Dieser Mann ist mein persönlicher Jackpot

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Falschheit Selbstsucht Habgier Partnerschaft Geld

Ich werde einen Mann heiraten, den ich nicht liebe. Aber wird "Liebe" nicht überbewertet? Irgendwann ist sie verflogen. Egal. Ich weiß, dass er mich sehr liebt und ich mag ihn freundschaftlich. Außerdem mag ich seine liebe Art, wie er mit mir umgeht. Als wäre ich etwas Besonderes. Bevor jetzt die Frage aufkommt, ob ich ihm den trotzdem treu sei, bejahe ich dies. Ich bin bisher niemandem fremdgegangen. Auch wenn mich einige vielleicht dafür halten würden, aber ich bin keine Schlampe. Ich habe ihn auch nicht dazu gedrängt, mich zu heiraten. Im Gegenteil ich habe immer gesagt, dass ich nichts vom Heiraten halte. Aber er wollte unbedingt. Zu meinem Motiv: Ich habe mir immer gesagt, dass ich, wenn ich einmal die Chance bekäme, einen Bonzen zu bekommen, ihn mir auch zu krallen, wenn ich ihn nicht lieben würde. Denn seien wir mal ehrlich, mit ehrlicher Arbeit ist es so gut wie unmöglich, noch reich zu werden. Er allerdings bot mir die Chance wie einen Sechser im Lotto auf dem Silbertablett an.

Man muss dazu sagen, dass ich aus einer einfachen Arbeiterfamilie komme und jeden Tag zu sehen bekam, wie sehr sich Arbeit lohnt. Wir hatten fast nichts und dazu noch ein paar Schulden. Alle anderen fahren nigelnagelneue Neuwagen und haben Villen, haben den Reichtum mit der Geburt geschenkt bekommen und ein Arbeiterkind kann froh sein, wenn es eines Tages keine Schulden erbt. Ich habe studiert und bin mittlerweile in einem guten Unternehmen angestellt. Es reichte immer zum Überleben, aber zum Leben war nicht viel übrig. Ganz ehrlich, das möchte ich meinen und somit auch seinen Kindern nicht antun. Ich beichte also, dass ich aus Aussichtslosigkeit und ein bisschen Neid einen reichen Mann heiraten werde, der mich über alles liebt. Eigentlich ein guter Deal. Ich biete ihm meine Dienste als Frau und er bietet mir sein Ansehen und Geld, und das alles auf Lebenszeit bzw. bis zur Scheidung. Falls er je eine Scheidung einreichen wird, denn ich werde sie unter keinen Umständen einreichen - etwas so Seltenes und Wertvolles sollte man doch festhalten.

Beichthaus.com Beichte #00038160 vom 29.04.2016 um 13:31:28 Uhr (22 Kommentare).

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Hilfe, ich bin ein Totalversager

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Faulheit Verzweiflung Dummheit Gesundheit Studentenleben

Was ich dringend beichten möchte, ist, dass ich (m/40) das Klischee eines Totalversagers schon in geradezu absurder Weise übererfülle. Ich habe nach endlosen Jahren des Studiums (Medizin) immer noch keinen Abschluss, außerdem keinen (Neben-)Job mehr (und dementsprechend nur sehr wenig Geld zur Verfügung), bin darüber hinaus stark übergewichtig und beginne mittlerweile auch meine Haare zu verlieren. Dass ich alleine in einer zusehends abgegammelten Wohnung lebe und keine Kinder habe, bedarf dabei wohl keiner besonderen Erwähnung mehr. Als vorläufige Krönung meiner Situation leide ich seit Jahren unter Depressionen, die mein Leben mehr und mehr beeinträchtigen. Selbstmordgedanken begleiten mich derzeit nahezu ständig - mein alltägliches Leben irgendwie auf die Reihe zu kriegen, fällt mir immer schwerer und sogar den Kontakt zu Freunden und Familie aufrechtzuerhalten, wird gefühlterweise schon zu einem kleinen bis größeren Kraftakt.

Mittlerweile schon seit Jahren hänge ich bei ein und derselben Prüfung fest, die seitens des sie abhaltenden Instituts tatsächlich noch zusehends schwerer gestaltet wird. Da ich in einem auslaufenden Studienplan studiere, gibt es nur noch relativ wenige Kolleginnen und Kollegen, die in einer vergleichbaren Situation sind. Unter diesen Verbündete für die Prüfung zu finden, scheint nahezu unmöglich - die lieben KollegInnen jammern und beschweren sich zwar leidenschaftlich gerne; geht es aber darum, sich zu vernetzen, auszutauschen und gemeinschaftlich auf das Bestehen der Prüfung hinzuarbeiten, dann sind sie einfach nur zu vergessen.

