Mein bester Freund ist ein perverser Exhibitionist

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Ich (w/24) möchte beichten, dass ich die Schuld daran trage, dass meinem - bis vor Kurzem - besten Freund der Ruf und damit auch sein Leben in seiner Heimatstadt zerstört wurde. Zur Vorgeschichte: ich habe diesen Mann im Internet kennengelernt, als ich fünfzehn war und er zu diesem Zeitpunkt 31. Und gleich vorweg - nein, er hat nicht einmal im Ansatz irgendwie versucht, mich zu belästigen. Ich schrieb ihn damals an, weil er sympathisch aussah, und das war er auch von Anfang an. Nett, klug, hilfsbereit und vor allem immer hochanständig. Später sagte er mir, als ich schon volljährig war, dass in seiner Gedankenwelt Sex und Jugendliche einfach unvereinbar sind. Mein Großer, wie ich ihn nannte, war immer für mich da. Er machte mit mir den ersten Liebeskummer durch, die altersüblichen Probleme mit Schule und Familie, und ich konnte ihn, was ich auch mehr als einmal tat, auch nachts um drei anrufen, und er fragte immer zuerst, ob es mir gut gehen würde und ich in Sicherheit wäre.


Als ich 18 war, lernten wir uns auch persönlich kennen, und er war genauso wie in Skype und am Telefon. Lieb, freundlich, nett, kompetent. Er war aber zu der Zeit, in der wir uns kennenlernten, verlobt und er machte mir auch nach der Verlobung keinerlei Avancen. Wir waren auch nie verliebt ineinander. Ich schlief bei ihm im Bett, aber nie mit ihm, und fühlte mich einfach sicher und geborgen. So, nun aber endlich zum Thema. Wir kamen irgendwann natürlich auch ins Gespräch über sexuelle Vorlieben und Abneigungen, und er stellte sich als sehr erfahren heraus, meinte, er habe sich ausgelebt, aber einen Wunsch nie erfüllt bekommen. Er sagte mir aber nie, was. Eines Abends, wir hatten beide etwas getrunken, vertraute er es mir dann aber doch an: Er hat den Wunsch, dass ihm eine Frau dabei zusieht, wie er sich befriedigt. Aber nicht wie die unglaublich vielen Kerle, die es vor der Webcam machen, sondern real. Allerdings möchte er, dass die Frau sich dabei nicht einmal auszieht, weil das den Reiz ausmacht. Und später an dem Abend bat er mich, diese Frau zu sein.


Ich habe dann zwei Fehler gemacht: ich habe völlig überreagiert und ihm vorgeworfen, mich dafür quasi aufgespart zu haben und habe die Wohnung verlassen. Er rief mir noch nach, bitte darüber zu schweigen, was mich in der Wut dazu brachte, eine gemeinsame Bekannte anzurufen und es ihr brühwarm zu erzählen. Zwei Tage später war er im ganzen Umfeld als perverser Exhibitionist verschrien, und eine andere Frau bestätigte, er habe sie auch gefragt, er wäre ein Schwein. Dass er mir diese Frage nur stellte, weil er mir sehr vertraute, habe ich in meiner grenzenlosen Dummheit nicht begriffen. Nun, da das Ganze immer größere Kreise zog und sogar im blauen sozialen Netzwerk landete, worauf sich die meisten seiner Freunde von ihm abwandten, beschloss er, umzuziehen und woanders neu anzufangen. Mit mir hat er seitdem, außer einer SMS mit dem Wort "Warum?", kein Wort mehr geredet. Ich bin so dumm, ich habe meinen besten Freund, den Mann, der mich mehr als einmal vor Dummheiten und Risiken bewahrt hat, wegen nichts und wieder nichts vernichtet, nur weil ich zu dumm war, eine Minute nachzudenken.


Ich weiß nicht einmal, wieso ich so überreagiert habe. Immerhin schlief ich im selben Bett, er hat mich mehrmals nackt gesehen und selbst da nichts gemacht, was irgendwie belästigend gewesen wäre, obwohl er mir dauernd Komplimente machte. Es wäre eigentlich echt nichts dabei gewesen, ihm seinen Wunsch zu erfüllen und ihm den Spaß zu gönnen. Mein Großer, wenn du das hier liest, und ich kenne diese Seite ja durch dich, bitte, ruf an, schreib, melde dich. Du musst mir nicht verzeihen, wenn du es nicht kannst. Aber wenn es was bringen würde, bekämst du ein Zuseh-Abo auf Lebenszeit von mir. Ich will nur wissen, dass es dir gut geht und dass du weißt, dass deine Kleine nichts im Leben so sehr bereut wie diesen dummen, dummen Fehler. Ich habe dich doch lieb.

