Der betörende Geruch von Benzin

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Sucht Zwang

Ich habe eine merkwürdige Leidenschaft, die inzwischen vielleicht sogar schon zu einer Sucht geworden ist. Ich liebe den Geruch von Benzin. Es ist für mich wie der Himmel, wenn ich an einer Tankstelle die Benzindämpfe in der Luft rieche, oder mein Nachbar seinen Rasen mäht. Ich möchte übrigens klarstellen, dass es mir nicht um Rauschzustände durch das Schnüffeln von Benzin geht, sondern wirklich bloß um den Geruch. Nachdem es mir lange Zeit gereicht hat, diesen Geruch ab und zu beim Tanken wahrzunehmen, wurde mein Verlangen danach in letzter Zeit immer stärker. Es hat sich jetzt glücklicherweise ergeben, dass die Eltern meines Freundes eine Garage mit zwei Autos und drei Motorrädern haben und ich mich sehr oft bei ihnen aufhalte. In besagter Garage riecht es dann auch gelegentlich mal so, wie ich mir das wünsche. Allerdings hat mir das irgendwann auch nicht mehr gereicht.

Ich wollte, dass es stärker nach Benzin riecht. Deshalb habe ich irgendwann damit angefangen, Benzin aus einem Kanister auf den Boden der Garage zu schütten, um einen stärkeren Geruch zu erreichen. Ab und zu, wenn das dann auch nicht mehr gereicht hat, habe ich sogar ein bisschen Benzin in den Hausflur gegossen. Anfangs ist das auch nicht aufgefallen, da ja wirklich viele Fahrzeuge in der Garage stehen, aber mittlerweile habe ich es wohl doch ein bisschen übertrieben. Inzwischen wundern sich nämlich alle, dass es im Hausflur dauernd nach Benzin stinkt. Ich bin zwar recht gut darin, so zu tun, als fände ich den Geruch ebenfalls unangenehm, aber mich plagt auch mein schlechtes Gewissen. Deshalb habe ich zwischendurch auch probiert, auf das Ganze zu verzichten, aber es klappt nicht. Ich bin einfach verrückt nach dem Geruch.

Beichthaus.com Beichte #00032779 vom 25.02.2014 um 21:08:34 Uhr (18 Kommentare).

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Meine Jugend in der rechten Szene

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Lügen Dummheit Vorurteile Feigheit Partnerschaft

Ich (m/25) habe vor ein paar Wochen ein wundervolles Mädchen kennengelernt, mit der sich langsam eine intensive und schöne Beziehung anbahnt. Das einzige Problem ist, dass ich ihr noch nicht die ganze Wahrheit über mich gesagt habe. Ich geriet in der Pubertät nämlich auf die schiefe Bahn und trieb mich in der rechten Szene herum - bis ich den ganzen Mist irgendwann mal satthatte, über das Ganze nachdachte und dann ausstieg. Ich zog aus dem alten Umfeld weg, brach alle Kontakte zu ehemaligen Kameraden ab und ließ alles nach und nach hinter mir. Welche Dummheit mich damals dazu getrieben hat, eine rechtsgesinnte Meinung zu vertreten kann ich bis heute nicht verstehen. Ich habe inzwischen so viele gute Freunde, die auch aus verschiedensten Nationen und Ländern stammen, dass ich über meine Pubertät und all diesen Scheiß nur den Kopf schütteln kann. Ich schäme mich zutiefst dafür. Keiner weiß von meiner Jugend in der rechten Szene und das Schlimme ist, dass ich auch jetzt bei meiner ersten richtig großen Liebe den Mund nicht aufkriege. Sie verabscheut nichts mehr als Nazis, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit, was ich nur zu gut verstehe. Wenn ich ihr erzählen würde, dass ich einst selbst so ein Arschloch war, würde sie wohl sicherlich das Weite suchen. Andererseits kann und will ich sie nicht länger belügen, weil sowieso jede Lüge mal auffliegt. Doch immer, wenn ich ihr gerade beichten will, was mir auf der Seele brennt, mache ich aus lauter Feigheit doch wieder einen Rückzieher.

Beichthaus.com Beichte #00032745 vom 19.02.2014 um 18:06:08 Uhr (21 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Von der Judenfeindlichkeit geprägt

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Vorurteile Lügen Verzweiflung Gesellschaft Freudenstadt

