Flucht vor dem Taxifahrer

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Betrug Morallosigkeit Ungerechtigkeit Geld Last Night Hörstel

Ich möchte zwei Dinge beichten: erstens, dass wir - zwei Kollegen und ich - einen Taxifahrer geprellt haben und zweitens, dass ich es immer noch lustig finde, obwohl inzwischen drei Jahre vergangen sind. Wir wollten nach einer feucht-fröhlichen Nacht nach Hause. Wir hatten ziemlich viel getrunken und zusammen nur noch knapp zehn Schweizer Franken. Da wir keine Lust hatten, mit dem Zug nach Hause zu fahren, wollten wir ein Taxi nehmen. Wir haben also in dem Wissen, kein Geld mehr zu haben, jedes Taxi in der Schlange gefragt, wie viel die Heimfahrt kosten würde und sind dann zum Günstigsten - bei diesem haben wir dann nochmals den Preis heruntergehandelt. Das klingt jetzt vielleicht alles nicht so lustig, während ich diese Zeilen schreibe, bin ich jedoch schon wieder am Grinsen.


Die ganze Fahrt über haben wir uns gestritten, wer denn nun die Fahrt bezahlt und alle haben immer wieder erwähnt, kein Geld zu haben. Der Taxifahrer fuhr weiter. Auf halber Strecke kamen wir auf die glorreiche Idee, bei einer berühmten Fast-Food-Kette anzuhalten und etwas zu bestellen, wir haben also im Taxi unser Kleingeld zusammengekratzt und damit drei Hamburger gekauft. Der Taxifahrer fuhr weiter, obwohl ihm spätestens jetzt ein Licht hätte aufgehen müssen. Als wir in unserer Ortschaft waren, stritten wir schließlich darum, wen der Taxifahrer zuletzt nach Hause bringen sollte, denn schließlich konnten wir ihn nicht bezahlen. In der Nähe meiner Wohnung habe ich dann gesagt, dass ich hier wohnen würde, und dass er mich rauslassen könne - rundherum waren nur Firmengebäude, aber der Taxifahrer zeigte immer noch keine Reaktion. Bis dann die anderen Beiden ebenfalls ausgestiegen sind und wegrannten, alle in eine andere Richtung. Während meiner Flucht kamen drei Damen den Weg entlang, die mich lachend rennen sahen - verfolgt von einem Mann. Diese bekamen wohl fürchterliche Angst und rannten mit mir mit. Schon nur bei dieser Situation muss ich wieder lachen. Ich möchte mich bei dem Taxifahrer entschuldigen, obwohl er selten dämlich war, und ebenfalls bei den drei Damen, die völlig erschrocken waren.

Beichthaus.com Beichte #00033728 vom 07.08.2014 um 15:10:09 Uhr in Hörstel (9 Kommentare).

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Das Auto im Teich

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Faulheit Stolz Ungerechtigkeit Dummheit Auto & Co. Gescher

Ich (m/56) beichte, dass mein Bruder (59) und ich damals echt nur Mist gebaut haben. Damals, als ich 6 Jahre alt war, kam es vor, dass mein Bruder auf mich aufpassen musste, weil unser Vater damals oft beruflich unterwegs war. Er hat uns dann meist kleinere Aufgaben dagelassen. Jedenfalls war unser Vater recht früh alleinerziehend, da unsere Mutter mit einem anderen Typen abgehauen ist. In der Abwesenheit unseres Vaters haben wir seine Aufgaben natürlich recht schnell vergessen. Wir sind lieber mit anderen Kindern durch den Wald gezogen. Und wenn unser Vater dann wieder zu Hause war, hat er auch nichts zu uns gesagt, wenn die Blumen im Garten dann verwelkt waren. Es gab aber auch schlimmere Sachen, an die ich mich jedoch kaum noch erinnere. Jedenfalls wollte er uns, als wir älter waren, auch Verantwortung beibringen, und wie man arbeitet, deswegen mussten wir ihm damals in seiner Schlosserei helfen, was uns auch recht viel Spaß gemacht hat. Einmal gab uns unser Vater die Aufgabe, Holz im Garten zu verbrennen - das haben wir damals schon öfter gemacht. Später sind dann allerdings Freunde von uns zu Besuch gekommen und wir haben das Feuer vergessen. Als es uns dann wieder in den Sinn kam, stand der Apfelbaum schon in Flammen.