Beichthaus.com Beichte #00036669 vom 20.09.2015 um 08:17:45 Uhr (23 Kommentare).

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Immer erreichbare Smartphone-Zombies

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Verzweiflung Maßlosigkeit Verrat

Mich nerven Smartphones und Laptops bzw. PCs im Allgemeinen sehr. Immer muss man überall und für jeden erreichbar sein. Eine Nachricht schreiben geht ja ganz schnell. Ich bin ein sehr unspontaner Mensch und hasse es, dann durch eine Nachricht drängelnd vor eine Entscheidung gestellt zu werden. Es ist ja schon dreißig Sekunden her, dass ich sie empfangen habe und online bin ich auch noch zu sehen, also bin ich direkt verpflichtet zu antworten, sonst sind mindestens zwei Leute sauer. Sage ich, ich habe keine Lust nach einem langen Tag noch auszugehen, wird direkt im Chat eine Diskussion gestartet, geht ja ganz einfach und mobil. Da kocht mir die Wut hoch. Selbst wenn man am Handy abstellt, dass sie sehen können, wann man zuletzt online war, wird genau dokumentiert, wann eine Botschaft auf das Gerät eingegangen ist, wann sie gelesen oder zur Kenntnis genommen oder geöffnet wurde. Das beichte ich als junger Mensch aus der Smartphonezombiegeneration. Ich lasse mir immer extra lange Zeit zu antworten oder habe das Handy mal eine Woche aus. E-Mails haben grundsätzlich eine Wartezeit von einer Woche oder mehr, wenn sie nicht wirklich dringender Natur sind, und das sind die wenigsten. Das Warten katapultiert einigen wohl den Blutdruck in die Höhe, aber meinen senkt es dafür auf Normalmaß. Dennoch entschuldige ich mich, dass ich Leute so hinhalte.

Beichthaus.com Beichte #00036667 vom 20.09.2015 um 00:04:08 Uhr (17 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ich schubse meinen Ex rum!

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Aggression Vandalismus Ex

Als ich mit meinem Ex-Freund abends noch in dem Pub um die Ecke etwas Trinken/Essen war, und wir dann heimgingen, hat er was gesagt, was mich dazu gebracht hat, ihn zu schubsen. Ich glaube, es war gar nicht so schlimm was, sondern wie er es gesagt hatte. In mir drin muss eine große Vorahnung gewesen sein, denn ich schubste ihn spontan, innerhalb weniger Sekunden so stark, dass er gegen den Eingangsbereich eines Wohnhauses knallte, woraufhin die Glasscheibe einen riesigen Sprung bekam. Wir gingen schnell weiter. Einige Zeit später erfuhr ich, dass er mit meiner Freundin ein Verhältnis angefangen hatte.

Beichthaus.com Beichte #00036664 vom 19.09.2015 um 06:03:52 Uhr (5 Kommentare).

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Meine beste Freundin und der Frauenschläger

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Selbstsucht Rache Engherzigkeit Missbrauch Heidelberg

Ich (w/34) möchte heute etwas beichten, was mir schon lange auf der Seele liegt. Mit Mitte zwanzig traf ich auf einer Party einen Mann, charmant und einfühlsam, mit Humor, in den ich mich sofort verliebte. Wir kamen dann auch wirklich zusammen und eine Weile lang war ich unendlich glücklich wie noch nie zuvor. Das war allerdings, bevor er sein wahres Gesicht zeigte, er hatte ein Alkoholproblem, welches er gut zu vertuschen wusste, und war leicht reizbar, vor allem wenn er getrunken hatte. Immer öfter rutschte ihm die Hand aus und er verprügelte mich immer wieder. Nach außen waren wir immer noch das perfekte Paar, welches von vielen Freunden betuschelt wurde, und deswegen traute ich mich nicht, jemandem zu erzählen, dass mein Freund ein übler Frauenschläger war. Ich war mir damals einfach sicher, dass niemand mir glauben würde und sich alle von mir abwenden würden. Außerdem redete ich mir ein, dass er sich ändern würde und alles wieder so werden könnte wie am Anfang. Damit log ich mir natürlich selbst in die Tasche, aber eine Weile ging alles seinen Gang, er schlug mich fast täglich und trank genauso oft, ich hielt den Mund. Nicht mal meine beste Freundin wusste davon, und meine Eltern mochten ihn so sehr, dass ich ihnen das Herz gebrochen hätte, wenn ich etwas gesagt hätte.


