Das Leid der Anderen

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Boshaftigkeit Zwang Morallosigkeit Verrat

Ich (m/35) habe über die Jahre hinweg ein fast schon zwanghaftes Verhalten entwickelt. Ich finde es nämlich überaus erotisierend und anregend, den Menschen, die persönliche Probleme oder schlechte Angewohnheiten haben, ihren Kampf gegen eben diese so schwer wie möglich zu machen. Über die Jahre hinweg habe ich mich auch in etlichen Selbsthilfegruppen angemeldet, weil sich dort immer die Sorte Mensch befindet, die mich richtig rattig macht. Ich habe schon viele schlimme Taten begangen. Mit einem meiner "Freunde" von den Anonymen Alkoholikern habe ich die ganze Nacht durchgezecht, sodass er sich an gar nichts mehr erinnern konnte - am nächsten Morgen starteten wir dann auch wieder mit einem Sixpack Bier. Er war durch seine Krankheit halt schon ziemlich angeschlagen und einige Monate später starb er an einer Alkoholvergiftung. Ich habe auch schon Raucher wieder auf den Pfad des Glimmstängels geführt und laufe jeden Morgen mit einem reichlich belegten Wurstsemmel an einem Obdachlosen vorbei. Und in der Straßenbahn tat ich letztens so, als würde ich mit jemandem telefonieren, während ich eine offensichtlich magersüchtige junge Frau abfällig anstarrte. Ich ließ mich dann darüber aus, dass manche Leute großen Mut und viel Selbstvertrauen beweisen, weil sie sich mit einem solchen Schwabbelbauch überhaupt noch vor die Tür und in die Öffentlichkeit wagen. Ich denke, ich brauche keine weiteren Beispiele mehr anzubringen, denn ich habe wohl ausgedrückt, worin mein Problem liegt. Meistens tut es mir im Nachhinein leid, aber ich kann es einfach nicht lassen.

Beichthaus.com Beichte #00032134 vom 29.10.2013 um 19:50:40 Uhr (30 Kommentare).

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Eine Kiste voller Erinnerungen

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Falschheit Neugier Morallosigkeit Partnerschaft

Mein Freund (31) und ich (26) sind vor Kurzem zusammengezogen. Gestern hat er ein paar Fotos von uns in eine Schachtel einsortiert und diese geöffnet im Schlafzimmer stehen lassen. Heute Morgen fiel sie mir auf, ebenso wie all meine alten Haftnotizen und kleinen Nachrichten, die er gesammelt und dort hineingepackt hatte. Ich freute mich, dass er diesen Kleinigkeiten so viel Wert beimisst, und wollte das Ganze nochmals lesen. Schnell wurde mir allerdings klar, dass dieser Karton voll mit anderen Erinnerungsstücken war - mit Postkarten, Tickets und Ähnlichem. Ganz unten aber lagen unzählige Briefe und Nachrichten von seiner Ex-Freundin, mit der er noch heute gut befreundet ist. Außerdem waren ein paar Zettel dabei, die aussahen wie die Tagebucheinträge, in denen er die, damals für ihn sehr schlimme Trennung, zu verarbeiten versuchte.

Ich möchte beichten, dass ich die Privatsphäre meines Freundes verletzt und all die Sachen - bis auf die Tagebucheinträge - gelesen habe. Und das, obwohl sich jeder denken kann, dass diese Intimitäten einer längst vergangenen Beziehung mich absolut nichts angehen. Ich schäme mich vor mir selbst, dass seine Sachen nicht vor mir sicher sind, ich würde auch nicht wollen, dass er all die alten Liebesbriefe und Zeugnisse meiner vergangenen Beziehungen liest, aber ich konnte der Neugierde nicht widerstehen. Ich finde es okay, so etwas aufzuheben, weil man mit jedem/jeder Ex auch schöne Zeiten geteilt hat - man sollte sicher sein dürfen, dass der Partner das respektiert und die Finger davon lässt. Was mich noch mehr beschämt, ist, dass ich respektvoll genug war, seine Tagebucheinträge nicht zu lesen - aber ihre Briefe über ihr intimstes Gefühlsleben geradezu aufgesogen habe. Ich habe ein furchtbar schlechtes Gewissen, wenn ich daran denke, wie enttäuscht er wohl von mir wäre. Und wie sie wohl von mir denken würde, wenn sie wüsste, dass ich gelesen habe, was vor etlichen Jahren nur für ihn bestimmt war. Es tut mir leid, dass ich mich so kindisch verhalten habe!

