Kindische Telefonstreiche

14

anhören

Engherzigkeit Telefon

Immer, wenn ich an einer der - mittlerweile sehr rar gewordenen - Telefonkabinen vorbeilaufe, kann ich (m/22) einfach nicht anders, als von dort aus jemanden anzurufen. Manchmal rufe ich in einem Restaurant an und frage, ob sie einen Tisch reservieren könnten, wir würden gerne einen Erwachsenenfilm drehen. Manchmal rufe ich aber auch edle Boutiquen an und frage, ob meine Hämorrhoiden-Creme schon gekommen sei, und leite das Gespräch so, dass die Verkäuferin den Begriff "Hämorrhoiden-Creme" aussprechen muss. Ich habe auch schon in Hotels angerufen und nach dem "Concierge von letzter Nacht mit dem großen Geschlechtsteil" gefragt. Auch rufe ich gelegentlich Leute aus meinem Freundeskreis an, gebe mich als eine Affäre von mir aus und schwärme von "seinem" riesigen Ding. Ich weiß, dass es kindisch ist, könnte mir aber jedes Mal vor Lachen in die Hose machen.

Beichthaus.com Beichte #00032354 vom 05.12.2013 um 18:02:36 Uhr (14 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die gefühlsinkontinente Kundin

10

anhören

Rache Maßlosigkeit Boshaftigkeit Internet Münster

Ich möchte beichten, dass ich auf einem bekannten Online-Marktplatz kleinliche und penetrante Rache an einer unausstehlichen Kundin geübt habe. Grund war eine missglückte Transaktion. Es handelte sich bei der Ware um einen Download-Code für ein Spiel einer bekannten japanischen Spieleschmiede, den ich innerhalb einer Aktion "Kauf eins, bekomm einen Code gratis!" erhalten habe, oder vielmehr hätte - denn es stellte sich heraus, dass ich die Teilnahmebedingungen missverstanden hatte und deshalb den Code nicht erhalten würde. Intensives Lesen der AGB und auch Stundenlanges telefonieren halfen nicht, die Kundin würde ihre Ware also nicht bekommen. Mir war dies sehr peinlich. Ich entschuldigte mich bei ihr, überwies ihr das Geld zurück, suchte ihr noch einige ähnliche Angebote heraus und hielt die Sache damit für geklärt. Die Dame hingegen ließ es sich nicht nehmen, mir daraufhin verbal ins Gesicht zu explodieren. Dabei verhielt sie sich so lächerlich und aggressiv, dass mir die Worte fehlten, und forderte zuletzt, dass ich ihr als Entschädigung den vollen Kaufbetrag für ein Originalspiel auszahle, mit der Argumentation, dass ich ihre Tochter sehr geschädigt hätte, da sie nun länger auf ihr neues Spiel warten musste. Ich konnte mich gerade noch zurückhalten, ihr eine Erstattung der Therapiekosten ihrer Tochter anzubieten, welche aus dem Trauma resultierten, das Kind der Kundin zu sein. Dass es noch tonnenweise Angebote gleichen Inhalts gab, scherte die Dame anscheinend auch nicht. Kurz und diplomatisch legte ich ihr dar, dass sie über den Betrag hinaus, den sie ja bereits wieder erhalten hatte, keinen müden Heller von mir sehen würde, und dass sie sich bitte trollen soll, nachdem wir den Kauf storniert hätten. Nachdem das gelaufen war, beließ ich es erleichtert dabei und hatte diese Angelegenheit bald vergessen.


Monate später stolperte ich noch einmal über eine Nachricht dieser Kundin. Ohne lange nachzudenken oder meine Tätigkeit sonst großartig zu unterbrechen, meldete ich sie wegen "Ungebührliche Forderungen, die über den Kaufvertrag hinausgehen". Bei der Gelegenheit wies ich sie dann noch kurz und höflich darauf hin, sich die Regeln zur Kommunikation zwischen Käufer und Verkäufer vielleicht noch einmal durchzulesen. Die postwendende Antwort ihrerseits ignorierte ich dann geflissentlich und bewahrte sie in meinem Postfach auf, und lächelte, wann immer ich sie dort liegen sah. Nun, wieder einige Monate später, sah ich mir die Nachricht doch noch etwas genauer an, mit der Absicht, auf ihr falsches Betragen zu reagieren. Ich würde ihr mithilfe eines anderen Kontos etwas abkaufen, um im Anschluss dann dämliche Forderungen an sie zu stellen und bei Nichterfüllen beleidigt abziehen oder ihr drohen, die blütenreine Weste zu versauen. Ich möchte beichten, dass es mir eine kindliche Freude bereitet, die sprichwörtliche Extra-Meile zu gehen, um diesen gefühlsinkontinenten Menschen zu ärgern, weil sie sich so schön aufregt. Ich beichte außerdem, dass ich meine Integrität dafür über Bord werfe und wohl auch meine Mitgliedschaft bei besagtem Portal gefährde.

