Weihnachtsbecher an Weihnachten, oder nicht?

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Zorn Hass Zwietracht Weihnachten

Ich beichte, dass ich bis vor Kurzem ein großer Liebhaber der Café-Kette mit der weißen Meerjungfrau auf grünem Grund war. Die Betonung liegt auf "war". Zwar schmecken die Getränke nicht plötzlich schlechter, aber es nervt mich tierisch, dass es zu Weihnachten […]
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Beichthaus.com Beichte #00037123 vom 27.11.2015 um 17:55:09 Uhr (27 Kommentare).

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Ich habe einen riesigen Penis!

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Lügen Falschheit Verzweiflung Begehrlichkeit

Ich (m) bin Single und gehe seit ungefähr acht Jahren in eine Tanzschule. Grund dafür war weniger das Kennenlernen von Frauen, sondern eher die Liebe zum Tanz. Ich bin dann nach und nach professioneller geworden und habe mich nebenberuflich einer Tanzgruppe angeschlossen, die für Auftritte gebucht wird. Nach einem gelungenen Abend gab es in der Garderobe viel Sekt und ich habe deutlich zu viel davon erwischt. Dann kamen die unanständigen Witze und jeder gab seinen Kommentar dazu ab. Dummerweise habe ich einer meiner neuen Kolleginnen erzählt, dass ich ein enorm großes Geschlechtsteil besitze und viele Frauen davor Angst hätten. Das war eigentlich als Spaß zu dem vorangegangenen Witz gedacht.


Eine Woche später meinte sie während der Probe, dass sie die Sache mit meinem ausgeprägten Penis nicht vergessen könne. Ich konnte dann irgendwie nicht mehr zurück und sagte, dass es für mich eher ein Problem sei, da keine Partnerin lange mit mir zusammen sei. Das alles ist natürlich völlig an den Haaren herbeigezogen. Mein Penis gehört meiner Meinung nach eher zu den kleineren Exemplaren, ich weiß jetzt noch nicht, was mich da geritten hat. Nach einigen Wochen kam sie direkt auf mich zu, drückte mich in eine Ecke und meinte, sie würde nur zu gerne dieses Prachtexemplar in die Hand nehmen. Ganz direkt fragte sie mich, ob wir heute Abend nicht zu ihr gehen wollen, gerne auch am nächsten Wochenende. Ich habe für den Moment abgelehnt.


Sie sieht wirklich nicht schlecht aus, ist ebenso Single und ich finde sie sonst auch ganz nett. Ehrlich gesagt könnte ich sie mir als Freundin ganz hervorragend vorstellen, ich würde behaupten, dass ich mich sogar fast verliebt habe. Aber die Sache mit der Penislüge belastet mich extrem. Sie wird mich auslachen oder völlig enttäuscht sein. Ich habe wirklich Probleme, denn ich kann nicht mehr zurück. Lügen ist eigentlich nicht mein Ding, das war eher ein verunglückter Scherz. Ich erbitte Hilfe und auch Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00037059 vom 17.11.2015 um 18:11:52 Uhr (17 Kommentare).

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Verbrecher des Zweiten Weltkriegs

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Neugier Familie

Meine (m/34) Großmutter ist vor Kurzem mit beinahe 100 Jahren gestorben. Da nun ihre ehemalige Wohnung geräumt werden muss, habe ich auch mitgeholfen, ihre ganzen Sachen bei meinen Eltern unterzustellen und dann zu schauen, was damit passiert. Dabei ist mir eine Kiste in die Hände gefallen, die mich neugierig gemacht hat. Ich öffnete sie und fand einige alte Notizbücher, wie sich beim Hineinsehen herausstellte, wohl alte Tagebücher meines Großvaters, der vor mittlerweile 15 Jahren verstorben ist. Ich habe ein paar davon eingesteckt und mir später daheim genauer angesehen. Sie waren wirklich schon sehr alt, ab dem Ende der Dreißiger Jahre, also noch während der Zeit des Dritten Reiches. Nun zum schwierigen Teil der Sache: Ich habe herausgefunden, was mein Großvater tatsächlich während des Zweiten Weltkrieges angestellt hat. Was ich bisher wusste, war, dass er gedient hatte, in Gefangenschaft geriet und bereits kurz nach Kriegsende zurückkehrte. Also eigentlich nichts Besonderes für jemanden seines Jahrganges. Jedoch hat er in den (zeitgenössischen) Tagebüchern detailliert beschrieben, was tatsächlich geschehen ist, und anscheinend hat er nicht in der Wehrmacht, sondern der SS gedient und gehörte zum engeren Kreis um Reinhard H., einem der Hauptorganisatoren des Holocausts.


