Einmalige Sache zwischen Kollegen

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Fremdgehen Verzweiflung Selbstsucht Begehrlichkeit Kollegen

Ich (m/36) möchte Folgendes beichten: Ich habe eine Arbeitskollegin (w/28), auf die ich eine ganze Weile scharf war. Sie ist sehr offenherzig, nett und attraktiv. Aber sie verdreht den Männern regelmäßig den Kopf. Ich war so naiv und habe dadurch meine Beziehung mit meiner (jetzt Ex-)Freundin aufs Spiel gesetzt und sie verloren. Es ist zwar nie etwas Sexuelles passiert, aber dennoch beendete meine Ex die Situation. Danach wollte meine Kollegin erst mal nichts von mir wissen. Ich bin in ein tiefes Loch gefallen, habe die Schuld bei mir erkannt und mein Leben recht radikal geändert. Ein neuer Chef machte die Arbeit zeitweise zur Hölle, es war wie eine Abwärtsspirale. Zu meiner Kollegin habe ich anschließend den Kontakt nahezu abgebrochen.

Seit diesem Frühjahr habe ich es geschafft, wieder Oberwasser zu gewinnen. Auch der neue Chef nimmt meine Arbeit inzwischen als sehr positiv wahr. Ich bin erfolgreich wie noch nie zuvor. Auf einmal kommt die Kollegin wieder an und versucht, Kontakt aufzubauen. Ich reagierte nicht darauf, doch sie versuchte es immer und immer wieder. Ich habe das Verhalten von ihr als falsch und unehrlich wahrgenommen. Auf dem Oktoberfest haben wir uns mehrfach getroffen, da wir immer wieder von Kollegen und Freunden eingeladen wurden, die wir beide gerne mögen. Im Suff klagte sie, dass sie sich von ihrem Freund getrennt hat und eine neue Wohnung sucht. Ihr Leben würde gerade auf dem Kopf stehen. Irgendwie war ich schadenfroh. Aber ich konnte mich ihrer Aura nicht ganz entziehen, da ich sie äußerlich so attraktiv finde. Dennoch habe ich auch danach den Kontakt nicht gesucht, da ich ihr Verhalten nur als selbstsüchtig und selbstgerecht empfand.


Inzwischen habe ich ein Mädchen gefunden, mit dem ich unbedingt zusammen sein möchte. Ich kenne sie schon seit Jahren und es entwickelt sich prächtig. Wir lieben uns, wohnen aber noch nicht zusammen. Meine Kollegin bekam das mit. Letzte Woche wurden wir von einem Freund zum Feiern eingeladen. Ich kann mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, während sie auf das Auto angewiesen ist. Sie blieb also alkoholfrei. Ich hatte viel Spaß an dem Abend mit meinen Freunden und sie sorgte dafür, dass mir das Bier nicht ausging! Um kurz vor vier morgens war dann Aufbruchstimmung. Sie fragte mich, ob sie mich nach Hause fahren soll. Klar, das war viel besser als mit dem Taxi, oder noch eine halbe Stunde auf die S-Bahn zu warten. Kurzum: Sie brachte mich heim, zog mich aus und wir hatten Sex. Viel Sex. Ich war so betrunken und leider so geil auf ihren Körper, dass ich nicht widerstehen konnte.


Am Morgen wollte sie gehen und meinte, dass das nur einmal was gewesen wäre und ich nicht glauben sollte, dass das jetzt öfters passieren wird. Ich war einerseits schockiert darüber, was sie sagte, und andererseits von mir angeekelt, was ich zugelassen habe. Schlussendlich ist sie eifersüchtig auf meine neue Freundin und auf mein Glück. Ich hielt sie fest und drückte sie gegen die Wand. Und begann, sie zu küssen. Und sie küsste zurück. Wir hatten danach schon wieder Sex. Ich fühle mich so schlecht dadurch. Schlussendlich hat sie mich in der Hand und kann schnell meine neue Beziehung zerstören. Andererseits hat der Sex mit ihr richtig Spaß gemacht. Meiner neuen Freundin möchte ich das nicht sagen. Sie würde mich sicher verlassen. Ehrlich gesagt würde ich genauso reagieren.

Beichthaus.com Beichte #00037042 vom 15.11.2015 um 20:28:44 Uhr (17 Kommentare).

