Die Frau, die mich damals mobbte

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Gewalt Ungerechtigkeit Schule Arbeit

Ich war ein jahrelanges Mobbingopfer. Fast meine ganze Klasse beteiligte sich daran, mich zu schlagen und vor allem psychisch zu peinigen. Oft genug hatte ich keine Lust mehr in die Schule zu gehen, und mich jeden Tag aufs Neue beleidigen und herumschubsen zu lassen. […]
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Beichthaus.com Beichte #00029793 vom 10.02.2012 um 12:10:03 Uhr (44 Kommentare).

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Die Wiedergutmachung

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Gewalt Schule Aggression

Ich (m/20) wurde früher seit der Grundschule aufgrund meiner Brille und meiner Pummeligkeit gehänselt. Das hat mich früher sehr belastet und ich habe mit der Zeit natürlich meine gewissen Hauptpeiniger ausgemacht, dessen Art von Mobbing so schlimm war, das ich mir […]
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Beichthaus.com Beichte #00029779 vom 06.02.2012 um 12:43:16 Uhr (15 Kommentare).

Gebeichtet von TwinkleTwinkle
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“Folge

Rache an ehemaligem Klassentyrann

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Rache Boshaftigkeit Schule Gesundheit

Als ich noch zur Schule ging, gab es bei uns einen Typen in der Klasse, dem jegliche soziale Kompetenz fehlte. Er hänselte oft und viele unserer Klassenkameraden, und bestimmte, wer das allgemeine Mobbingopfer der Klasse war. In der Neunten und Zehnten war ich dran, weil ich immer ziemlich gute Noten hatte, und bei irgendwelchen seiner Hetzaktionen gegen andere Schüler und auch Lehrer nicht mitmachen wollte. Ich kassierte öfter Prügel von ihm und seinen Mitläufer-Kumpels, mein Schulrucksack verschwand auf wundersame Weise und bei minus fünfzehn Grad klaute er mir die Jacke. Er spielte Fußball mit meinen Schulsachen, Stiften und einmal mit meinem teurem grafikfähigem Taschenrechner, was unser Mathelehrer allerdings mitbekam und die Eltern des dumpfbäckigen Störenfrieds mir ersetzen mussten. Natürlich kassierte ich hinterher ordentlich Schläge. Hinzu kamen unzählige Hänseleien, Sprüche und Schikanen, die mir jeden neuen Tag versauten. Langsam, aber sicher begann ich ihn zu hassen und schmiedete finstere Rachepläne, die ich allerdings nie umsetzen konnte, da er nach einer Aktion, bei der er einen jüngeren Schüler mit einem Bowie-Messer verletzte, in der elften Klasse von der Schule flog. Wir waren alle recht froh ihn los zu sein, außer die natürlich, die zu seinen Mitläufern zählten.