Später mussten wir dann in den Ferien jedes Jahr zu unseren Großeltern auf den Bauernhof an die Ostsee fahren. Damals waren mein Bruder und ich etwas Pummeliger und das konnte unsere Oma gar nicht leiden, deswegen mussten wir alles alleine machen und zu Essen gab es auch kaum. Verständlicherweise konnten wir unsere Großeltern daher auch nicht leiden. Unser Opa hatte damals in einer Scheune eine Autosammlung, und eines Tages wollte der B Manta nicht mehr starten. Und so kam es, dass mein Bruder, ein gelernter KFZ-Schlosser, sich dem Problem annahm und ich habe zugeschaut. Mein Bruder hat dann die Zündkerzen als Fehlerursache gefunden, was dazu führte, dass unser Opa uns bei voller Hitze zu Fuß in die Stadt schickte, um die Ersatzteile zu besorgen - und der Weg ist wirklich recht lang, zehn Kilometer sind es bestimmt. Der Weg war eine Qual, aber als wir zurück waren und das Auto wieder lief, waren unsere Großeltern nicht da. Also haben mein Bruder und ich beschlossen, dass wir uns den Manta mal für eine Spritztour "leihen", weil wir dachten, dass wir uns das nach einem harten Tag verdient haben. Später, als wir wieder auf dem Heimweg waren, versenkte mein Bruder den Manta allerdings in einem Teich, das Wasser stand vielleicht bis zu den Knien. Wir bekamen aber Panik und sind zu Fuß zum Haus gelaufen und haben uns Schlafen gelegt.


Am nächsten Morgen kam der Dorfpolizist vorbei, um meinem Opa mitzuteilen, dass sein Auto im Teich steht und dass er es doch rausholen solle. Bevor der Polizist kam, bemerkte unser Opa nichts vom Verschwinden des Autos - aber danach brannte echt die Luft. Wir mussten den Manta mit dem Schlepper aus dem Teich ziehen. Als wir dabei waren, das Auto zu bergen, kam ein Mann aus dem Ort vorbei, der uns dafür lobte, dass wir das Auto versenkt haben. Eigentlich konnte nämlich niemand im Ort unsere Großeltern leiden. Das hatte unter anderem damit zu tun, dass unser Opa bei der Stasi war und unsere Oma immer große Lauschohren hatte. Am Tag der Abreise hieß es dann, dass wir Nichtsnutze sind, genauso wie unser Vater, und seitdem haben wir unsere Großeltern gemieden. Nachdem mein Bruder und ich dann auf einer Party zwei Schwestern kennengelernt haben, die wir dann auch geheiratet haben, sind wir auch echt ruhiger geworden. Dann hatten wir auch keine Lust mehr, irgendwelchen Mist zu machen und irgendwann waren wir selbst Väter. Zum Glück sind unsere Kinder in dieser Hinsicht aber nicht nach uns gekommen.

Beichthaus.com Beichte #00033722 vom 06.08.2014 um 15:33:24 Uhr in Gescher (6 Kommentare).

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“Beichte

Prinzen und Prinzessinnen

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Ungerechtigkeit Faulheit Trägheit Zorn

Ich arbeite ehrenamtlich bei der Arche. Finanziell geht es unserer Familie ganz gut, aber wir sind keine "Bonzen". Ich habe somit viel mit sozial benachteiligten Menschen zu tun. Für die habe ich schon sehr viel Verständnis. Klar finde ich es auch nicht okay, wenn beispielsweise ein Jugendlicher aus einer sozial benachteiligten Familie straffällig wird. Aber die tun mir oft schon sehr leid. Meine Beichte: Null, aber wirklich 0,00000 Prozent Verständnis habe ich für Prinzen und Prinzesschen. Sprich Sprösslinge aus reichem Hause, die jahrelang verwöhnt wurden und jetzt in der richtigen Welt nicht klarkommen. Im Gegensatz zu ärmeren Kindern haben sie die Wahl zwischen "alles in den Popo geblasen bekommen" und "selber machen". Und sie können auch "Nein" sagen und ihr Zimmer selbst aufräumen.


Grund meiner Beichte ist ein Mädel aus sehr wohlhabendem Hause, die seit Freitag bei uns arbeitet - ihr Papa war der Meinung, dass Madamchen mit 20 durchaus mal selbst anpacken kann - recht hat er! Und sie ist sehr arrogant, alleine schon ihr Blick, dabei gibt es nichts, worauf sie stolz sein kann - sie schafft es nicht einmal, eine Suppe zu erwärmen, ging bisher noch nie selbst arbeiten. Meiner Meinung nach ist sie an alldem selbst schuld. Für verwöhnte Jugendliche, die sich benehmen wie Prinzesschen, habe ich kein Verständnis. Natürlich gibt es auch welche, denen es zu Hause schlecht ergeht, die tun mir natürlich leid, aber oft ist ja einfach die reiche Herkunft Grund dafür, andere von oben herab zu betrachten. Hoffentlich gibt es Absolution, dass ich für diese Sorte reiche Kinder kein Verständnis habe.