Er schreibt in den Büchern über seine Zeit in Prag während der Besetzung Anfang der 40er Jahre, wie er hochrangige Nationalsozialisten wie Heinrich H. begegnet ist und ich lese seine tatsächliche Begeisterung für den Nationalsozialismus heraus. Ich erkenne auch seinen scheinbaren Abscheu den Juden gegenüber. Er beschreibt zum Beispiel eine Szene, in der er einer Jüdin ihre Einkäufe aus der Hand gerissen und in die Gosse geworfen hat, weil sie den Gruß nicht gemacht hatte, als er an ihr vorbeilief. Was noch viel schlimmer ist, er scheint außerdem an der Deportation der Prager Juden maßgeblich mit beteiligt gewesen zu sein, hat Konzentrationslager wie Theresienstadt persönlich besucht und war von der Notwendigkeit des Holocausts überzeugt. Das alles hat mich verständlicherweise ziemlich aus den Wolken fallen lassen, in meiner Erinnerung kenne ich ihn nur als liebevollen Großvater, der keiner Fliege etwas zuleide getan hätte. Dieses Bild in mir hat, je weiter ich mit meiner Lektüre vorangekommen bin, sehr zu wackeln begonnen, und ich beginne zu erkennen, dass er ein Kriegsverbrecher und Nationalsozialist ersten Ranges war. Und ich bin gleichzeitig neugierig und ängstlich, weiterzulesen, denn bisher habe ich noch nicht mal das erste Buch durch und keine Ahnung, wie er es scheinbar geschafft hat, straffrei auszugehen.


Meine Großeltern und Eltern haben nie etwas davon erwähnt, und ich habe keine Ahnung, ob mein Vater (ihr Sohn) überhaupt von den Machenschaften seines Vaters weiß. Meine Erziehung war ausgesprochen liberal und ich habe nie etwas von derartigem Gedankengut bei meinen Großeltern bemerkt. Nun zu meiner Beichte: Ich werde all dieses Wissen für mich behalten und weder meinen Eltern noch meinen Geschwistern oder sonst wem erzählen, was ich herausgefunden habe. Außerdem werde ich demnächst meine Eltern besuchen fahren und versuchen, auch den Rest seiner Tagebücher an mich zu nehmen. Unsere Familie hatte immer ein sehr gutes Verhältnis, das ich jetzt nicht gefährden will. Niemand hätte etwas davon, bestrafen kann man meinen Großvater jetzt nicht mehr. Es tut mir leid, aber ich bin echt fertig und das will ich meiner Familie nicht auch noch antun. Sie sollen unsere Eltern bzw. Großeltern als das in Erinnerung behalten, das sie in unseren Augen bisher waren. Außerdem weiß ich nicht, was so eine Offenbarung in der aktuellen Debatte um Flüchtlinge, wo jeder gleich rechts ist, der sich kritisch äußert, für persönliche Konsequenzen haben kann. Diese Verschleierung tut mir leid, im Grunde macht mich das nicht besser als meine Großmutter und alle sonstigen Mitwisser.

Beichthaus.com Beichte #00036979 vom 05.11.2015 um 20:23:14 Uhr (22 Kommentare).

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Ich will noch nicht erwachsen werden!

