Vom Mobbing-Opfer zur Karrierefrau

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Neid Boshaftigkeit Engherzigkeit Schule

In meiner Jugend, während der Realschulzeit, war ich an miesen Hänseleien gegenüber einer Mitschülerin beteiligt. Sie kam zur achten Klasse neu an unsere Schule und war eigentlich ganz nett - aber da sie komisch aussah (sehr mager, dicke Brille, extrem unreine Haut, altmodische Kleidung), haben wir ihr nicht die Chance gegeben, sie kennenzulernen, sondern haben sie vom ersten Moment an nur gehänselt. Wir haben ihr peinlichste Fragen gestellt, oder getuschelt, sobald sie in der Nähe war, und haben darauf geachtet, dass sie es hört. Im Unterricht, wenn sie sich gemeldet hat, haben wir sie nachgeäfft. Hauptsächlich waren meine vier Freundinnen und ich daran beteiligt. Aber auch andere Jungs und Mädels aus unserer Klasse zogen nach. Ein paar waren nicht beteiligt, aber sie war dann so verunsichert, dass sie nie den Mund aufgemacht hat und immer alleine war. Wir haben ständig beraten, was wir sie denn als Nächstes fragen können und so weiter. Sie wurde dann auch von allen anderen Klassen gehänselt - sogar die Schüler der benachbarten Hauptschule fingen irgendwann an, sie zu hänseln, weil wir sie dazu gebracht haben. Körperlich wurde sie nie fertiggemacht, dafür gab es damals ja keinen Anlass, aber eben psychisch, weil es uns Spaß gemacht hat.


Wenn sie kurz vorm Heulen war, oder ihr sogar schon Tränen aus den Augen liefen, sind wir in Lachkrämpfe ausgebrochen. Das war unser Ziel - und ich schäme mich so sehr dafür. Vor Kurzem war dann unser Klassentreffen. Inzwischen sind wir alle fast dreißig und fragten uns zu Beginn, ob sie wohl auch kommen würde. Eigentlich waren wir uns auch sicher, dass sie sich das nicht traut, aber sie kam - und wir waren total baff. Sie hat sich zu einer wirklich sehr schönen Frau entwickelt. Sie ist schlank, aber nicht mehr mager - lange Beine, lange Haare, total selbstbewusst. Eine richtige Karrierefrau. Sie hat Jura studiert und ist in eine Kanzlei eingetreten. Ich dagegen bin eine kleine Verkäuferin in einer Metzgerei, die mit ihrem Mann und zwei kleinen Kindern noch zusätzliche Leistungen vom Staat empfangen muss, weil das Geld nicht reicht. Unser "Opfer" war nur kurz da. Sie würdigte uns mit einem Blick der wirklich Bände sprach - sie verachtete uns, obwohl sie uns überlegen war. Dann ging sie auch schon wieder zu dem schicken Wagen ihres Mannes, dem keiner meiner ehemaligen Klassenkameraden das Wasser reichen könnte.

Beichthaus.com Beichte #00033450 vom 13.06.2014 um 17:50:52 Uhr (52 Kommentare).

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Falsche Freundinnen

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Falschheit Boshaftigkeit Engherzigkeit

Ich beichte, dass ich zwei Freundinnen, die sich untereinander nicht ausstehen können, gegeneinander ausgespielt habe. Ich finde sie beide toll, sie sind wirklich wundervolle Menschen, ihre Abneigung gegeneinander ist jedoch so stark, dass sie mir ein Ultimatum gestellt haben. Da ich mich aber nicht entscheiden will, pendle ich zwischen ihnen und erzähle jeweils der Einen andauernd Lügen über die Andere und mache ihre Lästereien mit, um keine von ihnen zu verlieren. Ich fühle mich dabei schrecklich und diese Falschheit ist eigentlich vollkommen untypisch für mich. Für eine Aussöhnung sind sie beide nicht - ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00033443 vom 12.06.2014 um 07:46:28 Uhr (9 Kommentare).

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“Beichte

Babysitter mit Elterngeld

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Boshaftigkeit Zorn Zwietracht Telefon

Ich beichte, dass ich eine Angestellte vom Jugendamt gerade absichtlich genervt habe, weil sie unglaublich unfreundlich war. Ursprünglich hatte ich eine Frage zu einem sehr verwirrenden Elterngeld-Antrag, auf die ich online leider keine Antwort gefunden habe - deshalb habe ich dann dort angerufen. Die Mitarbeiterin war von Anfang an sehr genervt, unfreundlich, ungeduldig und vor allem patzig, so sehr, dass mir die Spucke wegblieb. So etwas habe ich wirklich noch nie erlebt. Nach jeder Antwort, die sie nicht zufriedenstellte, hat sie mir deutlich zu verstehen gegeben, dass sie am liebsten den Hörer aufknallen würde. Zu allem Überfluss hat sie die Fragen so schlecht und missverständlich beantwortet, dass ich, direkt, nachdem sie den Hörer dann aufgeknallt hatte, noch einmal anrufen musste. Sie konnte sich kaum mehr halten vor lauter Ungeduld! Weil sie mir so auf den Geist ging, kam ich dann auf die Idee, mit unterdrückter Nummer und verstellter Stimme unzählige Male bei ihr anzurufen und habe dann dumme Fragen gestellt. Zum Beispiel habe ich mich erkundigt, ob man als Babysitter auch Elterngeld bekommen kann. Das war ein Spaß! Die Tusse wäre fast durch die Decke gegangen, aber Unfreundlichkeit wird halt bestraft.