Beichthaus.com Beichte #00032130 vom 28.10.2013 um 15:23:12 Uhr (9 Kommentare).

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“Beichte

Der Kunde ist König

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Falschheit Hass Zorn Arbeit

Ich (w/25) arbeite in einem überregional bekannten Möbelhaus - in der Schlafzimmer-Abteilung. Mir war auch schon immer klar, dass man von Kunden keine besondere Intelligenz erwarten kann. Aber es gibt genügend, die zu dumm sind, um geradeaus zu laufen. So kommt es, […]
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Beichthaus.com Beichte #00032128 vom 28.10.2013 um 11:08:13 Uhr (14 Kommentare).

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Die fingierte Party

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Trunksucht Engherzigkeit Boshaftigkeit Last Night

Ich möchte beichten, dass ich einen guten Freund spät in der Nacht und bei Kälte durch die halbe Stadt habe laufen lassen. Er hatte sich erkundigt, ob auf der Party eines anderen Freundes, die ich besucht hatte, noch etwas los sei. Ich bejahte, obwohl bereits alle auf dem Heimweg waren und der Gastgeber schlief. Es war einfach lustig! Mit einem weiteren Freund habe ich mir einen Spaß daraus gemacht, ihm am Telefon eine Party vorzuspielen. Er sollte unbedingt noch kommen, sonst würde er die Nacht des Jahres verpassen. Die Party war auch ganz cool, aber nachdem der Gastgeber eingeschlafen war, gingen alle nach Hause, da sie auch recht müde waren - obwohl "erst" halb vier war. Das bringt mich im Übrigen zum zweiten Teil meiner Beichte. In unserem erheiterten Zustand haben wir den Gastgeber mit Edding verziert. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00032123 vom 27.10.2013 um 19:31:39 Uhr (7 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Stalker oder Schutzengel?

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Verzweiflung Lügen Ex Marktoffingen

Ich war bis vor einem Jahr mit meinem Ex zusammen, der Künstler werden wollte. Da er aber nicht an sich geglaubt hat, hat er lieber Biologie studiert, obwohl ihn das nicht glücklich macht. Auf jeden Fall hat er dann Schluss gemacht, und mit mir bis heute nicht wirklich alles geklärt. Ich bin also immer noch nicht über ihn hinweg. Seit Schluss ist, schaue ich mir täglich sein Profil bei einem bekannten Netzwerk an und versuche, ihn wöchentlich auch mal anzuschreiben. Ich schaue mir oft auch die Seite seines Bruders an, und google den Namen meines Ex. Letztens habe ich genau das wieder gemacht und entdeckt, dass er eines seiner Bilder zum Verkauf anbietet. Er hat keine Preisangabe dazugeschrieben, und da es eines meiner Lieblingsbilder war, habe ich ihm die erste Preisanfrage zu dem Bild geschickt. Natürlich anonym und mit der Bemerkung, dass es mir nahezu egal wäre, wie viel er dafür verlangt. Warum ich das mache? Ich will ihn so weit unterstützen, dass er seinen Traum nicht aufgibt. Er wird zwar nie erfahren, dass ich das war - aber zu wissen, dass ich ihn damit wohl glücklich gemacht habe, gibt mir ein gutes Gefühl. Auch wenn mich das zum Stalker macht - was im Übrigen auch der Grund ist, warum ich hier beichte - werde ich weiterhin versuchen, ihm als anonymer Schutzengel zu helfen.

Beichthaus.com Beichte #00032120 vom 26.10.2013 um 11:39:03 Uhr in Marktoffingen (15 Kommentare).

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