Wochenbettdepression

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Aggression Vandalismus Lügen Schwangerschaft

Ich (w/26) bin vor fünf Monaten Mutter einer unglaublich süßen Tochter geworden. Leider bin ich direkt danach in eine Wochenbettdepression gefallen, die bis jetzt anhält. Ständig habe ich die Gedanken, dass das Leben sinnlos ist, viel zu kurz und ich als Mutter versage. Letztgenanntes hat dazu geführt, dass ich mich in meiner Depression auf die beiden Ex-Freundinnen meines Freundes versteift habe, welche beide jeweils ein Kind haben, um das sich mein Freund in der Zeit der Beziehung und zum Teil auch danach sehr viel gekümmert hat. Zu beiden hat er inzwischen keinen bis wenig Kontakt, trotzdem fühle ich mich ständig minderwertig, da seine Exen in meinem Kopf die perfekten Mütter waren und mein Freund sich mit ihnen ja schon eine Art kleine Familie aufgebaut hatte, auch wenn es danach kaputt gegangen ist.

Ich lehne daher alles ab, was er aus dieser Zeit mitgenommen hat. Er war beispielsweise von einem Buggy total begeistert, den beide Freundinnen hatten und den er als sehr praktisch empfand - ich lehnte kategorisch ab. An einem besonders schlechten Tag ging ich wutentbrannt in unseren Keller, da ich wusste, dass dort noch der Autokindersitz gelagert ist, in welchem er beide Kinder regelmäßig befördert hat. Ich nahm den Sitz, schleuderte ihn mehrfach auf den Kellerboden und ließ richtig meine Wut daran aus. Es tat irgendwie gut, auch wenn ich mir etwas gestört vorkam. Danach schmiss ich die Reste des Sitzes in die gelbe Tonne. Scheinbar fiel ihm das auch die nächsten Tage nicht auf, ich wartete ständig, dass ich zur Rede gestellt werde.

Kurz darauf wurde bei uns im Keller eingebrochen und ein Flatscreen geklaut. Wir stellten eine Anzeige und wurden angehalten zu überprüfen, ob noch etwas geklaut wurde. Meinem Freund fiel kurze Zeit darauf auf, dass der Kindersitz fehlt, welchen er daher auch als gestohlen meldete. Das Ende der Geschichte ist, dass wir nun sowohl Geld für den Sitz von der Versicherung erhalten und auch gar nicht mal so wenig. Es tut mir leid, dass ich so etwas Dummes in Rage getan habe und nicht dafür geradestehen kann. Auf der anderen Seite können wir das Geld gut gebrauchen, weshalb ich mein kleines Geheimnis für mich behalte.

Beichthaus.com Beichte #00038650 vom 22.08.2016 um 12:20:20 Uhr (19 Kommentare).

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Ich wurde für meine Jugendliebe zum Sport-Guru

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Begehrlichkeit Maßlosigkeit Dummheit Sport

Ich wurde für meine Jugendliebe zum Sport-Guru
Ich (m/35) möchte beichten, dass ich meinen aktuellen Beruf nur ausübe, weil ich damals meine große Jugendliebe beeindrucken wollte. Sie stand damals ziemlich auf irgendwelche Schwimmer in unserem örtlichen Sportverband und schwamm auch selbst. Verknallt, wie ich damals eben war und mit meiner rosa Hormonsuppe im Schädel, dachte ich, dass es eine super Idee wäre, wenn ich den Schwimmern beitrat. Ich war damals allerdings etwa so sportlich wie ein nasser Sack Zement und meine Schwimmkünste beschränkten sich gerade so darauf, dass ich es schaffte, im Freibad nicht zu ersaufen. Allen Widrigkeiten zum Trotz biss ich allerdings Zähne und Hinterbacken zusammen und legte schon bald ganz passable Zeiten in die ekelhafte Chlorbrühe, die wir unser Trainingsbecken nannten. Der Anblick meiner Auserwählten, deren perfekte Figur sich unter ihrem Badeanzug deutlich abzeichnete, spornte mich dort zu wahren persönlichen Höchstleistungen an.

