Heimlich verliebt

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Feigheit Verzweiflung Begehrlichkeit

Ich (m/20) möchte beichten, dass ich seit geraumer Zeit auf meine beste Freundin stehe. Ich kenne sie jetzt schon seit nunmehr vier Jahren. Sie ist das wundervollste Mädchen, das mir in meinem bisherigen Leben untergekommen ist. Durch den "Rosenkrieg" meiner Eltern habe ich bei meiner Mutter und bei meinem Vater gelebt und bin in 20 Jahren knapp dreizehn Mal umgezogen, sodass ich meine Freunde immer wieder "verlor". Dadurch bin ich leicht auf die schiefe Bahn geraten, bis ich dann mit 16 das letzte Mal umzog und dann bei meinem Vater blieb. Auf der Schule dort traf ich dann sie - wir verstanden uns von Anfang an super und respektierten uns gegenseitig. Sie war diejenige, die mir meine falschen Freunde ausredete, und mich von dem Streit meiner Eltern ablenkte. Bis mein Vater mir drohte, mich auf die Straße zu setzen, als ich siebzehn Jahre alt war. Ich hatte mich mit ihm verkracht, weil mir der ewige Rosenkrieg, der auf meinen Schultern ausgetragen wurde, einfach zu viel wurde. Aufgrund der großen Entfernung hatte ich keine Möglichkeit bei meiner Mutter zu wohnen, ohne die Schule erneut wechseln zu müssen - und das wollte ich auf keinen Fall! Deshalb bot meine beste Freundin mir mehrmals an, dass ich bei ihr schlafen könnte, um dem Stress zu entgehen. Sie bekam mit, wie dreckig es mir ging, und tat alles, damit es wieder besser werden konnte. Sie war das, was mir meine Eltern nie bieten konnten - der feste Bestandteil meines Lebens. Sie war da, wenn ich sie brauchte. Hat mir Mut gemacht, wenn ich nicht weiter wusste und ich konnte mich immer auf sie verlassen. <br /> <br /> <br /> Als ich volljährig wurde, zog ich in meine eigene Wohnung und begann eine gute Ausbildung. Ich kann meinen Lebensunterhalt finanzieren, fahre ein eigenes Auto und bin unabhängig. Und all das hätte ich ohne Sie niemals geschafft. Vor wenigen Wochen habe ich meine Beziehung beendet, die eigentlich gut lief - wenn man davon absieht, dass ich meine Partnerin nicht geliebt habe. Ich habe das Gefühl, das man gemeinhin als Liebe bezeichnet, nur, wenn ich mit meiner besten Freundin auf der Couch liege, sie umarme oder auch einfach, wenn ich nur in der Nähe bin. Normalerweise bin ich eigentlich nicht wortkarg und kann über alles reden. Nur bei ihr bin ich nicht fähig, den nächsten Schritt zu wagen. Ich fürchte einfach, dass sie sich deswegen von mir entfernt. Damit würde die wichtigste Stütze in meinem Leben einfach wegfallen. Es tut mir sehr leid, dass ich nicht aufrichtig sein kann. Deshalb bitte ich um Absolution für meine Feigheit.

Beichthaus.com Beichte #00032319 vom 29.11.2013 um 19:40:27 Uhr (9 Kommentare).

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Meine Besuche im Stripclub

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Lügen Falschheit

Ich verbringe meinen Feierabend am Freitag stets in einem Stripclub. Ich trinke da allerdings nur ein Bier und unterhalte mich mit den dort arbeitenden Damen, es kommt zu keinerlei sexuellen Handlungen. Meine Freundin weiß das und findet es eigentlich toll, dass ich das auslebe. Was es zu beichten gibt? Meine Freundin und ich spielen unserem Freundeskreis seit zwei Jahren etwas vor. Denn niemand weiß, dass wir uns dort kennengelernt haben, als sie damals noch neben ihrem Studium als Go-go-Tänzerin arbeitete. Mittlerweile geht sie schließlich einem gesellschaftlich anerkannten Beruf nach. Wenn uns jemand fragt, wie wir uns kennengelernt haben, erzählen wir dann immer so eine total schnulzige Story. Es ist nicht so, dass es uns peinlich wäre, im Gegenteil, ich erzähle oft von meinen Stripclubbesuchen, es geht nur darum, dass wir glauben, dass alle sie auf ihren ehemaligen Nebenberuf reduzieren würden.