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Scheiß auf Pray for Paris!

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Falschheit Zorn Lügen Ignoranz

Ich beichte hiermit, dass ich einen fürchterlichen Hass auf nahezu mein gesamtes Umfeld schiebe! Nicht, weil ich die Personen an sich hasse, sondern ihr an den Tag gelegtes Verhalten. Sobald eine Tragödie - in diesem Fall die Attentate in Paris - passiert, haben sofort alle Mitleid und ändern ihren Whatsappstatus, ihr Facebookbild und alles andere. Nicht falsch verstehen - ich heiße es auf keinen Fall gut, was da abgeht. Aber es geht mir fürchterlich auf den Sack, dass plötzlich alle Leute "Charlie" oder "prayforparis" oder sonst etwas sind. Gefühlt geben die Leute erst einen Scheiß darauf, sobald es bei uns in der Nähe passiert.

Es gibt genug Länder, in denen täglich mehr Leute sterben und Ungerechtigkeit und Unterdrückung den Alltag bestimmen, weil irgendein beknackter Tyrann an der Macht ist oder Krieg herrscht. Ich hasse diese Kurzsichtigkeit! In solchen Momenten kommt es mir vor, als ob es "in" sei, öffentlich seine eigene Meinung kundzutun, indem man die oben genannten Sachen tut. In drei Wochen interessiert sich wieder keine Sau mehr dafür. Diese Heuchelei ist es, was mich so aufregt. Es gibt zig Themen, wo das genau so abläuft: Anschlag auf Charlie Hebdo, das Verschwinden von MH370, der Abschuss von MH17, der Selbstmord von Andreas Lubitz, die Flüchtlinge oder sonst etwas. Diese Themen werden bis zum Exzess platt getreten, um sie dann nach ein paar Wochen unter den Tisch fallen zu lassen!

Beichthaus.com Beichte #00037035 vom 14.11.2015 um 17:12:09 Uhr (38 Kommentare).

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Wochenenden voller Süßigkeiten

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Völlerei Sport Gesundheit

Ich (w/21) würde mich als sehr sportlich bezeichnen. Ich gehe zwei Mal die Woche in Krav Maga, habe einen fixen Schwimmtag, gehe nebenbei ein wenig Bogenschießen und beinahe täglich laufen, wenn es die Arbeit zulässt, sogar morgens. Zur Entspannung gehe ich etwa einmal alle sieben bis vierzehn Tage zum Bikram Yoga. Außerdem ernähre ich mich sehr bewusst, viel Eiweiß und gesunde Fette, wenig Zucker und Kohlenhydrate. Der Abschluss des sportlichen Teils meiner Woche macht das Krav Maga Training am Samstagvormittag. Danach gehe ich einkaufen und packe meinen Einkaufskorb mit Süßigkeiten voll, die ich meistens bist Sonntagabend verputzt habe. Unter der Woche geht es dann mit Sport und gesunder Ernährung weiter. Ich glaube nicht, dass das gesund ist.

Beichthaus.com Beichte #00036990 vom 07.11.2015 um 14:13:51 Uhr (15 Kommentare).

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Verbrecher des Zweiten Weltkriegs

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Neugier Familie

Meine (m/34) Großmutter ist vor Kurzem mit beinahe 100 Jahren gestorben. Da nun ihre ehemalige Wohnung geräumt werden muss, habe ich auch mitgeholfen, ihre ganzen Sachen bei meinen Eltern unterzustellen und dann zu schauen, was damit passiert. Dabei ist mir eine Kiste in die Hände gefallen, die mich neugierig gemacht hat. Ich öffnete sie und fand einige alte Notizbücher, wie sich beim Hineinsehen herausstellte, wohl alte Tagebücher meines Großvaters, der vor mittlerweile 15 Jahren verstorben ist. Ich habe ein paar davon eingesteckt und mir später daheim genauer angesehen. Sie waren wirklich schon sehr alt, ab dem Ende der Dreißiger Jahre, also noch während der Zeit des Dritten Reiches. Nun zum schwierigen Teil der Sache: Ich habe herausgefunden, was mein Großvater tatsächlich während des Zweiten Weltkrieges angestellt hat. Was ich bisher wusste, war, dass er gedient hatte, in Gefangenschaft geriet und bereits kurz nach Kriegsende zurückkehrte. Also eigentlich nichts Besonderes für jemanden seines Jahrganges. Jedoch hat er in den (zeitgenössischen) Tagebüchern detailliert beschrieben, was tatsächlich geschehen ist, und anscheinend hat er nicht in der Wehrmacht, sondern der SS gedient und gehörte zum engeren Kreis um Reinhard H., einem der Hauptorganisatoren des Holocausts.