Dann kam aber der Tag, an dem meine beste Freundin zu mir kam, um mir zu erzählen, dass etwas Furchtbares passiert sei, sie hätte mich ein paar Tage vorher besuchen wollen, aber nicht angetroffen, sondern nur meinen Freund. Er hätte sie dann reingebeten und sie hätten gemeinsam etwas getrunken und eins hätte zum anderen geführt. Ich war natürlich furchtbar enttäuscht, aber auch sehr glücklich, da ich jetzt einen handfesten Grund hatte, um mich zu trennen. Wir gingen auseinander, mit meiner Freundin verlor ich den Kontakt, die beiden führten, wie ich über ein paar Ecken gehört hatte, eine Sexbeziehung. Und nun kommt meine Beichte: Ich bin damals nicht zu ihr gegangen und habe ihr erzählt, wie mein Ex wirklich war. Damals hätte sie ihn noch einfach verlassen können, heute haben sie zusammen zwei Kinder - ein Unfall, ob das zweite geplant war, weiß ich nicht. Ich bereue es, dass ich zugelassen habe, dass dieses Schwein sich nicht nur eine weitere Frau zum Schlagen, sondern auch noch Kinder zulegt, und das lässt mich einfach nicht los. Ich war damals so wütend, dass ich die Konsequenzen nicht bedacht habe, und ich bereue es jeden Tag. Eine kleine Strafe habe ich aber schon bekommen: Ich hatte seitdem nicht viel Glück, und auch wenn ich jetzt wieder in einer Beziehung bin, so schön, wie die Anfangszeit mit meinem Ex, war mein Leben nie wieder. Es tut mir leid, was ich getan habe und ich erbitte Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00036663 vom 18.09.2015 um 18:23:57 Uhr in 69155 Heidelberg (Schillerstraße) (14 Kommentare).

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Frauen mit Haarausfall

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Ungerechtigkeit Eitelkeit Engherzigkeit

Mir (m/26) sind schon in den frühen Jahren die Haare ausgefallen. Für viele mag das jetzt wieder eine Lappalie sein, aber mir hat das so zugesetzt, dass ich depressiv wurde. Bis heute bin ich nicht glücklich. Ja, ich weiß: Es gibt Schlimmeres. Aber jeder hat andere Prioritäten. Könnte ich einen Arm gegen Haarwuchs tauschen, ich würde es tun. Meine Beichte ist jedenfalls Folgendes: Seit ein paar Jahren werden die Betroffenen von Haarausfall immer jünger.
Auch trifft es mittlerweile sogar recht viele junge Frauen. Ich erzähle keinen Scheiß, seht euch einfach mal um, wenn ihr unterwegs seid. Mittlerweile sind ja in jedem Werbeblock mehrere Produkte zu sehen, die angeblich helfen. Kauft den Scheiß bloß nicht! Ich will auch keinen auf Verschwörungstheoretiker machen, aber das passt mir alles etwas zu gut zusammen. Vor 20 Jahren war das Problem auf keinen Fall so immens und weit verbreitet. Was ich genau beichte, ist allerdings, dass ich mich schon fast etwas freue, wenn ich auf der Straße wieder eine junge Frau sehe, die das typische Haarausfall-Muster hat. Männer sollen ja damit klarkommen, aber bei Frauen zeigen alle Verständnis. Transsexualität ist okay, Geschlechtsumwandlungen von Mann zu Frau ebenfalls akzeptiert - aber wenn jemand einfach nur seine verdammten Haare behalten will, ist man ein Witz für alle. Es tut mir jedenfalls leid, dass ich mich über meine neu gewonnenen Leidensgenossen freue.

Beichthaus.com Beichte #00036662 vom 18.09.2015 um 13:53:38 Uhr (16 Kommentare).

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