Diese Note entschied meine Zukunft!

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Ungerechtigkeit Faulheit Schule

Ich möchte etwas aus meiner Schulzeit beichten. Ich war in der Abschlussklasse einer Gesamtschule und musste ein Referat halten. Um meine Ausbildungsstelle als Radiologieassistentin zu bekommen, brauchte ich eine Zwei in Physik auf dem Zeugnis. Da ich aus lauter Nervosität nur eine Drei in der Klassenarbeit geschrieben habe, nahm ich das Angebot des Lehrers, meine Note durch ein freiwilliges Referat zu verbessern, dankbar an. Ich bekam das Thema "Blitzableiter." Dieses Thema musste ich mit zwei Anderen bearbeiten. Das waren die beiden Schlechtesten der Klasse, die dann auch nur den Grundkurs machten. Frustriert machte ich mich mit ihnen an die Arbeit. J schrieb einen Text aus dem Internet ab. Ich sagte ihm, dass das auffallen könnte und er wenigstens ein bisschen was abändern soll. Daraufhin änderte er das Wort "Volt" in "Watt" und schaute mich stolz an. Ich korrigierte seinen Text. In der Zeit kümmerte sich A um das Plakat. Es war ein hellblaues Plakat und er malte mit hellgrünem Filzstift "Blitzt-ableiter" darauf und J klebte seinen Text mit meiner Korrektur einfach so drauf.


Ich sah meinen Traum förmlich platzen. So etwas wollte ich auf keinen Fall unter meinem Namen abgeben. Ich verschüttete also "versehentlich" meinen Kaffee über das Plakat in der Hoffnung, dass ich es als Wiedergutmachung alleine machen kann. Aber es kam anders: Ich wurde von A heftig beschimpft und er haute mir eine runter, obwohl er nicht einmal dachte, dass es Absicht war. J ging dazwischen. Ich ging nach Hause und mein Vater riet mir, doch ein eigenes Referat zu schreiben. Ich setzte mich das Wochenende hin und schrieb ein Referat über Radiotechnologie. Am Montag hielt ich das Referat und der Physiklehrer war richtig sauer über so viel "Teamunfähigkeit" meinerseits und sagte, dass ich jetzt eine Vier bekommen würde. Ich hatte das Gefühl, dass ich fast weinen muss, und verließ den Klassenraum.


Ich wandte mich an meinen Klassenlehrer, der wenigstens noch die Drei durchsetzen konnte. Ich war tagelang nicht ansprechbar. Am Zeugnistag übergab mir der Klassenlehrer mein Zeugnis. Er fragte mich mit einem Grinsen, ob ich denn gar nicht mal drauf schauen möchte. Und da stand sie, meine Zwei, die mir das Tor zu meiner Wunschausbildung eröffnete. Er sagte zu mir: "Wehe, du schaffst das nicht. Zeig es allen." Und ich habe sie jetzt auch abgeschlossen. Ich wollte ihm eigentlich nach der Ausbildung eine Mail schicken, in der ich mich noch einmal bei ihm bedanken wollte und ihm mitteile, dass es tatsächlich geklappt hat. Leider habe ich das dann doch nicht gemacht. Vor ein paar Tagen ist er an einem Schlaganfall gestorben und ich fühle mich schlecht, dass ich ihm die Mail nicht geschrieben habe. Ich glaube, er hätte sich gefreut. Ruhe in Frieden!

Beichthaus.com Beichte #00037620 vom 17.02.2016 um 00:57:00 Uhr (8 Kommentare).

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Ist Hygiene wirklich so wichtig?

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Faulheit Ekel Unreinlichkeit Peinlichkeit

Ich möchte beichten, dass ich ein unglaubliches Schwein bin. Kurz zu mir, ich bin mittlerweile 26 Jahre alt und bin Logopädin. Meine Familie stammt ursprünglich aus Russland und ich bin sehr konservativ aufgewachsen. Ich war immer eine gute Schülerin und habe mich auch immer sozial und in der Kirche engagiert. Jedoch gab es da immer eine Sache, die nicht so ganz ins Bild des ordentlichen Mädchens passte, auch wenn mich fast nie jemand darauf angesprochen hat. Es waren nicht Partys oder Drogen, es war meine schreckliche Faulheit, wenn es um Körperhygiene ging.