Dummerweise fand sie schon bald einen unserer Leichtathleten toll und begann ihm hinterherzurennen. Nun, was der konnte, konnte ich schon lange, beschloss ich - und begann mit Leichtathletik zusätzlich. Es stellte sich zwar erwartungsgemäß heraus, dass ich gar nicht mal so gut war, aber verbissen und mit ihrem knackigen Hintern als Ziel vor Augen, kämpfte ich mich auch da zumindest ins untere Mittelfeld. Während die anderen Jungs jedoch fast alle athletische Staturen mit Sixpacks und muskulösen Armen besaßen, sah ich nach über einem Jahr Training immer noch aus wie ganz knapp dem Hungertod entronnen. Ich hatte nicht einmal wenigstens ein Sixpack, sondern nur ein seltsam geformtes Two-Pack. Der Junge, auf den meine Jugendliebe abfuhr, war indessen ziemlich breitschultrig, hatte eine sehr definierte Figur und ein recht feminines Gesicht. Langsam begann ich, die Misere zu begreifen. Irgendwann bemerkte ich, dass unsere Turner alle noch muskulöser waren als die Leichtathleten und Schwimmer.

Ich schloss mich also auch den Turnern an. Natürlich sah es dort für mich zunächst ebenfalls so trüb aus wie unser Schwimmbecken nach dem Wettkampf, aber irgendwie lag mir die Turnerei einfach. Ich musste mich beim Turnen zu nichts zwingen und meine Leistungen waren bemerkenswert gut, was auch den Trainern schnell auffiel. Zwar sah meine Körperentwicklung immer noch recht mau aus, und ich wurde auf Wettkämpfen dementsprechend auch schon mal ausgelacht, jedoch blieb den arroganten Muskelmännern nach meinen Übungen ihr Lachen oft genug im Hals stecken. Ich war sogar bald so gut, dass ich mein Abitur auf dem Sportgymnasium absolvierte. Meine Angebetete indessen war und blieb mit ihrem hübschen Leichtathleten zusammen. Irgendwann schoss ich sie emotional in den Wind, auch wenn mir das schwerfiel. Ich hatte eingesehen, dass ich mit meinem Mondgesicht und meiner ausgemergelten Gestalt bei ihr nicht punkten konnte.

Meine Karriere hatte sich indessen jedoch verselbstständigt. Ich wurde von Wettbewerb zu Wettbewerb gereicht und erlangte einige lokale Bekanntheit, bevor mir eine fiese Schulterverletzung in die Quere kam und mich lange aus der Bahn warf. Trotzdem studierte ich anschließend Sportwissenschaften. Ich konnte ja schließlich auch nichts anderes. Heute bin ich der Chef und Oberguru des örtlichen Sportverbandes, in dem ich damals angefangen habe. Der Job macht mir allerdings so gar keinen Spaß. Ich habe fast nur administrative und buchhalterische Aufgaben und betreue ansonsten arrogante sechzehnjährige Möchtegern-Kreismeister. Genau die Sorte Kackbratzen, die mich früher gnadenlos ausgelacht hätten. Meine frühere Angebetete ist ganz schön aus dem Leim gegangen und nimmt an irgendeinem von uns veranstalteten Zumba-Kurs teil. Sie weiß bis heute nicht, dass ich mich mehr oder weniger ihretwegen in dieses Elend manövriert habe. Meine Körperentwicklung ist übrigens auch immer noch nicht weiter.

Beichthaus.com Beichte #00038632 vom 15.08.2016 um 12:29:34 Uhr (20 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Würgereiz im Bus

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Ekel Peinlichkeit Bahn & Co.

