Grimassen im Delikatessengeschäft

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Arbeit

Ich (m/25) arbeite als Verkäufer in einem Delikatessengeschäft. Daher bediene ich täglich die vom Wohlstand verwöhnten Leute und ihre Drecksbalgen - und ich verachte sie alle, obwohl ich durch sie mein Geld verdiene. Damit mir während der Arbeitszeit nicht so langweilig ist, habe ich mir angewöhnt besonders lächerliche und hässliche Grimassen zu ziehen, wenn die Kunden gerade wegsehen. Inzwischen verfeinere ich meine Grimassen und belustige meine Kollegen damit - die Kunden bekommen natürlich nicht mit, was genau passiert und wundern sich oft nur. Sobald mich ein Kunde ansieht, setze ich wieder das gewohnte Lächeln auf und bin höflich, damit ich meinen Job nicht verliere. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032679 vom 06.02.2014 um 22:38:49 Uhr (15 Kommentare).

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Emanzipation ist eine Lachnummer

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Vorurteile Zorn Ungerechtigkeit

Ich (m/25) möchte beichten, dass mir dieses ganze Emanzipationsgeschwätz tierisch auf den Sack geht. Einführung einer Frauenquote, Angleichung der Gehälter und so weiter. Und da wundert man sich, warum die Geburtenrate in Deutschland ins Bodenlose fällt. Das kann dann nicht mal mehr die etwas dümmere Fraktion kompensieren, die von Hartz-IV und Kindergeld lebt. Frauen sind biologisch nun einmal keine Männer. Die gottgewollte Aufgabe einer Frau ist es, Kinder zu gebären, dies ist jedoch nur bedingt mit einer steilen Karriere vereinbar. Versteht mich nicht falsch: Frauen gehören nicht selbstverständlich hinter den Herd, aber der Ansatz, die Frauen den Männern in Führungspositionen vorzuziehen ist absurd. Es ist schlicht eine Diskriminierung des männlichen Geschlechts! Dadurch, dass Frauen Kinder bekommen und sich meistens auch einige Zeit um diese kümmern, verdienen sie zu Recht weniger. Sie haben ja schließlich weniger Arbeitsjahre und somit weniger Erfahrung. Zu allem Überfluss soll jetzt auch noch die Mütterrente eingeführt werden! Was ist mit den Vätern? Diese tragen genauso viel zur Erziehung bei - Stichwort Elternzeit. Für mich bleibt Emanzipation eine Lachnummer. Sogenannte Frauenrechtlerinnen gieren nach den Vorteilen des Mann-Seins, während sie nicht bereit sind, von den eigenen Vorteilen abzulassen. Wehrt euch!

Beichthaus.com Beichte #00032676 vom 05.02.2014 um 15:46:52 Uhr (59 Kommentare).

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Das Dilemma in der Medizin

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Ungerechtigkeit Selbstsucht Studentenleben

Ich möchte etwas beichten, das mir schon seit Längerem tierisch auf den Zeiger geht. Und zwar geht es um die deutsche Hochschulpolitik im Bereich der Medizin. Nachdem ich letztes Jahr mein Abitur mit 2,2 bestanden hatte und Medizin studieren wollte, kamen nach der Bewerbungsphase, wie nicht anders erwartet, nur Absagen. Motivations-Schreiben, Mediziner-Test und Losverfahren - alles für die Katz. Klar bekommt man irgendwann in den nächsten fünf Jahren einen Platz, kann versuchen sich einzuklagen oder eine Ausbildung im medizinischen Bereich machen. Aber ich verstehe einfach nicht, warum man dieses Studienfach so stark in Abhängigkeit des Abiturs stellt. Selbstverständlich weist ein hoher NC daraufhin, dass man wohl in der Lage ist, sich Lernstoff gut einzuprägen, aber mein Gott, dieser Faktor ist alleine doch nicht verantwortlich dafür, ob man ein guter Arzt wird oder nicht. Letztlich konnte ich mir meinen Wunsch noch erfüllen - ich studiere zwar im Ausland und auf Englisch und werde nach meinem Studium sehr hoch verschuldet sein, aber das ist mir in Anbetracht dessen, dass ich endlich studieren kann, was ich möchte, mehr als egal. Was ich beichten möchte? Seit ich angefangen habe zu studieren, verfolge ich die Ärzte-Situation in Deutschland sehr genau und ertappe mich immer wieder dabei, dass ich unglaublich schadenfroh bin, wenn ich lese, dass immer mehr Stellen mit ausländischen Ärzten besetzt werden müssen. Da bietet man in Deutschland ein Medizinstudium für lau an, und letztlich gehen diese Leute dann ins Ausland und der deutsche Markt wird mit zweitklassigen Medizinstudenten gefüllt. Das klingt vielleicht herzlos, und mir tut es vor allem für die Patienten leid, die dann vielleicht nicht ideal behandelt werden. Aber die verantwortlichen Politiker sind selbst schuld, wenn man bei 50.000 Bewerbern auf ungefähr 9.000 freie Plätze größtenteils nach Abitur sondiert und man nach dem abgeschlossenen Studium fast nichts verdient. Da muss man sich wirklich nicht wundern, wenn die gut ausgebildeten Leute das Weite suchen.