Bereits als Kind war ich sehr unhygienisch, bin manchmal eine Woche lang nicht duschen gegangen oder habe meine Socken nicht gewechselt. Körperpflege war für mich immer lästig. Als ich so in der sechsten Klasse war, habe ich angefangen, immer unhygienischer zu werden. Irgendwann ging ich dann nur noch jede zweite Woche duschen, habe mir nur einmal in der Woche die Unterwäsche gewechselt und aufgehört Deo zu benutzen. Ich war zur damaligen Zeit sogar noch im Sportverein (Akrobatik und Ballett), allerdings hatte ich selbst nach dem Sport nicht das Gefühl, das ich jetzt eine Dusche bräuchte. Irgendwann habe ich dann alles immer weiter hinausgezögert. Das Ganze ging so, bis ich 16 war. Nachdem ich immer weniger Zeit für Sport hatte, bin ich ein bisschen auseinandergegangen und habe mich dadurch eklig gefühlt. Nur das hat es geschafft, meine schlechte Angewohnheit zu durchbrechen. Irgendwann kam dann der Punkt, an dem ich eingesehen habe, dass dieses Verhalten einfach nur ekelhaft ist.


Außerdem fand ich es auf eine abartige Weise faszinierend zu sehen, wo die Grenzen lagen. Meine Rekorde: Die gleichen Socken sechs Wochen tragen, zwei Monate nicht Duschen, die Haare zwei Wochen lang nicht waschen. Ich trug auch einmal einen ganzen Monat lang die gleiche Unterhose. Manchmal habe ich auch nach dem Duschen die gleiche Wäsche wieder angezogen. Außerdem habe ich mir immer sehr gut die Zähne geputzt, weswegen man bei meinem Anblick wahrscheinlich nicht gleich gesehen hat, wie sehr ich mich gehen lasse. Die Hände habe ich mir fast nie gewaschen, auch nicht wenn ich auf dem Klo war, weswegen ich wahrscheinlich eine ziemliche Bakterienschleuder war. Krank war ich allerdings nicht oft. Für die Haare habe ich meist Trockenshampoo benutzt, außerdem sind sie ziemlich dick, was das Haarewaschen sehr mühsam macht.


Wenn ich so zurückdenke, finde ich es wirklich erschreckend, dass ich fast meine ganze Jugend lang meinen Körper schlecht behandelt habe. Ich wurde genau zwei Mal darauf angesprochen: Einmal von meiner Mitschülerin in der siebten und einmal von meiner Freundin in Sport. Von besagter Mitschülerin habe ich auch einen Zettel bekommen, auf dem "Nasty stinkt" stand, was ich damals aber noch nicht wirklich ernst nahm. Ich habe mich immer rausgeredet, weil es mir eigentlich richtig peinlich war. Meinen Eltern ist es auch manchmal aufgefallen, wenn ich beispielsweise immer die gleichen Socken anhatte, aber ich habe immer die Wäsche meiner Schwester in den Wäschekorb getan, damit meine Mutter keinen Verdacht schöpft. Ich weiß nicht, ob ich gestunken habe, aber ich hab mich nur selten so empfunden. Meinen ersten Freund hatte ich übrigens mit 19 Jahren.


Ich weiß nicht, was in meinem Kopf falsch ist, dass es mir so schwer fällt, hygienisch zu sein. Noch heute kämpfe ich mit mir, wenn es um solche Sachen geht, aber mittlerweile kann ich mich zusammenreißen. Es tut mir im Nachhinein wahnsinnig leid, dass meine Mitmenschen das ertragen mussten und dass ich so schlecht mit meinem Körper und meiner Gesundheit umging.

Beichthaus.com Beichte #00037618 vom 16.02.2016 um 17:05:59 Uhr (21 Kommentare).

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Ich will doch nur eine väterliche Umarmung!