Kurz gesagt: Mein Leben fühlt sich an, als würde ich inmitten einer endlosen Schlammwüste feststecken und verzweifelt versuchen, voranzukommen. Doch das Einzige, was sich voranbewegt, ist die Zeit - die läuft dafür aber rasant und unbarmherzig. Ich schäme mich so sehr - so abgrundtief - dafür, was ich aus meinem Leben gemacht habe und empfinde mir selbst gegenüber nur noch bodenlose Verachtung. Vielleicht gibt es ja einen Weg heraus aus dieser Misere, leider kann ich ihn aber momentan beim besten Willen nicht entdecken. So bleibt mir nur, meine in der Vergangenheit gemachten Fehler, Versäumnisse und schlechten Entscheidungen, die mich in diese völlig verfahrene Situation gebracht haben, jeden Tag aufs Neue von ganzem Herzen zu bereuen.

Beichthaus.com Beichte #00038156 vom 28.04.2016 um 21:16:00 Uhr (17 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Die Putzfrau meiner Eltern

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Schamlosigkeit Falschheit Begehrlichkeit Studentenleben

Ich (Student/25) lebe noch bei meinen Eltern. Diese haben seit zwei Jahren eine neue Putzhilfe, eine Tschechin Ende 30. Da ich in in den letzten zwei Semestern donnertags immer erst am Nachmittag Vorlesung habe und meine Eltern beide arbeiten, bat sie die Putzfrau, am Donnerstagvormittag zu kommen, statt abends. Alleine im Haus soll die Putzfrau nämlich auch nicht sein. Sie bekommt mit fünfzehn Euro pro Stunde aber einen netten Lohn, da meine Mutter fair sein möchte, und hat auch nicht die Welt zu tun. Was meine Mutter jedoch nicht ahnt, ist, dass ich ihre Putzhilfe, wenn sie fertig ist, nach allen Regeln der Kunst durchnehme. In der Erdbeerwoche kriege ich die Flöte gespielt. Manchmal putzt sie auf meinen Wunsch auch nackt.

Meine Eltern sind aber streng gläubige Katholiken und würden sie sofort rauswerfen, wenn das herauskäme. Während ich mir die Neuauflage der Bergpredigt anhören müsste. Für sie ist es ja schon eine Todsünde, dass ich den Kirchenbesuch verweigere und jeden Sonntag ist hier deshalb dicke Luft, aber ich habe ihnen etwas von einer Glaubenskrise erzählt und ihr Pfarrer sagte ihnen, man dürfe mich gerade dann nicht dazu zwingen, in die Kirche zu gehen. Sie wissen auch nicht, dass ich vor der Ehe schon Sex habe und auch nicht, was ich sonst ab und zu so treibe in Sachen Sex, Alkohol und Drogen. Aber es ist erstens allgemein mein Leben und ich werde ja nicht mehr jünger und zweitens ist es einfach zu gut mit ihr, um damit aufzuhören! Niemandem wird wehgetan, wir sind beide Single. Daher bitte ich um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00038153 vom 28.04.2016 um 09:51:40 Uhr (23 Kommentare).

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Süchtig nach Nasenspray

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Sucht Zwang Gesundheit

Ich bin süchtig nach Nasenspray, schon seit Jahren. Abends schwillt immer meine Nase zu, dann nehme ich das Spray und freue mich, wenn die Nase wieder frei ist. Ich weiß schon gar nicht mehr, was zuerst da war - das Zuschwellen oder die Nasentropfen nehmen. Damit nichts auffällt, kaufe ich das Spray immer in verschiedenen Apotheken, und wenn man mir da sagt, ich solle es höchstens eine Woche benutzen, nicke ich freundlich und stimme zu. Ich beichte, dass ich genau weiß, dass das nicht besonders gesund für mich ist, aber ich gar nicht erst versuche, etwas zu ändern. Ich werde schier verrückt, wenn meine Nase zuschwillt.

Beichthaus.com Beichte #00038146 vom 26.04.2016 um 22:46:01 Uhr (24 Kommentare).

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“Beichte

Wie soll ich nur mit ihm Schluss machen?