Ich (w) muss mich immer am Morgen nach einer Partynacht übergeben. So war es auch am Samstag. Als ich aufgestanden bin, hatte ich noch ein richtig gutes Gefühl und dachte, dass an diesem Tag nichts passieren würde, also habe ich mich fertiggemacht und bin in den Bus gestiegen. Leider dauert die Fahrt knapp eine Stunde und in den letzten 20 Minuten merkte ich, wie mir immer schlechter wurde. Ich versuchte, es zu unterdrücken - was am Anfang auch gut geklappt hat, aber in den letzten zwei Minuten kam dann doch der Würgereiz. Da ich mich nicht im vollen Bus übergeben wollte, behielt ich den Mund zu, und habe das Ganze wieder runtergeschluckt. Ihr könnt euch sicher denken, dass man es trotzdem gehört hat. Es war mir unfassbar peinlich und in Zukunft werde ich warten, bis ich wieder fit bin, ehe ich in die Öffentlichkeit gehe.

Beichthaus.com Beichte #00038628 vom 14.08.2016 um 13:45:06 Uhr (8 Kommentare).

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Hilfe, ich mache immer noch alles für meine Ex

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Fremdgehen Lügen Verzweiflung Ex

Ich hatte eine Freundin - wir waren fast 13 Jahre zusammen und haben einen Sohn. Er ist heute fast acht Jahre alt, doch mit der Geburt meines Sohnes hat sich viel zwischen uns verändert. Sie wurde immer phlegmatischer und bekam nichts mehr auf die Reihe. Selbst als Elternteil war alles viel zu stressig - dabei hat unser Kleiner fast nur geschlafen, wirklich! Wenn ich dann nach fast zehn Stunden Arbeit nach Hause kam, hat sie mir unseren Sohn in die Arme gedrückt und gesagt, dass ich jetzt dran sei. Ich habe dann gewickelt, gefüttert, gekuschelt und gespielt. Es war super. Es gab wirklich nichts Besseres für mich - aber mit der Zeit blieb von uns halt nur noch wenig übrig.

Dadurch, dass weder Oma noch Opa in der Nähe wohnten, war es fast unmöglich, mal Zeit zu zweit zu haben. Und als sie dann wieder arbeiten ging, wurde es noch schwieriger - wir machten aber das Beste daraus. Wir zogen in ein Haus zur Miete - mit Garten und dem ganzen Quatsch. Eines Tages fing sie an, dass sie mehr Zeit für sich bräuchte und sie hätte daher entschieden, dass sie mittwochs nicht mehr direkt nach Hause kommt und auch den Zwerg nicht aus der Kita holt. Sie meinte, sie möchte sich dann noch mit einer Kollegin treffen und etwas trinken. Ich wurde natürlich misstrauisch, aber wie will man da etwas herausfinden? Ich musste mich nach der Arbeit ja um Kind und Haushalt kümmern. Sie kam dann irgendwann in der Nacht nach Hause und ging ins Bett. Ich muss dazu sagen, dass wir schon seit Jahren getrennt schlafen, weil ich heftig schnarche. Ich habe sie also immer erst am nächsten Morgen gesehen.

Das ging einige Zeit lang so, und unsere Beziehung wurde immer schwieriger. Partys am Wochenende, ihr Handy bekam einen Code, sie nahm ab, verschuldete sich für neue Klamotten - und immer mehr Stress zwischen uns. Dann kam es, dass meine damaligen Schwiegereltern für ein paar Tage nach Sylt wollten, weil meine Schwiegermutter (am gleichen Tag wie mein Vater) 60 Jahre alt wurde. Ich wollte allerdings nicht. Die Beziehung hing am seidenen Faden und mein Vater war mir wichtiger, trotzdem ließ ich mich breitschlafen und bin mitgefahren. Ich dachte, wir würden die Zeit für uns nutzen, aber stattdessen war ich der Fahrer für alle und durfte auf unseren Sohn aufpassen, während die anderen shoppen gingen. Als wir wieder daheim waren, bin ich für eine Woche ausgezogen. Ich wollte schauen, ob es etwas bringt - dem war nicht so. Fünf Wochen später bin ich ganz ausgezogen und habe mir ein eigenes Zuhause aufgebaut.