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Verzweiflung Begehrlichkeit

Ich werde alt! Ich bin 29 Jahre alt, bin mit 24 Jahren ausgezogen und konnte seitdem alles machen, was ich möchte. Ich fühle mich einfach wesentlich jünger als ich bin. Ich war damals in der Schule schon der "Nette" und "Harmlose" - trinken konnte ich gut, Party machen auch! Ich merke aber extrem: Ich werde alt! Wo sind die Jahre, wo ich mit über 200km/h nicht nur auf der Autobahn, sondern auch auf der Landstraße gefahren bin?! Wo ist das hemmungslose Fressen? Ich werde immer dicker, mein Kombi passt nicht mehr. Ich genieße die Ruhe, keine Party mehr, keine Frauen , Kumpels erinnern sich nur an dich. Wo ist die Zeit als ich noch die Schule oder Mitmenschen geprägt habe. Nicht falsch verstehen: Ich vermisse meine Jugendarbeit und hoffe, dass ich mit 30 noch einmal auf den "alten Pfad" zurückkehre. Ich möchte einfach nicht erwachsen werden, auch wenn sich hier schon alles anbahnt.

Beichthaus.com Beichte #00036954 vom 01.11.2015 um 02:06:00 Uhr (23 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Mit 40 habe ich im Leben verloren!

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Verzweiflung Selbstverletzung Begehrlichkeit

Ich (m/24) möchte beichten, dass ich mit spätestens 40 mein Leben beenden werde. Mein ganzes Leben wurde ich von Freunden betrogen und gemobbt, so oft und so sehr, dass ich mittlerweile nahezu komplett verschlossen bin und bei Unterhaltungen, z.B. mit Kollegen, eigentlich nichts über mich preisgebe und auch sonst sehr, sehr wortkarg bin. Dementsprechend bin ich von vornherein uninteressant und man sagt nur noch "Hallo" und "Tschüss". Somit bin ich also schon mein ganzes Leben alleine gewesen. Ich habe nie gelernt, wie man sich sozial verhält, wie man Unterhaltungen führt oder wie man Frauen anspricht. Alle Versuche, bei einem Mädchen zu landen, verliefen katastrophal und ich machte mich nicht selten zum Affen und Gespött der Schule oder gar Stadt. Ich kann mittlerweile nicht einmal mehr natürlich lächeln und höre immer öfter den Vorwurf, dass ich mal eben mehr lächeln und lachen soll.


Und nein, ich bin kein fetter, verpickelter Typ mit ungewaschenen Haaren und dicke Hornbrille. Ich würde mich sogar, wirklich ernsthaft, als recht attraktiv bezeichnen. Ich möchte auch Freunde, mit denen ich am Wochenende abhängen kann. Ich möchte auch die Wärme einer Frau spüren, das muss doch auch nicht jede Woche ein anderes 18-jähriges blondes Traummädchen sein. Ich möchte mich selbst auch gut und selbstbewusst präsentieren können, um beispielsweise bei Gehaltserhöhungen mit dabei zu sein. Das Leben ist für mich so unglaublich anstrengend, und ich frage mich jeden Tag, warum ich mir den ganzen Mist eigentlich noch gebe. Psychologen ziehen nur das Geld aus meiner Tasche - mit der Versprechung, dass alles von selbst besser wird und ich einfach "ich selbst bleiben sollte". Ich sehe leider keinen Grund, warum sich meine Situation in Zukunft ändern sollte. Denn die Erfahrungen, die ich bis jetzt gemacht habe, haben mich geprägt und mittlerweile bin ich einfach eine stumme Schildkröte geworden, die niemanden an sich ranlässt und auch an niemanden rankommen kann - weil ich eben nicht weiß, wie. Warum erst mit 40? Naja, ich habe einen ziemlich großen Stolz und Sturheit und gebe mich nie so leicht geschlagen. Nur denke ich, dass ich mit 40 alle Register gezogen und mein Bestmögliches getan haben werde, sodass ich mit ruhigem Gewissen akzeptieren kann, dass ich im Leben verloren habe.

Beichthaus.com Beichte #00036595 vom 09.09.2015 um 18:25:25 Uhr (36 Kommentare).

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