Beichthaus.com Beichte #00032352 vom 05.12.2013 um 13:05:13 Uhr in 48161 Münster (Adolf-Risse-Weg) (10 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Die Qual der Wahl

29

anhören

Rache Shopping Partnerschaft

Die Qual der Wahl
Meine Holde hat beim Shoppen die unangenehme Angewohnheit, mit mir über jedes Kleidungsstück zu diskutieren, das sie in die engere Wahl nimmt. Sie verlangt dann von mir, mir eine Meinung zu bilden - wenn ich mich dann allerdings dazu durchgerungen habe, nimmt sie durchweg das andere Teil. Für diese Aktionen geht meist mehr als eine halbe Stunde drauf. Also eine Horrorgeschichte für viele Männer. Eines Tages, als ich mal wieder versuchen musste, das schönste Kleidungsstück zu erraten, brauchte ich auch eine neue Grafikkarte für meinen Rechner. Mir war schon klar, welche Karte ich kaufen würde und ich wollte sie eigentlich nur kurz im Laden holen. Als ich meine Frau dann aber gerade vor dem Laden parken wollte, kam mir eine teuflische Idee. Deshalb bat ich sie, mit mir in den Laden zu gehen und erklärte ihr in aller Gemütsruhe die Vorzüge und Nachteile aller vorhandenen Grafikkarten. Sie ist eine überzeugte Technikfeindin, aber ich hörte erst auf, als ihre Lichter nach einer halben Stunde endgültig gebrochen waren, und fragte sie, welche Karte ich denn jetzt kaufen sollte. Ich könne mich nicht entscheiden. Sie zeigte wortlos auf den buntesten Karton - ich kaufte eine andere.

Beichthaus.com Beichte #00032350 vom 04.12.2013 um 15:23:30 Uhr (29 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die Statistik meines Lebens

49

anhören

Manie Zwang Sucht Neurosen Rheda-Wiedenbrück

Die Statistik meines Lebens
Ich möchte beichten, dass ich fast alles statistisch erfasse, was ich tue und erlebe. Ich (33) mache das seit meinem zehnten Lebensjahr. Seitdem habe ich z.B. 1.623 Trainingseinheiten in meinem Fußballverein mitgemacht, 474 Spiele absolviert, 92 gelbe und 12 Rote Karten kassiert, 41 Tore geschossen, 78 verschiedene Trikots in 6 verschiedenen Farben getragen, und so weiter. Ich habe 16.772-mal die Zähne geputzt, habe mich 4.221-mal geduscht und insgesamt 129 verschiedene Hosen, 202 Hemden, 111 Unterhemden, 223 Unterhosen, 443 verschiedene Paar Socken, 61 verschiedene Jacken oder Mäntel und 98 Paar Schuhe getragen. Ich bin 188-mal in die Kirche gegangen, bin bis heute 415.489 Kilometer mit 82 verschiedenen Fahrzeugen gefahren, hatte für meine Autos bis heute 92.000 Euro Anschaffungsgebühren und Reparaturen und habe 31.145 Euro an Benzin bezahlt. Ich hatte 11 verschiedene Frauen, 1.821-mal Sex, davon 842-mal oral und 245-mal anal. In 624 Fällen lag ich unten und 62-mal rollte ich ohne Orgasmus ab. Seit meinem 15. Lebensjahr habe ich 3.215-mal masturbiert. Ich trank insgesamt 11.423 Liter Wasser, 2.312 Liter Bier, davon 1.642 Liter aus Flaschen, 662 Liter Rotwein, 224 Liter Weißwein und so weiter. Selbst meine Urinmenge habe ich festgehalten. Es sind, wenn ich mich nicht verrechnet habe, 12.711 Liter. Das würde reichen, um eine riesige Gülletonne zu füllen. Mein urinreichstes Jahr war übrigens 2012, als ich 621 Liter ausschied. Auf dem PC habe ich eine Excel Datei angelegt und Veränderungen werden mir in Diagrammen oder Kurven angezeigt. Ich weiß, dass das alles nicht gesund ist, ich kann es aber einfach nicht lassen.

Beichthaus.com Beichte #00032349 vom 04.12.2013 um 20:51:32 Uhr in 33378 Rheda-Wiedenbrück (Varenseller Straße) (49 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Verschütteter Rotwein

19

anhören

Rache Boshaftigkeit Aggression Vilshofen-Pleinting

Als ich (m/24) auf dem Herbstfest meiner Stadt war, lief ich mit einem gut gefüllten Glas Rotwein durch die Menge. Bis eine rücksichtslose, hübsche junge Frau meinen Weg kreuzte und mich heftig anrempelte. Ich verschüttete den Wein über meine komplette Hand und auch meine Kleidung bekam etwas ab. Für einen kurzen Augenblick hatte ich Blickkontakt mit ihr und konnte dem entnehmen, dass sie genau wusste, was gerade geschehen war - aber eine Entschuldigung kam nicht! Also lief ich ihr unbemerkt hinterher und tippte sie dann von hinten an. Als sie sich umdrehte, schüttete ich ihr den kompletten Inhalt des Glases, das immer noch recht gut gefüllt war, über den Kopf, das Gesicht und ihren Ausschnitt. Sie konnte es nicht fassen. Ich sah genau, dass sie von reinem Entsetzten erfüllt war. Ich meinte nur: "Das hast du jetzt davon, du Schlampe", drehte mich um und war genauso schnell verschwunden, wie ich gekommen war. Im Nachhinein tut sie mir leid, auch, wenn ich bis heute denke, dass sie eine unverschämte Göre war und die Lektion verdient hat!

Beichthaus.com Beichte #00032348 vom 04.12.2013 um 21:54:57 Uhr in Vilshofen-Pleinting (19 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000