Er schreibt in den Büchern über seine Zeit in Prag während der Besetzung Anfang der 40er Jahre, wie er hochrangige Nationalsozialisten wie Heinrich H. begegnet ist und ich lese seine tatsächliche Begeisterung für den Nationalsozialismus heraus. Ich erkenne auch seinen scheinbaren Abscheu den Juden gegenüber. Er beschreibt zum Beispiel eine Szene, in der er einer Jüdin ihre Einkäufe aus der Hand gerissen und in die Gosse geworfen hat, weil sie den Gruß nicht gemacht hatte, als er an ihr vorbeilief. Was noch viel schlimmer ist, er scheint außerdem an der Deportation der Prager Juden maßgeblich mit beteiligt gewesen zu sein, hat Konzentrationslager wie Theresienstadt persönlich besucht und war von der Notwendigkeit des Holocausts überzeugt. Das alles hat mich verständlicherweise ziemlich aus den Wolken fallen lassen, in meiner Erinnerung kenne ich ihn nur als liebevollen Großvater, der keiner Fliege etwas zuleide getan hätte. Dieses Bild in mir hat, je weiter ich mit meiner Lektüre vorangekommen bin, sehr zu wackeln begonnen, und ich beginne zu erkennen, dass er ein Kriegsverbrecher und Nationalsozialist ersten Ranges war. Und ich bin gleichzeitig neugierig und ängstlich, weiterzulesen, denn bisher habe ich noch nicht mal das erste Buch durch und keine Ahnung, wie er es scheinbar geschafft hat, straffrei auszugehen.


Meine Großeltern und Eltern haben nie etwas davon erwähnt, und ich habe keine Ahnung, ob mein Vater (ihr Sohn) überhaupt von den Machenschaften seines Vaters weiß. Meine Erziehung war ausgesprochen liberal und ich habe nie etwas von derartigem Gedankengut bei meinen Großeltern bemerkt. Nun zu meiner Beichte: Ich werde all dieses Wissen für mich behalten und weder meinen Eltern noch meinen Geschwistern oder sonst wem erzählen, was ich herausgefunden habe. Außerdem werde ich demnächst meine Eltern besuchen fahren und versuchen, auch den Rest seiner Tagebücher an mich zu nehmen. Unsere Familie hatte immer ein sehr gutes Verhältnis, das ich jetzt nicht gefährden will. Niemand hätte etwas davon, bestrafen kann man meinen Großvater jetzt nicht mehr. Es tut mir leid, aber ich bin echt fertig und das will ich meiner Familie nicht auch noch antun. Sie sollen unsere Eltern bzw. Großeltern als das in Erinnerung behalten, das sie in unseren Augen bisher waren. Außerdem weiß ich nicht, was so eine Offenbarung in der aktuellen Debatte um Flüchtlinge, wo jeder gleich rechts ist, der sich kritisch äußert, für persönliche Konsequenzen haben kann. Diese Verschleierung tut mir leid, im Grunde macht mich das nicht besser als meine Großmutter und alle sonstigen Mitwisser.

Beichthaus.com Beichte #00036979 vom 05.11.2015 um 20:23:14 Uhr (22 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Als Kind vergewaltigt

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Missbrauch Verzweiflung Hass

Ich (w/29) bin quasi noch Jungfrau. Quasi, weil ich noch nie einvernehmlichen Sex hatte. Als ich etwa 8-9 Jahre alt war, wurde ich von Jugendlichen missbraucht. Ich wusste es damals nicht. Ich dachte, das gehört dazu, wenn man Freunde haben wollte. Ich wollte nur dazugehören […]
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Beichthaus.com Beichte #00036978 vom 05.11.2015 um 15:23:14 Uhr (28 Kommentare).

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