Beichthaus.com Beichte #00032318 vom 29.11.2013 um 17:57:44 Uhr (6 Kommentare).

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“Beichte

Ich rettete sein Leben

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Zorn Engherzigkeit Trunksucht Arbeit

Ich möchte gerne beichten, dass ich mich für meine eigenen Gedanken schäme. Um das zu verstehen, muss ich ein wenig ausholen. Ich bin Student und arbeite in den Ferien meist als Bademeister im örtlichen Freibad. Der Job wird nicht gut bezahlt und ist außerdem auch ziemlich anstrengend. Die meisten Badegäste sehen nur, dass meine Kollegen und ich in der Gegend herumstehen - dabei bedenkt niemand, dass wir von 07:00 bis 20:00 jeden Tag Dienst haben. Dabei müssen wir vor Badebeginn sämtliche Becken reinigen und alles sauber machen und während des Betriebes dürfen wir in der prallen Sonne stehen und müssen zu dritt aufpassen, dass uns keiner der 2.000 Gäste absäuft. Trotz alledem mache ich den Job schon, seit ich 16 bin, weil es mir einfach Spaß macht. Soweit alles gut. Mein Problem ist, dass es mir so vorkommt, als würde unsere Jugend immer dümmer werden. Sie sind unhöflich, nur auf Ärger aus und können sich nicht mehr benehmen. Mir ist schon klar, dass man im Freibad Spaß haben möchte, jedoch finde ich, dass ein gewisses Benehmen in der Öffentlichkeit angebracht ist. Nun zu meiner Beichte: Im jetzigen Sommer kam es vermehrt zu Problemen mit alkoholisierten Badegästen, vor allem Jugendlichen. <br /> <br /> So kam es, dass ich in den paar Wochen meines Dienstes insgesamt drei bewusstlose junge Burschen, die einfach zu viel gesoffen hatten, und dann meinten, sie müssten einen Bauchfleck vom 10-Meter-Turm machen, vom Beckengrund geholt habe. Zwei davon mussten im Anschluss Mund zu Mund beatmet werden. Was mich jetzt ärgert, ist, dass keiner im Nachhinein die Größe hatte, sich zu bedanken. Obwohl jeder Einzelne der drei nur ein paar Wochen später wieder beinahe täglich im Bad sein Unwesen getrieben hat, und oft genug an mir vorbeigelaufen ist, hat keiner auch nur einmal den Mund aufgemacht. Ich weiß schon, dass es mein Job war und meine einzige Aufgabe ja genau das ist, was ich getan habe, dennoch finde ich, dass sich das so gehört. Ganz im Gegenteil, als einer von denen trotz meiner Ermahnung wieder mal mit geschätzten drei Promille über das Sprungbrett torkelte, drohte er mir noch an, mich zu verklagen, weil ich ihm anscheinend die Schulter ausgekugelt habe, als ich ihn damals aus dem Wasser zog. Seitdem ertappe ich mich hin und wieder bei dem Gedanken, dass es besser gewesen wäre, wenn ich diese Herrschaften einfach "übersehen" hätte, als sie da so regungslos am Beckenboden trieben. Das würde ich natürlich nie machen, dennoch befriedigt mich dieser Gedanke. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032315 vom 27.11.2013 um 22:22:50 Uhr (13 Kommentare).