Beichthaus.com Beichte #00033716 vom 05.08.2014 um 16:57:40 Uhr (8 Kommentare).

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Pfarrer ohne Rückgrat

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Zorn Ungerechtigkeit

Mein Mann und ich sind aus Trotz aus der Kirche ausgetreten. Ich bin gläubig und war in der Kirchengemeinde aktiv. Nun war mein eigener Sohn in der Konfirmandenzeit. Er ist zwei Jahre älter als die anderen, da er lange krank war und nicht teilnehmen konnte. Es lief alles super, er ging gerne hin. Einige Zeit vor der Konfirmandenfreizeit wollte der Pfarrer jedoch meinen Mann und mich sprechen. Er sagte, dass ihm sehr daran gelegen sei, dass Kai, unser Sohn, nicht zu dieser Freizeit mitkäme. Wir waren entsetzt und fragten nach dem Grund! Er sagte, Kai sei ja schon fast 16 und das wäre nicht so gut, die anderen sind schließlich zwei Jahre jünger. Es ginge ihm vor allem um die Mädchen, aber nicht nur. Die Kinder seien größtenteils einfach noch recht kindlich, eben altersgemäß, und Kai passt nicht rein. Wir waren absolut dagegen, aber gut, wir fragten dann, was denn der Ersatz sei, und er eröffnete uns, dass es keinen gebe. Durch die Blume sagte er auch noch, dass ein junger Mensch sich nicht wegen der Konfirmandenfreizeit konfirmieren lasse, sondern weil er Mitglied der Gemeinde werden möchte.

Wir haben dann mit dem Dekanat telefoniert und dort hieß es, dass das der Ortspfarrer entscheiden darf. Daraufhin sind wir ausgetreten. Wir treten erst wieder ein, wenn wir einen neuen Pfarrer haben, und das dauert mindestens noch fünf Jahre. Wir sind uns sicher, dass das nicht auf dem Mist des Pfarrers gewachsen ist, sondern dass irgendwelche Eltern der Generation Glucke darum gebeten haben, unseren Sohn auszuschließen. Aber wenn der Pfarrer sich nicht durchsetzen kann, dann trägt er auch die Schuld daran. Mir tut es irgendwie leid, denn bisher mochte ich den Pfarrer sehr. Aber durch diese Aktion hat er gezeigt, dass er absolut kein Rückgrat hat.

Beichthaus.com Beichte #00033712 vom 05.08.2014 um 13:17:30 Uhr (30 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Freund vs. Sextraum

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Lügen Ungerechtigkeit Morallosigkeit

Ich (w/20) bin seit knapp zwei Monaten in einer Beziehung. Das Ganze hat sich sehr schnell entwickelt, und mein Freund ist wirklich nett, hilfsbereit, verständnisvoll, zuvorkommend und eigentlich wirklich perfekt. Das Problem ist nur, dass wir uns wegen der Distanz, nur sehr selten sehen können - der Weg nimmt fast drei Stunden in Anspruch. Hier beginnt meine eigentliche Beichte: Bevor ich das letzte Mal übers Wochenende bei ihm war, hatte ich einen Sextraum von einem bekannten Youtuber mit blonden Dreadlocks, er ist ein deutscher Let's Player, den ich schon immer ziemlich geil fand. Das war mein erster Sextraum und er war einfach Hammer, viel besser als der Sex mit meinem Freund! Deshalb habe ich irgendwie keine Lust mehr, mit meinem Freund intim zu werden und weise ihn immer ab, wenn er es versucht. Es tut mir wirklich leid, auch, weil ich ihm nichts von dem Traum erzählt habe. Irgendwie fühle ich mich nämlich, als ob ich ihm fremdgegangen wäre. Und wenn ich ihm davon erzählen würde, wäre sein ohnehin schon niedriges Selbstbewusstsein noch weiter im Keller. Aber der Youtuber war so geil, da kann mein Freund einfach nicht mithalten. Ich beichte also, dass ich meinen Freund belüge und gedanklich mit einem Sextraum vergleiche, was ihm gegenüber nicht fair ist.

Beichthaus.com Beichte #00033643 vom 23.07.2014 um 18:07:14 Uhr (17 Kommentare).

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