Ich habe etwas ziemlich Außergewöhnliches zu beichten. Ich (w/27) verheimliche meine Identität vor einigen Menschen. Dazu muss ich etwas ausholen: Ich bin das Kind jüdischer Eltern. Ich bin so erzogen worden, dass ich mir meiner Herkunft bewusst bin und darauf auch stolz sein kann. Bis zu meinem vierzehnten Lebensjahr wussten die wenigsten meiner Mitschüler, dass ich Jüdin bin. Man entwickelt ja erst als Jugendliche/r seine Identität bzw. ist sich seiner Identität bewusst. Eher beiläufig erzählte ich einer Mitschülerin, dass ich Jüdin sei, da wir das Thema Holocaust im Unterricht durchnahmen. Ich dachte mir natürlich nichts dabei, es war eben eine einfache Information. Am nächsten Schultag erlebte ich jedoch mein blaues Wunder: Es begann ein Spießrutenlauf. Mir wurden Judenwitze ins Gesicht geschleudert, ein selbst gebastelter Judenstern auf mein Pult gelegt, Bemerkungen zum Holocaust gemacht und alle anderen erdenklichen Geschmacklosigkeiten, die man sich vorstellen kann. Das Schlimme war, dass dies die nächsten Jahre immer wieder aufkochte. Ich zog mich immer mehr zurück, da ich inzwischen beinahe täglich damit konfrontiert wurde, ich wurde einfach in den Dreck gezogen. Natürlich vertraute ich mich auch einer Lehrerin an, die jedoch eher ratlos als hilfsbereit war. Meinen Eltern erzählte ich nichts - mein Vater hatte einen Schlaganfall erlitten und meine Mutter war jahrelang mit seiner Pflege beschäftigt. Ich wollte niemanden belästigen, außerdem dachte ich dummerweise, ich müsse das als Fast-Erwachsene alleine lösen.


Ich beendete die Schule, fing mein Studium an und merkte, dass ich meine wahre Identität verleugnete. Meine Freunde sind weltoffene und tolerante Menschen und von der Logik her weiß ich absolut, dass ihnen meine Ethnie egal ist. Doch sobald ich auch nur daran denke, ihnen das "Geheimnis" zu offenbaren, kriege ich Schweißausbrüche und Panikattacken und fühle mich in die Schule zurückversetzt. Da mein Nachname nicht "Jüdin" schreit, wissen es die meisten nicht und es ist ihnen auch schlichtweg egal. Ich hatte seit meinem achtzehnten Lebensjahr einen jüdischen Freund, den ich in unserer Gemeinde kennengelernt habe. Daher war es ganz logisch, dass ich kein Geheimnis vor ihm hatte. Doch nach vielen Jahren ging unsere Beziehung in die Brüche. Nun habe ich seit drei Monaten einen nicht-jüdischen Freund und habe beschlossen, dass dieses irre Theater aufhören muss und meine Kindheitstraumata nicht mein Leben bestimmen können. Deswegen habe ich heute einen Termin bei einem Psychologen gemacht, um mich endlich zu befreien und um zu sein, wer ich bin.

Beichthaus.com Beichte #00032741 vom 18.02.2014 um 23:58:53 Uhr in Freudenstadt (30 Kommentare).

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Die Bäder der Reichen

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Neid Ungerechtigkeit Verschwendung Arbeit

Ich (m/35) bin Fliesenleger, habe zwei Kinder und bin seit vier Jahren dabei ein kleines Haus abzuzahlen. Meine Frau muss auch arbeiten gehen, denn sonst könnten wir uns das alles nicht leisten. Meine Beichte ist, dass ich einen zunehmenden Neid auf die Kunden meines Chefs entwickele. Mein Chef hat sich darauf spezialisiert, sehr edle Badezimmer einzurichten. Die Arbeiten dort sind sehr anspruchsvoll und die Bäder sind wunderschön. Unsere Kunden sind gewöhnlich sehr reiche Leute, die finanziell ausgesorgt haben, sie arbeiten also selber auch nicht mehr. Einige dieser Kunden haben es sich zur Angewohnheit gemacht, ihr Haus laufend zu renovieren. Häufig sind es die Frauen, denen das alte Badezimmer nach einem Jahr nicht mehr gefällt. Um mal einen Preis zu nennen, so ein Badezimmer kostet durchaus auch mal 80.000 Euro. Die alten Materialien landen dann tatsächlich im Bauschutt, nach dem rausstemmen sind sie nämlich völlig kaputt. Mir tut es jedes Mal leid, wenn ich ein Badezimmer, das erst ein Jahr alt ist, wieder rausstemmen muss. Natürlich verdiene ich so immer wieder Geld, auch wenn mein Arbeitslohn nicht höher ist als nach Tarif. Meine Frau musste letztes Jahr zweimal den Beruf wechseln und ist Geringverdienerin. Es ist einfach alles so ungerecht, ich arbeite den ganzen Tag und werde mir niemals Marmor im Bad leisten können.

Beichthaus.com Beichte #00032736 vom 17.02.2014 um 14:39:08 Uhr (21 Kommentare).