Nach der Schule studierte ich Medizin und arbeitete zunächst im Ausland, kehrte dann aber gezwungen durch familiäre Probleme in mein Heimatstädtchen zurück, um im örtlichen Krankenhaus zu arbeiten. Eines Nachts schob ich gerade mitten in der Woche langweiligen Praxisdienst in der Notaufnahme, als mir die Schwester sagte, im Warteraum säße jemand mit akutem Abdomen, also ziemlich üblen Bauchschmerzen. Als ich im Wartezimmer ankam, traf mich fast der Schlag. Es war mein verhasster Ex-Schulkamerad, der sich vor Schmerzen krümmte und Schweißperlen auf der Stirn hatte. Normalerweise ruft so ein Anblick bei mir immer Mitleid hervor, allerdings nicht bei diesem Typen. Er erkannte mich auch sofort, duzte mich und fragte, was er denn haben könnte. Wahrheitsgemäß erklärte ich ihm, dass ich das erst nach der Diagnostik wüsste. Er tat die ganze Zeit so, als wären wir schon immer die besten Kumpels gewesen, die sich nur durch unglückliche Umstände aus den Augen verloren hätten. Beim Ultraschall wurde recht eindeutig klar, was er für ein Problem hatte, denn sein Appendix (der Wurmfortsatz des Blinddarmes) sah aus wie eine Presswurst. Normalerweise wäre der Keks damit gegessen gewesen. Wenn man alle Fälle von Blinddarmentzündungen per Ultraschall so leicht abklären könnte wie bei ihm, wäre das eine echte Erleichterung. Aber irgendwie war in dieser Nacht sonst nichts los und mich ritt der blanke Hass, außerdem war der Patient ja nicht in Lebensgefahr. Ich runzelte also die Stirn, fuhr mit Absicht immer wieder über die schmerzende Stelle und sagte beim Blick an den Ultraschallbildschirm gedankenabwesend mehrmals "Oh, oh...", ungefähr in dem Tonfall eines KFZ-Mechanikers, wenn man ihn fragt wo denn dieses komische rasselnde Geräusch am Motor beim Gas geben herkommt. Dann sprang ich gespielt alarmiert auf, gab ihm die Anweisung auf jeden Fall liegen zu bleiben und ging erstmal zehn Minuten Kaffee trinken, während ich die Anästhesistin informierte und sagte, sie könne sich ruhig Zeit lassen, der Patient habe es nicht eilig. Danach ging ich mit sorgenvoller Miene zurück in das Zimmer, wo der Typ, mittlerweile aschfahl und leise wimmernd, lag. Ich sagte ihm wörtlich er habe eine akute Appendizitis, mit bereits drohender Perforation und anschließender Peritonitis. Es war klar, dass er nur Bahnhof verstand, aber er getraute sich nicht, das zuzugeben. Ich füllte den Anamnesebogen extra langsam aus, blickte ihn wiederholt prüfend und mitleidig an und fragte ihn nach seiner Patientenverfügung. Er fing fast an zu weinen. Schließlich beruhigte ich ihn mit der geringen Sterblichkeitsrate und sagte, es bestünden gute Chancen einer vollständigen Heilung. Bei der OP erzählte ich dem Team, was der Patient für ein netter Mensch war, und wie ich es ihm vergolten hatte. Darauf meinte der anwesende Chirurg, er werde die Nähte extra fest machen, damit der Typ auch beim Fäden ziehen noch einmal richtig seinen Spaß habe. Mein Ex-Schulkamerad war nachher noch zwei Tage im Krankenhaus, tyrannisierte die Pfleger so übel und baggerte an den jungen Schwestern herum. Ich war deswegen belustigt, denn es zeigte dass er sich nicht wirklich geändert hatte. Hoffentlich bleiben mir in Zukunft jegliche Begegnungen mit ihm erspart.

Beichthaus.com Beichte #00029773 vom 03.02.2012 um 11:25:17 Uhr (37 Kommentare).

Gebeichtet von Heyak
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Knoten-Unterricht

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Dummheit Waghalsigkeit Selbstverletzung Schule Osnabrück

Ich habe vor einigen Jahren etwas sehr dummes getan. Ich habe damals als Werklehrer in einer Hauptschule unterrichtet.
Es fing damit an das mir der Etat für meinen Unterricht zusammengestrichen wurde. Ich war in dieser Schule nicht alleine davon betroffen, auch in anderen Fächern wurde gespart. Der Unterricht an einer Hauptschule ist generell sehr problematisch, da viele Kinder aus schwierigen Verhältnissen kommen und nicht unbedingt motiviert sind. Ich habe damals im Unterricht viel mit elektrotechnischen Sachen gearbeitet, das hat den Kids gefallen und auch für mich war der Unterricht so stressfrei. Nach dem der Etat gekürzt wurde änderte sich das schlagartig, mir wurde gesagt ich solle das benötigte Geld eben über ein Werkgeld beziehen. In der Theorie mag das möglich sein, in der Praxis kann man Schüler aber nicht davon überzeugen ihr Taschengeld für Unterrichtsmaterial auszugeben. Also habe ich mir etwas anderes ausgedacht.