Beichthaus.com Beichte #00033441 vom 11.06.2014 um 15:09:39 Uhr (19 Kommentare).

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Mein Betrug als Trophäe

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Fremdgehen Boshaftigkeit Selbstsucht Lügen Partnerschaft Aschaffenburg

Ich habe meinen Partner schon mehrmals betrogen und mir jedes Mal hinterlistige Geschichten über die jeweiligen Männer ausgedacht, um selbst besser dazustehen. Es macht mir irgendwie Spaß, meinem Partner zu erzählen, dass ich ihn betrogen habe. Um dann zu sehen, wie es ihn fertigmacht und welche Angst er hat, mich zu verlieren. Es gibt mir Bestätigung. Ich weiß, dass es mies ist und ich schäme mich so sehr dafür, dass es mir sogar unangenehm ist, das hier anonym aufzuschreiben. Ich bitte um Absolution, denn wenn mir eine Lösung für meine egoistischen und niederträchtigen Gefühle einfällt, würde ich diese nur zu gerne umsetzen.

Beichthaus.com Beichte #00033426 vom 09.06.2014 um 19:08:59 Uhr in Aschaffenburg (29 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Lehrerin im Rotlichtviertel

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Dummheit Zorn Boshaftigkeit Internet Schule Wörgl

Angefangen hat alles vor ungefähr acht oder neun Jahren, als ich eine Handelsakademie im Westen Österreichs besucht habe. Leider war mein Verhältnis zu meiner damaligen Deutsch-Professorin nicht sehr gut und ich entwickelte einen richtigen Hass auf sie. Mit ihrer Art, sowohl zu unterrichten, als auch im Umgang mit anderen, konnte ich einfach nicht warm werden. Dieser "Hass" auf ihre Person ging so weit, dass ich mich eines Nachmittags kurzerhand dazu entschlossen habe, in einem lokalen Partyportal, bei dem ich bereits seit Längerem registriert war, meinem Frust freien Lauf zu lassen. Glücklicherweise, wie ich damals fand, gab es im Forum einen Thread über meine Schule, in welchem man seine Meinung kundtun konnte. In jenem Thread bezeichnete ich meine Lehrerin beispielsweise als Schlampe, welche sich am besten auf dem "Südring" - einer bekannten Straße in unserer schönen Landeshauptstadt - rumtreiben und dort der Prostitution nachgehen sollte. Circa zwei Jahre später, ich hatte lange nicht mehr an diesen Forenbeitrag gedacht, war ich immer noch an derselben Schule und wurde plötzlich, sozusagen aus dem Nichts, zum Direktor beordert. Naja, da ich mir nichts dabei dachte und eigentlich nicht unglücklich über die Tatsache war, dass ich etwas weniger im Unterricht sitzen musste, machte ich mich auf den Weg ins Direktorat, wo besagter Herr auch schon auf mich wartete.


Unser Direktor fackelte nicht lange und drehte seinen Computerbildschirm in meine Richtung. Auf dem Bildschirm war mein Foreneintrag - inklusive Foto von meinem, mittlerweile schon lange inaktiven, Account - abgebildet. Ich wollte am Liebsten im Erdboden versinken. Der Direktor fackelte auch nicht lange und fing sofort an, zu schreien, wie ich noch nie jemand schreien gehört habe. Mich hätte es nicht gewundert, wenn sogar die benachbarte Schule noch mitbekommen hätte, was mein Direktor mir zu "sagen" hatte. Nach seinem Schreianfall, der mir wie eine gefühlte Ewigkeit vorgekommen war, und einer kurzen Entschuldigung meinerseits meinte er noch, ich hätte eine Woche Zeit, um mir etwas als Wiedergutmachung zu überlegen. Als lässiger 16-jähriger Schüler der ich damals war, kam die Antwort prompt: "Keine Ahnung, ich weiß nicht, was ich machen soll."


Sofort begann ein neuerlicher Schreianfall seitens des Direktors und er meinte, ich hätte genau eine Woche Zeit, um einen Aufsatz zu schreiben. Ich stimmte zu. Leider war seine Aussage nicht präzise genug, sodass ich ihn noch fragen musste, wie viele Wörter der Aufsatz beinhalten sollte. Postwendend erhielt ich als Antwort: "Ca. 50-70 Wörter". Ungelogen, ich habe wirklich versucht, mich zu beherrschen, konnte mir einen extrem starken Lachanfall aber nicht verkneifen - was mein Direktor wiederum nicht so super fand und die Schreierei begann erneut, bevor ich mich dann vom Acker machte, um exakt eine Woche später wieder zu ihm beordert zu werden, um meinen Aufsatz auszuhändigen. Nunja, ich war ein fauler Schüler. Den Aufsatz habe ich nicht geschrieben. Das Resultat war eine Verhaltensnote von "Nicht zufriedenstellend" - das Mieseste, das man überhaupt haben konnte. Meine Lehrerin hat übrigens niemals davon erfahren - dennoch möchte ich um Absolution für mein kindisches, idiotisches und nicht überlegtes Verhalten bitten. Mittlerweile weiß ich, wie dumm diese Aktion war.

Beichthaus.com Beichte #00033408 vom 06.06.2014 um 12:09:05 Uhr in 6300 Wörgl (10 Kommentare).

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