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Die Nacht meines Lebens

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Morallosigkeit Trunksucht Schamlosigkeit Fremdgehen Linz

Ich habe übel gesündigt und habe nun sehr gemischte Gefühle darüber. Um es der Reihe nach zu erzählen: Da gibt es dieses Mädchen - ich nenne sie hier Sarah. Sie ist hübsch und war vor einem Jahr in mich verliebt, bis ihr ein anderer Typ den Kopf verdrehte. Dieser ist nun aber doch nicht Mr. Right und so begann sie vor einem Monat, wieder mit mir zu flirten (ja, sie war ein bisschen flatterhaft). Sie sah wirklich gut aus und ich war nicht fad - also haben wir uns gleich für den nächsten Monat in meiner Wohnung verabredet. Nach einer Weile hat sie gemeint, dass fünf ihrer Freundinnen auch mitkommen wollen. Super, dachte ich, das war es dann mit der feurigen Nacht zu zweit. Ja gut: Es war schon moralisch verwerflich von mir, mich mit ihr einzulassen, während sie noch in einer Beziehung war - aber ihr Partner war ein echter Scheißkerl, daher war ich in diesem Punkt mit mir im Reinen. Und auch wenn das für mich schon schwer danach roch, dass sie einfach feiern wollte, ohne das Chaos danach bei sich zu haben, willigte ich ein.


Nach einigem hin und her, da ich eigentlich noch Freunde einladen wollte, die allerdings alle absagten, kamen also wirklich sechs Mädchen in meine Wohnung. Ich kannte ihre Freundinnen bis dahin noch überhaupt nicht - es waren ja "bloß" Schulkolleginnen von ihr. Ich dachte im Vorhinein, dass das die hässlichen Freundinnen sein würden, die jedes hübsche Mädchen halt so hat. Aber weit gefehlt: Das waren ohne Ausnahme bildschöne Mädels, die sich gemeinsam mit mir als einzigem Typen zu besaufen begannen. Am Liebsten wäre ich auf die Straße gerannt und hätte gejubelt, bei diesem Glücksfall. Wir kippten in dieser Nacht also so einiges in uns rein - anschließend fuhren wir mit der Straßenbahn zu einer Disco und ließen es krachen. Eigentlich hätte mein Fokus nur Sarah gelten sollen, doch ich war schon so hinüber, dass ich eine ihrer Freundinnen (ich nenne sie hier Lisa) völlig enthemmt antanzte. Lisa hat sofort mitgemacht und es wurde nach einiger Zeit ordentlich eng in meiner Hose. Das alles hat Sarah wiederum mitbekommen und wollte mich quasi "zurückerobern". So wurde ich gleichzeitig von zwei umwerfenden Mädels betanzt. Dass ich mir dabei wie ein Gott vorkam, ist wohl verständlich. Lisa ließ nicht locker, bis wir wieder in der Wohnung waren. So kam es, dass Sarah, Lisa und noch eine Freundin, die ich hier Julia nenne, zu viert quer auf meinem Bett lagen, während die anderen gingen. Obwohl wir komplett dicht vom ganzen Alkohol waren, redeten wir noch über dies und jenes - Banalitäten halt. Nun zu meiner eigentlichen Sünde: Während wir redeten, ging es unter der Bettdecke völlig drunter und drüber. Wir lagen in folgender Reihenfolge: Sarah, Julia, ich und Lisa.


Zuerst nahm Lisa meine rechte Hand und ich streichelte damit ihren Körper - um irgendwann dort zu landen, wo es ihr besonders gut gefiel. Nach einer Zeit begann sie unwillkürlich, leise zu stöhnen und sich zu winden. Trotzdem redeten wir völlig normal weiter - oder versuchten es zumindest. Andererseits konnte ich einfach nicht widerstehen, es nicht auch bei Julia zu versuchen - oh Gott, ich war einfach so ein Schwein. Sie versuchte nur rein demonstrativ, meine Hand wegzuhalten. Nach einiger Zeit spürte ich dann Sarahs Fuß, wie er sich einen Weg genau in meine Mitte bahnte. Halleluja! Das war der schrägste Moment, den ich seit Jahren erlebt hatte: Wir redeten Blödsinn, während ich links und rechts Traummädchen manuell befriedigte und die Dritte sich um mich kümmerte. Jeder wusste, was der andere unter der Decke tat. Ein bisschen wie im Film. Es hat auch allen gut gefallen. Aber nun der Punkt, warum ich so ein absolut schlechtes Gewissen dabei habe: Sie hatten alle einen Freund. Ich bin das Arschloch, das irgendwelchen armen Kerlen ihre Traumfrauen beim eher christlich geplanten Wohnungsaufenthalt "wegbefriedigt" hat. Es trudelten sofort zwei neue Freundschaftsanfragen bei einem bekannten sozialen Netzwerk bei mir ein und sie wollten das Ganze so bald wie möglich wiederholen. Ich bemühe mich eigentlich immer, mit meinem Gewissen im Reinen zu sein, aber diese Nacht war so wunderbar, dass ich immer noch total aus dem Häuschen bin. Das war wohl meine schwerste Sünde des Jahres und ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032720 vom 14.02.2014 um 17:36:49 Uhr in 4020 Linz (Hofberg) (12 Kommentare).

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