Das kranke Kind der besten Freundin

13

anhören

Falschheit Lügen Engherzigkeit

Meine beste Freundin kenne ich jetzt schon seit fast 30 Jahren. Wir sind zusammen in die Grundschule und aufs Gymnasium gegangen, haben zusammen studiert und mehrere Jahre zusammengewohnt. Nach dem Studium haben sich unsere Wege getrennt. Wir sind beide umgezogen. Während es sich bei mir in der neuen Stadt und im neuen Job schwer anließ, hatte meine Freundin Glück. Sie ist in ein Team mit jungen netten Kollegen geraten und wurde sofort in einen neuen Freundeskreis aufgenommen. Wir haben früher immer sehr viel gemeinsam unternommen und jeden Tag telefoniert. Dies änderte sich von einem Tag auf den nächsten. Meine Freundin traf sich nur noch mit ihrer neuen Clique und ließ mich - ohne mit der Wimper zu zucken - links liegen. Ich habe unserer Freundschaft lange Zeit hinterhergetrauert. Sie anscheinend nicht. Mehrmals habe ich meine Freundin damit konfrontiert, dass ich es sehr schade finde, dass wir uns nicht mehr sehen und nichts mehr voneinander hören. Immer hat sie mir versprochen sich zu ändern, aber nie hat sie es auch getan. Letztes Jahr ist sie dann schwanger geworden und mit ihrem Freund zusammengezogen. Während der Schwangerschaft habe ich - wie sollte es auch anders sein - nichts von ihr gehört. Ich war sehr verletzt und wütend auf sie, habe unsere Freundschaft endgültig abgeschrieben. Sie hat sich dann vor ein paar Monaten bei mir gemeldet und mir mitgeteilt, dass das Kind mit einer schrecklichen Krankheit geboren wurde und bald sterben wird. Jetzt haben wir wieder Kontakt und ich bin auch für sie da.


Leider muss ich gestehen, dass ich nicht mit meinem Herzen bei der Sache sein kann. Obwohl das Schicksal meiner Freundin so schlimm ist, kann ich ihr nicht verzeihen, dass sie mich in der Vergangenheit hat fallen lassen. Außerdem gehe ich davon aus, dass sie sich nur gemeldet hat, weil es ihr schlecht geht und sie weiß, dass auf mich Verlass ist. Wenn das Kind gesund wäre, hätten wir bestimmt keinen Kontakt mehr. Bei diesen Gedanken werde ich auch sehr wütend. Des Öfteren ertappe ich mich dann bei dem Gedanken, dass sie die Krankheit des Kindes durch schlechtes Karma selbst hervorgerufen hat. Ich weiß, dass das Unsinn ist und fühle mich auch schlecht deswegen. Mein Problem ist einfach, dass ich ihr nicht verzeihen kann. Es ist derzeit nicht daran zu denken, dies anzusprechen. Meine Freundin ist sowieso am Boden zerstört und muss psychologisch betreut werden. Ich heuchle daher das Weiterbestehen unserer Freundschaft vor - wenn sie sich meldet - versuche aber, den Kontakt nach und nach einschlafen zu lassen. Ich weiß, dass das scheiße von mir ist. Aber ich kann nicht anders. Ich bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00035376 vom 01.04.2015 um 23:26:42 Uhr (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Feminazis auf der Baustelle

25

anhören

Ungerechtigkeit Zorn Gesellschaft

Ich (m/29) möchte heute beichten, dass mich diese "Feminazis", wie sie genannt werden, total aufregen. Dazu erklärt: Feminazis, sind Feministen, die es aber ins Extreme ausleben. Alle reden hier von der gleichen Bezahlung im Job zwischen Mann und Frau. Alle wollen sie in die hohen Chefetagen, gut belüftete Büros und so weiter. Natürlich wollen sie das, aber keine von denen erwähnt auch nur mal das Wort Baustelle. Wieso arbeiten sie sich nicht auf dem Bau, wie ich, den Buckel krumm? Klar, es gibt da ein paar, aber statt mal nur von den oberen Posten zu reden, sollten sie auch mal über untere Bereiche reden.

Beichthaus.com Beichte #00035375 vom 01.04.2015 um 21:54:21 Uhr (25 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Der Kinderwagen auf den Gleisen

16

anhören

Schamlosigkeit Boshaftigkeit Engherzigkeit Bahn & Co.

Ich (m/25) habe heute am Bahnsteig eine Familie beobachtet - Mutter, Vater, drei Kinder, das kleinste davon noch im Kinderwagen sitzend. Was mir zuerst auffiel, war, dass der Vater direkt neben dem Kinderwagen geraucht hat. Der Kinderwagen stand dabei aber auch noch ziemlich nah neben dem Bahngleis, und zwar auf einer leichten Anhöhe. Ich ahnte, was jetzt gleich passieren würde. Die Eltern schienen ziemlich beschäftigt mit sich selbst und mit ihren anderen Kindern, und so merkten sie es zuerst gar nicht, wie der Kinderwagen langsam auf die Bahnsteigkante zurollte. Erst als der Kinderwagen etwa einen Meter hinunter auf das Bahngleis fiel und dies durch lautes Schreien des Kindes bekundet wurde, wurde die dämliche Mutter endlich aufmerksam. Gerade noch rechtzeitig zogen sie das Kind und den Kinderwagen vom Bahnsteig, denn zwei Minuten später kam auch schon der Zug. Dazu muss ich sagen, dass die anderen Leute die dort standen, einfach nur dumm glotzten wie Fische und keiner den Eltern zur Hilfe kam. Ich befand mich zu diesem Zeitpunkt in einem Zug, der gleich weiterfahren würde, beobachtete das ganze Geschehen also vom Zug aus. So, jetzt zu meiner Beichte: Obwohl ich erleichtert war, dass nichts passiert ist, wünschte sich ein Teil von mir dennoch, dass der Zug das Kind erfasst hätte. Zum einen, damit diesen dummen Eltern mal eine Lehre erteilt wird. Zum anderen wünschte ich mir, einfach mal wieder etwas Tnteressantes zu erleben.