Vom knappen Etat den ich noch hatte habe ich Bänder gekauft und den Kindern Seemannsknoten beigebracht. Das ganze war ein Riesenerfolg und andere Lehrer haben mich unglaublich dafür respektiert. Leider wird auch die tollste Sache irgendwann langweilig, als es dann irgendwann mal wieder laut in der Klasse wurde und die Motivation nachgelassen hat, habe ich einen Riesenfehler gemacht. Ich habe den Kindern den Henkersknoten beigebracht. Zwei Monate später war es dann soweit. Eines der Kinder hat sich daheim erhängt. Ich weiß bis heute nicht wie, aber ich vermute mit genau diesem Knoten. In der Schule war schnell ein Zusammenhang hergestellt. Mir wurde aufgetragen den Unterricht anders zu gestalten, das war dann auch schon alles. Es wurde als Unfall heruntergespielt, ein Mobbingopfer, das scheinbar auch keine Freunde hatte, niemand war wirklich wütend auf mich. Ein Jahr später habe ich aber die Schule gewechselt und bin nach Süddeutschland gegangen. Die Schule hier ist sehr viel besser aufgestellt und ich kann den Kindern besser etwas beibringen. Auch sind die Klassenverbände kleiner und bestehen nicht aus bis zu vierzig Schülern. Was ich getan habe bereue ich aus tiefster Seele und bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00029757 vom 30.01.2012 um 17:53:09 Uhr in Osnabrück (45 Kommentare).

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Schnitzeljagd

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Dummheit Peinlichkeit Schule Games

Vor ziemlich genau zehn Jahren bin ich mit meiner Familie nach Deutschland gekommen. Wir zogen aus einem kleineren Land in Südosteuropa her und hatten es wirklich nicht einfach mit der Sprache. Mein Bruder und ich konnten, dadurch dass wir die Schule bzw. den Kindergarten besuchten uns doch recht schnell in die deutsche Gesellschaft eingliedern und die Sprache lernen. Eines Tages, ich besuchte die 2. Klasse der Volksschule, wurde uns gesagt, dass wir morgen eine Schnitzeljagd machen würden. Durch die Sprachbarriere bedingt war ich der festen Überzeugung, dass sich das Wort Schnitzeljagd irgendwie vom Grillfest ableiten lässt und wir morgen wohl sowas planten. Voller Freude verkündete ich meinen Eltern die frohe Botschaft und wir kamen zum Entschluss, dass ich für den Tag ein bisschen was mitnehmen sollte. Ich packte also ein paar Schnitzel und Salat in eine kleinere Tiefkühltruhe. Meine Mutter backte mir auch ein Brot. Ich wurde zur Schule gefahren und selbst das Frühlingswetter hatte mitgespielt.


In der Schule angekommen wunderte ich mich erst mal, dass niemand etwas vergleichbares dabei hatte. Als wir uns dann in den Hof begaben um die Schnitzeljagd zu vollziehen nahm ich meine Kühltruhe mit und unten angekommen fragten mich ein paar Kameraden und die Lehrerin, was denn in dieser Box sei. Ich sagte: "Naja Schnitzel und Fleisch für die Grillparty!" Die nächsten zehn Minuten waren zugleich die peinlichsten und erniedrigendsten in meinem bisherigen Leben. Peinlich gerührt fing ich an zu heulen und wurde auch kurze Zeit später von meiner Mutter wieder abgeholt. Ich wurde das komplette Schuljahr durchgängig von fast jedem auf der Schule ausgelacht. Heute wohne ich zwar nicht mehr in diesem Ort, dennoch werde ich auch heute gelegentlich von einigen Leuten auf Party's oder in sozialen Netzwerken erkannt und angeschrieben, ob ich nicht der Junge bin, der so gerne Schnitzel jagt. Danke fürs Lesen!

Beichthaus.com Beichte #00029744 vom 23.01.2012 um 17:23:44 Uhr (38 Kommentare).

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