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Feigheit Verzweiflung Begehrlichkeit Partnerschaft

Ich (w/26) habe durch Zufall längere Zeit bei der Kommune mit einem dort arbeitenden Mann zu tun gehabt. Es handelt sich um den Vorgesetzten der Dame in dem Büro, der dazukam, da es ein kleines Problem mit meinem Antrag gab. Ich habe gemerkt, dass er mich die ganze Zeit schüchtern angelächelt hat. Ich fand das etwas beklemmend. Der Mann konnte sehr gut mein Vater sein. Ich hatte ihn dann eigentlich schon wieder vergessen, als ich etwa zwei Wochen später noch einmal zur Kommune musste. Dort bin ich ihm wieder begegnet, dieses Mal auf dem Flur, und er sah mich wieder so verlegen lächelnd an. Und irgendwie bekam ich dann auch einen "Stoß." Äußerlich war er absolut nicht das, das man als Adonis bezeichnen würde. Sehr groß, etwa 2 Meter, spindeldürr, recht seltsam zurückgekämmte Haare und das ganze Gesicht voller Aknenarben. Doch dafür kann er ja nichts, und er hatte so eine sympathische, liebevolle Art, die ich direkt bemerkt habe. Er war aber viel zu verlegen, um mir etwas zu sagen.


Er ist mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen und ich habe ihn zwei Tage später aufgesucht, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe. Ich habe zunächst so getan, als hätte ich noch eine Frage, aber seine Blicke waren wieder dieselben und ich habe dann gefragt, ob er nicht Lust hat, mit mir einen Kaffee trinken zu gehen. Er strahlte über das ganze Gesicht. Wir haben uns wunderbar miteinander unterhalten und am nächsten Tag hat er sich mit zu sich genommen. Er hat ein großes Haus mit einem wunderbaren Garten. Als wir dann an dem Abend bereits nebeneinander im Bett lagen, war ich fasziniert, wie liebevoll und gleichzeitig leidenschaftlich er doch ist. Obwohl er so wirkt, als hätte er keine Erfahrungen mit Frauen, war es das Schönste, das ich jemals mit einem Mann erlebt habe.


Nach etwa zwei Wochen kam dann aber doch die Ernüchterung. Ich fühlte mich mehr und mehr unwohl, wenn ich in dem großen Doppelbett lag, neben einem Mann, den ich nach wie vor sehr, sehr mochte, aber eben wahrscheinlich doch mehr als warmherzigen, väterlichen Freund. Es war etwas Neues, von einem so viele Jahre älteren Mann so liebevoll und zärtlich geküsst, gestreichelt und zum Höhepunkt gebracht zu werden, und ich hatte mich auch verliebt. Aber das ging so schnell wieder, wie es gekommen war. Meine Beichte? Ich traue mich nicht, ihm das zu sagen. Ich habe ihn sehr gern und will ihm nicht wehtun. Also tue ich weiterhin so, als würde ich seine Zärtlichkeiten im Bett genießen, obwohl ich von ihm eigentlich nichts mehr will, als väterlich in den Arm genommen zu werden. Ich spüre, dass er mich wirklich liebt und wenn er, wie so oft, sagt, dass ich der Glücksfall seines Lebens bin, dann kann ich einfach nicht sagen, dass das Verhältnis so, wie es jetzt ist, nicht weitergehen kann.

Beichthaus.com Beichte #00037606 vom 14.02.2016 um 19:25:44 Uhr (14 Kommentare).

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Die schlimmste Wohnungsbesichtigung meines Lebens

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Verzweiflung Feigheit Neugier

Als ich mir meine erste eigene Wohnung suchte, hatte ich einige Besichtigungen. Eine werde ich, obwohl schon an die 40 Jahre her, nie wieder vergessen. Der Wohnungsbesitzer war an dem Tag nicht selbst vor Ort und hat die Schlüssel unter die Fußmatte gelegt, mit der Bitte, sie nach Verlassen der Wohnung in seinen Briefkasten zu werfen. Als ich die Wohnung betrat, hatte ich ein beklemmendes Gefühl. Dieses Gefühl hatte ich auch schon im Treppenhaus, denn es handelte sich um ein sehr altes Haus mit einem großen Treppenhaus, die Treppen waren aus Holz und das Ganze hat mich entfernt an einen großen Heustadel erinnert. Ich kann es schlecht beschreiben, aber es roch alt und muffig und ich als junger Mann von 20, 21 Jahren dachte, dass es so in einem Leichenschauhaus riechen muss. Ich hatte und habe zwar ein Leichenschauhaus noch nie betreten, aber das schoss mir aus irgendeinem Grund in den Kopf. In der Wohnung roch es ebenso alt und verstaubt, genauso wirkte auch die Einrichtung.