Beichthaus.com Beichte #00035374 vom 01.04.2015 um 21:49:08 Uhr (16 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Zähneputzen mit Chilisoße

6

anhören

Boshaftigkeit Rache Ungerechtigkeit

In der sechsten Klasse bin ich (w) mit meiner Klasse für eine Ski-Woche in eine Jugendherberge gefahren. Kurz zuvor hatte ein Junge aus meiner Klasse mit meiner besten Freundin Schluss gemacht und ich wollte mich dafür rächen. Also habe ich kurz entschlossen ein kleines Fläschchen Tabasco-Sauce mitgenommen. Am zweiten Abend ergab sich dann die Gelegenheit, mich unbeobachtet in sein Zimmer zu schleichen. Ich schlich in das Badezimmer seines Zimmers, um meinen Plan durchzuführen. Doch da es ein Vier-Bett-Zimmer war, lagen dort natürlich auch vier Zahnbürsten. Ich wusste nicht, welche seine Zahnbürste war. Egal! Kurz entschlossen träufelte ich auf alle vier Zahnbürsten etwas Tabasco-Sauce und ging wieder zurück in mein eigenes Zimmer, das direkt nebenan war. So hörte ich auch etwas später einen Schrei aus dem Nebenzimmer und wurde Zeuge, wie sich zwei der vier Jungs auf dem Balkon Schnee in den Mund stopften - darunter auch derjenige, der das eigentliche Opfer meines Attentates war. Damals fanden meine beste Freundin und ich das natürlich unglaublich lustig, doch inzwischen tut es mir unendlich leid! Vor allem tut es mir leid, dass auch die anderen drei Jungs, die mit der Sache nichts zu tun hatten, unter meinem kindischen Verhalten leiden mussten. Außerdem weiß ich inzwischen ja, dass eine "Beziehung" in der sechsten Klasse keine richtige Beziehung, sondern eher einfach ein dümmliches Ausprobieren von kleinen Kindern ist. Ich habe mich auch nie für diese Aktion entschuldigt, weil nie rauskam, wer dafür verantwortlich war.

Beichthaus.com Beichte #00035373 vom 01.04.2015 um 20:46:59 Uhr (6 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Der Mitleidsfick

13

anhören

Schamlosigkeit Morallosigkeit Selbstsucht Falschheit Benediktbeuern

Ich (m/22) möchte beichten. Ich habe vor einigen Jahren eine eigentlich eher flüchtige Freundin - oder besser Bekannte - zufällig wiedergetroffen. Das geschah in einem alkoholbedingt eher hemmungslosen Zustand, sodass ich meine kurzfristigen Absichten wohl den langfristigen vorzog und wir relativ schnell zur Sache kamen. Dazu sollte gesagt sein, dass besagtes Mädchen eigentlich ganz süß ist, aber eben einfach nicht mein Fall. Was ja für den Moment dann ja meistens relativ egal ist. Naja wie dem auch sei, zum Sex kam es an diesem Abend nicht. Hatten zwar die Nacht miteinander verbracht, aber sind dann wahrscheinlich ebenfalls alkoholbedingt beide eingeschlafen. Am nächsten Morgen dann so schnell wie möglich weg, da ich es wirklich hasse, mich dann noch gezwungen unterhalten zu müssen, obwohl mich kein Sterbenswort interessiert. Das Dumme dabei war nur, dass das Ganze wohl den Eindruck vermittelt hatte, ich wollte eben nicht einfach nur Sex, sondern da würde mehr dahinterstecken. Zudem hatte ich sowieso das Gefühl, dass sie schon früher in mich verschossen war. Die nächsten Tage haben wir dann ein bisschen hin und her geschrieben, jedoch ohne viel Initiative meinerseits. Und ich weiß nicht, wieso ich einer Verabredung zustimmte, aber als ich wirklich darüber nachgedacht hatte, war es schon zu spät.

Gesagt getan, wir trafen uns und hatten alles in allem einem netten Abend, vielleicht hier und da ein bisschen gezwungen meinerseits aber alles im Rahmen. Da sie dann um die abendliche Stunde auch nicht mehr heimkam, schlief sie bei mir. Was nun geschah ist meine eigentliche Beichte. Da sie ja nun bei mir im Bett lag, stand ich vor einer Entscheidung. Ich hätte ihr am besten schon viel früher gesagt, dass sie sich einfach jemanden suchen soll, der sie wirklich liebt. Ich bin auch niemand, der es so nötig hat, ganze Lügenkonstrukte aufzubauen, nur um überhaupt eine ins Bett zu kriegen. Dieses Mal war es aber zu spät. Kurz gesagt, ich habe es einfach nicht übers Herz gebracht, ihr die Wahrheit zu sagen und sie doch noch zu enttäuschen und habe sie stattdessen aus Mitleid gefickt. Danach habe ich mich bei ihr nie mehr gemeldet oder sonst geantwortet. Vielleicht konnte ich sie ja trotzdem ein wenig trösten. Es tut mir leid, dass ich nicht gleich und auch nicht später ehrlich war und ich ihr so erst richtig Hoffnungen gemacht habe. Trotzdem muss ich einfach jedes Mal lachen und finde das alles unglaublich witzig. Es tut mir leid!

Beichthaus.com Beichte #00035371 vom 01.04.2015 um 17:08:31 Uhr in Benediktbeuern (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht