Wo bleibt die Zeit für Spaß und Menschlichkeit?

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Verzweiflung Zorn Engherzigkeit Gesellschaft

Ich habe eine Ausbildung im öffentlichen Dienst gemacht und bereue das jeden Tag. Erst einmal war die Ausbildung an sich voll für den Arsch, ich wurde gemobbt, habe viel zugenommen und mir ging es echt scheiße. Jetzt ist der Ausbildungshorror in der schlimmsten Stadt der Welt beendet, meine Figur nähert sich auch so langsam wieder einer normalen an, aber trotzdem komme ich nicht damit klar, weiterhin diesen beschissenen Job zu machen. Ich bin jetzt woanders, habe nettere Kollegen, aber trotzdem kommt es mir jeden Tag hoch. In Wirklichkeit trinken die "Beamten" nämlich wirklich dauernd Kaffee, sie sind wirklich stinkend faul UND sie sind verdammt noch eins NICHT intelligent. Sie können höchstens gut lernen und wiedergeben, das war es aber auch schon. Ich denke oft über mein Leben nach und über die Misere, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Wie ich überhaupt diesen Scheiß angefangen habe...

Manchmal möchte ich all die Menschen, die mich zu diesem Wrack gemacht haben, leiden sehen. Ich möchte nicht unbedingt selbst dafür verantwortlich sein, aber ich würde mich freuen, wenn irgendjemand, der ihnen nahesteht, stirbt, oder dass sie irgendwie auf andere Weise leiden müssen. So sehr, dass sie sich nicht mehr selbst aus der Situation befreien können. Außerdem hasse ich bestimmt fast 90 Prozent der Weltbevölkerung. Wenn ich die ganzen dummen Schafe sehe, die jeden Morgen aufstehen, arbeiten, duschen, dann fressen, schlafen und wieder arbeiten, könnte ich sie alle samt ohrfeigen. Es gibt so viele dumme Menschen, die sich einen Scheiß um ihre Mitmenschen kümmern, so viele Menschen, die es zulassen, dass diese Gesellschaft so geworden ist, wie sie ist. Wir haben keine Kultur, wir haben nur Hass und das kommt nicht von irgendwoher.

Jeder Mensch ist irgendwie frustriert oder unausgeglichen, jeder Mensch hat schon einmal in seinem Leben Erfahrungen mit Menschen gemacht, die nicht hätten sein müssen, wenn Menschen gelernt hätten, sich zu respektieren und füreinander zu arbeiten, nicht gegeneinander. Es geht nur um Geld, Konsum, Geld, Konsum. Jeder will am meisten Reichtum haben. Was ist das schon für ein Leben? Das Fernsehen erzählt euch ganz sicher nicht die Wahrheit. Und schon gar nicht die Zeitungen und die Politiker. Wo ist euer Revolutionsgeist geblieben? Euer Selbstwertgefühl? Was ist das für ein Leben? Nur zu arbeiten, wahrscheinlich auch noch - wie in meinem Beispiel - in einem Job, von dem man selbst nicht so ganz versteht, was man da tut. Denn man muss sich schon sehr viel mit Gesetzestexten beschäftigen, bis man da wirklich durchschaut. Und nach der Ausbildung ist es ein Job wie jeder andere. Nicht ein Mal anspruchsvoll.

Was ist das also für ein Leben, jeden Tag zu arbeiten, nur für ein bisschen Geld, damit man sich ein bisschen was kaufen kann? Wo bleibt die Zeit für Menschlichkeit, Freunde, Spaß - auch ohne Geld? Sich sinnlos vor der Glotze mit Grütze berieseln zu lassen stelle ich mir jedenfalls nicht als Optimum vor. Und arbeiten zu gehen für etwas, von dem ich persönlich keinen moralischen Nutzen ziehe, ebenfalls. Bildung auch in der Freizeit zu betreiben - aus Spaß an der Freude - scheint in vielen Bevölkerungsschichten einfach in Vergessenheit geraten zu sein. Ich bin frustriert über dieses Leben in diesem Land. In dieser Welt. Wenn schon die Verwaltungen dieser Gesellschaft so dämlich sind, was soll nur aus den Schafen werden, die den Verwaltungshirten dumm und ungläubig aus der Hand fressen?!

Beichthaus.com Beichte #00023299 vom 27.01.2008 um 06:33:20 Uhr (27 Kommentare).

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Man wird seltsam, wenn man zusammen wohnt

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Ekel Unreinlichkeit Rache Arbeit

Mein Mitbewohner und ich arbeiten in derselben Firma, die uns auch gleichermaßen auf den Sack geht, vor allem ganz bestimmte Kollegen, die mit ihrer seltsamen Art schon des öfteren für Gemütsverstimmungen, aber auch Belustigung bei uns gesorgt haben. Heute, ein äußerst ruhiger Freitag, habe ich beschlossen, meinen angestammten Arbeitsplatz zu verlassen, um ihm an dem seinen Gesellschaft zu leisten und die Zeit so besser und vor allem sinnvoller - weil lustiger - zu verbringen. Eine der nicht wirklich gemochten Kolleginnen kam nach vorne, hatte mal wieder eine Bitte, die wir ihr gerne nicht erfüllt hätten und damit den Zorn meines Mitbewohners auf sich gezogen. In einem günstigen Moment, sie und ein weiterer Kollege waren gerade in der Zigarettenpause draußen, trafen wir uns in der Küche und gedachten der vielen schönen Dinge, die man mit den Lebensmitteln unbeliebter Kollegen so anstellen könne... 0

Da kam ihm die Idee: Er nahm das offene Paket Wurst der besagten Kollegin und verpasste den noch vorhandenen Scheiben einen äußerst zärtlichen und wirklich erotisch anmutenden Zungenkuss, was aber noch nicht alles gewesen sein soll. Da wir die Gunst der Stunde immer noch nutzen konnten, es waren keine Kollegen in Sicht, öffnete er seine Hose und (kennt ihr den Film Roadtrip, wenn die Jungs im Café sitzen und der eine seinen French-Toast ohne Puderzucker haben will?) steckte sich das Päckchen Wurst hinten in die Hose, bewegte sodann seinen Po erotisch hin und her, bevor er das Päckchen wieder liebevoll an seinen angestammten Platz im Kühlschrank zurücklegte. Als die Kollegen aus der Pause zurück und in Richtung Küche kamen, mussten wir leider mit schallendem Gelächter die Küche verlassen und konnten als Antwort auf die Frage, was denn los sei, nur noch entgegnen, dass man eben etwas seltsam wird, wenn man zusammen wohnt.

Beichthaus.com Beichte #00023298 vom 27.01.2008 um 05:43:53 Uhr (5 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Für den Chef nur das Ekligste

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Hass Rache Ekel Arbeit

Ich habe lange Zeit in einem Schnellrestaurant der Sandwich-Kette S****y gearbeitet. Mein Chef war der größte Idiot den man sich nur vorstellen kann, denn er erwartete immer, dass wir neben dem normalen Betrieb noch SEIN Essen machten und immer dann, wenn die Bude voll war! Ich habe ihm also mit viel Liebe all das draufgepackt, was gerade so danebengefallen war, oder schon abgelaufen war, denn er tat es ja mit seinen Kunden nicht anders und überschrieb ständig Ablaufdaten. Nun durfte er das mal selbst essen! Es tat mir nicht Leid und ich würde es liebend gerne wieder tun! Was ich aber eigentlich beichten wollte, war, dass ich den Laden gehasst habe, genauso wie meinen Kollegen, der nicht einmal die Produkte richtig schreiben oder aussprechen konnte, aber die Schichtführerstelle bekam und sich megamäßig über den Tisch ziehen ließ! Für die dreifache Arbeit bekam er exakt 30 Cent mehr Lohn als die anderen und ich wünsche diesem Schleimer weiterhin viel Spaß!

Beichthaus.com Beichte #00023296 vom 26.01.2008 um 03:44:06 Uhr (4 Kommentare).

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Sie hat mich betrogen - also darf ich das auch!

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Fremdgehen Selbstsucht Rache

Vor einigen Jahren hatte ich (m) eine lange Beziehung, die am Ende nach monatelanger Zankerei in die Brüche gegangen ist. Kurz danach habe ich erfahren, dass meine damalige Freundin mich am Ende der Beziehung auch betrogen hatte. Allerdings habe ich mich darüber komischerweise gar nicht so sehr aufgeregt, sondern viel mehr über mich selbst, weil ich während der Beziehung öfters sehr anregende Möglichkeiten gehabt hätte fremdzugehen, diese aber nicht genutzt habe. Deswegen habe ich dann auch beschlossen, künftig keine Möglichkeit mehr auszulassen, mit anderen Frauen durch die Betten zu toben - egal, ob ich eine ernsthafte Beziehung habe oder nicht. Inzwischen bin ich verheiratet und eigentlich stimmt auch alles. Ich vögele aber nebenher noch regelmäßig eine meiner "Fickbeziehungen." Eine davon ist die oben genannte Ex-Freundin, die das nur mit sich machen lässt, weil sie nicht von mir loskommt. Das nenne ich Rache und bereue es nicht wirklich. Denn die Frauen sind da auch nicht anders.

Beichthaus.com Beichte #00023289 vom 22.01.2008 um 02:29:26 Uhr (5 Kommentare).

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In der Pause nach Hause

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Betrug Lügen Telefon Schule

Ich (m/21) bin einmal, als ich noch in der Schule war (10. Klasse), in unserer ersten Pause nach Hause gefahren. Als ich gerade wieder fahren wollte, klingelte das Telefon ich bin natürlich wie immer dran gegangen. Nur die Scheiße war, am Hörer war mein Klassenlehrer, der natürlich dachte, ich wäre schön in der Schule auf dem Hof. Doch da mein Vater und ich dieselbe Stimme am Telefon haben, habe ich dann ein sehr moralisches Gespräch mit ihm geführt wie mein "Sohn" sich ja ändern müsste in Sachen Schwänzen und die Schule unerlaubt verlassen. Ich habe ihm dann noch gesagt, dass ich meinem "Sohn" auf jeden Fall mal in den Arsch treten werde. Gemerkt hatte er rein gar nichts, hatte danach noch zwei Stunden Unterricht mit ihm und habe ihn innerlich so etwas von ausgelacht.

Beichthaus.com Beichte #00023272 vom 09.01.2008 um 02:19:04 Uhr (11 Kommentare).

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