Ich wusste von dem Besitzer nur, dass er als Buchhalter in einer Firma in der Stadt arbeitet, etwa 40 Jahre alt ist und alleine lebt. Ich hatte ihn ja nie selbst gesehen, sah ihn aber auf Fotos an den Wänden. Da auf einem Bild sein Name stand - es war eine Auszeichnung von irgendeinem Verband oder etwas Ähnlichem - wusste ich, dass er genauso spießig aussah wie seine Wohnung. Er hatte recht schütteres Haar, eine dicke Brille, einen Bierbauch und unauffällige Kleidung. Ich habe mir die Wohnung angesehen, und gerade weil der Mann so unauffällig wirkte, wurde ich neugierig, wie er denn so lebt. Zu neugierig war ich nicht, ich habe keine Schränke oder Schubladen geöffnet - zunächst zumindest nicht - sah mir aber die Einrichtung ganz genau an. Plötzlich ist mir im Badezimmer bei der Wanne ein umgedrehtes Foto ins Auge gesprungen. Die Neugier siegte, ich hab es umgedreht und mir wurde ganz anders, da es eindeutig das Foto eines vielleicht gerade mal vierjährigen Mädchens war - die Details könnt ihr euch denken.


Da konnte ich auch nicht mehr anders und habe Schubladen und Schränke durchwühlt und ich wurde mehrfach fündig, es waren weitaus mehr Bilder, als ich geahnt hätte und was ich darauf sah, war das blanke Grauen. Ich bin, wahrscheinlich blass wie ein Geist und völlig verstört, aus der Wohnung gelaufen, habe die Tür zufallen lassen, den Schlüssel habe ich im Schock in der Wohnung gelassen, und habe mich dermaßen geschämt - obwohl ich selbst gar nichts getan hatte. Ich hatte daraufhin bestimmt drei Wochen lang Träume, die mit dieser Sache zu tun hatten. Meine Beichte ist nun, dass ich damals nie den Mund aufgemacht habe - ich konnte nicht. Es war wie eine Blockade, ich selbst hatte die schlimmsten Schamgefühle, weil ich diese Fotos auch in den Händen hatte.


Nach 40 Jahren ist diese Seite die erste, der ich das Erlebnis anvertraue. Niemand weiß davon - meine Eltern, Geschwister, Großeltern, Freunde, meine Frau, Kinder und Enkel haben oder hatten keine Ahnung, was sich damals abgespielt hat. Sie haben zwar bemerkt, dass ich verändert war, ich habe aber immer abgewinkt oder behauptet, das wäre Liebeskummer oder eine sonstige Nichtigkeit. Ich konnte darüber nicht sprechen. Und ich kann es, glaube ich, auch heute noch nicht. Ich bin nicht mehr verstört nach 40 Jahren, lebe mein Leben normal und denke längst nicht mehr so oft daran wie damals, doch wenn ich mich erinnere, dann ist das Entsetzen wieder da.

Beichthaus.com Beichte #00037604 vom 14.02.2016 um 15:22:28 Uhr (10 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Alles füs Oktoberfest

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Prostitution Maßlosigkeit Schamlosigkeit

Gestern hat mich ein Typ in der U-Bahn angesprochen, ob ich mich noch an ihn erinnern kann - vom Oktoberfest. Ich tat so, als ob ich ihn nicht kennen würde und behauptete, dass ich zur Zeit des Oktoberfestes gar nicht in München war. Die Wahrheit ist jedoch, dass […]
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Beichthaus.com Beichte #00037603 vom 14.02.2016 um 12:24:31 Uhr (36 Kommentare).

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