Irgendwann rief sie dann mitten in der Nacht an - sie wusste ja, dass ich rangehen würde, wenn sie anruft. Und dann kam, was ich schon immer geahnt hatte. Sie gab zu, mich schon seit über einem halben Jahr mit so einem hässlichen Kerl von der Arbeit zu betrügen. Ein Typ mit einer ekligen Hautkrankheit - und wirklich hässlich wie die Nacht, aber das nur am Rande. Es traf mich wie ein Bus. Man ahnt etwas, aber wenn man dann Gewissheit hat, ist es etwas anderes. Ich fiel noch viel tiefer in mein Loch. Nicht schlimm genug, durch einige Entscheidungen Heim und Kind zurückzulassen, nein, dann würgt einem so eine Schlampe einem auch noch so etwas rein. Ich brauchte lange, um damit klarzukommen. Heute, drei Jahre später, geht es aber ganz gut. Was ich jetzt beichten will? Selbst heute noch, wenn sie anruft und ein Problem hat, versuche ich, ihr zu helfen. Durch Zuhören und durch Taten. Ich bin inzwischen verheiratet und habe mir ein neues Leben aufgebaut, aber trotzdem bin ich noch für diese Schlampe da. Und meine Frau bekommt davon gar nichts mit. Ich fand bisher immer einen Weg. Ich weiß nicht, wie das enden wird, aber sicher nicht gut. Ich will meine Frau nicht anlügen, aber die vielen Jahre hängen mir immer noch nach und machen es nicht leichter.

Beichthaus.com Beichte #00038624 vom 12.08.2016 um 19:45:43 Uhr (16 Kommentare).

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Intelligente Menschen betrachten sich selbstkritisch!

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Dummheit Hochmut Verzweiflung Gesellschaft

Ich möchte etwas beichten, das hier nicht auf allgemeines Verständnis stoßen wird. Ich bin hochbegabt (medizinisch nachgewiesener IQ von über 150) und ich verstehe die meisten "normalen" Menschen nicht. Ständig frage ich mich, wie man bloß so ein beschränktes und egozentrisches Weltbild haben kann. Jeder fühlt sich als etwas Besonderes. Als das Wichtigste auf der Welt. Aber kaum jemand macht sich bewusst, dass hinter jedem Gesicht, welches man sieht oder jemals gesehen hat, eine eigene Geschichte steht, die genauso reich an Wünschen, Hoffnung, Leid und Liebe ist, wie die eigene. So wird bei Diskussionen von den "Normalen" kaum über den eigenen Tellerrand geblickt. Die Auswirkungen der Entscheidung auf das Leben von anderen und die Umwelt (nicht zwingend im ökologischen Sinne) wird für die eigene Entscheidung nicht herangezogen. Aber trotzdem wird die durch oberflächliche Fakten gebildete Meinung fröhlich und vor allem sehr laut in die Welt gerufen.

Und wenn man auf eine fragliche Meinung mit tiefer gehenden Fakten versucht vorzugehen, blickt man nur in leere tote verständnislose Augen, und erntet im besten Falle ein patziges "Aber trotzdem!" Anfangs dachte ich, es wäre Ignoranz. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass es bloß Unvermögen ist. Das Unvermögen, mehr als eine Handvoll Faktoren in eine Entscheidung einzubeziehen. Im Laufe der Zeit hat sich meine anfängliche Verachtung über die begrenzte Wahrnehmung der meisten Menschen in eine unangenehme Mischung aus Mitleid und Verzweiflung gewandelt. Da es jedoch einige "Normale" gibt, die nicht nur an sich denken, sondern durchaus einen Blick und ein Gefühl von Verantwortung für das "große Ganze" haben, lässt mich noch an meiner Theorie über die Beschränktheit meiner Mitmenschen zweifeln und hoffen. Diese Menschen haben nach meiner Beobachtung interessanterweise allesamt einen Charakterzug, der für gewöhnlich ausgeprägter ist, je intelligenter man ist: Selbstkritische Betrachtung.

Beichthaus.com Beichte #00038611 vom 10.08.2016 um 10:36:38 Uhr (45 Kommentare).

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