Beichthaus.com Beichte #00032656 vom 01.02.2014 um 19:19:29 Uhr (24 Kommentare).

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Ausgrenzung als Anti-Alkoholiker

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Zorn Aggression Trunksucht Gesundheit Familie Seligenstadt

Ausgrenzung als Anti-Alkoholiker
Meine Oma ist letztes Jahr an einer Leberzirrhose gestorben. Eigentlich kein Wunder, denn bei jeder Gelegenheit wurde bei meinen Großeltern ein Schnäpschen getrunken. Selbst bei ihrer Beerdigung wurde ihr Lieblingslikör reichlich ausgeschenkt. Ich (m/30) gelte als Sonderling in der Familie, weil ich eher selten etwas trinke. Und das nicht erst seit dem Tod meiner Großmutter. Ein bis zweimal im Jahr findet ein großes Familientreffen mit sämtlicher Verwandtschaft statt. So auch am letzten Wochenende. Seitdem ich denken kann, kommt im Verlauf des Abends dann jedes Mal der Vorwurf, was ich denn für ein komischer Kauz wäre und warum ich immer noch keinen Alkohol trinken würde. Dieses Mal hat es mir gereicht. Ich bin aufgestanden und habe das Familienoberhaupt angeschrien, dass ich mich sicher nicht dafür rechtfertigen muss, wenn ich keinen Alkohol trinken will. Eher müssten sich alle Anwesenden Gedanken machen, ob man nach dem Tod meiner Oma mal etwas kürzertreten sollte. Aber scheinbar haben alle schon ihr Gehirn weggesoffen. Es tut mir leid, dass ich so ausfallend geworden bin. Allerdings ändert das an meiner Meinung nichts. Mir schmeckt das Zeug einfach nicht und mir geht es danach dreckig. Ich sehe einfach keine Vorteile, die für den Alkoholkonsum sprechen würden.

Beichthaus.com Beichte #00032647 vom 30.01.2014 um 08:16:37 Uhr in Seligenstadt (36 Kommentare).

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Unser Beziehungs-Rezept

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Falschheit Neid Selbstsucht Partnerschaft

Ich führe zum ersten Mal in meinem Leben eine wirklich erfolgversprechende Beziehung, die mich rundum glücklich macht. Ich liebe meinen Partner mehr als alles andere und vor allem bewundere und respektiere ich ihn - und er mich. Wir wohnen nun seit über einem Jahr zusammen und sind seit drei Jahren ein Paar, planen gerade Familie und Haus. Eben unsere gemeinsame Zukunft. Es gibt jedoch eine Sache, für die ich mich unheimlich schäme. Ich bin - in Ermangelung eines besseren Wortes - eifersüchtig auf andere Paare, bei denen es ebenfalls gut läuft. Ich habe in den vergangenen Jahren oft gehört, wie beneidenswert es ist, dass mein Freund mich so sehr liebt und wie wundervoll wir zusammen sind. Und das von wirklich aufrichtigen, herzensguten Menschen. Warum um alles in der Welt kann ich damit dann nicht zufrieden sein? Ich bin so dankbar, dass ich meinen Freund kennengelernt habe. Und trotzdem nervt es mich, wenn ich mitkriege, dass andere Paare kein Interesse an unserem "Beziehungs-Rezept" haben, sondern auch ohne unsere Tipps zurecht kommen. Ich möchte einfach in die Welt hinausschreien, wie glücklich ich bin. Deswegen gönne ich anderen ihr eigenes Glück nicht weniger - ich verstehe einfach nicht, warum ich eifersüchtig bin, wenn andere auch zufrieden sind. Vor allem, wenn andere unglücklich sind, macht mich das Selbst auch traurig. Das wünsche ich doch keinem meiner Freunde! Ich würde niemals etwas tun, um andere unglücklich zu machen, oder mich in eine Beziehung einmischen, wenn ich nicht explizit um Rat gefragt werde. Nur meine Gefühle kann ich irgendwie nicht kontrollieren und vor allem nicht verstehen. Es tut mir leid, dass ich nicht mit dem zufrieden sein kann, was ich habe, sondern unbedingt möchte, dass jeder mich um mein Glück beneidet. Ich schäme mich fürchterlich und ich habe schreckliche Angst, dass ich irgendwann wieder in einer Beziehung stecke, in der ich so leide wie in meiner Letzten. Ich wünsche mir einfach, dass mir völlig egal ist, was andere denken.

Beichthaus.com Beichte #00032632 vom 28.01.2014 um 01:43:51 Uhr (14 Kommentare).

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