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Ausrede für meine Faulheit

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Faulheit Trägheit Lügen Falschheit Schule

Ich (w/18) war immer eine der besten Schülerinnen der ganzen Schule. Ich gehe auf eine teure Privatschule, und es hat mir bis vor Kurzem auch noch unglaublich Spaß gemacht, die möglichst besten Noten zu erreichen. Die Lehrer waren einfach immer so nett und hilfsbereit! Auch mit meinen Mitschülern kam ich meistens sehr gut klar. Leider wollten natürlich immer alle meine Hausaufgaben. Da ich mich von Anfang an nicht unbeliebt machen wollte, und mir andere ja auch schließlich mal ihre Hausaufgaben gegeben haben, habe ich das natürlich auch getan. Leider auch in Fächern wie Deutsch, wo wir oft lange Aufsätze oder Ähnliches schreiben mussten. Ich gab mir immer unglaublich viel Mühe und dann bekam ständig jemand anders dafür die Lorbeeren. Auch bei Klausuren und Tests wurde ständig von mir abgeschrieben, und alle bekamen gute Noten ohne irgendwas dafür tun zu müssen. Das wurde immer schlimmer. Nach den Sommerferien dieses Jahres beschloss ich dann einfach, gar nichts mehr zu tun, weil ich gefrustet war und ehrlich gesagt keinen Bock mehr drauf hatte. Die Schule macht mir keinen Spaß mehr, meine Mitschüler nerven mich und meine Noten wurden immer schlechter. Die Lehrer begannen sich Sorgen zu machen, besonders mein VWL-Lehrer, der fast wie ein Vater für mich war. Ich konnte mit ihm immer über alles sprechen, er blieb nach der Schule oft noch da, um mir den Stoff noch einmal beizubringen, wenn ich doch noch Fragen hatte. <br /> <br /> <br /> Er fragte mich besorgt, was los sei, und ich log ihn ziemlich heftig an. Ich erzählte ihm, dass ich zu Hause sehr schlimme Probleme hätte, dass mein Vater sehr krank geworden sei, ich seelisch nicht mehr klarkäme und so weiter. Leider hat mein Lieblings-Lehrer das auch allen anderen Lehrern erzählt, die jetzt nach jeder Stunde zu mir kommen und mit mir reden wollen. Ich habe in Deutsch, wo ich früher nie etwas Schlechteres als eine Zwei geschrieben habe, nun mehrere schlechte Noten geschrieben, und der Lehrer will mir trotzdem noch eine Eins geben. Dabei habe ich das nicht verdient! Ich habe einfach kein Bock mehr auf Schule, das ist alles. Und trotzdem tut es mir echt leid, dass ich so krass gelogen habe. Alle machen sich nun Sorgen um mich, dabei ist eigentlich alles okay. Ich bin nur zu faul geworden.

Beichthaus.com Beichte #00032311 vom 28.11.2013 um 09:25:51 Uhr (11 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Guerilla Gardening

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Vandalismus

Guerilla Gardening
Ich betreibe seit einigen Jahren Guerilla Gardening. Das wird den meisten sicher nichts sagen, es geht mehr oder weniger darum, die langweiligen Innenstädte durch die Verteilung von Blumensaat aufzuwerten. Die Saat wird in kleinen Kugeln aus Ton und Humus verteilt. Ich werfe die Kugeln meist vom Fahrrad auf Verkehrsinseln, Industriebrachen oder für meinen Geschmack zu ordentliche Stadtparks. Natürlich entwickelt sich nicht immer eine Pflanze daraus, aber doch recht häufig. Ich freue mich dann immer, wenn ich an einer Sonnenblume vorbeifahre, die mal von mir gepflanzt wurde. Dabei spielt natürlich auch der rebellische und künstlerische Hintergrund eine Rolle, ich finde es einfach falsch, dass unsere Innenstädte so penibel aufgeräumt sind und jedes kleine Blümchen auf einer Verkehrsinsel ist für mich auch eine kleine Rebellion. Ich bereue wirklich, dass ich nicht so systemtreu bin, wie die meisten anderen Menschen. Wenn ihr das nächste Mal durch Hamburg fahrt, haltet Ausschau nach Blumen an ungewöhnlichen Orten.

Beichthaus.com Beichte #00032306 vom 27.11.2013 um 18:14:21 Uhr (19 Kommentare).

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