschließen. Aber wenn der Pfarrer sich nicht durchsetzen kann, dann trägt er auch die Schuld daran. Mir tut es irgendwie leid, denn bisher mochte ich den Pfarrer sehr. Aber durch diese Aktion hat er gezeigt, dass er absolut kein Rückgrat hat.

Beichthaus.com Beichte #00033712 vom 05.08.2014 um 13:17:30 Uhr (30 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“Folge