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Fremdgehen Begehrlichkeit Falschheit Feigheit Partnerschaft

Ich (w/21) glaube, ich habe mich in eine ziemlich blöde Situation manövriert. Ich bin seit fast vier Jahren mit meinem Freund zusammen, er war sozusagen meine erste große Liebe. Er ist wirklich einer der liebevollsten Menschen, die ich kenne und ich denke, dass die wenigsten Mädchen das Glück haben, einen derartig lieben, verständnisvollen und rücksichtsvollen Freund zu haben. Wir sind dann vor etwa zwei Jahren zusammengezogen und unser Zusammenleben funktioniert großteils auch wunderbar. Blöderweise ist er sehr lasch erzogen und in vielen Dingen einfach unzuverlässig oder schlampig. Er unterstützt mich kaum im Haushalt, obwohl er nicht Vollzeit arbeitet, er verspricht immer dies und jenes zu erledigen, aber wenn ich nach Hause komme, liegt er auf der Couch und es ist nichts geschehen. Dass das frustrierend ist, brauche ich hoffentlich nicht erklären. Diese Arbeiten sind dann an mir hängen geblieben und ich habe das dann meist aufs Wochenende verschoben, weil ich unter der Woche arbeite und abends oft im Training bin.

Wenn ich dann aber am Wochenende keine Lust hatte, zu seinen Eltern zu fahren oder irgendwohin mitzugehen, weil ich stattdessen lieber die Wohnung putzen wollte, durfte ich mir anhören, ich sei viel zu pingelig und sollte mich doch auch mal entspannen. Schön, das sagt sich natürlich leicht bei einer 15-Stunden-Woche. Wir haben deswegen schon oft diskutiert und danach besserte sich die Situation auch, zumindest für ein, zwei Wochen. Danach ging es weiter wie bisher. Mittlerweile denke ich auch schon oft darüber nach, einen Schlussstrich zu ziehen, aber ich tue es nicht. Ich habe Angst vor den negativen Aspekten, auch wenn ich mir gut vorstellen kann, alleine in einer Wohnung zu leben, so hätte ich dann kein Auto mehr und vermutlich viel weniger Geld zur Verfügung. Aber nüchtern betrachtet bin ich mit ihm zusammen, weil es eben so ist. Das soll aber nicht entschuldigen, was ich getan habe.

Vor einiger Zeit habe ich im Training jemanden kennengelernt. Alleine vom Optischen her ist der Mann ein Traum. Wir sind irgendwann ins Plaudern gekommen und ich habe bald gemerkt, dass er sich auch für mich interessiert. Wir haben zwar nie miteinander trainiert, aber standen meist in derselben Ecke, haben herumgealbert und er hat mich oft gekitzelt. Kurz darauf habe ich erfahren, dass er die anderen fragte, wo ich denn bleibe, wenn ich mal keine Zeit hatte ins Training zu gehen. Nach einigem Hin und Her haben wir uns mal getroffen und es war wirklich wie in einem kitschigen Film. Wir sind stundenlang in der Bar gesessen, am Ende schon sehr alkoholisiert, wir hatten wirklich viel Spaß. Er hat sogar die komplette Rechnung bezahlt. Danach sind wir zu Fuß durch die halbe Stadt und er hat mich bis zur Haustür begleitet. Zum Abschied hat er mich sogar geküsst. Ich habe ihm nämlich nie erzählt, dass ich einen Freund habe.

Mittlerweile habe ich ihm das gebeichtet, aber ihm ist das natürlich egal, dass ich vergeben bin. Es fällt mir zwar sehr schwer, aber ich blocke körperliche Annäherungsversuche seinerseits ab, so gut es geht, es gibt kein Anfassen, kein Küssen und schon gar keinen Sex. Ich will diese neue Geschichte nicht mit Fremdgeherei beginnen. Man betrügt seinen Partner nicht, auch nicht, wenn es für einen selbst schon vorbei ist. Ich habe ihm die Situation - so gut es eben geht - erklärt, und er sagt, ich solle Schluss machen. Und ich will auch Schluss machen, aber ich kann meinen Freund nicht so verletzen. Er sagt mir immer wieder, wie sehr er mich liebt und dass er mich nicht verlieren will, aber für mich ist es halt einfach nicht dasselbe. Ich mag ihn, sehr sogar, aber einfach nicht mehr so wie früher. Wie auch immer. Im Endeffekt bin ich doch selbst schuld. Mein Freund hat so etwas nicht verdient.

Beichthaus.com Beichte #00038145 vom 26.04.2016 um 20:52:06 Uhr (23 Kommentare).

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